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Landwirtschaft, warum tuen wir uns das noch an?

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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Re: Landwirtschft, warum tuen wir uns das noch an?

Beitragvon Manfred » Mo Nov 28, 2011 14:28

FrauMüller hat geschrieben:Ich würde einiges drum geben, wenn es bei uns auch so wäre :cry:


Ich auch. So sollte es sein. Aber die Realtität sieht bei den Meisten anders aus. Die Übergänge sind natürlich fließend.
Ich dachte immer, mit meinem Vater würde es schwierig und mit meiner Mutter super leicht.
Kam grad umgekehrt. Mein Vater ist viel entspannter, seit die vorher aberwitzige Arbeitslast durch den Betriebsumbau weg ist. Klar staubt es mal, aber einen Tag später ist alles wieder im Lot. Läuft viel besser als vor der Übergabe.
Die Situation mit meiner Mutter ist dagegen völlig eskaliert, als meine Freundin testhalber mit auf den Hof zog. Gibt den Bilderbuch-Schwiegerdrachen statt der freundlichen, pflegeleichten Oma. Das RTL-Nachmittagsprogramm könnte es nicht besser.
Eigentlich wollte ich hier neu bauen. Jetzt suche ich nach einer anderen Wohnlösung. Beide Parteien auf dem Hof ginge auf Dauer nicht gut. Auch nicht bei besserer räumlicher Trennung auf dem Hof.
"The man who reads nothing at all is better educated than the man who reads nothing but newspapers." Thomas Jefferson
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Re: Landwirtschft, warum tuen wir uns das noch an?

Beitragvon FrauMüller » Mo Nov 28, 2011 14:40

lach.....GENAU das gleiche...lach...wir sind auch raus.
Bild Eine 2`te Verwarnung ohne Begründung ist wie Sex ohne Höhepunkt.
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Re: Landwirtschft, warum tuen wir uns das noch an?

Beitragvon Fassi » Mo Nov 28, 2011 14:40

Das scheint an der Jahreszeit zu liegen, im Herbst geht es einem immer mehr auf den Sack. Ich hab das hier ja auch, wenn auch nur im kleinen Nebenerwerb (Schaf- und Geflügelhaltung), dafür aber mit etwas pikanterer Ausgangslage. Der angehender Altenteiler hat seinen Vater früher (bis 1993) in der Landwirtschaft geholfen, aber keine Landwirtschaft gelernt und in den letzten 20 Jahren sich auch recht selten in der Landwirtschaft blicken lassen (er hat sich dafür halt in seiner gelernten Branche eine Selbstständigkeit aufgebaut). Dementsprechend ist das Fachwissen, nämlich ziemlich veraltet und teilweise auch sehr rudimentär. Meine Wenigkeit ist M.Sc. agrar (sprich hat den Spaß mehr oder weniger gelernt). Aber Recht bekomme ich deshalb trotzdem nicht. Also im Prinzip haben wir auch eine Generation übersprungen, aber diese Generation ist noch da. Hier läuft das mittlerweile so, dass ich ihn reden lasse und weil er dann in den meisten Fällen eh nicht da ist, es so mache wie ich will und seine Reden hinterher links rein und rechts raus gehen. Es halt nur ziemlich nervig, vor allem, wenn er dann doch auftaucht, sofort auf den Trecker steigt, bzw. die jeweilige Maschine unter Beschlag nimmt, weil ich das ja nicht kann.

Der Pegel hier wird regelmässig laut. GsD sind wir da auch nicht nachtragend. Es zehrt halt nur, aber dadurch das es nur Nebenerwerb ist, hab ich ihm neulich auch schon mal auf den Spruch " der Hoferbe muss halt auch mal Opfer bringen und was für sein Erbe tun" gesagt, dass ich sein Erbe nicht zwingend brauche und zur Not auch Gebäude und Gründland pachten kann (auch wenn wir beide die Sache hier eigentlich erhalten wollen). Naja, gelegentlich bekommt er mittlerweile auch mal seinen früheren Lieblingsspruch zu hören: "Alte Bäume muss man fällen, damit die jungen wachsen können." So langsam kommt er da auch zur Einsicht, wobei ich ihm schon eröffnet hab, dass ich berufsmässig seine Firma nicht übernehmen und auch nicht mit ihm zusammen arbeiten werde.

Das ganze Theater dürfte aber ziemlich normal sein, ich kenne kaum einen Betrieb (egal, ob Landwirtschaft, Handwerk oder Handel) wo es mit Vater und Sohn reibungslos läuft. Aber irgendwann muss man den alten klar machen, dass sie nun in der zweiten Reihen stehen. Ansonsten geht das früher oder später schief, entweder man liegt sich so im Zorn gegenüber, dass nichts mehr geht oder der Nachfolger wird auf Dauer so unselbstständig, dass er Probleme bekommt, wenn derjenige weg ist, der ihm immer gesagt hat, was er machen soll. Wie gesagt, dass ist kein allein landwirtschaftliches Problem. Nur in der Landwirtschaft ist es schwerer, wegzugehen und was neues aufzubauen.

