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Kann die CDU rechnen?

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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Re: Kann die CDU rechnen?

Beitragvon Crazy Horse » Do Nov 18, 2010 14:41

Cairon hat geschrieben:Hier regt man sich auf, dass die Politik sich nicht an die Wahrheit hält. Was passiert denn wenn die Politik die Wahrheit sagt, dass wir die letzten Jahre über unsere Verhältnisse gelebt haben und den Gürtel enger schnallen müssen und an allen Ecken gekürzt werden muss. Wenn die Politik sagt, dass die Mittel zum erhalt der Infrastruktur knapp sind und nur das nötigste gemacht werden kann. Verträgt der Wähler denn überhaupt die volle Ladung Wahrheit?
Wählerstimmen werden mit Freibier und netten Worten gekauft. Wenn man den Leuten die ganze Wahrheit sagen würde, würden sie die Parteien wählen, die ihnen blühende Landschaften und soziale Wärme versprechen. Glaubt denn wirklich irgendwer das eine Partei die alles offen sagen würde und immer ehrlich wäre, je eine Chance hätte zu regieren? Und da spielt es gar keine Rolle welche Partei man nimmt, sie handeln alle so. Und ob Frau Merkel jetzt mit 80% oder 90% gewählt wurde, das interessiert doch nun wirklich nicht, aber wenn die Steuern steigen, die Leistungen sinken und eh alles härter wird, wer würde eine Partei wählen die das auf ihre Plakate schreibt?


Wer ist eigentlich wir (s.o.)?
Ich kann an dieser Stelle nur auf die Rede des Jahres 2007 von Oskar Lafontaine verweise, die er am 12. September 2007 im Deutschen Bundestag gehalten hat. Dort geht er exakt auf diese Frage ein. Im übrigen warnte er schon damals, 1 Jahr vor der Lehman-Pleite vor dieser Spekulationsblase.

http://www.uni-tuebingen.de/uni/nas/rede/rede07.htm
http://webtv.bundestag.de/iptv/player/m ... ent=178862
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Re: Kann die CDU rechnen?

Beitragvon CarpeDiem » Do Nov 18, 2010 14:49

Wenn ihr all diese schönen Fragen und Feststellungen einmal ganz konsequent zu Ende denkt, dann bleibt doch nur eine einzige Frage wirklich übrig. Die kann doch nur lauten: Wer hat in dem Laden das Sagen??? Deshalb ist es doch völlig wurscht, ob sich Frau Merkel oder Herr Trittin die Säcke vollmachen, der Bürger ist immer der Dumme. Dass Leute noch zu Wahlen gehen und ähnlichen Schmunzius Ernst nehmen, dafür fehlt mir jedes Verständnis.

Weder zur Westbindung der BRD, Wiederbewaffnung, EU Beitritt, Euro Einführung, Wiedervereinigung hat man es für nötig befunden den "Souverän" wie das schön heisst zu befragen. Noch Zweifel????
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Re: Kann die CDU rechnen?

Beitragvon meyenburg1975 » Do Nov 18, 2010 16:06

Crazy Horse hat geschrieben:...Ich kann an dieser Stelle nur auf die Rede des Jahres 2007 von Oskar Lafontaine verweise, ...


Oskar ist ein rotlackierter *Zensur*. Nicht mehr und nicht weniger.
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Jeder, der die Hamas offen unterstützt, ist ein Terrorist.
Jeder, der die Hamas nicht kritisiert, ist ein disziplinierter Terrorist.
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Re: Kann die CDU rechnen?

Beitragvon Cairon » Do Nov 18, 2010 16:45

@Crazy Horse

Wer wir ist? Wir alle, wir haben doch die sozialen Leistungen, die Infrastruktur usw. in Anspruch genommen oder hast du dich im Wald vergraben? Bist du nicht auf Autobahnen gefahren und hast deine Wasser vom Wasserwerk bekommen? Sind deine Kinder (sofern vorhanden) nicht zum Kindergarten, zur Schule oder zur Uni gegangen? Die Reihe ließe sich lang Fortsetzen.

