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Karl und Angie/Gutenberg Rücktritt

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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202 Beiträge • Seite 3 von 14 • 1, 2, 3, 4, 5, 6 ... 14
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Re: Karl und Angie

Beitragvon Djup-i-sverige » Mi Feb 23, 2011 8:51

Ich würd einfach mal ALLE Doktorarbeiten der Politiker und der Wirtschaft überprüfen lassen, würd mal schreiben das in allen das Gleiche zu finden ist....
Lauter zufällige Zitate, weil alles irgendwann von irgendwem schonmal gesagt und niedergeschrieben wurde....
(Als erstes würd ich mir alle Dr. der SPD vornehmen :twisted: )
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Re: Karl und Angie

Beitragvon basko » Mi Feb 23, 2011 9:33

...und der Doktorvater war ein Dummkopf??? Konnte der nicht lesen ???? Oder war es ihm gleichgültüg was geschrieben war??? Oder gibt es in Bayreuth keine Lesekontrollen??? Fragen über Fragen an die Verantwortlichen die eine Doktorarbeit bewerten.
v. Guttenberg muss weg, weil er der SPD als Politiker zu gefährlich wird. Das sich aber die Professoren vor den Karren spannen lassen, ist schon ein starkes Stück.
Wer prüft denn die Doktorarbeiten der SPD-Politiker???? Ich glaube, das die auch Leichen im Keller haben.
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Re: Karl und Angie

Beitragvon Djup-i-sverige » Mi Feb 23, 2011 13:01

Wer prüft denn die Doktorarbeiten der SPD-Politiker???? Ich glaube, das die auch Leichen im Keller haben.


genau das hab ich mir schon bei den ersten Meldungen gedacht........
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KT Doktortitel mit Spenden erkauft ?

Beitragvon Wini » Sa Feb 26, 2011 22:24

Neues aus dem Fränkischen zum Fall Guttenberg:

Angeblich sponsorte die unterfränkische Rhön-Klinikum AG mit Sitz in Bad Neustadt (Lkr. Rhön-Grabfeld) 750.000 Euro für die juristische Fakultät der Uni Bayreuth.
Und wie es der Zufall will: Unter den zwölf Aufsichtsräten war in jener Zeit Karl-Theodor zu Guttenberg, der gerade an seiner Doktorarbeit schrieb.
Er gehörte von 1996 bis 2002 dem Aufsichtsrat der Rhön-Klinikum AG an, an der die Familie etwa 26 Prozent der Stammaktien hielt.

Das Unternehmen aus Bad Neustadt ist mit der Familie zu Guttenberg eng verwoben. Der junge Karl-Theodor war vor dem Beginn seiner politischen Karriere ab 1994
in die Leitung der familieneigenen Münchener Beteiligungsgesellschaft Guttenberg GmbH tätig, zu deren Geschäftsführendem Gesellschafter er bestellt wurde.
Seine Aufgabe war die Verwaltung des eigenen Vermögens.

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Re: KT Doktortitel mit Spenden erkauft ?

Beitragvon Ernst-August » Sa Feb 26, 2011 22:46

Guttenbergs sind noch einige der wenigen vermögenden Adelshäuser in deutschland, die auch nie die Sache sich selbst überlassen haben, sondern sich immer bemüht haben, noch was dazu zu verdienen. Dabei wurde nicht selten, bis an die Grenze gegangen, ab der aus einem Freiherrn ein Raubritter wurde. Aber in keinem fall sind Guttenbergs schlechter als die mehrzahl ständig wachsender landw. Betriebe 8) also sind mir besser ruhig dazu. Es gibt auch Ghostwriter für landw. Abschlußarbeiten und es gibt auch Landwirte, die ihrem Sohn das finanzieren, wie es auch Landwirtschaftslehrer gibt, die das wissen und großzügig hinweg sehen, bisweilen es sogar begrüßen, damit sie nicht in das Schlamassel kommen, Junior abschießen zu müssen. Das ganze nennt sich : Nach Gutsherrnart und davon hat KTG genug von im Blut. Also keine Angst, ein Gutsherr ist immer fest im Sattel auch, wenn der Gaul mal zickt oder das gelände rumpelig wird. All das zeichnet KTG als nächsten Bundeskanzler aus, er hat ja auch noch neun Vornamen die er abgeben könnte, wenn´s mal wieder eng wird !

... so wenn wir nun schon bei KTG sind : Ist KTG Agrar AG ein Zufall oder ist dort ausser im Namen, sonst noch KTG drin ?
Zuletzt geändert von Ernst-August am Sa Feb 26, 2011 22:52, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: KT Doktortitel mit Spenden erkauft ?

