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Jungbullen - Schlachtpreise

Fragen und Antworten rund um die Rindviehhaltung.
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Re: Jungbullen - Schlachtpreise

Beitragvon meyenburg1975 » Do Okt 14, 2021 7:05

Ich hab im Frühjahr einen dreijährigen abgegeben. Ich meine der lag bei 3,30. HF
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Re: Jungbullen - Schlachtpreise

Beitragvon MF4355 » Do Okt 14, 2021 7:21

Ich habe auch schon Deckbullen Limousin Direkt vermarktet. Der Fleischertrag ist echt hoch, aber das hat mich viele Kunden gekostet. Die Zartheit ist mit Färsen nicht zu vergleichen. Natürlich ist das Fleisch genießbar und hat auch einen Nährwert, aber gerade in der Direktvermarktung wollen die Kunden gehobene Qualität. Dann besser für 3,3€ abgeben.
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Re: Jungbullen - Schlachtpreise

Beitragvon Isarland » Do Okt 14, 2021 8:26

MF4355 hat geschrieben:Ich habe auch schon Deckbullen Limousin Direkt vermarktet. Der Fleischertrag ist echt hoch, aber das hat mich viele Kunden gekostet. Die Zartheit ist mit Färsen nicht zu vergleichen. Natürlich ist das Fleisch genießbar und hat auch einen Nährwert, aber gerade in der Direktvermarktung wollen die Kunden gehobene Qualität. Dann besser für 3,3€ abgeben.

Wenn der drei Wochen aushängt, zerlegt, vakuumiert und dann noch in der Kühlung 14 Tage reift, nimmt es das Fleisch mit jeder Färse auf.
Die rasant voranschreitende allgemeine Verblödung löst bei mir Angst und Schrecken aus.
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Re: Jungbullen - Schlachtpreise

Beitragvon Wuestenfuchs00 » Do Okt 14, 2021 9:07

Isarland hat geschrieben:
MF4355 hat geschrieben:Ich habe auch schon Deckbullen Limousin Direkt vermarktet. Der Fleischertrag ist echt hoch, aber das hat mich viele Kunden gekostet. Die Zartheit ist mit Färsen nicht zu vergleichen. Natürlich ist das Fleisch genießbar und hat auch einen Nährwert, aber gerade in der Direktvermarktung wollen die Kunden gehobene Qualität. Dann besser für 3,3€ abgeben.

Wenn der drei Wochen aushängt, zerlegt, vakuumiert und dann noch in der Kühlung 14 Tage reift, nimmt es das Fleisch mit jeder Färse auf.


Das Grundproblem besteht darin, dass mit zunehmenden Alter die Zahl der kollagenen Querverbindungen, auch "cross-links" genannt, zunehmen und damit die Fleischqualität hinsichtlich des Merkmals Zartheit deutlich abnimmt. Diese Querverbindungen werden mit steigendem Alter außerdem zunehmend säurestabiler, so dass auch eine verlängerte Fleischreifung nicht zu einer wesentlichen Verbesserung des Ausgangsprodukts führt.
Deswegen ist deine These wonach man das Fleisch eines alten Deckbullens hinsichtlich Zartheit durch Reifung auf das Niveau von Färsenfleisch "optimieren" kann leider komplett falsch.
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Re: Jungbullen - Schlachtpreise

Beitragvon DWEWT » Do Okt 14, 2021 11:07

Wuestenfuchs00 hat geschrieben:
Das Grundproblem besteht darin, dass mit zunehmenden Alter die Zahl der kollagenen Querverbindungen, auch "cross-links" genannt, zunehmen und damit die Fleischqualität hinsichtlich des Merkmals Zartheit deutlich abnimmt. Diese Querverbindungen werden mit steigendem Alter außerdem zunehmend säurestabiler, so dass auch eine verlängerte Fleischreifung nicht zu einer wesentlichen Verbesserung des Ausgangsprodukts führt.
Deswegen ist deine These wonach man das Fleisch eines alten Deckbullens hinsichtlich Zartheit durch Reifung auf das Niveau von Färsenfleisch "optimieren" kann leider komplett falsch.