Und die Leute die hier meinen sie könnten es soviel besser, warum tut ihr nicht was gegen die Politikverdrossenheit und lass euch in Ämter wählen und macht es besser? Und wenn euch die Parteien nicht zusagen, dann trommelt doch mal ein paar Nichtwähler zusammen und macht eine eigene Partei auf.
Wer sich nur hinsetzt und aus Protest nicht wählen geht, braucht sich nicht zu wundern, wenn sich keiner um seine Meinung schert. Und bei Wahlen sollte man immer ebdenken, dass man ja auch das passive Wahlrecht hat.

Und Oskar Lafontaine, der Napoleon von der Saar hat auch versprochen er würde nie wieder Politik machen und plötzlich war er bei den LInken. Er gibt sich als Verteidiger der Armen und Schwachen und scheffelt selbst Millionen. Oskar Lafontaine macht Politik für Oskar Lafontaine, nur für sein Ego.
Halb acht, halb neun, es wird schon heller,
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Re: Kann die CDU rechnen?

Beitragvon dappschaaf » Do Nov 18, 2010 16:56

Cairon hat geschrieben:
Und Oskar Lafontaine, der Napoleon von der Saar hat auch versprochen er würde nie wieder Politik machen und plötzlich war er bei den LInken.


Hallo,

er hat doch sein Versprechen eingehalten. Was die Linken treiben kann man nicht als "Politik machen" bezeichnen.

Gruß
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Re: Kann die CDU rechnen?

Beitragvon Cairon » Do Nov 18, 2010 17:07

dappschaaf hat geschrieben:
Cairon hat geschrieben:
Und Oskar Lafontaine, der Napoleon von der Saar hat auch versprochen er würde nie wieder Politik machen und plötzlich war er bei den LInken.


Hallo,

er hat doch sein Versprechen eingehalten. Was die Linken treiben kann man nicht als "Politik machen" bezeichnen.

Gruß
Dappschaaf


Aus der Blickrichtung muss ich dir Recht geben.
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Re: Kann die CDU rechnen?

Beitragvon automatix » Do Nov 18, 2010 17:14

Cairon hat geschrieben:Hier regt man sich auf, dass die Politik sich nicht an die Wahrheit hält. Was passiert denn wenn die Politik die Wahrheit sagt, dass wir die letzten Jahre über unsere Verhältnisse gelebt haben und wir den Gürtel enger schnallen müssen und an allen Ecken gekürzt werden muss. Wenn die Politik sagt, dass die Mittel zum erhalt der Infrastruktur knapp sind und nur das nötigste gemacht werden kann. Verträgt der Wähler denn überhaupt die volle Ladung Wahrheit?
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Ich denke, seit Lafontaine 1990 wird keiner mehr die Wahrheit sagen, weil die Wähler ja gezeigt haben, daß sie belogen werden wollen.
Würden Politiker heute die Wahrheit sagen, dann müßten sie ja zugeben, daß es die Politik war, die die ganze Sache versaut haben.

Und ja, ich denke, daß heute eine Partei, die den Leuten sagt was Sache ist gewählt werden würde - nur kann das keine der bisherigen sein, denn die hätten ein Glaubwürdigkeitsproblem und die Partei darf kein extremes Image haben wie es die Linken haben. Ich denke, es war ein Riesenfehler von Lafontaine, mit der PDS zusammenzugehen - hätte er das nicht gemacht, dann hätte seine Partei eine gute Chance gehabt, jetzt haftet ihr immer das ex-SED Image an.
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Re: Kann die CDU rechnen?