Beitragvon heinzi the chicken » Sa Feb 26, 2011 22:48

Wini hat geschrieben:Neues aus dem Fränkischen zum Fall Guttenberg:

Angeblich sponsorte die unterfränkische Rhön-Klinikum AG mit Sitz in Bad Neustadt (Lkr. Rhön-Grabfeld) 750.000 Euro für die juristische Fakultät der Uni Bayreuth.
Und wie es der Zufall will: Unter den zwölf Aufsichtsräten war in jener Zeit Karl-Theodor zu Guttenberg, der gerade an seiner Doktorarbeit schrieb.
Er gehörte von 1996 bis 2002 dem Aufsichtsrat der Rhön-Klinikum AG an, an der die Familie etwa 26 Prozent der Stammaktien hielt.

Das Unternehmen aus Bad Neustadt ist mit der Familie zu Guttenberg eng verwoben. Der junge Karl-Theodor war vor dem Beginn seiner politischen Karriere ab 1994
in die Leitung der familieneigenen Münchener Beteiligungsgesellschaft Guttenberg GmbH tätig, zu deren Geschäftsführendem Gesellschafter er bestellt wurde.
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Das ihr euch noch wundert, das war mir schon vorher klar......aber ist noch nichts gegen Kohl, Kanter und co........

mfg
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http://wwwnc.cdc.gov/eid/article/17/7/1 ... rticle.htm
http://www.youtube.com/watch?v=5U9sChS4aEw
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Re: KT Doktortitel mit Spenden erkauft ? Sicher nicht!

Beitragvon meyer wie mueller » So Feb 27, 2011 11:25

Hallo

KT meinte sinngemäß, dass er NACH LEKTÜRE (!) seiner Promotionsarbeit einige Fehler beim Zitieren bemerkt hat. Hat er denn nicht korrekturgelesen? Oder wann hat er denn erstmals seine Arbeit gelesen?

Zum Thema zitieren: Juristische Promotionsarbeiten müssten eigentlich vom ersten Satz an mit Anführungszeichen beginnen (gerade eine, die ein historisches Thema hat), denn eigentlich ist das eine Zusammenstellung aus Gesetzestexten, historischen Aufzeichnungen, Urteilen, Gesetzeskommentaren, Lehrbuchauszügen, Zitaten aus wissenschaftlichen Zeitschriften und Zeitungen. Erst beim Kapitel Interpretation und bei der Zusammenfassung bleibt Raum für eigene Anmerkungen (so die Aussage von mehreren promovierten Juristen). Dass bei einer Menge von 1200 Zitaten und Querverweisen, historischen Quellen etc. mal die eine oder andere Vertauschung, Verwechslung und das Vergessen eines kleinen Zitats vorkommen kann, liegt in der Komplexität der Sache begründet. Mich wundert nur, dass bei KT die Einleitung und Zusammenfassung (so wie man liest) selbst ein Zitat ist.
Jetzt frage ich mich ersthaft, hat KT sich so viel zuarbeiten lassen (ich spreche nicht von einer Auftragsarbeit, Literaturrecherchen und Zusammenstellungen kann man sicher legal delegieren), dass er den Überblick verloren hat und nicht mehr gemerkt hat, dass ganze Abschnitte nicht selbst geschrieben waren? (Kann ja mal vorkommen, wenn man so lange an der Arbeit dransitzt!)

Dass Fakultäten nach Spenden etwas größzüger sind, würde ich schon mal annehmen. In Untersuchungen hat man festgestellt, dass sogar Leute, die sich für unbestechlich halten, durch erlebte Vorteile (Hier hatte die Uni ja was von dem Einfluß von KT) oder kleine Geschenke beeinflußt werden. Selbst wenn der Beschenkte fest vorhat, sich nicht bestechen zu lassen und denkt "Durch so was lass ich mich in keinem Fall beeinflussen!", wirkten die Zuwendungen. (Das nutzt die Werbung systematisch aus, indem sie Produktproben verteilt, oder Zugaben dem Produkt beifügt - beispielsweise das Bierkrügerl oder den Spielzeuglastwagen als Sammlerartikel)

So kann aus einem "rite" schon mal ein "cum laude" werden. Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, dass eine untaugliche Arbeit durch Spendengelder plötzlich akzeptabel wird. Und während der Promotion arbeitet man ja auch unter Anleitung seines Doktorvaters (Lehrveranstaltung "Anleitung zum wissenschaftlichen Arbeiten") und steht in ständigem Gedankenaustausch. Es ist ja eigentlich nicht so, dass jemand sich ein Thema geben lässt oder wählt, dann x Jahre im Gelehrtenstübchen recherchiert und grübelt, und dann seine fertige Arbeit einreicht. Ein Doktorand hat meist auch noch Lehrverpflichtungen (darf "Bremser" in Seminaren und bei Zwischenprüfungen spielen) und muss seinem Doktorvater zuarbeiten.

