Maschinenring Shop

  • Foren-Übersicht
  • Galerie
  • Chat
    Erweiterte Suche
  • Ändere Schriftgröße
  • FAQ •
  • Datenschutzerklärung •
  • Nutzungsbedingungen • Registrieren • Login
Auto-Login

Aktuelle Zeit: Fr Jan 16, 2026 9:15

Landwirtschaft, warum tuen wir uns das noch an?

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
Antwort erstellen
320 Beiträge • Seite 5 von 22 • 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8 ... 22
  • Mit Zitat antworten

Re: Landwirtschft, warum tuen wir uns das noch an?

Beitragvon FrauMüller » Mo Nov 28, 2011 12:00

tyr hat geschrieben:
schwester_lulu hat geschrieben:
tyr hat geschrieben:Versuch nicht gegenüber Deinen Alten den Chef zu spielen, das KANN NICHT funktionieren..... die menschl. Psyche tickt da anders....

Doch. Das genau ist der wunde Punkt. Es kann nicht anders funktionieren. Irgendjemand( :-) ) hat mal gesagt: Auf jedem Schiff das dampft und segelt, gibts Einen, der die Sache regelt. Langfristig kanns nicht mehr als einen Chef geben. Eine häufig praktizierte Lösung GbR ist nicht mehr als eine Zwischenlösung, bei der die junge Generation in die Verantwortung genommen werden soll, ohne dabei wirklich Verantwortung zu haben.
Und genau darüber muss sich sich die "alte" Generation im klaren sein!!!
Ich hab vor Jahren mal einen Betrieb in England besichtigt, auf dem Vater und Sohn eine Probezeit von einem oder zwei Jahren vereinbart hatten, um dann zu entscheiden, ob eine längerfristige Zusammenarbeit(bis zum gesetzl Ruhestand) überhaupt möglich ist.
Und wenn die nicht möglich ist, müssen sich auch die Alten darüber klar werden, dass ihr "Lebenswerk" möglicherweise keinen Fortgang findet.


Das funktioniert so nicht. Du kannst nicht jemanden, der sein ganzes Leben selber der Chef war zum Angestellten, noch dazu eines jüngeren, dekradieren. Da spielt die Psyche der wenigsten Menschen in der Praxis mit. Deswegen haben es gescheiterte Langzeitselbständige oft so schwer als Angestellte Fuß zu fassen.Entweder ich bin als Nachfolger willens, den Betrieb weiterzuführen, dann muß ich mich arangieren... oder ich muß mir entweder selbst was aufbauen(in der Landwirtschft äußerst schwierig) oder einen anderen Beruf suchen.
Und letztlich, was solls..... die Zeit arbeitet für Dich.
Klar darf man sich nicht unterbuttern lassen, aber man darf auch nicht selbst versuchen den Alten unterzubuttern. Es ist halt immer ein Vabanquespiel. Aber so ist es nun mal.

Das ist so auch nicht richtig. Ehemals Selbständige werden auch nicht gerne genommen weil sie zu selbständig denken. :wink:

Ich muss Schwester recht geben, es kann nur einen Bestimmer geben, der nötigenfalls auch seinen Kopf hinhält. Was mir persönlich stinkt ist auch der Ton, wie die alten mit einen umgehen, null Respekt. Neee ich kann Cairon sehr gut verstehen.
LG Emmy :klee:
Bild Eine 2`te Verwarnung ohne Begründung ist wie Sex ohne Höhepunkt.
Benutzeravatar
FrauMüller
 
Beiträge: 648
Registriert: Sa Aug 06, 2011 14:49
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Landwirtschft, warum tuen wir uns das noch an?

Beitragvon FrauMüller » Mo Nov 28, 2011 12:34

Und der Sohn? Er braucht nicht ernst genommen werden? Meist ist es doch so, dass die alten den jüngeren nichts zutrauen, ihnen keinen Respekt entgegenbringen, die Arbeit von ihnen nicht würdigen ganz im Gegenteil, sie in ihrem Generalston noch versuchen sie zu kommandieren.
Ne mir musst Du auch nichts erzählen, ich bin auch mit dieser Sache durch.
LG Emmy :klee:
Bild Eine 2`te Verwarnung ohne Begründung ist wie Sex ohne Höhepunkt.
Benutzeravatar
FrauMüller
 
Beiträge: 648
Registriert: Sa Aug 06, 2011 14:49
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Landwirtschft, warum tuen wir uns das noch an?