Beitragvon automatix » Do Nov 18, 2010 17:16

schimmel hat geschrieben:
Cairon hat geschrieben:Hier regt man sich auf, dass die Politik sich nicht an die Wahrheit hält. Was passiert denn wenn die Politik die Wahrheit sagt, dass wir die letzten Jahre über unsere Verhältnisse gelebt haben und wir den Gürtel enger schnallen müssen und an allen Ecken gekürzt werden muss. Wenn die Politik sagt, dass die Mittel zum erhalt der Infrastruktur knapp sind und nur das nötigste gemacht werden kann. Verträgt der Wähler denn überhaupt die volle Ladung Wahrheit?
Wählerstimmen werden mit Freibier und netten Worten gekauft. Wenn man den Leuten die ganze Wahrheit sagen würde, würden sie die Parteien wählen, die ihnen blühende Landschaften und soziale Wärme versprechen. Glaubt denn wirklich irgendwer das eine Partei die alles offen sagen würde und immer ehrlich wäre, je eine Chance hätte zu regieren? Und da spielt es gar keine Rolle welche Partei man nimmt, sie handeln alle so. Und ob Frau Merkel jetzt mit 80% oder 90% gewählt wurde, das interessiert doch nun wirklich nicht, aber wenn die Steuern steigen, die Leistungen sinken und eh alles härter wird, wer würde eine Partei wählen die das auf ihre Plakate schreibt?



100pts :klee: :klug:

....in dieser unseren Minderheitsbestimmten Wohlstandsrepublik gibt es immer eine Gruppe in der Größe von Stuttgart 21, die in der Lage ist alles in Frage zu stellen, ohne konkrete Antworten zu nennen...wasch mir den Pelz aber mach mich nicht nass!!

Reini


wer sagt denn, daß es keine Antworten gibt? es gibt genug Antworten, nur sind die dem Partein an der Macht nicht Recht, denn fast alle diese Antworten beinhalten, daß man die lähmende Macht der Parteien brechen muß.
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Re: Kann die CDU rechnen?

Beitragvon andreasw » Do Nov 18, 2010 22:15

Schaut euch doch nur mal an, wer heute auf Gemeinde-Ebene in den Parteien ist! Das kann doch nix mehr werden!
Solange die Medien natürlich auch jedes Wort auf die Goldwage legen, kanns mit der Ehrlichkeit auch nicht mehr weit her sein.
Schade ist auch, dass man bestimmte Inhalte nur noch unter Verlust seines Arbeitsplatzes sagen kann (sh. Sarazin). Ist aber ein anderes Thema!
Defintiv, nicht nur die CDU kann nicht rechnen! Wollen die auch glaub ich gar nicht!
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Re: Kann die CDU rechnen?

Beitragvon Meini » Fr Nov 19, 2010 0:11

brainfart hat geschrieben:Nur ein kleiner Punkt, aber er illustriert schön, wie die CDU operiert, wenn es um Fakten und Realität geht: Merkel ist laut CDU mit 90,4% wiedergewählt worden. Gucken wir uns doch mal die Fakten an:

Die 56-Jährige erhielt nach Angaben der Partei 90,4 Prozent der Stimmen.

[...]

Bei der Wiederwahl Merkels wurden insgesamt 952 Stimmen abgegeben, ungültig waren 3. Mit Ja stimmten 842, mit Nein 89 Delegierte, 18 enthielten sich.

Die ungültigen Stimmen fallen raus, also haben 842/(842+89+18)*100 Prozent für Merkel gestimmt, das sind 88,7%, als unterhalb der psychologisch wichtigen 90%. Also zählt die CDU kurzerhand die Enthaltungen als "dafür", damit sie auf über 90% kommen.

Und DIE Leute wollen uns erzählen, sie seien in Rechenfragen z.B. bei der Wirtschaft besonders kompetent?


Wenn sie dafür schon zu Blöd wären :roll: mal anders wie rechnen z.b. Journalisten nach der Wahl eine Partei verliert 5% heißt es richtig müsste es heißen wenn z.B. vorher 20%PUNKTE hatte und nun 15% Punkte das sie 25 % verloren hat und sagt oder schreibt das einer. In der Statisik wir das eben so gemacht. Wenn jemand feststellt das die Einnahme eines Medikaments die Brustkrebsrate verdoppelt kann das sehr viel sein,oder statt von 10.000 Personen zwei, statt eine. Was statistisch eigentlich nicht relevant ist,nur wer hat die zahlen die BILD oder eine medizinische Fachzeitschrift?

