Cairon hat geschrieben:Hier regt man sich auf, dass die Politik sich nicht an die Wahrheit hält. Was passiert denn wenn die Politik die Wahrheit sagt, dass wir die letzten Jahre über unsere Verhältnisse gelebt haben und den Gürtel enger schnallen müssen und an allen Ecken gekürzt werden muss. Wenn die Politik sagt, dass die Mittel zum erhalt der Infrastruktur knapp sind und nur das nötigste gemacht werden kann. Verträgt der Wähler denn überhaupt die volle Ladung Wahrheit?
Wählerstimmen werden mit Freibier und netten Worten gekauft. Wenn man den Leuten die ganze Wahrheit sagen würde, würden sie die Parteien wählen, die ihnen blühende Landschaften und soziale Wärme versprechen. Glaubt denn wirklich irgendwer das eine Partei die alles offen sagen würde und immer ehrlich wäre, je eine Chance hätte zu regieren? Und da spielt es gar keine Rolle welche Partei man nimmt, sie handeln alle so. Und ob Frau Merkel jetzt mit 80% oder 90% gewählt wurde, das interessiert doch nun wirklich nicht, aber wenn die Steuern steigen, die Leistungen sinken und eh alles härter wird, wer würde eine Partei wählen die das auf ihre Plakate schreibt?
Wer ist eigentlich wir (s.o.)?
Ich kann an dieser Stelle nur auf die Rede des Jahres 2007 von Oskar Lafontaine verweise, die er am 12. September 2007 im Deutschen Bundestag gehalten hat. Dort geht er exakt auf diese Frage ein. Im übrigen warnte er schon damals, 1 Jahr vor der Lehman-Pleite vor dieser Spekulationsblase.
http://www.uni-tuebingen.de/uni/nas/rede/rede07.htm
http://webtv.bundestag.de/iptv/player/m ... ent=178862