Beitragvon Hobbyrancher » Mo Nov 28, 2011 12:36

In jeder Branche, egal wo man Arbeitet, gibt es Probleme. Ob auf dem Bau oder im Büro, man denkt natürlich immer der ander hat es besser als ich.
Ich bin Berufstätig und mache meine Landwirtschaft im Nebenerwerb. Ich habe dieses Jahr den Abschluss in der Landwirtschaft nebenbei in der Abendschule gemacht, und ich bin stolz darauf und ich bin auch stolz auf meine Landwirtschaft zuhause.
Mit den Altenteilern gibt es keine Probleme, das wir die die bis zur Übernahme geführte Landwirtschaft so nicht weitermachen können war ihnen klar und sie haben akzeptiert wie meine Frau und ich es gemacht haben.
Wir haben zwei komplett getrennte Wohnungen, jede mit eigener Haustür, aber im ersten Stock ist ein Durchgangzur jeweils anderen Wohnung.
Meine Eltern würden nie den Durchgang benutzen und uns überraschen oder unsere Wohnung durchwühlen wenn wir nicht da sind.
Ihnen ist wichtig das wir auf dem Betrieb sind und sie in manchen Dingen die sie allein nicht mehr schaffen, unterstützen, was für mich und meine Frau selbstverständlich ist.
Für unsere beiden Kinder sind Oma und Opa das Allerheiligste, auch umgekehrt ist es so. Sie geniesen die Zeit mit den Enkeln wirklich intensiv. Meine Frau geht ein bisschen Arbeiten und es gab nie ein Problem das Oma und Opa nicht aufpaasen würden, auch wenn wir abends weg wollen.

Bin ich eine Ausnahme oder gibt es auch noch andere wo das miteinander Problemlos abläuft ??

Gruss
Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

Ich habe Tinitus im Auge: Ich sehe nur noch Pfeifen !
Hobbyrancher
 
Beiträge: 43
Registriert: Do Nov 17, 2011 11:54
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Landwirtschft, warum tuen wir uns das noch an?

Beitragvon Cairon » Mo Nov 28, 2011 12:40

tyr hat geschrieben:Hallo Cairon,
Vielleicht solltet ihr euch mal mit einem oder zwei Kasten Bier in eine ruhige Ecke zusammensetzen, so was wirkt manchmal Wunder. Auch wäre es besser, mMn, wenn iher vesucht euch als Partner und nicht als Betriebsleiter und Angestellter zu begreifen, das wird nichts. Die Alten werden nicht zu Angestellten, nur weil sie den Betrieb übergeben haben, das kann man auch nicht erwarten. Wenn mich mein Sohn so behandeln würde, würde ich ihm auch vors Schienbein treten, da dürfte jeder empfindlich sein.
Versuch nicht gegenüber Deinen Alten den Chef zu spielen, das KANN NICHT funktionieren..... die menschl. Psyche tickt da anders....


Tyr, ich habe festgestellt, dass es für mich so eben am besten funktioniert. Ich habe in den 13 Jahren, in denen ich Betriebsleiter bin schon einiges probiert. Ich habe Seminare besucht zu den Themen: Mitarbeiterführung, Konflikmanagment, usw. und ich habe wirklich versucht es umzusetzen. Es war sinnlos. Es mag ja sein, dass deine Vorschläge fruchten würden, wenn ich mich mit meinem Vater auseinandersetzen müsste. Aber bei mir fehlt ja eine Generation, dass heißt ich habe es mit einem Menschen zu tun der 90 Jahre alt ist. Da kannst Du keinerlei Flexibilität oder Kompromissbereitschaft mehr erwarten. Wenn er sich eine Meinung gebildet hat und etwas gemacht haben will, dann quengelt er so lange bis es passiert, ob es relevant ist oder nicht. Natürlich kann man sämtliche Kommunikationstechniken einsetzen um oberflächlich einen Frieden zu erreichen, aber welche Energie steckt man da rein, nur um dann festzustellen, dass sobald man den Rücken dreht doch wieder hinter herum versucht wird etwas anderes zu machen. Ich muss aber dazu sagen, dass die Kräfte und Möglichkeiten meines Großvaters auf Grund seines Alters weniger werden und er nicht mehr so die Möglichkeiten hat wie noch vor 10 Jahren. Er ist geistig noch recht fit, aber sein Körper will eben nicht mehr so. Er macht noch die ganze steuerliche Buchführung in Zusammenarbeit mit der Buchstelle, das hält geistig ihn fit. Ich war schon mehr als einmal kurz davor im sämtliche Unterlagen weg zu nehmen, aber ich denke das würde ihm den Rest geben. Als mein Vater 2 Jahre den Hof hatte, hat er meinem Großvater alles weg genommen und der saß dann nur noch in der Stube, war depressiv und konnte kaum noch laufen. Erst als mein Vater verstorben war, kam mein Großvater wieder auf die Füße.
Ein sachliche Diskussion mit einem sinnigen Ende war schon immer schwer mit ihm, ist aber mit dem steigenden Alter unmöglich geworden. Alles was nicht seiner Meinung entspricht sieht er als persönlichen Angriff auf ihn. daher habe ich eben aufgehört meine Kraft in solchen Diskussionen zu verschwenden, drehe mich um und gehe. Das Gute an der Sache ist, dass egal wie sehr wir uns in den Haaren gelegen haben dass es keiner dem anderen länger nach trägt. Die üblichen Scharmützel sind eigentlich schnell vergessen. Weißt du was Kräfte zehrt ist eben z.B. man plant eine Arbeit ende der Woche oder im Moment gar nicht auszuführen und alle Stunde kommt jemand mit dem Thema was gerade gar nicht aktuelle ist und will es sofort erledigt haben und wenn es nur um das Ausfegen einer Getreidebox geht. Und egal was ich die letzten 13 Jahre gemacht habe, auf das erste Lob warte ich heute noch. Ich denke da hilft nur das fell noch dicker werden zu lassen und zu warten bis die Biologie die Sache klärt.
Halb acht, halb neun, es wird schon heller,
Der Vater reitet immer schneller,
Erreicht den Hof mit Müh und Not,
Der Knabe lebt, das Pferd ist tot.
Benutzeravatar
Cairon
 
