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Lebensmittelimitate, Strategie der Industrie?

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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74 Beiträge • Seite 1 von 5 • 1, 2, 3, 4, 5
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Lebensmittelimitate, Strategie der Industrie?

Beitragvon meyer wie mueller » Fr Aug 03, 2012 6:39

Hallo

immer wieder tauchen hier Themen auf, wie die Milchlüge, Veganer, Anti-Fleisch-Kampagnen und die Vermutung, dass die Leute einfach zu dumm sind. Kuhmilch ist gesundheitsschädlich, Nutztierhaltung ist Tierquälerei, Landwirtschaft macht den Boden kaputt, …............. Jedes Mal gibt es Leute, die vor Wut schäumend Beiträge schreiben, und jedes Mal läuft die Diskussion aus dem Ruder bis man bei Leiharbeit, Autoproduktion und Politikerschelte angelangt ist.

Deshalb hier noch mal in einem eigenen Thema: Lebensmittelimitate und die Marketingstrategie der Industrie.


Hat sich schon mal jemand Gedanken gemacht (außer einigen alten Foristen wie Shierling, Cairon, Schimmel, H.B., Brittamaus, .…........) über den "zufälligen" zeitlichen Zusammenhang zwischen der Kampagne gegen KUHmilch und dem In-Verkehr-bringen von Milchersatzprodukten (siehe Kindermilch)?

Merkwürdig, gell?

Für mich sieht das so aus, als ob da eine sehr geschickte Lobbyarbeit und professionelle Medienkampagne am Laufen ist. Bestimmte Gruppen, internationale food-Konzerne (ich spreche mit Absicht von Futtermittel-/Nährmittelkonzernen und nicht von Lebensmittelherstellern), wollen neue Ersatzprodukte, Imitate (Analog-Produkte) auf den Markt bringen, mit denen viel mehr Gewinn gemacht werden kann. Die Leute, die da in Talkshows auftreten, Reportagen und "Dokumentationen" publizieren, sind Teil einer sehr schlauen Marketingkampagne.

Und einige Bauern fallen darauf herein und schimpfen auf die "Dumpfbacken", eine Reaktion, die von den Initiatoren so eingeplant ist und auch provoziert wurde. Die Vertreter der Anti-Milch-, Anti-Fleisch-, Anti-Sonstwas-Kampagne sind nicht dumm, sondern hochintelligent und promoten ganz geschickt die Ersatzprodukte, indem die Naturprodukte als gesundheitsschädlich dargestellt werden. Je mehr "die Bauern" gegen die Verdummung mit Schaum vor dem Mund agieren, umso mehr bleibt bei der Zielgruppe der Eindruck, "dass da doch was dran ist".

Ziel der Industrie: Nebenprodukte, Abfälle, oder auch billige Grundstoffe so prozessieren, das sie zur Verfütterung an die Masse geeignet sind. Traditionelle Landwirtschaft und Bauern stören da nur. Seit 40 Jahren sehe ich immer wieder Meldungen, dass sich die Forschung mit der Produktion von Lebensmittel- Ersatzprodukten beschäftigt und dass nur mit diese Ersatzprodukten die wachsende Menschheit ernährt werden kann.. Jetzt scheint die industrielle Forschung einige Ziele erreicht zu haben: Überall im Handel tauchen Lebensmittelimitate auf. Und wie man den minderwertigen billigen Ersatz vermarktet, können wir aus der Geschichte der Butterersatzstoffe sehen.
Margarine: Zunächst erfunden, um für die französische Armee einen billigen, haltbaren, Butterersatz zu haben. Schmeckte angeblich grässlich, wurde aber immer mehr verfeinert, erst als billiger und guter Ersatz beworben (in den 60er Jahren war es die gute RAMA), dann kam man auf die Idee, Margarine als gesundheitsfördernd darzustellen und es gab die „Butterlüge“


Hört sich nach Verschwörungstheorie an, ist aber bei Licht besehen logisch. Auch ich hab anfangs geglaubt, dass da nur einige "Spinner", Vegieapostel, Tieraktivisten, medial hochgepuscht werden. Schließlich ist ja Sommerloch. Wieder mal eine Mediensau durchs Dorf treiben, das war mein erster Eindruck.
Warum gibt es Aktionen gegen Tierleder und Pelze? Sogar Wolle ist schon bäh, weil die armen Schafe beim Scheren gequält werden.
GESCHREDDERTE COLA-PLASTIK-FLASCHEN (Mikrofaser)SIND VIEL BILLIGER und es ist daran mehr zu verdienen


Gruß
meyer wie mueller
 
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Re: Lebensmittelimitate, Strategie der Industrie?

