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Kommentar Agrarmanagerin

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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98 Beiträge • Seite 2 von 7 • 1, 2, 3, 4, 5 ... 7
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Re: Kommentar Agrarmanagerin

Beitragvon Lüpi » Do Okt 27, 2016 12:38

LUV hat geschrieben: Wer Tierwohl will, muss offenlegen, wie er es finanzieren will.



Dem stimme ich zu, aber das interessiert in dem Moment in dem Bauernhasser an die Macht kommen nicht. Die Menschen die nichts mit Landwirtschaft zu tun haben, geschweige denn auf dem Land leben wissen überhaupt nicht mehr was Landwirtschaft ist und wie es funktioniert. Wozu auch ? Das gute Gewissen erkauft man sich schließlich im Supermarkt mit der Milch welche die schönen Bilder,von Grünen Wiesen auf der Packung hat.



Gruß Lüpi
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Re: Kommentar Agrarmanagerin

Beitragvon ExLW » Do Okt 27, 2016 12:48

meyenburg1975 hat geschrieben:Die deutsche Landwirtschaft als Ganzes wird in diesem Prozess unweigerlich zu den Verlierern gehören.

Die traditionelle (viele nennen das ja "moderne") Landwirtschaft wird dann zu den Verlierern gehören, wenn sie sich nicht anpasst. Zur Anpassung muss man aber bereit sein. Die Bereitschaft hängt von der Erenntnis ab, dass es so nicht weitergeht. Wer glaubt, dass sich die Gesellschaft anpasst, der ist auf dem Holzweg. Die Gesellschaft erwartet meßbaren Fortschritt.


Siehe Stallvideos, woher sie auch kommen mögen, illegal geschossen, ... das ist nebensächliche Ablenkung vom Wesenlichen: dass es sowas ÜBERHAUPT in Deutschland gibt, wie heutzutage mit Tieren umgegangen wird, das ist der eigentliche Skandal. Der Skandal sind doch die realen Praktiken, nicht das Bildermachen!

Solche Praktiken sind nur möglich, WEIL niemand hinter den verschlossenen Stalltüren damit rechnet, dass er dabei beobachtet wird. Insofern.. wenn der Sektor gesunden soll, dann nur durch Klarheit und Wahrheit..... und da ist "die LW" - genau wie die Autofritzen, damit es nicht einseitig als bashing rüberkommt - meilenweit entfernt.

Sage bloß keiner mehr, er sei ein "Agrar-Profi" - das muss sofort mißtrauisch machen.
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Re: Kommentar Agrarmanagerin

Beitragvon Lonar » Do Okt 27, 2016 13:06

Und Klarheit und Wahrheit heißt in diesem Fall auch das der betroffene Landwirt, mit diesen Schweinen aus dem Video kein Geld verdient, sondern vernichtet.
Also muss man den Grund für die Tierschutzverstöße irgendwo anders suchen.
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Re: Kommentar Agrarmanagerin

Beitragvon Lüpi » Do Okt 27, 2016 13:39

Ja,solch ein Mensch ist nicht fähig einen Landwirtschaftlichen Betrieb mit Nutztierhaltung zu führen.


Gruß Lüpi
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Re: Kommentar Agrarmanagerin

Beitragvon ExLW » Do Okt 27, 2016 13:50

Lonar hat geschrieben:Und Klarheit und Wahrheit heißt in diesem Fall auch das der betroffene Landwirt, mit diesen Schweinen aus dem Video kein Geld verdient, sondern vernichtet.
Also muss man den Grund für die Tierschutzverstöße irgendwo anders suchen.


2 gute Punkte, die diskutiert werden sollten. Warum entwickeln sich die Ferkel nicht, sodass der zu sehende Mensch sie einfach über das Mauersims keult ? Sind sie krank? Dann mach sie gesund. Sind sie Krüppel, die sich bestimmt nicht weiterentwickeln, und noch mehr Futter kosten? Dann töte sie nach Vorschrift. Oder sind sie überzählig, weil die Sauen durch vorheriges menschliches Zutun mehr Ferkel werfen als ihnen physiologisch gut tut? Dann ändere etwas an dem sog. "Zuchtfortschritt", der keiner ist, usw.... Es ist Menschenwerk, was wir hier sehen. Es sind reale Videos, und keine fotogeshoppten Bilder. Wenigstens das werden die Gerichte hoffentlich zweifelsfrei feststellen.