Wobei die Sache bei Cairon ja noch ein bischen härter ist, wie normal. Ich kenn das von mütterlicher Seite, mit meinem Opa komm ich in landwirtschaftlichen Frage auch selten auf einem Nenner. Wenn er eine Meinung bleibt er dabei, komme was wolle. Sorgt auch manchmal dafür, dass mein Onkel da einen schweren Stand hat. Aber bei mir ist es da noch eine Spur härter, weil ich ja noch jünger bin und da nun wirklich Welten zwischen liegen. Von daher kann ich ihn verstehen, wenn da die zwischen Generation zum Vermitteln fehlt und der Charakter entsprechend ist, dann hat man als Enkel einen ziemlich schweren Stand (und meistens noch schwerer als beim Vater). Da ist dann noch nerviger und anstrengender.

Gruß Christian
http://www.youtube.com/watch?v=AMpZ0TGjbWE

https://youtu.be/Tmq8KHPxdrE
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Re: Landwirtschft, warum tuen wir uns das noch an?

Beitragvon Rumpsteak » Mo Nov 28, 2011 17:29

tyr hat geschrieben:Ich hab auch vom Großvater übernommen, mein Vater war da nicht mehr.


Ist zwar kein landwirtschaftlicher die Situation ist aber die selbe. Den jetzigen Betrieb führten bis zu dem Tod meines Vaters meine Eltern. Jetzt tun es meine Mutter und ich. Opa muss als "Betriebsgründer" natürlich überall sein Wissen verbreiten (was teilweise sehr vorteilhaft sein kann) und bei jeder Gelegenheit versuchen SEINE Ideen und Erfahrungen umzusetzen. Irgendwann sind wir dann an einem Punkt angekommen an dem die Wände im Schlachthaus wackeln..meißtens ist es dann so dass er zwei Tage Zuhause bleibt und am dritten Tag wieder Freude stahlend in der Tür steht.. :twisted:.

Ich weiß nicht wie ich sein werde wenn ich "alt" bin..ich glaube aber dass es für die "Alten" ein unheimlich großes Problem ist alles aus der Hand zugeben was sie damals "aufgebaut" haben..auch wenn dies keine Rechtfertigung für solch ein Verhalten ist. Ganz davon ab kann ich mit MEINEM "Alten" im großen und ganzen eigentlich ziemlich gut zusammen arbeiten.. :prost:.
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Re: Landwirtschft, warum tuen wir uns das noch an?

Beitragvon automatix » Mo Nov 28, 2011 17:40

tja, vor allem, wenn die Alten selber keine Altenteiler hatten - mein Großvater ist gestorben, als mein Vater 22 war, danach war er der Chef und fertig - der mußte sich nie mit einen störrischen Altenteiler ärgern, der keinen cm Vertrauen hat, weil mans nicht so macht, wie er meint und man, auch aufgrund des hohen Altersunterschied zwischen uns (47 Jahre), ganz andere Vorstellungen vom Leben und der Arbeit hat.
Sagen lassen will er sich sowieso nichts und macht nur das, was er will, wenn er will.
Das positivste an der ganzen Sache ist, daß er mit dem aktuellen Schlepper nicht mehr fahren kann und ich dann zumindest auf dem Feld meine Ruhe vor ihm habe - früher ist der einfach ohne zu fragen rausgefahren und hat gemacht, was er grad für richtig hielt....

Der einzige Punkt, bei dem sich mein Vater (und meine Mutter sowieso) richtig verhalten hat, war bei meiner Frau - da haben sie alles so akzeptiert, wie es ist, auch wenn wir z.b. bis heute nicht kirchlich geheiratet haben usw.

Aber betrieblich war und ist es eine Katastrophe bei uns. Jegliche Investition wird abgewürgt, weil beim Eintragen einer Grundschuld müßte er ja Unterschreiben und da weigert er sich konsequent - weil Schulden sind ja des Teufels, man solle doch vorher sparen....
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Re: Landwirtschft, warum tuen wir uns das noch an?

Beitragvon Jet 3 » Mo Nov 28, 2011 20:27

Hobbyrancher hat geschrieben:In jeder Branche, egal wo man Arbeitet, gibt es Probleme. Ob auf dem Bau oder im Büro, man denkt natürlich immer der ander hat es besser als ich.
Ich bin Berufstätig und mache meine Landwirtschaft im Nebenerwerb. Ich habe dieses Jahr den Abschluss in der Landwirtschaft nebenbei in der Abendschule gemacht, und ich bin stolz darauf und ich bin auch stolz auf meine Landwirtschaft zuhause.
Mit den Altenteilern gibt es keine Probleme, das wir die die bis zur Übernahme geführte Landwirtschaft so nicht weitermachen können war ihnen klar und sie haben akzeptiert wie meine Frau und ich es gemacht haben.
Wir haben zwei komplett getrennte Wohnungen, jede mit eigener Haustür, aber im ersten Stock ist ein Durchgangzur jeweils anderen Wohnung.
Meine Eltern würden nie den Durchgang benutzen und uns überraschen oder unsere Wohnung durchwühlen wenn wir nicht da sind.
Ihnen ist wichtig das wir auf dem Betrieb sind und sie in manchen Dingen die sie allein nicht mehr schaffen, unterstützen, was für mich und meine Frau selbstverständlich ist.
Für unsere beiden Kinder sind Oma und Opa das Allerheiligste, auch umgekehrt ist es so. Sie geniesen die Zeit mit den Enkeln wirklich intensiv. Meine Frau geht ein bisschen Arbeiten und es gab nie ein Problem das Oma und Opa nicht aufpaasen würden, auch wenn wir abends weg wollen.

