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Klimaschutzziele der Bundesregierung

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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Re: Klimaschutzziele der Bundesregierung

Beitragvon T5060 » Fr Jan 17, 2020 23:22

Die wahllose Ansaat von Blühflächen bringt auch nicht die Welt. Wir haben heute eine georeferenzierte Naturschutzdokumentation, da kann man viel mehr mit anfangen und sich draufeinstellen, statt einem Auflagenwust der sich einzig am Verwaltungsrecht als Kriterium orientiert als an ökologischen Erfordernissen. Eine OBU am Güllefass bringt mehr als ein Schleppschlauchverteiler. Bei einer höheren Luftfeuchtigkeit gibt es keine NH-Verluste auf dem Grünland. Die Digitalisierung ist halt noch nicht in den Ministerien angekommen.
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Biotop - Ökologische Nische

Beitragvon adefrankl » Sa Jan 18, 2020 1:41

DWEWT hat geschrieben:Es mag wohl sein, dass Glyphos, im Vergleich zu den "gefährlichen PSM", Fauna und Flora weniger schädigt und deshalb zum Wiedererscheinen von einigen Pflanzen und Tieren beiträgt. Deshalb ist es aber lediglich weniger schädlich als die "gefährlichen PSM" und nicht evtl. förderlich für die Artenvielfalt. Die Bezugsgröße wäre immer noch ein Bahndamm, der überhaupt keine Maßnahmen hätte über sich ergehen lassen müssen. Verglichen mit dessen vermutlicher Artenvielfalt, ist der Glyphos-Bahndamm eine Einöde.

Die Antwort zeigt, dass hier offensichtlich die fundamentalen Zusammenhänge nicht verstanden wurden. Es ist nicht so, dass Glyphosat den die dort lebenden Eidechsen etc. wenger schädligt, sondern gerade der Glyphosateinsatz schafft erst dort die ökologische Nische die dazu führt, dass sich eben solche seltenen Tiere dort ansiedeln und ausbreiten. Denn es gehen gerade die Arten zurück, die im Sommerauf warme Kahlflächen angewiesen sind. Und die schafft dort Glyphosat ohne diesen Tieren zu schaden, da es ziemlich ungiftig ist. Ohne den Glphosateinsatz würde die Fläche entweder zuwachsen. Damit wäre zum einen das Biotop eben zerstört, und zum anderen ergibt sich dort sonst im Sommer eine erhelbliche Brandgefahr. Spätestens bei einem Brand wird dann die Flora und Fauna dann wirklich geschädligt. Und bei anderen Bekämpfungsmethoden, Abflammen, mechanisch (wie?) oder anderen nicht so ungiftigen Chemikalien wird dann die Artenvielfalt geschädligt.
T5060 hat ja sehr gut die Praxisbefunde beschrieben, die diese Zusammenhänge massiv belegen.

“Much of the social history of the Western world, over the past three decades, has been a history of replacing what worked with what sounded good.” – Thomas Sowell
Die Geschichte von "Des Kaisers neue Kleider" würde heutzutage mit einer Hausdurchsuchung im Elternhaus des Kindes enden.
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Re: Biotop - Ökologische Nische

Beitragvon DWEWT » Sa Jan 18, 2020 7:49

adefrankl hat geschrieben:Die Antwort zeigt, dass hier offensichtlich die fundamentalen Zusammenhänge nicht verstanden wurden. Es ist nicht so, dass Glyphosat den die dort lebenden Eidechsen etc. wenger schädligt, sondern gerade der Glyphosateinsatz schafft erst dort die ökologische Nische die dazu führt, dass sich eben solche seltenen Tiere dort ansiedeln und ausbreiten. Denn es gehen gerade die Arten zurück, die im Sommerauf warme Kahlflächen angewiesen sind. Und die schafft dort Glyphosat ohne diesen Tieren zu schaden, da es ziemlich ungiftig ist. Ohne den Glphosateinsatz würde die Fläche entweder zuwachsen. Damit wäre zum einen das Biotop eben zerstört, und zum anderen ergibt sich dort sonst im Sommer eine erhelbliche Brandgefahr. Spätestens bei einem Brand wird dann die Flora und Fauna dann wirklich geschädligt. Und bei anderen Bekämpfungsmethoden, Abflammen, mechanisch (wie?) oder anderen nicht so ungiftigen Chemikalien wird dann die Artenvielfalt geschädligt.