Der unsägliche Wettbewerb durch die Überproduktion ist m.E. eine wesentliche Ursache für solche Praktiken.
Natürlich will keiner mehr die armen Schweine in die Dunkelställe des Mittelalters pferchen, die es bis in die 60er Jahre hinein ja gab. Was hier fehlt, ist die komplette Umstellung auf tiergerechte Haltungsformen und -verfahren, die von echten Profis umgesetzt und beherrscht werden... die gibt es bestimmt schon, sind aber unsichtbar und in der Minderheit.

Übrigens finde ich diese Agrar"journalistin" ebenso unsäglich ..... aber wess' Brot ich ..eß.....
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Re: Kommentar Agrarmanagerin

Beitragvon T5060 » Do Okt 27, 2016 13:55

Der Grund ist der, dass man dem Landwirt seit 40 jahren einhämmert, dass man mit "mehr" mehr verdient, nur ganz groß gut ist, man alles durchrationalisiert und man nur dann "wichtig" oder bedeutsam ist.
Grundsätzlich muss man dazu noch 5 Posten begleiten und öfters für irgendwas ausgezeichnet werden. Das geht alles gut bis zu einem Lebensalter von 45 Jahren oder "halbzeit", dann muss man sich selbst kritisch hinterfragen und ggf. einen "Cut" machen oder sich drehen. Und eins ist mir auch aufgefallen bei der Schweinegeschichte : Schweine sind keine Veganer und bei BIO oder Festmist, sehen die Schweine nicht besser aus.
Das gezeigte Problem ist eher dem "neuen Zeitgeist der Verbraucherorientierung" geschuldet, als den Fehler in der "klassischen Landwirtschaft nach guter Praxis und Wissenschaft" zu suchen. Selbstverständlich gibt es auch ein paar Landwirte, die das besser hinbekommen, aber es fällt mir schwer den Fehler beim Landwirt zu sehen.

oder es gibt auch Soldaten, die mit dem neuen G3 treffen.
Nur hatten die Soldaten vorher schon bei sich einen Knick in der Optik, der den Fehler der Waffe ausgleicht !
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
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Re: Kommentar Agrarmanagerin

Beitragvon T5060 » Do Okt 27, 2016 14:03

Zwischen 1975 und heute wurden im 3-Jahres Takt die Vorgaben in der Schweinehaltung geändert.
Dazu musste Tiermaterial, Futterbeschaffung, der Landwirt und der Stall sich mit ändern.
Seit etwa 1990 - 1995 hatten wir ein Optimum an Tierwohl und Wirtschaftlichkeit erreicht,
dann kamen übergestülpte, in sich nicht stimmige Vorgaben, die nur noch wenige Landwirte bewältigen konnten.

Man hätte für den ab dem Jahre 2000 von der Politik verfolgten ( Künast ) Kurs, mind. 30 Jahre gebraucht um diesen "sauber" umzusetzen.

Schuld ist hier alle mal, mal wieder diese grünen Verbrecher und die Deppen, die den Bauern erzählen wollen, das wäre alles toll.

Das System Schwein läuft wie ein ständig erweiterter, kaputt geschraubter Computer;
wo gute Ergebnisse im Sinne der politischen Zielvorgaben, eher dem Zufall geschuldet sind, als dies Planung sein kann.
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Re: Kommentar Agrarmanagerin

Beitragvon LUV » Do Okt 27, 2016 15:34

Es nützt wenig die Vergangenheit und damit die Ursachen der jetzigen Situation zu benennen. Es müssen Ziele her. Diese Zielformulierung muss die Landwirtschaft glaubhaft vermitteln, sonst tun es andere für sie. Es ist 5 vor 12, denke ich.
Die Frau Reinke von der "Albert -Schweitzer -Stiftung für unsere Mitwelt" hat sich echauffiert, dass die Legehennenhaltung bereits heute wegen Qualzucht verboten gehört, weil Hühner niemals 300 Eier im Jahr legen sollten......wenn solche Institutionen sich Gehör verschaffen, dann ist die Landwirtschaft wirklich selbst Schuld.
Du bist wirklich dämlicher als ich dachte! :lol: :lol: (Bauer Piepenbrink)
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Re: Kommentar Agrarmanagerin