Weiterhin muss man feststellen, dass die einzelnen Fachrichtungen unterschiedliche Maßstäbe an Promotionsarbeiten stellen. So sind medizinische Doktorarbeiten in manchen Fällen einfache Fallbeschreibungen mit einem Arbeitsaufwand von vielleicht einem halben Jahr gewesen (abends nach der Stationstätigkeit geschrieben), wohingegen naturwissenschaftliche Promotionsarbeiten mit jahrelanger experimenteller Forschungsarbeit einhergehen. 3-5 Jahre Labortätigkeit bevor zusammengeschrieben wird, mindestens 2 Publikationen in anerkannten internationalen Fachzeitschriften pro Jahr, short communications, Vorträge und wissenschaftliche Posterpräsentationen auf Kongressen, sind Standard. Dazu kommt noch die öffentliche "Verteidigung" der Promotionsarbeit und die theoretische Prüfung in einem zweiten Fach.-------- Dr. ist nicht gleich Dr. --------- Juristische Promotionsarbeiten werden nach meinen Infos an hohen Maßstäben gemessen. Deshalb sind ja auch die meisten Juristen NICHT promoviert.


Was mir noch aufgefallen ist. KT hat offenbar KEIN zweites Staatsexamen, kann also nicht als Anwalt tätig sein. Hat er das nicht geschafft, oder brauchte er sich nicht der Mühe einer Referendarzeit unterziehen? Die Familie hat ja genügend Vermögen!

Mit seiner Eloquenz und dem nonchalanten Auftreten ist er durchaus als Politiker geeignet und scheint immer noch einer der Besseren dieser Spezies zu sein!

Gruß
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Re: KT Doktortitel mit Spenden erkauft ? Rhön-Kliniken

Beitragvon meyer wie mueller » So Feb 27, 2011 11:51

Hallo

Ich würde nie auf die Idee kommen, dass ein Konzern wie die Rhön-Gruppe sich Politiker kaufen könnte. Der "Propeller" Prof. Dr. Lauterbach ist sicher nur zufällig im Aufsichtsrat der Rhön-Kliniken und arbeitet(e?)sicher nur zufällig bei der Bertelsmann-Stiftung (einem der Großaktiomäre des Rhönkonzerns) (http://www.nachdenkseiten.de/?p=2965) Zitat: "Das Ehepaar Mohn besitzt, als reiner Familienbetrieb, sowohl die Bertelsmann AG, als auch die Bertelsmann Stiftung, ein geniales Steuersparmodell, ............... Unter anderem gehört der Bertelsmann AG sowohl die RTL Group, als auch der Gruner + Jahr Verlag, aber auch die, auf breiter internationaler Ebene agierende Arvato, die sich auf alle Kommunikationsplattformen zwischen Bürger und Staat spezialisiert hat. Insgesamt gehört dieser unglaublich mächtige Konzern einer einzigen Familie, der Familie Mohn. Frieda Springer, die Witwe von Axel Springer besitzt die Hauptanteile des Springerkonzerns und die beiden Damen sitzen häufig bei einem Plausch bei ihrer Freundin Angela Merkel. ............ Die politische Einflussnahme erfolgt über die Bertelsmann Stiftung, eine Institution, die sich vom Steuersparmodell schnell zum größten und durch den Medienhintergrund mächtigsten Think Tank der Republik gewandelt hat. .................... Die Bertelsmann Stiftung berät, aus natürlich nur idealistischem Grund die gesamte Bundesregierung, aber natürlich auch viele andere Konzerne mit Fakten, Demographie, Benchmarks und Qualitätskriterien. Sie schafft Diskussionsforen und Kongresse, bei denen ausgewählte Referenten Bertelsmannpositionen vertreten und fortwährende, subtile Meinungsbildung aus einem Guss erfolgt. Dabei hat die Stiftung in Deutschland aufgrund ihrer „Uneigennützigkeit“ gerade in Politikerkreisen eine außergewöhnlich große Reputation erlangt. ....................... "
Zu Lauterbach: aus http://www.arztwiki.de/wiki/Karl_Lauterbach: "Lauterbach ist Mitglied des Aufsichtsrats der privaten Krankenhauskette Rhön-Klinikum AG. Da er im Rahmen der Gesundheitsreform die ebenfalls von der SPD befürwortete Neuausrichtung der Zulassung von Leistungsanbietern zur ambulanten Behandlung einsetzt, können gemäß diesen Vorstellungen auch Krankenhäuser möglicherweise stärker an der ambulanten Versorgung teilnehmen. Inwieweit speziell die Krankenhauskette Rhön-Klinikum AG davon profitiert, bleibt offen. Auffällig ist, dass eine Reduktion der niedergelassenen Fachärzte zum Teleportal-Konzept der Rhön-Kliniken passen würde." "Lauterbachs Bezüge sind von 44.000 Euro in 2005 auf 29.000 Euro in 2006 gesunken .....2007 hat er wieder 38.000 Euro erhalten: Seite 39 auf im Jahresabschluss von Rhön"