Und mal ehrlich solche Ergebnisse über 90% gab es doch nur in der SED, mich würde es wundern wenn Merkel mehr wie 50% bekommen hat.
Das dürfte in anderen Parteien nicht anders sein.
Pessimisten suchen nach Gründe, Optimisten finden Wege.
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Re: Kann die CDU rechnen?

Beitragvon Cairon » Fr Nov 19, 2010 1:21

andreasw hat geschrieben:Schaut euch doch nur mal an, wer heute auf Gemeinde-Ebene in den Parteien ist! Das kann doch nix mehr werden!
Solange die Medien natürlich auch jedes Wort auf die Goldwage legen, kanns mit der Ehrlichkeit auch nicht mehr weit her sein.
Schade ist auch, dass man bestimmte Inhalte nur noch unter Verlust seines Arbeitsplatzes sagen kann (sh. Sarazin). Ist aber ein anderes Thema!
Defintiv, nicht nur die CDU kann nicht rechnen! Wollen die auch glaub ich gar nicht!


Es ist doch immer wieder schön, wenn man sieht mit welchem Respekt und Vertrauen man an die Leute heran geht, die ihre Freizeit opfern und sich dem politischen Ehrenamt widmen.
Wenn es mit den Leute die sich auf Gemeindeebene engagieren nichts werden kann, dann mache doch selber Kommunalpolitik. Kannst Du es denn so viele besser? Was würdest Du denn anders machen? Was unterscheidet Dich Dich von den politisch Aktiven? Oder bist Du auch einer von denen die nur nörgeln können, statt selber etwas zu leisten? Gehörst Du zu denen die sagen ist eh alles hin, da mach ich lieber erst gar nichts? Wo bringst Du Dich denn ein und was leistest Du für die Gemeinde?
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Re: Kann die CDU rechnen?

Beitragvon CarpeDiem » Fr Nov 19, 2010 10:00

Nein, nein und nochmals nein lieber Cairon. Klar, dass du dich wegen deines Ehrenamtes angegriffen fühlst. Solltest du aber nicht. Was die Bürger beunruhigt, auch mich, ist die "Parteiendiktatur". Es ist doch gar nicht von den Parteien gewollt, dass fähige Leute Ehrenämter anstreben. Sondern es ist doch einzig und allein gewollt, dass diese Leute viele, viele Wählerstimmen "bringen". Da wird nicht bei der Kandidatenaufstellung gefragt, kann er denn lesen und schreiben, nein es wird gesagt ist er den in jedem Verein auch tätig?? Die sogenannte Politik wird dann zwischen den Platzhirschen ausgekungelt. Der sagt dann seinen Mitläufern, wenn ich mit dem Kopf nicke, stimmt ihr zu, an sonsten hält ihr das Maul.

Das führt dann dazu, dass diese Parteien sich den Staat zur Beute gemacht haben. Ich habe bis heute diese Stelle im Grundgesetz nicht gefunden. Bis herunter zum Gemeindearbeiter werden die Parteibücher hochgehoben und der Ehrensold für treue Parteidienste eingefordert. Das ist es was die Bürger anwidert und Gott sei Dank immer mehr anwidert.

Sieh dir doch nur einmal den letzten Parteitag der CDU an. Stimmung schlecht, keiner macht das Maul auf und sagt den Oberen die Meinung. Warum wohl???
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Re: Kann die CDU rechnen?

Beitragvon Cairon » Fr Nov 19, 2010 11:52

CarpeDiem hat geschrieben:Nein, nein und nochmals nein lieber Cairon. Klar, dass du dich wegen deines Ehrenamtes angegriffen fühlst. Solltest du aber nicht. Was die Bürger beunruhigt, auch mich, ist die "Parteiendiktatur". Es ist doch gar nicht von den Parteien gewollt, dass fähige Leute Ehrenämter anstreben. Sondern es ist doch einzig und allein gewollt, dass diese Leute viele, viele Wählerstimmen "bringen". Da wird nicht bei der Kandidatenaufstellung gefragt, kann er denn lesen und schreiben, nein es wird gesagt ist er den in jedem Verein auch tätig?? Die sogenannte Politik wird dann zwischen den Platzhirschen ausgekungelt. Der sagt dann seinen Mitläufern, wenn ich mit dem Kopf nicke, stimmt ihr zu, an sonsten hält ihr das Maul.