Beiträge: 6079
Registriert: Fr Aug 08, 2008 11:38
Wohnort: Cuxland an der Nordseeküste
  • Website
  • ICQ
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Landwirtschft, warum tuen wir uns das noch an?

Beitragvon FrauMüller » Mo Nov 28, 2011 12:42

@tyr, wenn man einen Ehemals Selbständigen einstellt, kann man gewiss sein, das er versucht seine Aufgaben Selbständig und erfolgsorientiert zu erledigen. DAS sich ein Selbständiger schlecht unterordnen kann, mag sein, aber gib ihn genug Bewegungsfreiheit und er wird fast immer Gewinnbringend für den Betrieb arbeiten, weil diese Mitarbeiter wissen worauf es ankommt.
Bild Eine 2`te Verwarnung ohne Begründung ist wie Sex ohne Höhepunkt.
Benutzeravatar
FrauMüller
 
Beiträge: 648
Registriert: Sa Aug 06, 2011 14:49
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Landwirtschft, warum tuen wir uns das noch an?

Beitragvon FrauMüller » Mo Nov 28, 2011 13:00

Auch in Handwerksbetrieben ist es möglich. Ein Ehemals Selbständiger geht ganz anders mit Kunden um, er wird immer zusehen das Kunde König zufrieden ist, er wird dem Kunden immer das Gefühl vermitteln alles kein Problem für uns und sie können mich jederzeit ansprechen, ich kümmere mich persönlich drum. Diese Eigenschaft, wird ein normaler Angestellter fast nie mitbringen.
Bild Eine 2`te Verwarnung ohne Begründung ist wie Sex ohne Höhepunkt.
Benutzeravatar
FrauMüller
 
Beiträge: 648
Registriert: Sa Aug 06, 2011 14:49
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Landwirtschft, warum tuen wir uns das noch an?

Beitragvon Manfred » Mo Nov 28, 2011 13:29

Bei den Ex-Selbständigen stehen halt auch eine Menge Leute in der Statisk, die aus H4 heraus einen Bratwurstgrill in einem untertupfinger Hinterhof gegründet haben und sich dann wunderten, dass die erwartete Laufkundschaft von der 10 km entfernten Autobahn ausbleib...
Das ist natürliche eine andere Qualtät von Personal als ein arbeitswilliger Landwirt, der von den Eltern den Hof übernommen hat, 15 Jahre mit abgeschriebenen Gebäuden und Maschinen gutes Geld verdiente, bei dem aber eine große Neuinvestion nicht mehr wirtschaftlich ist oder der bei den Biogas-Pachtpreisen nicht mehr mithalten kann und deshalb rechtzeitig einen Schlussstrich zieht.
"The man who reads nothing at all is better educated than the man who reads nothing but newspapers." Thomas Jefferson
Manfred
 
Beiträge: 13547
Registriert: Di Jun 13, 2006 18:26
  • Website
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Landwirtschft, warum tuen wir uns das noch an?