Ich bin sicher, dies alles ist nur zufällig und hat überhaupt keinen Einfluß auf ...........

Gruß
Zuletzt geändert von meyer wie mueller am So Feb 27, 2011 13:06, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: KT Doktortitel mit Spenden erkauft ?

Beitragvon Ernst-August » So Feb 27, 2011 12:53

Glaubt hier einer das KTG bei Rhön wirklich ausgestiegen ist ? Die Aktien wurden vermutlich nur diskret in verschlossenen Garagen geparkt. Der gesamte grundbesitz liegt in zwei österr. Familienstiftungen. Es wurde nie soviel Politik zugunsten von Großunternehmen gemacht wie unter Schröder und der SPD. Während jeder kleine Handwerker oder Bauer nach Betriebsaufgabe sein Betriebsvermögen teuer versteuern musste, bekamen Allianz und die Banken die Möglichkeit millardenschwere beteiligungen steuerfrei zu verkaufen. Das war für die ein Geschenk des Himmels. So dann die ganzen Finanzmarktgesetze. So und wie war das bei GATT, WTO und DOHA ?

Dort musste der Agrarbereich für den Weltmarkt geöffnet werden, damit gewisse Regeln geschaffen werden konnten für die Finanzmärkte. Was draus wurde wissen wir : Finanzkrise und Hunger !
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Re: KT Doktortitel mit Spenden erkauft ?

Beitragvon Crazy Horse » So Feb 27, 2011 17:02

Wini hat geschrieben:Neues aus dem Fränkischen zum Fall Guttenberg:

Angeblich sponsorte die unterfränkische Rhön-Klinikum AG mit Sitz in Bad Neustadt (Lkr. Rhön-Grabfeld) 750.000 Euro für die juristische Fakultät der Uni Bayreuth.
Und wie es der Zufall will: Unter den zwölf Aufsichtsräten war in jener Zeit Karl-Theodor zu Guttenberg, der gerade an seiner Doktorarbeit schrieb.
Er gehörte von 1996 bis 2002 dem Aufsichtsrat der Rhön-Klinikum AG an, an der die Familie etwa 26 Prozent der Stammaktien hielt.

Das Unternehmen aus Bad Neustadt ist mit der Familie zu Guttenberg eng verwoben. Der junge Karl-Theodor war vor dem Beginn seiner politischen Karriere ab 1994
in die Leitung der familieneigenen Münchener Beteiligungsgesellschaft Guttenberg GmbH tätig, zu deren Geschäftsführendem Gesellschafter er bestellt wurde.
Seine Aufgabe war die Verwaltung des eigenen Vermögens.

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Natürlich hat das ein G'schmäckle, wenn das Rhön-Klinikum erst mal fünf Jahre lang den neuen Lehrstuhl für Gesundheitsökonomie an der Rechts- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Bayreuth finanziert, an der KTzG zuvor sieben Jahre als ordentlicher Student eingeschrieben war.

Allerdings hat das Rhön-Klinikum, unabhängig von der Person KTzG, auch ein ureigenes Interesse, dass dieser Lehrstuhl in Bayreuth errichtet wird und nicht irgendwo in Südostbayern; schließlich hat die Universität Bayreuth einen ausgezeichneten Ruf (insb. was Rechts- und Wirtschaftswissenschaften angeht) und daher will man seinen Führungsnachwuchs später mal von dort rekrutieren.

Dass es nicht unüblich ist, dass große Unternehmen Universitäten und Fachhochschulen finanzieren, zeigt auch das Beispiel Künzelsau (ein Städtchen mit knapp 15.000 Ew. in meiner näheren Umgebung). Ohne die Fa. Würth würde es die dortige Fachhochschule sicher nicht geben.

