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Landkauf, gierige Bauern ohne Anstand

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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Re: Landkauf, gierige Bauern ohne Anstand

Beitragvon DWEWT » So Jan 27, 2019 20:01

T5060 hat geschrieben:Wer den überwiegenden Teil für den Landkauf nicht auf der Kante hat, sollte auch keins kaufen... :-P


Wer über genügend Vermögensmasse verfügt, kann auch mal schnell, bei kompl. Fremdfinanzierung, günstig kaufen. Das machen die Banken sehr gern und schnell.
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Re: Landkauf, gierige Bauern ohne Anstand

Beitragvon Neo-LW » So Jan 27, 2019 20:04

Moin,

DWEWT hat geschrieben:
Neo-LW hat geschrieben:Moin,

hier kostet es derzeit 65'000,- EUR/ha zzgl. Steuer, zzgl. Notar.
(Grünland oder Acker ist egal.)

Allerdings 98 bis 100 BP.


Olli


Bei einem Kaufpreis von 65 Tsd .e/ha spielen auch 98/100 Bp keine Rolle. Eine ldw. Fehlinvestition!


Ist hier gerade vor 2 Monaten passiert.

War Dauergrünland.

Gekauft hat es ein Mineralölhändler, der im Nebenerwerb Landwirtschaft macht.
(Es standen aber auch noch 2 Haupterwerbslandwirte auf der Bieterliste.
Die sind aber bei 62'000,- EUR / ha ausgestiegen.)


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Re: Landkauf, gierige Bauern ohne Anstand

Beitragvon T5060 » So Jan 27, 2019 20:08

DWEWT hat geschrieben:
T5060 hat geschrieben:Wer den überwiegenden Teil für den Landkauf nicht auf der Kante hat, sollte auch keins kaufen... :-P


Wer über genügend Vermögensmasse verfügt, kann auch mal schnell, bei kompl. Fremdfinanzierung, günstig kaufen. Das machen die Banken sehr gern und schnell.


Also Banken gehen da trotzdem nur mit 50 % mit. Dennoch muss auch der Cashflow passen, da ja auch der Betrieb ausreichend leistungsfähig sein muss um Kredit und Zinsen zubedienen.

@Neo-LW woher hast du deine Zahlen, vom Hörensagen ?

Ich hab letzte Wochen wieder Zahlen (sogar schon von 2019er Verträgen) von ober -, südbayrischen und schwäbischen Gutachterausschüssen,
da sind Werte von 3 - 5 € die Regel, alles über 6 € die Ausnahme.
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Re: Landkauf, gierige Bauern ohne Anstand

Beitragvon Neo-LW » So Jan 27, 2019 20:11

Moin,

DWEWT hat geschrieben:
Junglandwirt 90 hat geschrieben: mit Konzept und auch Anbau von Sonderkulturen wurde ich wieder weggeschickt.

Ich verstehe einfach nicht mit welchem Maß gemessen wird und Land so unterschiedlich bewertet wird.


Welche Sonderkulturen machen einen Flächenkauf für 30 Tsd €/ha wirtschaftlich?


Tabak, wenn man Zigaretten draus macht, und die zum Ladenpreis verhökert.

Ich habe das mal vor 12 Jahren ausgerechnet.

Bringt etwa 60'000,- EUR / ha / Jahr.

(Natürlich nur solange die Obrigkeit es nicht merkt.)


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Re: Landkauf, gierige Bauern ohne Anstand

Beitragvon Neo-LW » So Jan 27, 2019 20:15

Moin,

T5060 hat geschrieben:
@Neo-LW woher hast du deine Zahlen, vom Hörensagen ?



Vom Verkäufer.

Ist eine Erbengemeinschaft, die sich nicht einig war.

Die Bodenpreise hier haben sich in den letzten 20 Jahren verdoppelt.


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Re: Landkauf, gierige Bauern ohne Anstand

Beitragvon Neo-LW » So Jan 27, 2019 20:21

Moin,

vielleicht sollte die Politik mal über die Einführung einer Bodenpreisbremse nachdenken.

Im Gegensatz zu Mietwohnungen kann man ja die Ackerflächen nicht erweitern.


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Re: Landkauf, gierige Bauern ohne Anstand

Beitragvon DWEWT » So Jan 27, 2019 20:23

T5060 hat geschrieben:
Also Banken gehen da trotzdem nur mit 50 % mit. Dennoch muss auch der Cashflow passen, da ja auch der Betrieb ausreichend leistungsfähig sein muss um Kredit und Zinsen zubedienen


Das hängt davon ab, wieweit sich der Preis schon von einer noch möglichen, betriebswirtschaftlich sinnvollen Kalkulationsgröße entfernt hat. Hier in den NBL werden, falls die Voraussetzungen stimmen, bis zu 100% des Kaufpreises finanziert. Du hast recht, es kommt natürlich darauf an, wie der Betrieb wirtschaftlich dasteht.
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Re: Landkauf, gierige Bauern ohne Anstand

Beitragvon DWEWT » So Jan 27, 2019 20:27

Neo-LW hat geschrieben:Moin,

vielleicht sollte die Politik mal über die Einführung einer Bodenpreisbremse nachdenken.
Olli


Ein Einfrieren bzw. Deckeln oder Zurückfahren der Bodenpreise, würde für ca. 25% der heutigen Betriebe das Aus bedeuten. Die Beleihungsgrenzen würden überschritten und die Banken müssten auf Rückführung des von ihnen geliehenen Kapitals bestehen. Wenn eine Branche von den exorbitant gestiegenen Bodenpreisen profitiert hat, dann ist es die Landwirtschaft selbst. Zum einen durch die sehr lukrativen Verkäufe und zum anderen durch die ständig gestiegenen Beleihungsgrenzen.
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Re: Landkauf, gierige Bauern ohne Anstand

Beitragvon Neo-LW » So Jan 27, 2019 20:27

Moin,

der Mineralölhändler, von dem ich sprach, hat 20 Tankzüge laufen, wo jeder zweimal pro Tag nach Hamburg fährt,
um Sprit zu holen.

