Gestern hatte ich mal wieder Zoff mit unserem Altenteiler, ein paar Tag zuvor war ich auf einer Landvollversammlung zum Thema Agrarreform 2014 und dann habe ich hier im Forum mich noch einmal quer durch die ganzen Tiraden gegen die Konventionelle Landwirtschaft geklickt. Irgendwie kam dann die Frage in mir auf, warum man sich dass mit der Landwirtschaft noch antut. Bei dem ständig steigenden Pachtniveau, wäre man bei einer Verpachtung ja nicht mehr ganz weit von dem Weg was man von seinem Boden erwirtschaften kann. Müsste man nicht sagen man verpachtet die eigenen Flächen, gibt die Tierhaltung auf oder verpachtet die Stallungen und lässt die anderen sich mit dem ganzen Murks ärgern. Wäre doch schön, keine Anträge mehr, keine Tierschutzdebatte, kein CC, kein Global G.A.P:, kein QS, und den ganze Tierschützern zeigt man einfach den Mittelfinger. Finanzielle würde man sich doch kaum schlechter stellen, als bei aktiver Landwirtschaft. Damit es nicht zu langweilig wird könnt man sich ja noch einen Job suchen und sich da verwirkliche. Mit dem Wissen und der Erfahrung die man Mitbringt wäre man doch perfekt als Kontrolleur für CC oder als Auditor für irgendwelche Qualitätssicherung.
Wenn ich mir meinen Onkel anschaue, der ist damals als weichender Erbe vom Hof gegangen, hat als Abfindung ein großes Wohnhaus in Hamburg bekommen, hat studiert und jetzt einen guten Job. Das schlimmste was er an Papierkrieg hat ist seine Steuererklärung. Da fragt man sich doch wirklich ob man mit der Betriebsübernahme nicht einen gewaltigen Fehler gemacht und sich mit einem Studium und einem nicht selbständigen Job nicht deutliche besser gestellt hätte. Wie seht ihr das Ganze?