Absolut richtig! Endlich mal jemand, der sich mit Fleischqualität auf der Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse auseinandersetzt.
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Re: Jungbullen - Schlachtpreise

Beitragvon Qtreiber » Do Okt 14, 2021 11:26

Wuestenfuchs00 hat geschrieben:
Das Grundproblem besteht darin, dass mit zunehmenden Alter die Zahl der kollagenen Querverbindungen, auch "cross-links" genannt, zunehmen und damit die Fleischqualität hinsichtlich des Merkmals Zartheit deutlich abnimmt. Diese Querverbindungen werden mit steigendem Alter außerdem zunehmend säurestabiler, so dass auch eine verlängerte Fleischreifung nicht zu einer wesentlichen Verbesserung des Ausgangsprodukts führt.
Deswegen ist deine These wonach man das Fleisch eines alten Deckbullens hinsichtlich Zartheit durch Reifung auf das Niveau von Färsenfleisch "optimieren" kann leider komplett falsch.

Vollkommen akzeptiert. Dieser Vorgang wird aber bei altem Kuhfleisch genauso sein. Ich habe aber einmal anlässlich einer Taufe Rinderbraten von einer alten Kuh gegessen, der "mit der Gabel geschnitten" werden konnte. Natürlich nach einem langen Garprozess bei niedriger Temperatur. Was macht den Unterschied? Ist es der höhere Fettanteil? Ich kann mir nicht vorstellen, dass bei Deckbullen Fett in größerem Maße vorhanden ist. :?
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Re: Jungbullen - Schlachtpreise

Beitragvon Hosenträger » Do Okt 14, 2021 11:30

Qtreiber hat geschrieben:
Wuestenfuchs00 hat geschrieben:
Das Grundproblem besteht darin, dass mit zunehmenden Alter die Zahl der kollagenen Querverbindungen, auch "cross-links" genannt, zunehmen und damit die Fleischqualität hinsichtlich des Merkmals Zartheit deutlich abnimmt. Diese Querverbindungen werden mit steigendem Alter außerdem zunehmend säurestabiler, so dass auch eine verlängerte Fleischreifung nicht zu einer wesentlichen Verbesserung des Ausgangsprodukts führt.
Deswegen ist deine These wonach man das Fleisch eines alten Deckbullens hinsichtlich Zartheit durch Reifung auf das Niveau von Färsenfleisch "optimieren" kann leider komplett falsch.

Vollkommen akzeptiert. Dieser Vorgang wird aber bei altem Kuhfleisch genauso sein. Ich habe aber einmal anlässlich einer Taufe Rinderbraten von einer alten Kuh gegessen, der "mit der Gabel geschnitten" werden konnte. Natürlich nach einem langen Garprozess bei niedriger Temperatur. Was macht den Unterschied? Ist es der höhere Fettanteil? Ich kann mir nicht vorstellen, dass bei Deckbullen Fett in größerem Maße vorhanden ist. :?

Ein guter Gigal wird nicht Fett! :D
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Re: Jungbullen - Schlachtpreise

Beitragvon meyenburg1975 » Do Okt 14, 2021 13:20

Irgendwo in Frankreich oder Spanien gibt es eine Spezialität, da kann die Kuh gar nicht alt genug sein. Komm nicht mehr auf den Namen.
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Re: Jungbullen - Schlachtpreise

Beitragvon Fleischverkäufer » Do Okt 14, 2021 13:29

meyenburg1975 hat geschrieben:Irgendwo in Frankreich oder Spanien gibt es eine Spezialität, da kann die Kuh gar nicht alt genug sein. Komm nicht mehr auf den Namen.


Aus Spanien, heißt TXOGITXU
https://doncarne.de/de/produkt/fleisch/rind/txogitxu/

Geschmacksache, für mich ist das nix. Aber Geschmack ist eben Geschmacksache
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Re: Jungbullen - Schlachtpreise

Beitragvon Qtreiber » Do Okt 14, 2021 14:15

meyenburg1975 hat geschrieben:Irgendwo in Frankreich oder Spanien gibt es eine Spezialität, da kann die Kuh gar nicht alt genug sein. Komm nicht mehr auf den Namen.