Vielen Dank für deine ökologische Aufklärung! :wink:
Vielleicht kannst du mir sagen, wie sich, über Millionen von Jahren, unsere Artenvielfalt entwickeln konnte, ohne dass jemand Glyphosat eingesetzt hatte? :mrgreen:
Als Alternative zu deiner Ausführung hier mal eine objektive Definition von "Biotop". Es handelt sich dabei um einen Lebensraum von Flora u n d Fauna, der sich ausschließlich unter den natürlichen Bedingungen eines Raumes bildet. Somit dürfte deine Definition von Biotop ad absurdum geführt sein. Da, wo faunales und/oder florales Leben beschränkt wird, gibt es kein Biotop! Dein Gerede von der "Ungiftigkeit" von G. und dessen Kompartibilität mit dem Begriff "Biotop", ist damit widerlegt. Bahndämme sind keine Biotope!
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Re: Klimaschutzziele der Bundesregierung

Beitragvon Qtreiber » Sa Jan 18, 2020 8:11

DWEWT hat geschrieben:Es handelt sich dabei um einen Lebensraum von Flora u n d Fauna, der sich ausschließlich unter den natürlichen Bedingungen eines Raumes bildet.

Von wem ist diese Definition ?
Wikipedia (das für mich durchaus nicht das Maß aller Dinge ist) schreibt nämlich etwas anderes.
Der Begriff Biotop ist wertfrei. Als Biotope bezeichnet man sowohl natürlich entstandene Landschaftsbestandteile wie Bäche, Bergwald, Nadelwald, Mischwald etc. als auch – entgegen dem umgangssprachlichen Gebrauch – vom Menschen erschaffene Landschaftsbestandteile wie „Betonwüsten“ (beispielsweise Stadtlandschaften). Weitere gängige Beispiele von Biotopen sind etwa Flussauen, Wüsten, Wattlandschaften oder Streuobstwiesen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Biotop
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Re: Klimaschutzziele der Bundesregierung

Beitragvon 210ponys » Sa Jan 18, 2020 8:19

T5060 hat geschrieben:Die wahllose Ansaat von Blühflächen bringt auch nicht die Welt. Wir haben heute eine georeferenzierte Naturschutzdokumentation, da kann man viel mehr mit anfangen und sich draufeinstellen, statt einem Auflagenwust der sich einzig am Verwaltungsrecht als Kriterium orientiert als an ökologischen Erfordernissen. Eine OBU am Güllefass bringt mehr als ein Schleppschlauchverteiler. Bei einer höheren Luftfeuchtigkeit gibt es keine NH-Verluste auf dem Grünland. Die Digitalisierung ist halt noch nicht in den Ministerien angekommen.


seit 11Jahren sähe ich Blühflächen an um festzustellen das die Besucher jeglicher art in den letzten Jahren deutlich weniger geworden sind brauche ich keine georeferenzierte Naturschutzdokumentation und muss kein Wissenschaftler sein...
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Re: Klimaschutzziele der Bundesregierung

Beitragvon DWEWT » Sa Jan 18, 2020 8:33

Qtreiber hat geschrieben:Von wem ist diese Definition ?
Wikipedia (das für mich durchaus nicht das Maß aller Dinge ist) schreibt nämlich etwas anderes.