Das führt dann dazu, dass diese Parteien sich den Staat zur Beute gemacht haben. Ich habe bis heute diese Stelle im Grundgesetz nicht gefunden. Bis herunter zum Gemeindearbeiter werden die Parteibücher hochgehoben und der Ehrensold für treue Parteidienste eingefordert. Das ist es was die Bürger anwidert und Gott sei Dank immer mehr anwidert.

Sieh dir doch nur einmal den letzten Parteitag der CDU an. Stimmung schlecht, keiner macht das Maul auf und sagt den Oberen die Meinung. Warum wohl???


Wie stellst Du es Dir denn vor? In unserem Land hat jeder der die Ehrenbürgerrechte besitzt und das entsprechende Alter erreicht hat, dass aktive und passive Wahlrecht. Welchen Menschen willst Du denn das Recht auf eine Kandidatur absprechen? Sollen nur noch Leute Kandidieren die Abitur haben? Soll es vor jeder Kandidatur eine Eignungs- und Verwendungsprüfung geben wie beim Bund?
In vielen Bereichen haben die Parteien gar nicht die Wahl wen sie aufstellen, weil sich kaum noch Leute bereit finden die Arbeit in den Kommunen zu machen.
Bringen wir es doch einmal auf den Punkt, ich bekomme im Monat 60 € Aufwandsentschädigung, das sind 720 € im Jahr. Dafür haben wir 3 bis 4 Sitzungsrunden im Jahr mit Ausschüssen, Ratssitzung usw. Dann kommt dazu die Vertretungen bei offiziellen Anlässen, Einweihungen, Volkstrauertag usw. Dazu kommen dann die Telefonate und Auseinandersetzung mit Bürgeranliegen, in den meisten Fällen macht man einen Termin und schaut sich die Sachlage vor Ort an und versucht dann Tätig zu werden. Als Dankeschön wird man dann auch gerne mal dumm angemacht, weil man ein Anliegen aus finanziellen oder anderen Gründen nicht sofort umsetzen konnte. Wir sind eine Flächengemeinde, in einer sehr Strukturschwachen Region. Unsere Gemeinde ist 31,07 km² groß und uns stehen im Jahr ca. 20.000 € für den gesamten Wege- und Straßenbau zur Verfügung, hast Du eine Vorstellung was man mit diesen Mittel erreichen kann? Wenn ich dann selber Material organisiere und mit meinen Maschinen auf eigne Rechnung Feldwege befestige und Ausbaue, hagelt es dafür auch gerne mal Kritik von Unwissenden. Sie beschweren sich dann, weil sie mal 3 Tage auf dem Weg nicht spazieren oder Reiten können, weil sich die eingebrachten Vollerntersteine noch nicht richtig gesetzt haben oder sie beschweren sich weil sie meine das die Gemeinde dort Geld eingesetzt hätte, aber die Sackung im Gehweg vor ihrer Tür nicht geflickt wurde. Es ist ein Undankbarer Job und Lob ist sehr rar, Prügel bezieht man dafür aber reichlich. Gerade gestern beim Arzt habe ich mir wieder anhören müssen, warum wir den Gulli in einen Straßenseiteraum nicht neu setzten (Kosten 3500 €) aber in der Siedlung wurde ein verwilderte Grünfläche gerodet und gepflastert (Kosten 700 €, Eigenleistung durch Anlieger). Wenn es um solche Sachen geht regiert nur der Neid und kaum einer ist mal fähig selber etwas zu tun.
Warum ich diesen Job mache? weil ich der letzte Landwirt bei uns im Rat bin und wenn ich gehe fällt die Landwirtschaft ganz hinten runter.
Demokratie lebt vom Mitmachen und wenn keiner mehr mitmachen will, dann gibt es eben auch auf lange Sicht keine Demokratie mehr. Mit jeder Stimme die nicht für eine demokratische Partei abgegeben wird, steigt der prozentuale Anteil für die radikalen Parteien:

10 Wahlberechtigte 10 gehen hin 1 wählt radikal 9 wählen demokratisch 90% demokratisch 10% radikal

10 Wahlberechtigte 5 gehen hin 1 wählt radikal 4 wählen demokratisch 80% demokratisch 20% radikal

Das sollte jeder bedenken der zu Hause bleibt und nicht wählen geht. Und eines ist sicher, die radikalen Parteien haben eine sehr hohe Aktivierungsquote in ihrer Wählerschaft. Wenn dann noch die entsprechende Menge an Protestwählern dazu kommt, wunder sich alle warum radikale Parteien in die Parlamente kommen.
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Re: Kann die CDU rechnen?

Beitragvon CarpeDiem » Fr Nov 19, 2010 12:22

@Cairon, du siehst das (leider) nur aus deiner Sicht. Die von dir geschilderten Verhältnisse, sind die wie wir sie auf den kleinen Gemeinden (Gott sei Dank) noch antreffen. Aber, du gehst nicht auf die Hauptkritikpunkte, wie sie bei uns mit 35.000 EW herrschen. Parteiendiktatur per se. Da geht es nicht um die Sache, da geht es um Macht, Einfluss, Kontrolle. Die wird nur von ganz wenigen ausgeübt. Der Rest sind Mitläufer, sonst gar nix. Das schlimmste ist die Leute noch dadurch zu legitimieren, dass man zur Wahl geht.

Ich will dir mal zwei exemplarische Beispiele geben. In der Ära Brandt, während des Studiums, wir waren alle noch von der Demokratie begeistert, war ich zum Studienaustausch in den USA. Dort war ich völlig erstaunt, dass mir bedeutet wurde, dass man in amerikanischen Familien nicht über Politik spricht. Begründung, das sind alles Leute mit zweifelhaftem Ruf. Allenfalls das Familienoberhaupt lässt sich zur Wahl registrieren. Seit dieser Zeit weiss ich woher dort die niedrige Wahlbeteiligung herrührt.

Einige Jahre später war ich zu Gast bei einer französischen Bauernfamilie unweit von Paris. Spitzenbetrieb. Leute sehr konservativen Zuschnitts. Es war die Zeit als dort Le Pen Furore machte. Abends entschuldigt sich der Landwirt mit der Begründung er suche die Wahlversammlung von Le Pen auf. Ich war völlig überrascht. Er bemerkte dies und klärte mich auf, dass der vor dem Dorf in einem Zelt spricht und Eintritt verlangt. Er geht hin, weil er sagt, ohne ihn und auch Marchais von der KPF, machen die Regierenden noch mehr was sie wollen. Beide extreme Gruppen muss man unterstützen, sonst wird die Selbstbedienung noch schlimmer.

Noch Fragen? Ich glaube viele Mitbürger sehen das genau so.
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Re: Kann die CDU rechnen?

Beitragvon CarpeDiem » Fr Nov 19, 2010 12:49

@Schimmel, nicht das hohe Anspruchsdenken, sondern die Lügereien der Politik lösen die Proteste der Bevölkerung aus. Hast du die Anzeige nicht gelesen, mit den "Versprechungen" der Frau Merkel? Da ist die Rede von Finanzen i.O. bringen. Kein Wort davon, dass diese Dame im Bund mit den Genossen die grösste Steuererhöhung der Geschichte der BRD durchgezogen hat, mit dem Zweck des Schuldenabbaus. Jetzt gibt man wieder "Versprechungen" ab. Kein Wunder wenn die Leute auf die Strasse gehen.

Kein Wort davon die Leute zu belasten die das Geld zum Fenster hinaus geworfen haben und von Frau Merkel die Milliarden zugeschuster bekamen! Kommt auch bei dir jemand und hat eine Aktentasche voller Kohle und drängt sie dir auf????
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