Irgendwann wusste er nicht mehr, wohin mit dem vielen Geld, und ist in die Landwirtschaft eingestiegen.
Seitdem hat er alles in der Gegend aufgekauft, was er in die Finger bekommen konnte.

Er erpresst auch gerne mal die Gemeinde, wenn ihm irgendwas nicht passt:
Zit:"Sie wissen ja, daß ich der größte Gewerbesteuerzahler bin …"
Und schwupps wandert Pachtland der öffentlichen Hand zu ihm,
und Bebauungspläne werden zu seinen Gunsten geändert.



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Re: Landkauf, gierige Bauern ohne Anstand

Beitragvon fedorow » So Jan 27, 2019 20:40

Neo-LW hat geschrieben:Moin,

vielleicht sollte die Politik mal über die Einführung einer Bodenpreisbremse nachdenken.

Im Gegensatz zu Mietwohnungen kann man ja die Ackerflächen nicht erweitern.


Olli


Dann bekommts der, der am meisten nebenher zahlt also zusätzlich zum festgelegten Preis was drauflegt.
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Re: Landkauf, gierige Bauern ohne Anstand

Beitragvon Neo-LW » So Jan 27, 2019 21:04

Moin,

fedorow hat geschrieben:
Neo-LW hat geschrieben:Moin,

vielleicht sollte die Politik mal über die Einführung einer Bodenpreisbremse nachdenken.

Im Gegensatz zu Mietwohnungen kann man ja die Ackerflächen nicht erweitern.


Olli


Dann bekommts der, der am meisten nebenher zahlt also zusätzlich zum festgelegten Preis was drauflegt.



O.K., das ist dann wie bei der Mietpreisbremse mit den 'Abstandszahlungen' für abgerockte Küchenschränke,
dem versifften Teppichboden, und den geschmackvollen Malerarbeiten.


Hatte ich vergessen.


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Re: Landkauf, gierige Bauern ohne Anstand

Beitragvon T5060 » Di Jan 29, 2019 12:27

So hier mal die Trendmeldung aus Hessen für das Jahr 2018, was ich mal nicht kommentiere.

Nord ist Fulda-Kassel und Süd ist Darmstadt-Frankfurt-Gießen

P18 H-S.JPG
P18 H-S.JPG (55.18 KiB) 1393-mal betrachtet

P18 H-N.JPG
P18 H-N.JPG (54.78 KiB) 1393-mal betrachtet
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
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Re: Landkauf, gierige Bauern ohne Anstand

Beitragvon elchtestversagt » Mi Jan 30, 2019 7:50

Heute steht in der Kreiszeitung hier, das sich der Ackerlandpreis seit 2005 verdreifacht hat.
Im Kreisdurchschnitt werden 10-11 Euro/m2 gezahlt, wobei im Nordkreis sehr nasse Ecken sind ( Moor) und in der mitte sehr sandig ( unter 20BP).
Stellenweise, so steht dort, ist Ackerland teurer wie fertig erschlossene Gewerbeflächen.
Der Baulandpreis ist weniger stark gestiegen wie der Ackerlandpreis.

In der Nachbargemeinde wurden im Dezember 8 ha Ackerland verkauft, eine Fläche, unter 25 BP.
Haben sich lange zwei dieser "armen" Sauenhalter drum gestritten, haben bis 12 Euro geboten.
Gekauft hat es letztendlich ein Personaldienstleister für 14 Euro/m2 zzg. Nebenkosten.
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Re: Landkauf, gierige Bauern ohne Anstand

Beitragvon Neo-LW » Mi Jan 30, 2019 7:56

Moin,

elchtestversagt hat geschrieben:
In der Nachbargemeinde wurden im Dezember 8 ha Ackerland verkauft, eine Fläche, unter 25 BP.
Haben sich lange zwei dieser "armen" Sauenhalter drum gestritten, haben bis 12 Euro geboten.
Gekauft hat es letztendlich ein Personaldienstleister für 14 Euro/m2 zzg. Nebenkosten.


Naja, dann sind wir ja schon im Bereich 'Gewerbegrundstücke'.

Für 19,- EUR / m² bekommt man bei uns in der Nachbargemeinde Flächen mit Asphaltstraße ringsrum.

Es wird in Deutschland enden, wie in Dänemark.
Dort ist die Mehrheit der Bewirtschafter nur noch Pächter vom Boden.


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Re: Landkauf, gierige Bauern ohne Anstand

Beitragvon bauer hans » Mi Jan 30, 2019 8:18

elchtestversagt hat geschrieben:
In der Nachbargemeinde wurden im Dezember 8 ha Ackerland verkauft, eine Fläche, unter 25 BP.
Haben sich lange zwei dieser "armen" Sauenhalter drum gestritten, haben bis 12 Euro geboten.
Gekauft hat es letztendlich ein Personaldienstleister für 14 Euro/m2 zzg. Nebenkosten.

wer soviel geld für ackerland ausgibt,hat nicht schwer dafür arbeiten müssen und hat panische angst vorm wirtschaftlichen zusammenbruch.
interessant ist hier am stadtrand zu beobachten,dass einigen nur noch die hofstelle gehört,das land ist "zurück" gepachtet.
wir schaffen uns :mrgreen:
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