Ich sehe da keinen grundlegenden Widerspruch. Meine Definition ist die ursprüngliche. Ich halte es für anmaßend, dass Menschen denken, sie könnten Biotope schaffen. In der Fachliteratur werden solche geschaffenen "Biotope" als Lebensräume für ein definiertes Mindestartenvorkommen beschrieben.
Als Quelle kann ich verschiedene Literatur aus dem Studiengang "Landespflege" angeben.
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Re: Biotop - Ökologische Nische

Beitragvon T5060 » Sa Jan 18, 2020 11:47

DWEWT hat geschrieben:
adefrankl hat geschrieben:Die Antwort zeigt, dass hier offensichtlich die fundamentalen Zusammenhänge nicht verstanden wurden. Es ist nicht so, dass Glyphosat den die dort lebenden Eidechsen etc. wenger schädligt, sondern gerade der Glyphosateinsatz schafft erst dort die ökologische Nische die dazu führt, dass sich eben solche seltenen Tiere dort ansiedeln und ausbreiten. Denn es gehen gerade die Arten zurück, die im Sommerauf warme Kahlflächen angewiesen sind. Und die schafft dort Glyphosat ohne diesen Tieren zu schaden, da es ziemlich ungiftig ist. Ohne den Glphosateinsatz würde die Fläche entweder zuwachsen. Damit wäre zum einen das Biotop eben zerstört, und zum anderen ergibt sich dort sonst im Sommer eine erhelbliche Brandgefahr. Spätestens bei einem Brand wird dann die Flora und Fauna dann wirklich geschädligt. Und bei anderen Bekämpfungsmethoden, Abflammen, mechanisch (wie?) oder anderen nicht so ungiftigen Chemikalien wird dann die Artenvielfalt geschädligt.


Vielen Dank für deine ökologische Aufklärung! :wink:
Vielleicht kannst du mir sagen, wie sich, über Millionen von Jahren, unsere Artenvielfalt entwickeln konnte, ohne dass jemand Glyphosat eingesetzt hatte? :mrgreen:
Als Alternative zu deiner Ausführung hier mal eine objektive Definition von "Biotop". Es handelt sich dabei um einen Lebensraum von Flora u n d Fauna, der sich ausschließlich unter den natürlichen Bedingungen eines Raumes bildet. Somit dürfte deine Definition von Biotop ad absurdum geführt sein. Da, wo faunales und/oder florales Leben beschränkt wird, gibt es kein Biotop! Dein Gerede von der "Ungiftigkeit" von G. und dessen Kompartibilität mit dem Begriff "Biotop", ist damit widerlegt. Bahndämme sind keine Biotope!


Wir haben eine Kulturlandlandschaft, die Zeiten wo in Germanien Urwald war und Leute wie du in Höhlen lebten und mit Hinkelsteinen auf Jagd gingen sind vorbei. Dafür werden heute Menschen statt 30 Jahren auch 80 Jahre alt. Somit kann der Erhalt der Artenvielfalt nur ein Kompromiß oder eben der geringstmögliche Eingriff sein. Was der Wolf für die Flora ist, ist dann halt eben Glyphosat für die Fauna. Glyphosat drängt dominierende Pflanzen zurück und schafft Freiräume für empfindlichere Pflanzen. Gerne kann man den "Biotop" auch mit einem Urwald verwechseln, tatsächlich ist ein Biotop aber ein Lebensraum für eine oder mehrere Arten und auch hier muss regulierend eingegriffen werden, damit die Eigenschaften des Biotops auch erhalten bleiben. Halt alles ein wenig komplizierter. Und ich sage immer, wer die Natur wirklich liebt, bleibt ihr am besten fern. :mrgreen:
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Lüneburger Heide - Kein Biotop??

Beitragvon adefrankl » Sa Jan 18, 2020 14:46

DWEWT hat geschrieben:Vielen Dank für deine ökologische Aufklärung! :wink:
Vielleicht kannst du mir sagen, wie sich, über Millionen von Jahren, unsere Artenvielfalt entwickeln konnte, ohne dass jemand Glyphosat eingesetzt hatte? :mrgreen:
Als Alternative zu deiner Ausführung hier mal eine objektive Definition von "Biotop". Es handelt sich dabei um einen Lebensraum von Flora u n d Fauna, der sich ausschließlich unter den natürlichen Bedingungen eines Raumes bildet. Somit dürfte deine Definition von Biotop ad absurdum geführt sein. Da, wo faunales und/oder florales Leben beschränkt wird, gibt es kein Biotop! Dein Gerede von der "Ungiftigkeit" von G. und dessen Kompartibilität mit dem Begriff "Biotop", ist damit widerlegt. Bahndämme sind keine Biotope!