Ich bin mir daher gar nicht mal so sicher, dass die Person KTzG allein dafür verantwortlich ist, dass dieses Geld an die Universität Bayreuth geflossen ist, auch wenn die Familie zu Guttenberg als Hauptaktionär natürlich ihren Einfluss geltend machen kann.

Inweiweit diese Entscheidung für Bayreuth einen Einfluss auf die Doktorarbeit hatte, kann ich nicht sagen. Prof. Häberle vergibt zwar eher mal ne gute Note, ist aber ein honoriger Mensch und lässt sich von so etwas normalerweise nicht korrumpieren. Ich denke einfach mal, dass er KTzG etwas zu sehr vertraut und sich von ihm blenden lassen hat. Was das angeht, ist zu Guttenberg ein Meister seines Fachs.

Prof. Lepsius, der mittlerweile diesen Lehrstuhl innehat, ist übrigens weniger gut auf zu Guttenberg zu sprechen und findet in einem Interview mit dem Bayerischen Rundfunk deutliche Worte.
Aber sehr selbst:

http://www.youtube.com/watch?v=6cDZuQBtpVA
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Re: KT Doktortitel mit Spenden erkauft ?

Beitragvon CarpeDiem » So Feb 27, 2011 17:49

Warum macht ihr euch Sorgen? Der bekommt, wenn er will, schneller einen neuen Doktoritel als ihr einen Beitrag im hiesigen Landtreff verfassen könnt! Der wird immer obenauf schwimmen, wie das Fettauge auf der Brühe. Als ich Anfang der 70er Jahre an einer solchen Institution verweilte, trugen wir Studenten Schilder mit den Aufschriften wie "Unter den Talaren, Muff von tausend Jahren". Hat sich daran etwas geändert??? Meine eher nein.
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Re: KT Doktortitel mit Spenden erkauft ?

Beitragvon SHierling » So Feb 27, 2011 18:11

CarpeDiem hat geschrieben:Warum macht ihr euch Sorgen? Der bekommt, wenn er will, schneller einen neuen Doktoritel als ihr einen Beitrag im hiesigen Landtreff verfassen könnt! Der wird immer obenauf schwimmen, wie das Fettauge auf der Brühe. Als ich Anfang der 70er Jahre an einer solchen Institution verweilte, trugen wir Studenten Schilder mit den Aufschriften wie "Unter den Talaren, Muff von tausend Jahren". Hat sich daran etwas geändert??? Meine eher nein.


Wo Du die Zeit gerade erwähnst .. da war doch mal was ... 1974
http://www.youtube.com/watch?v=sqIKZ1A01d8

Du hast recht, so richtig viel hat sich nicht geändert ;-)
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Re: KT Doktortitel mit Spenden erkauft ?

Beitragvon CarpeDiem » So Feb 27, 2011 20:04

Danke für den Link, man hat schon so vieles vergessen, daran sieht man, dass man alt wird!!!
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Re: KT Doktortitel mit Spenden erkauft ?

Beitragvon SHierling » Di Mär 01, 2011 11:27

Nous Avon(g)s, Vouz Avez, Nu isser Weg. Sagte meine alte Tante immer.

http://diepresse.com/home/politik/ausse ... e/index.do
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Re: Karl und Angie

Beitragvon Caramba » Di Mär 01, 2011 11:31

Heute wird er zurückgetreten.
Und der Gorch-Fock-Kapitän wird rehabilitiert.
Na also. Alles wird gut.

Caramba hat geschrieben:Herr Guttenberg ist meiner Meinung nach ein moderner Freiherr von Münchhausen und Hautpmann von Köpenik in einer Person.
Nachdem sich herausgestellt hat, daß er seinen Lebenslauf geschönt und mit einer gezinkten
Doktorarbeit sein Image aufgewertet hat, ist er als Politiker und Vertrauensperson meiner Meinung nach nicht mehr tragbar.

Der Flurschaden für die CSU/CDU ist noch nicht eingrenzbar.
Daher wird die Show für ihn bald zu Ende sein.

Mir tun nur die gefeuerten, altgedienten Herren der Bunderwehr wie der Käpitän der Gorch Fock sehr leid.
Oder die Kundus-Affäre mit mehr als 100 getöteten Zivilisten. Wer wurde da nochmal gefeuert ?

Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht, auch wenn er mal die Wahrheit spricht.

Als Offizier der Bundeswehr würde ich sagen:
"Abtreten Herr Guttenberg. Zurück ins Glied"
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