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JohnDeere3040 hat geschrieben:Wenn man so argumentiert kann man nur noch auf geschlossenes System gehen, Kein Tier darf in den Stall, einmal raus gibts kein zurück. Mittlerweile gibts ja schon so manchen Betrieb der so handelt, damit ist das Problem gelöst. Da kommt dann kein Kleinbetrieb ran in punkto Hygiene
http://www.denbina.de/produktion_schwein.html
Jochens Bruder hat geschrieben:Das ist ja auch das Problem mit den Krankenhausinfektionen. Einerseits werden viele Hygienemaßnahmen durchgeführt, andererseits sind viele Patienten so geschwächt das harmlose Infektionen verheerende Wirkungen verursachen.
Gockel hat geschrieben:Den Unterschied der Personalhygiene im Krankenhaus und auf einem EU Schlachthof muß man sich einmal anschauen.
Jochens Bruder hat geschrieben:Ja, weil die Ansteckungsgefahr nicht nur von den örtlichen Gegebenheiten abhängt. Es werden ja z.B. nur augenscheinlich gesunde Ferkel eingestallt, einen medizinischen kompletten Checkup bekommen sie aber nicht. Ein gewisser Prozent (oder Promille) satz hat aber immer eine Infektion, möglicherweise noch in der Inkubationszeit und daher nicht ohne weiteres feststellbar. Deshalb wird das Ansteckungsrisiko mit steigender Zahl der Tiere linear höher weil viel mehr Tiere angesteckt werden können als dies bei einer dezentralen Haltung in kleineren Einheiten der Fall ist.
Infektionen übertragen sich auf verschiedene Arten, z.B. durch Niesen (Grippe), Hautkontakt oder Direktkontakt von Körperflüssigkeiten. Diese Risiken nehmen mit der Dichte der Belegung zu.
Noch eine Anmerkung zum Imunsystem: Jeder Körper hat ein unterschiedliches Bedürfnis bei der Nahrungsaufnahme. Manche brauchen mehr Proteine, andere mehr Vitamine usw. In der Tierhaltung gibt es aber technisch und finanziell bedingt nur Einheitsfutter. Das ist sicherlich für die allermeisten Tiere im Bestand ausgewogen genug, aber eben nicht für alle was dann zur körperlichen Schwächung und damit Krankheitsanfälligkeit führt. Auch in diesem Punkt spielt die Anzahl der Tiere im Stall eine Rolle.
schimmel hat geschrieben:Nach Kosten fragt bei den Bauern auch keiner, da wird es einfach gefordert...und hier willst du auf einmal den Spieß umdrehen? Wie heuchlerisch ist das denn? Wenn es im Krankenhaus diese Forderung nicht geben darf, ist dann Schlussendlich die Landwirtscahft auch noch für die Volksgesundheit zuständig?
Cairon hat geschrieben:Wenn Belegdichte das Hauptproblem ist, dann sollte man doch mal an der Wurzel des Übels ansetzen und erst mal große Sportveranstaltungen in Stadien, Konzerte, Kino und Theater, andere öffentliche Großveranstaltungen, Einkaufszentren mit ihrer ständig wechselnden Kundenbelegung, Flugzeuge, Bahn und den öffentlichen Personennahverkehr verbieten. Warum erst bei den Tieren ansetzen, wenn man schon bei den Menschen den Infektionskreislauf durchbrechen könnte?
Cairon hat geschrieben: Ich denke das Risiko sich in einem Station anzustecken ist deutlich höher als in einem Schweinestall.

Gockel hat geschrieben:Jochens Bruder hat geschrieben: Der Toilettengang im Krankenhaus ist schnell erledigt. Im Schlachthof verläßt du die Produktionshalle, zwecks Toilettengang, durch eine Schleuse und du kannst die Produktionshalle erst wieder betreten, wenn du die Kopfbedeckung und den Kittel erneuert hast, die Stiefel in der Reinigungsanlage gereinigt, desinfiziert und kontrolliert hast und deine Hände in einer Station gereinigt, in der zweiten desinfiziert, in der dritten kontrolliert hast und erst nach bestandener Kontrolle macht die Schleuse auf und du kannst wieder in die Produktion gehen.
schimmel hat geschrieben:...Deutsche haben Ausreden, Holländer haben Lösungen....
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