Also nach ihrer Definition sind Flächen wie die Lüneburger Heide kein Biotop, denn diese entstanden erst durch die (menschliche) Abholzung und würden recht schnell verschwinden (das dortige Habitat, nicht das Gebiet), wenn der aktuelle Zustand nicht ständig durch menschlichen Eingriff erhalten würde. Ähnliches gilt für den größten Teil der Gebiete die allgemein hier als Biotope bezeichnet werden.Nach ihrer Defintition gibt es entweder keien Biotipe mehr in Deutschland oder ihre Defintition ist Unsinn. Und früher bildeten sich die Biotope auch durch Naturkatastropehen wie großeflächige Waldbrände nach Blitzschlag, Windbruch nach Sturm, Borkenkäferepedemien ... Wenn man z.B. großflächige Waldbrände zulässt, dann bilden sich Kahlflächen auch ohne Glyphosat.
Wie unsinnig ihre Definition von Biotopen ist führt sehr gut der Biologe Prof. Dr. Kunz aus mit Schwerpunkt bei den Vögeln und Schmetterlingen. vgl. z.B. Vortrag
http://www.kunz.hhu.de/fileadmin/redakt ... ortrag.ppt
In diesen Vortrag führt er fachkundig und mit konkreten Beispielen sehr gut belegt aus, dass gerade Naturschutzvorstellung wie die ihre, ganz wesentlich zum Artenrückgang beitragen. Er belegt, dass gerade Flächen wie Bahndämme, Tagebauten, etc. (und ganz offensichtlich auch Bahndämme) wichtige Biotope darstellen. Und wiederlegt ist keineswegs die Kompatibilität von Glyphosat und Biotop (genauer eine gewisse Klasse von Biotopen), sondern ihre Biotopdefitition. Natürlich besteht eine gewisser Schutzbedarf für die Natur. Aber aktuell richten da mystische Naturvorstellungen, die sich z.B. in ihrer Biotopdefinition zeigen, dafür weit mehr Schaden als Nutzen an.
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Re: Biotop - Ökologische Nische

Beitragvon DWEWT » Sa Jan 18, 2020 14:51

T5060 hat geschrieben:
Wir haben eine Kulturlandlandschaft, die Zeiten wo in Germanien Urwald war und Leute wie du in Höhlen lebten und mit Hinkelsteinen auf Jagd gingen sind vorbei. Dafür werden heute Menschen statt 30 Jahren auch 80 Jahre alt. Somit kann der Erhalt der Artenvielfalt nur ein Kompromiß oder eben der geringstmögliche Eingriff sein. Was der Wolf für die Flora ist, ist dann halt eben Glyphosat für die Fauna. Glyphosat drängt dominierende Pflanzen zurück und schafft Freiräume für empfindlichere Pflanzen. Gerne kann man den "Biotop" auch mit einem Urwald verwechseln, tatsächlich ist ein Biotop aber ein Lebensraum für eine oder mehrere Arten und auch hier muss regulierend eingegriffen werden, damit die Eigenschaften des Biotops auch erhalten bleiben. Halt alles ein wenig komplizierter. Und ich sage immer, wer die Natur wirklich liebt, bleibt ihr am besten fern. :mrgreen:


Zunächst mal danke für den Hinweis auf meine schon Jahrtausende existente Genetik. Würde die heutige Lebenserwartung etwas geringer ausfallen, hätten wir wesentlich weniger gesellschaftliche Probleme mit dem Alter.
Lustig finde ich, dass du glaubst, der Wolf sei für die Pflanzen da und das G. für die Tierwelt. :mrgreen: Mir war auch nicht bewusst, dass G. selektiv wirkt. Was man hier im Forum nicht noch alles lernen kann. :mrgreen: Völliger Schwachsinn ist allerdings deine Aussage, wonach das "Biotop" ein "Lebensraum für eine oder mehrere Arten...." ist. Da kommt mal wieder die Omnipotenz des Landwirtes und/oder Sachverständigen zum Vorschein.
Deinem letzten Satz, spreche ich die besondere Bedeutung für dich nicht ab. :wink:
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Re: Klimaschutzziele der Bundesregierung

Beitragvon T5060 » Sa Jan 18, 2020 15:04

Glyphos ja hat eine selektive Wirkung in dem es dominierende Pflanzen räumt und schwächeren Pflanzen die Möglichkeit gibt zu keimen, die dann wieder Lichtraum und Wasser haben sich bis zur nächsten Samenreife zu entwicklen. Wir wissen ja von Ampfer und JKK ja auch das die "Ausrottung" der Pflanzenart erst vollendet ist, wenn es keine Samen mehr im Areal gibt. Die Samen im Boden greift ja Glyphos nicht an.
Meine Ausführung eben bezog sich nicht auf landw. Nutzflächen, sondern auf ungenutzte Begleitflächen. Abflämmen, 2,4D o.ä. schädigen auch die Samen im Boden. Tja Pech für die Ökomafia.
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Re: Lüneburger Heide - Kein Biotop??

Beitragvon DWEWT » Sa Jan 18, 2020 15:12

adefrankl hat geschrieben:Also nach ihrer Definition sind Flächen wie die Lüneburger Heide kein Biotop, denn diese entstanden erst durch die (menschliche) Abholzung und würden recht schnell verschwinden (das dortige Habitat, nicht das Gebiet), wenn der aktuelle Zustand nicht ständig durch menschlichen Eingriff erhalten würde. Ähnliches gilt für den größten Teil der Gebiete die allgemein hier als Biotope bezeichnet werden.Nach ihrer Defintition gibt es entweder keien Biotipe mehr in Deutschland oder ihre Defintition ist Unsinn. Und früher bildeten sich die Biotope auch durch Naturkatastropehen wie großeflächige Waldbrände nach Blitzschlag, Windbruch nach Sturm, Borkenkäferepedemien ... Wenn man z.B. großflächige Waldbrände zulässt, dann bilden sich Kahlflächen auch ohne Glyphosat.
Wie unsinnig ihre Definition von Biotopen ist führt sehr gut der Biologe Prof. Dr. Kunz aus mit Schwerpunkt bei den Vögeln und Schmetterlingen. vgl. z.B. Vortrag
http://www.kunz.hhu.de/fileadmin/redakt ... ortrag.ppt
In diesen Vortrag führt er fachkundig und mit konkreten Beispielen sehr gut belegt aus, dass gerade Naturschutzvorstellung wie die ihre, ganz wesentlich zum Artenrückgang beitragen. Er belegt, dass gerade Flächen wie Bahndämme, Tagebaue, etc. (und ganz offensichtlich auch Bahndämme) wichtige Biotope darstellen. Und wiederlegt ist keineswegs die Kompatibilität von Glyphosat und Biotop (genauer eine gewisse Klasse von Biotopen), sondern ihre Biotopdefitition. Natürlich besteht eine gewisser Schutzbedarf für die Natur. Aber aktuell richten da mystische Naturvorstellungen, die sich z.B. in ihrer Biotopdefinition zeigen, dafür weit mehr Schaden als Nutzen an.