Bin ich eine Ausnahme oder gibt es auch noch andere wo das miteinander Problemlos abläuft ??

Gruss

So sollte es laufen ,ist doch prima .
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Re: Landwirtschft, warum tuen wir uns das noch an?

Beitragvon Jet 3 » Mo Nov 28, 2011 20:33

ihc833 hat geschrieben:
Jet 3 hat geschrieben:Zuckerbrot und Peitsche !!!! Das (Berufs)Leben ist auch ausserhalb der Landwirtschaft kein Ponyhof !
Überhaupt ,im Ernst jetzt . Was wollt Ihr ( Hauptberufliche Landwirte)den noch ab einem gewissen Alter (über ca .40) ausserhalb
der Landwirtwirtschaft noch grossartig anfangen ?
Es ist meinerseits jetzt nicht böse gemeint ,aber glaubt blos nicht das da irgendjemand einen "EX Vollerwerbslandwirt für höhere ,
besserbezahlte Tätigkeiten " sucht .
Der Zug ist (längst )abgefahren .........ist so ,wohl oder übel ,wird wohl der Spruch gelten ,Schuster bleib bei Deinen Leisten :?


Bernd, die gehen alle weg wie sonst was. Ich wäre mit Abstand nach einem halben Jahr Einarbeitung euer bester Staplerverkäufer

Nein ! Da liegst Du mit 50 bis 80 % falsch ! Ist wirklich so !
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Re: Landwirtschft, warum tuen wir uns das noch an?

Beitragvon tröntken » Mo Nov 28, 2011 20:53

Ich bin also nicht allein....


Der eine oder andere Post von euch, könnte von mir sein.
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Re: Landwirtschft, warum tuen wir uns das noch an?

Beitragvon automatix » Mo Nov 28, 2011 21:10

tyr hat geschrieben:
automatix hat geschrieben:tja, vor allem, wenn die Alten selber keine Altenteiler hatten - mein Großvater ist gestorben, als mein Vater 22 war, danach war er der Chef und fertig - der mußte sich nie mit einen störrischen Altenteiler ärgern, der keinen cm Vertrauen hat, weil mans nicht so macht, wie er meint und man, auch aufgrund des hohen Altersunterschied zwischen uns (47 Jahre), ganz andere Vorstellungen vom Leben und der Arbeit hat.
Sagen lassen will er sich sowieso nichts und macht nur das, was er will, wenn er will.
Das positivste an der ganzen Sache ist, daß er mit dem aktuellen Schlepper nicht mehr fahren kann und ich dann zumindest auf dem Feld meine Ruhe vor ihm habe - früher ist der einfach ohne zu fragen rausgefahren und hat gemacht, was er grad für richtig hielt....

Der einzige Punkt, bei dem sich mein Vater (und meine Mutter sowieso) richtig verhalten hat, war bei meiner Frau - da haben sie alles so akzeptiert, wie es ist, auch wenn wir z.b. bis heute nicht kirchlich geheiratet haben usw.

Aber betrieblich war und ist es eine Katastrophe bei uns. Jegliche Investition wird abgewürgt, weil beim Eintragen einer Grundschuld müßte er ja Unterschreiben und da weigert er sich konsequent - weil Schulden sind ja des Teufels, man solle doch vorher sparen....


Vielleicht hat er ja gar nicht so unrecht, wenn man sich die wirtschftliche Großwetterlage mal anschaut :wink:


naja, wenn man dann trotzdem investiert und wegen der Halsstarrigkeit des Alten mehr Zinsen zahlen muß, dann hilft das dem Betrieb sicher weiter....
Naja, wenn sich das mit meinen Windrad materialisiert, das bringt in sicher ins Grab....
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Re: Landwirtschft, warum tuen wir uns das noch an?

Beitragvon rebenhopser88 » Mo Nov 28, 2011 21:23

Warum gehen wir nicht Alle geschlossen auf`s Sozialamt ?

das wär ein Leben
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Re: Landwirtschft, warum tuen wir uns das noch an?

Beitragvon SHierling » Mo Nov 28, 2011 21:27

rebenhopser88 hat geschrieben:Warum gehen wir nicht Alle geschlossen auf`s Sozialamt ?

das wär ein Leben


Ganz einfach: weil das Problem mit den Altenteilern nicht das einzige ist, sondern weil zB auch das ständige Bauern-Bashing an den Nerven zerrt. Und DAS ändert sich absolut nicht, wenn man "zum Sozialamt" geht. Eher im Gegenteil.
Ich esse Fleisch, und ich weiß, warum.
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