Beitragvon meyer wie mueller » Fr Aug 03, 2012 6:42

Hallo

noch mal nachgelegt.

Werden wir mit dem Veganer-Gefasel und den Anti-Tierhaltungs-Kampagnen auf Soylent Green vorbereitet?

Gruß
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Re: Lebensmittelimitate, Strategie der Industrie?

Beitragvon Nils Schmid » Fr Aug 03, 2012 8:10

Ich möchte darauf hinweisen das ein Soja-Tofu Würstchen auch ein landwirtschaftliches Produkt ist. An selbigen habe ich auch schon geknabbert. Ehrlich gesagt es schmeckt nicht so schlecht!

Aber, falls es hier viele Leser beruhigt, ich bevorzuge die tierischen Wurst- und Fleischprodukte. Am besten noch mit HQZ Baden-Württemberg!
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Re: Lebensmittelimitate, Strategie der Industrie?

Beitragvon scoutsman » Fr Aug 03, 2012 8:28

Wenn man sieht wie sich Konzerne wie Nestle' um die Vermarktung von Wasser bemühen, bzw. Brunnen, Quellen und Wasserreservoirs kaufen.
Ich denke so weit wie in "2022- die überleben wollen" (Soilent green) sind wir noch nicht, aber auf dem besten Weg dorthin. Sind ja nur noch 10 Jahre. :twisted: :twisted:
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Re: Lebensmittelimitate, Strategie der Industrie?

Beitragvon meyer wie mueller » Fr Aug 03, 2012 9:02

Hallo

Nils Schmid hat geschrieben: "Ich möchte darauf hinweisen das ein Soja-Tofu Würstchen auch ein landwirtschaftliches Produkt ist. An selbigen habe ich auch schon geknabbert. Ehrlich gesagt es schmeckt nicht so schlecht!" Da sieht man mal, was man alles durch Chemie und industrielle Bearbeitung machen kann.

Auch Analog-Käse, Fleischimitat, Kindermilch, Vegie-Würstchen, Tofu-Burger etc. basieren überwiegend auf landwirtschaftlichen Produkten. Ehrlicherwiese könnte man auch schreiben: "Enthält tote Lebewesen und Produkte von Lebewesen. Durch chemische und physikalische Verfahren prozessiert." Wundern würd mich das nicht, wenn dafür irgendwann, wie im Hundefutter, auch Klärschlamm mit verarbeitet wird. Der ist ja auch zum Teil bakterielles Eiweiß aus sorgfältig ausgewählten Quellen.

Gruß

Nachtrag: Von einer Bekannten, die in der Entwicklungsabteilung eines großen Nährmittelkonzerns arbeitete (Diplomierte Lebensmitteltechnologin) hab ich erfahren, dass es darum ging, mit immer noch billigeren Grundstoffen den selben sensorischen Eindruck des Markenprodukts beim Konsumenten zu hinterlassen. Zuerst wurde Fleisch nur mit Milcheiweiß gestreckt, dann angeblich inerte Kunststoffe zugefügt, die ein cremiges Gefühl in Magerprodukten erzeugen sollten. (bekannt ist, dass in Magerquark feine Polystyrolkügelchen enthalten sind) Diätbrot wurde mit feinem Fichtensägemehl gestreckt. Die Backmischung wurden dann als kalorienreduziert beworben. ...... Mittlerweile gibt es "Lebensmittel" die völlig nährstofffrei sein (nicht nur die Diätdrinks).
Vielleicht sollten die Foristen hier auch noch die Lebensmittelimitate reinschreiben, die sie kennen.
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Re: Lebensmittelimitate, Strategie der Industrie?

Beitragvon SHierling » Fr Aug 03, 2012 9:20

Was steckt im Valess Schnitzel?

60% Magermilch, Weizenmehl, pflanzliches Öl, Stabilisatoren: (Kaliumlactat und Natriumpolyphosphat), Sojaeiweißkonzentrat, Verdickungsmittel: (Calciumalginat und Methylcellulose), Hühnerei-Eiweiß, Aroma, Haferspelzfaser, modifizierte Weizenstärke, Hefe, Kochsalz, Dextrose, Kräuter, Gewürze, Eisen diphosphat, Vitamin B6


Salami-Genuss jetzt auch zum Selbstabschneiden vom ganzen Stück. Wheaty-Produkte sind generell gefrier-auftau-stabil.