Wenn wir dem ursprünglichen Begriff nicht mehr gerecht werden können, ist das keineswegs ein Freibrief für eine Neudefinition. Extreme Naturereignisse, Schaderregerplagen (soweit sie nicht direkt oder indirekt durch den Menschen/menschliches Handeln ausgelöst wurden) zählen ebenfalls zu den natürlichen Ereignissen die Biotope hinwegraffen können bzw. die Grundlage für neue Biotope schaffen können. Feuersbrünste, Überschwemmungen, Hitzeperioden u.a.m. sind Teile von Naturgewalten die sehr wohl Einfluss auf Biotope nehmen. Ein Biotop ist keine Statische Lebensgemeinschaft sondern sie unterliegt oft einem ständigen Kommen und Gehen. Wenn wir heute Bahndämme, Tagebaue u.a. von Menschen gemachte Landschaftsteile als "Biotop" bezeichnen, dann resultiert diese Sicht aus dem Bestreben, solche Bauwerke möglichst schnell wieder belebt sehen zu wollen. Die Ansiedlung von Lebewesen dort, ist der hilflose Versuch, den Eingriff in die Natur eliminieren zu wollen. Was sich dort dann bildet, ist bestenfalls eine Lebensgemeinschaft. Die Tatsache, dass wir heute schon Lebensgemeinschaften als "Biotop" bezeichnen resultiert aus der Einsicht, dass ursprüngliche Biotope heute, zumindest in D., nicht mehr entstehen können. Biotope brauchen weder unseren Schutz, noch unsere Mitwirkung. Wir müssen sie einfach nur freihalten von den Auswirkungen menschlichen Handelns! Da das in D. nicht möglich ist, bezeichnet man z.B. "Natur" heute schon als das was ist.
Zuletzt geändert von DWEWT am Sa Jan 18, 2020 16:50, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Klimaschutzziele der Bundesregierung

Beitragvon DWEWT » Sa Jan 18, 2020 15:15

QT5060
Du meinst, Glyphosat ist der Schutzengel für die pflanzlichen underdogs? :lol:
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Re: Klimaschutzziele der Bundesregierung

Beitragvon T5060 » Sa Jan 18, 2020 15:33

DWEWT hat geschrieben:QT5060
Du meinst, Glyphosat ist der Schutzengel für die pflanzlichen underdogs? :lol:


Auf alle Fälle, wenn man das Areal nach dem Abwurf der Samen behandelt und das nur einmal in einem oder zwei Jahren.
Aber lassen wir dazu auch mal die anderen zu Wort kommen.
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Themaverfehlung

Beitragvon adefrankl » Sa Jan 18, 2020 16:22

DWEWT hat geschrieben:
adefrankl hat geschrieben:Also nach ihrer Definition sind Flächen wie die Lüneburger Heide kein Biotop, denn diese entstanden erst durch die (menschliche) Abholzung und würden recht schnell verschwinden (das dortige Habitat, nicht das Gebiet), wenn der aktuelle Zustand nicht ständig durch menschlichen Eingriff erhalten würde. Ähnliches gilt für den größten Teil der Gebiete die allgemein hier als Biotope bezeichnet werden.Nach ihrer Defintition gibt es entweder keien Biotipe mehr in Deutschland oder ihre Defintition ist Unsinn. Und früher bildeten sich die Biotope auch durch Naturkatastropehen wie großeflächige Waldbrände nach Blitzschlag, Windbruch nach Sturm, Borkenkäferepedemien ... Wenn man z.B. großflächige Waldbrände zulässt, dann bilden sich Kahlflächen auch ohne Glyphosat.
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Wenn wir dem ursprünglichen Begriff nicht mehr gerecht werden können, ist das keineswegs ein Freibrief für eine Neudefinition. Extreme Naturereignisse, Schaderregerplagen (soweit sie nicht direkt oder indirekt durch den Menschen/menschliches Handeln ausgelöst wurden) zählen ebenfalls zu den natürlichen Ereignissen die Biotope hinwegraffen können bzw. die Grundlage für neue Biotope schaffen können. Feuersbrünste, Überschwemmungen, Hitzeperioden u.a.m. sind Teile von Naturgewalten die sehr wohl Einfluss auf Biotope nehmen. Ein Biotop ist keine Statische Lebensgemeinschaft sondern sie unterliegt oft einem ständigen Kommen und Gehen. Wenn wir heute Bahndämme, Tagebauten u.a. von Menschen gemachte Landschaftsteile als "Biotop" bezeichnen, dann resultiert diese Sicht aus dem Bestreben, solche Bauwerke möglichst schnell wieder belebt sehen zu wollen. Die Ansiedlung von Lebewesen dort, ist der hilflose Versuch, den Eingriff in die Natur eliminieren zu wollen. Was sich dort dann bildet, ist bestenfalls eine Lebensgemeinschaft. Die Tatsache, dass wir heute schon Lebensgemeinschaften als "Biotop" bezeichnen resultiert aus der Einsicht, dass ursprüngliche Biotope heute, zumindest in D., nicht mehr entstehen können. Biotope brauchen weder unseren Schutz, noch unsere Mitwirkung. Wir müssen sie einfach nur freihalten von den Auswirkungen menschlichen Handelns! Da das in D. nicht möglich ist, bezeichnet man z.B. "Natur" heute schon als das was ist.