Beitragvon T5060 » Do Okt 27, 2016 15:39

Definition der Ziele :
Der Bauer soll ein BIO Schwein halten und füttern, wie die deutschen ihr Haustier halten,
dann solange kuscheln bis es vor lauter Liebe tod ist.
Dafür gesteht ihnen dann der Fleischhandel 1,30 € das kg SG zur Deckung der variablen Kosten zu.
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Re: Kommentar Agrarmanagerin

Beitragvon xyxy » Do Okt 27, 2016 16:05

T5060 hat geschrieben:Definition der Ziele :
Der Bauer soll ein BIO Schwein halten und füttern, wie die deutschen ihr Haustier halten,
dann solange kuscheln bis es vor lauter Liebe tod ist.
Dafür gesteht ihnen dann der Fleischhandel 1,30 € das kg SG zur Deckung der variablen Kosten zu.


Ich habe einiges gesehen am Wochenende, kleinbäuerliche Schweine- und Kuhställe im Wohngebiet, Güllegeruch im Frühstücksraum, ein mit Dämpfkartoffeln gefüttertes Schwein, zufrieden unzufriedene Bauern, besonders einen Milchbauern, der noch 21 cent bekommt. Ich muss dir inzwischen bei vielem recht geben....
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Re: Kommentar Agrarmanagerin

Beitragvon T5060 » Do Okt 27, 2016 16:19

xyxy hat geschrieben:Ich habe einiges gesehen am Wochenende, kleinbäuerliche Schweine- und Kuhställe im Wohngebiet, Güllegeruch im Frühstücksraum, ein mit Dämpfkartoffeln gefüttertes Schwein, zufrieden unzufriedene Bauern, besonders einen Milchbauern, der noch 21 cent bekommt. Ich muss dir inzwischen bei vielem recht geben....


Ja die 21 Cent Truppe von der Hochwald.
Die Hochwald hat mittlerweile soviel Kompetenz gebündelt, da kannste auch Vollposten vom BDM oder [schreib-ich-besser-nicht] hinsetzen, die würden die gleiche Leistung bringen.
Die hatten mit ENGEL einen krisenerprobten Chef, der musste aber weg, weil er das Ego der Ehrenämtler nicht befriedigen konnte.
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Re: Kommentar Agrarmanagerin

Beitragvon ExLW » Do Okt 27, 2016 16:50

T5060 hat geschrieben:Zwischen 1975 und heute wurden im 3-Jahres Takt die Vorgaben in der Schweinehaltung geändert.
Dazu musste Tiermaterial, Futterbeschaffung, der Landwirt und der Stall sich mit ändern.
Seit etwa 1990 - 1995 hatten wir ein Optimum an Tierwohl und Wirtschaftlichkeit erreicht,
dann kamen übergestülpte, in sich nicht stimmige Vorgaben, die nur noch wenige Landwirte bewältigen konnten.

Ich fürchte, wir kommen zu total staatsgelenkten Produktionssystemen, mit durchgehend genormten Mindestanforderungen, sozusagen ein Lastenheft für Tierhaltung mit nachprüfbaren Parametern.
Stichprobe 5 % ? Jede Woche ein Prüfer am Hof? K.A.

Das Vertrauen ist halt angesichts der Bilder weg.
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Re: Kommentar Agrarmanagerin

Beitragvon Pegasus_o » Do Okt 27, 2016 18:09

Das spannende ist, daß ja nun niemand mit der gegenwärtigen Situation zufrieden ist.

Die Bauern nicht, weil nicht genug übrig bleibt, die Tierschützer nicht, weil die Tierhaltung nicht ideal ist, die Naturschützer nicht, weil die ökologischen Auswirkungen enorm sind, die Verbraucher nicht, weil es keinen Genuß ohne Reue gibt und nicht zu letzt die Politik nicht, weil sie einerseits ständig Bauern retten muß, andererseits das Gemecker der anderen Gruppen im Ohr hat.