Beitragvon FrauMüller » Mo Nov 28, 2011 13:33

lach...ok, die drei Damen vom Bratwurstgrill habe ich selbstverständlich nicht gemeint.
tyr, hast recht wir werden nicht auf einen Nenner kommen, macht aber auch nix :wink:
Bild Eine 2`te Verwarnung ohne Begründung ist wie Sex ohne Höhepunkt.
Benutzeravatar
FrauMüller
 
Beiträge: 648
Registriert: Sa Aug 06, 2011 14:49
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Landwirtschft, warum tuen wir uns das noch an?

Beitragvon agrarbetriebswirt » Mo Nov 28, 2011 13:42

Hobbyrancher hat geschrieben:In jeder Branche, egal wo man Arbeitet, gibt es Probleme. Ob auf dem Bau oder im Büro, man denkt natürlich immer der ander hat es besser als ich.
Ich bin Berufstätig und mache meine Landwirtschaft im Nebenerwerb. Ich habe dieses Jahr den Abschluss in der Landwirtschaft nebenbei in der Abendschule gemacht, und ich bin stolz darauf und ich bin auch stolz auf meine Landwirtschaft zuhause.
Mit den Altenteilern gibt es keine Probleme, das wir die die bis zur Übernahme geführte Landwirtschaft so nicht weitermachen können war ihnen klar und sie haben akzeptiert wie meine Frau und ich es gemacht haben.
Wir haben zwei komplett getrennte Wohnungen, jede mit eigener Haustür, aber im ersten Stock ist ein Durchgangzur jeweils anderen Wohnung.
Meine Eltern würden nie den Durchgang benutzen und uns überraschen oder unsere Wohnung durchwühlen wenn wir nicht da sind.
Ihnen ist wichtig das wir auf dem Betrieb sind und sie in manchen Dingen die sie allein nicht mehr schaffen, unterstützen, was für mich und meine Frau selbstverständlich ist.
Für unsere beiden Kinder sind Oma und Opa das Allerheiligste, auch umgekehrt ist es so. Sie geniesen die Zeit mit den Enkeln wirklich intensiv. Meine Frau geht ein bisschen Arbeiten und es gab nie ein Problem das Oma und Opa nicht aufpaasen würden, auch wenn wir abends weg wollen.

Bin ich eine Ausnahme oder gibt es auch noch andere wo das miteinander Problemlos abläuft ??



Gruss


Da gehörst du mit Sicherheit zu den <10% wo es so traumhaft abläuft ......... !
agrarbetriebswirt
 
Beiträge: 413
Registriert: So Sep 11, 2011 19:22
Wohnort: südl. Schleswig-Holstein
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Landwirtschft, warum tuen wir uns das noch an?

Beitragvon FrauMüller » Mo Nov 28, 2011 14:01

Ich würde einiges drum geben, wenn es bei uns auch so wäre :cry:
Bild Eine 2`te Verwarnung ohne Begründung ist wie Sex ohne Höhepunkt.
Benutzeravatar
FrauMüller
 
Beiträge: 648
Registriert: Sa Aug 06, 2011 14:49
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Landwirtschft, warum tuen wir uns das noch an?

Beitragvon fetteseegurke » Mo Nov 28, 2011 14:25

tyr hat geschrieben: Und es soll allerdings vorkommen, das die Alten manchmal gar nicht mal unrecht haben :wink:


Das stimmt auch...
.... aber bei uns bzw.meinem Freund ist es mittlerweile so daß er Dinge einfach aus Protest anders macht als sein Vater es machen würde.Sein Vater rafft nicht daß wir so manches Ding genauso gemacht hätten wie er, wenn er einfach mal nicht seinen Senf dazugegeben hätte.

Eigentlich lächerlich aber für mich durchaus verständlich. :?

lg fetteseegurke
Der Narr hält sich für weise,aber der Weise weiß das er ein Narr ist.
fetteseegurke
 
Beiträge: 225
Registriert: Mi Aug 18, 2010 8:44
Nach oben

VorherigeNächste

Antwort erstellen
320 Beiträge • Seite 5 von 22 • 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8 ... 22

Zurück zu Aktuelles und Allgemeines

Wer ist online?

Mitglieder: Bing [Bot], burgunder, Estomil, Geisi, Google [Bot], Google Adsense [Bot], LamborghiniR3, Manfred, steckei

  • Foren-Übersicht
  • Das Team • Impressum • Alle Cookies des Boards löschen • Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde
Powered by phpBB® Forum Software © phpBB Forum Group • Deutsche Übersetzung durch phpBB.de
phpBB SEO Design created by stylerbb.net & kodeki