Sie sind weder auf das Beispiel der Lüneburger Heide noch auf die vielen Beispiele die Prof. Dr. Kunz aufführt irgendwie eingegangen. Wenn Sie oben von der Ansiedlung von Lebenwesen in Tagebauen etc. schreiben, dann ist das eine kompette Themenverfehlung. Denn darum geht es gar nicht. Die Kernaussage war nämlich, dass sich nur dort noch für viele Arten ihre Lebensrüme finden und diese nur dort noch vorkommen. Nein, die hat man dort nicht angesiedelt. Und sie haben auch ignoriert, dass es die Natur die ihr Biotopbegriff beinhaltet hier seit mindestens 1500 Jahren nicht mehr gibt. Im Gegenteil, ein Zustand wie er davor hier herrschte wäre nach den Kriterien der Grünen eine ökologische Katastrophe. Denn viele heute heimische Arten würden dadurch verschieden.So würden damit z.B. Rebhuhn oder Hase damit zwangsläufig verschwinden, weil es für sie keine Lebensräume hier mehr geben würde. Es geht gerade nicht um die Versuche diese künstlich wiederbeleben zu wollen. Sondern gerade Flächen die scheinbar ökologisch vernachlässigt wurden, wie Bahndäme, sind wertvolle Biotope (außer in ihrer naturystischen Biotopdefinition). Prof. Dr. Kunz gibt da viele Beispiele, und dass gerade die statische Biotopdefintion (da darf nichts mehr gemacht werden) diese zerstört. Die Natur die ohne menschliche Mitwirkung hier entstehen würde, wäre nach den Kriterien der Grünen (Artenvielfalt, etc.)eine ökologische Katastrophe, auch wenn diese diese Realität bestreiten. Und falls sie meinen, das Land vor den Auswirkungen menschlichen Handelns frei halten zu müssen, dann müssen sie nach ihrer eigenen Überzeugung natürlich von hier verschwinden (Warum ist eigentlich in ihrer Defintion der Mensch nicht Teil der Natur, warum dürfen Vulkane die Landschaft verändern aber nicht der Mensch, warum dürfen Biber Wasser aufstauen aber nicht der Mensch). Das steht ihen natürlich offen. Aber auch von anderen zu fordern, dass sie nicht die Natur beeinflussen dürfen und damit letztendlich nicht exisitieren dürfen ist totalitär!
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Re: Klimaschutzziele der Bundesregierung

Beitragvon Qtreiber » Sa Jan 18, 2020 16:50

wird Zeit, dass die Frühjahrsbestellung los geht. Hier haben einige wohl Langeweile. :mrgreen:
DWEWT hat geschrieben:Lustig finde ich, dass du glaubst, der Wolf sei für die Pflanzen da und das G. für die Tierwelt.

Äh. Das erzählen aber doch auch die Wolfsbefürworter: Reh verbeisst Bäume, Wolf frisst Reh, weniger Rehe, weniger Verbiss, gesündere Bäume. (Kurzversion)
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