Also wird es sich ändern, die Frage ist wohin und wer gewinnt. Den Bauern sollte es eigentlich egal sein, wenn sie statt 1000 Mastschweinen nur noch 50 hätten solange unter dem Strich mehr übrigbleibt.

Gruß
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Re: Kommentar Agrarmanagerin

Beitragvon xyxy » Do Okt 27, 2016 18:42

ExLW hat geschrieben:
T5060 hat geschrieben:Zwischen 1975 und heute wurden im 3-Jahres Takt die Vorgaben in der Schweinehaltung geändert.
Dazu musste Tiermaterial, Futterbeschaffung, der Landwirt und der Stall sich mit ändern.
Seit etwa 1990 - 1995 hatten wir ein Optimum an Tierwohl und Wirtschaftlichkeit erreicht,
dann kamen übergestülpte, in sich nicht stimmige Vorgaben, die nur noch wenige Landwirte bewältigen konnten.

Ich fürchte, wir kommen zu total staatsgelenkten Produktionssystemen, mit durchgehend genormten Mindestanforderungen, sozusagen ein Lastenheft für Tierhaltung mit nachprüfbaren Parametern.
Stichprobe 5 % ? Jede Woche ein Prüfer am Hof? K.A.

Das Vertrauen ist halt angesichts der Bilder weg.

wir kommen zu total staatsgelenkten Produktionssystemen, mit durchgehend genormten Mindestanforderungen,

ganz sicher, und wenns klappt gibt es die Ehrenurkunde: ""Betrieb der vorbildlichen Ordnung, Sauberkeit und Disziplin"

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13499660.html
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Re: Kommentar Agrarmanagerin

Beitragvon meyenburg1975 » Do Okt 27, 2016 20:33

ExLW hat geschrieben:
meyenburg1975 hat geschrieben:Die deutsche Landwirtschaft als Ganzes wird in diesem Prozess unweigerlich zu den Verlierern gehören.

Die traditionelle (viele nennen das ja "moderne") Landwirtschaft wird dann zu den Verlierern gehören, wenn sie sich nicht anpasst. Zur Anpassung muss man aber bereit sein. Die Bereitschaft hängt von der Erenntnis ab, dass es so nicht weitergeht. Wer glaubt, dass sich die Gesellschaft anpasst, der ist auf dem Holzweg. Die Gesellschaft erwartet meßbaren Fortschritt.

Das wird laufen, wie bei den Legehennen. Gesellschaftlich unerwünschte Produktion wurde über das Ordnungsrecht ausgeschaltet, die ohnehin unzureichende Selbstversorgung sank quasi ins Bodenlose. Trotz des Rückgangs wurde die Wirtschaftlichkeit nicht!!! einfacher. Und den Investoren in die angeblich gewünschten Haltungsformen wirft man die schon im Vorfeld absehbaren Probleme vor die Füße, wie zB Auslauf, Tierverluste...
Gleichzeitig wurden die wirtschaftlichen Bedingungen für "ursprüngliche" Kleinproduzenten auch schwieriger, hochwertige "Wohlfühlware" war schließlich ausreichend vorhanden.

Ich sehe keine Anhaltspunkte, dass es in anderen Bereichen besser laufen sollte. Im entsprechenden Umfeld können viele in speziellen Segmenten erfolgreich sein. Bei entsprechender Fähigkeit und dementsprechenden Rahmenbedingungen können etliche in größere Einheiten wachsen. Gesetzliche Mindeststandards zum günstigsten Preis. Für das Gros der Bauern, die traditionell/modern/konservativ wirtschaften, wird keine Lösung dabei sein. Die Unternehmerentscheidung "Exit" wird in beschleunigtem Umfang für viele die einzige Lösung sein.
Aussenschutz für Kuschelprodukte ist nicht durchsetzbar, Finanztransfers im benötigten Rahmen sind meines Erachtens Wunschdenken. Der Verbraucher als solches handelt seit Jahrzehnten so wie er es eben tut und auf staatlicher Seite werden wichtigere Aufgaben auf diese Gesellschaft zukommen.

Deswegen wird die Landwirtschaft als Ganzes verlieren. Das auch Chancen für jeden einzelnen dabei sind, steht außer Frage, aber das eigentlich erwünschte gesellschaftliche Ziel wird nicht erreicht werden.
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