In Frankreich werden Schlachtkühe (zumindest, wenn es Fleischrassen sind) wohl auch wesentlich besser bezahlt als hierzulande.
Was aber nun den Unterschied zwischen einem Altbullen und einer alten Kuh ausmacht, hat mir leider noch keiner hier erklärt. :(
Qtreiber
 
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Re: Jungbullen - Schlachtpreise

Beitragvon Fleischverkäufer » Do Okt 14, 2021 14:20

Qtreiber hat geschrieben:
meyenburg1975 hat geschrieben:Irgendwo in Frankreich oder Spanien gibt es eine Spezialität, da kann die Kuh gar nicht alt genug sein. Komm nicht mehr auf den Namen.

In Frankreich werden Schlachtkühe (zumindest, wenn es Fleischrassen sind) wohl auch wesentlich besser bezahlt als hierzulande.
Was aber nun den Unterschied zwischen einem Altbullen und einer alten Kuh ausmacht, hat mir leider noch keiner hier erklärt. :(


Das kann ich dir ganz schnell erklären. Frankreich braucht viel Suppenfleisch, und von einem Bullen bekommen die da kein Auge oder Farbe rein. Die fetten Kühe, werden da deshalb auch besser bezahlt, dafür ist hier weniger Nachfrage vorhanden. Gibt es auch nur noch wenig fette Kühe, zumindest im Norden. Im Süden sieht das anders aus.
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Re: Jungbullen - Schlachtpreise

Beitragvon Isarland » Do Okt 14, 2021 14:23

Qtreiber hat geschrieben:
meyenburg1975 hat geschrieben:Irgendwo in Frankreich oder Spanien gibt es eine Spezialität, da kann die Kuh gar nicht alt genug sein. Komm nicht mehr auf den Namen.

In Frankreich werden Schlachtkühe (zumindest, wenn es Fleischrassen sind) wohl auch wesentlich besser bezahlt als hierzulande.
Was aber nun den Unterschied zwischen einem Altbullen und einer alten Kuh ausmacht, hat mir leider noch keiner hier erklärt. :(

Mein Metzger hat gesagt, das Fleisch richtet er so her, dass niemand den ausgedienten Sprungstier erkennt. Schaun ma moi, dann sehn ma scho.
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Re: Jungbullen - Schlachtpreise

Beitragvon 240236 » Do Okt 14, 2021 14:26

Fleischverkäufer hat geschrieben:
Qtreiber hat geschrieben:
meyenburg1975 hat geschrieben:Irgendwo in Frankreich oder Spanien gibt es eine Spezialität, da kann die Kuh gar nicht alt genug sein. Komm nicht mehr auf den Namen.

In Frankreich werden Schlachtkühe (zumindest, wenn es Fleischrassen sind) wohl auch wesentlich besser bezahlt als hierzulande.
Was aber nun den Unterschied zwischen einem Altbullen und einer alten Kuh ausmacht, hat mir leider noch keiner hier erklärt. :(


Das kann ich dir ganz schnell erklären. Frankreich braucht viel Suppenfleisch, und von einem Bullen bekommen die da kein Auge oder Farbe rein. Die fetten Kühe, werden da deshalb auch besser bezahlt, dafür ist hier weniger Nachfrage vorhanden. Gibt es auch nur noch wenig fette Kühe, zumindest im Norden. Im Süden sieht das anders aus.
In Bayern sagt man, daß eine HF-Kuh nur 2 Krankheiten bekommen kann. Hautkrebs und Knochenfraß :lol:
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Re: Jungbullen - Schlachtpreise

Beitragvon Isarland » Do Okt 14, 2021 14:28

meyenburg1975 hat geschrieben:Irgendwo in Frankreich oder Spanien gibt es eine Spezialität, da kann die Kuh gar nicht alt genug sein. Komm nicht mehr auf den Namen.

Bei uns fragen immer wieder Kunden nach Fleisch von Kühen....Tendenz steigend. Rinderschinken von den Altkühen geht reißend weg.
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Re: Jungbullen - Schlachtpreise

Beitragvon Cheffe » Do Okt 14, 2021 15:25

240236 hat geschrieben:In Bayern sagt man, daß eine HF-Kuh nur 2 Krankheiten bekommen kann. Hautkrebs und Knochenfraß :lol:


dann solltet ihr lernen, wie man die füttert.
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