Zutaten: Wasser, Weizeneiweiß* (29%), high-oleic Sonnenblumenöl*, Gewürze*, Hefeextrakt, Steinsalz, Verdickungsmittel Johannisbrotkernmehl*, Paprikaextrakt (* = aus kontrolliert biologischem Anbau)


Kassler-Alternative für vier Personen.Kassler-Alternative für vier Personen.

Langes MHD, ungekühlt lagerbar!

Zutaten: Wasser, pflanzliches Eiweiss (35%) (Weizen + Lupinen), Kokosfett, Gewürze, Hefeextrakt, Meersalz, Röstzwiebeln, Pistazien, Nadelholzrauch

Langes MHD, ungekühlt lagerbar!

Zutaten: Wasser, pflanzliches Eiweiss (35%) (Weizen + Lupinen), Kokosfett, Gewürze, Hefeextrakt, Meersalz, Röstzwiebeln, Pistazien, Nadelholzrauch


Alles schön und gut. Und je mehr wir davon essen, desto schneller landen wir bei Soylent Green.
Ich esse Fleisch, und ich weiß, warum.
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Re: Lebensmittelimitate, Strategie der Industrie?

Beitragvon Nils Schmid » Fr Aug 03, 2012 9:42

Man sollte jetzt nicht den Teufel an die Wand malen!

Nahrungsmittel werden schon seit geraumer Urzeit gewürzt und bearbeitet. Wer möchte den rohe Kartoffeln und ungewürztes Fleisch essen.
Wir haben strenge Lebensmittelkontrollen.
Niemand will Fäkalien als Bestandteil seiner Nahrungsmittel haben. Das könnte sich auch kein Unternehmen leisten, es wäre sofort bankrott.

meyer wie mueller hat geschrieben:Nachtrag: Von einer Bekannten, die in der Entwicklungsabteilung eines großen Nährmittelkonzerns arbeitete (Diplomierte Lebensmitteltechnologin) hab ich erfahren, dass es darum ging, mit immer noch billigeren Grundstoffen den selben sensorischen Eindruck des Markenprodukts beim Konsumenten zu hinterlassen. Zuerst wurde Fleisch nur mit Milcheiweiß gestreckt, dann angeblich inerte Kunststoffe zugefügt, die ein cremiges Gefühl in Magerprodukten erzeugen sollten. (bekannt ist, dass in Magerquark feine Polystyrolkügelchen enthalten sind) Diätbrot wurde mit feinem Fichtensägemehl gestreckt. Die Backmischung wurden dann als kalorienreduziert beworben. ...... Mittlerweile gibt es "Lebensmittel" die völlig nährstofffrei sein (nicht nur die Diätdrinks).
Vielleicht sollten die Foristen hier auch noch die Lebensmittelimitate reinschreiben, die sie kennen.


Auch ein Nachtrag von mir, du solltest damit anfangen, du hast Informationen!
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Re: Lebensmittelimitate, Strategie der Industrie?

Beitragvon xyxy » Fr Aug 03, 2012 9:46

ich glaub, es geht ihm um die grünen Kekse (solls ja um 2022 geben), ob das dann als landwirtschaftliches Produkt, bzw die Rohstoffe
landwirtschaftlichen Ursprungs sind, muss der EU-Agrarkommissar noch bis dahin mit dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag festlegen. :roll:
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Re: Lebensmittelimitate, Strategie der Industrie?

Beitragvon SHierling » Fr Aug 03, 2012 10:02

Nils Schmid hat geschrieben:Man sollte jetzt nicht den Teufel an die Wand malen!

Niemand will Fäkalien als Bestandteil seiner Nahrungsmittel haben. Das könnte sich auch kein Unternehmen leisten, es wäre sofort bankrott.



Herzchen, es geht nicht um WOLLEN, es geht um MÜSSEN. Bei einer rein pflanzlichen Ernährung, egal ob nun hochverarbeitet und gewürzt oder nicht, fehlt Dir die Rückführung ("tierischer Dünger"), und sowie die Mineraldünger mal alle sind (dauert nicht mehr lange), ist man auf die Nutzung von Klärschlamm (und btw auch Leichen) angewiesen.

http://www.zeit.de/1997/25/Essbares_aus_Klaerschlamm
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Re: Lebensmittelimitate, Strategie der Industrie?

Beitragvon meyer wie mueller » Fr Aug 03, 2012 10:21

Hallo

das Kernproblem an der ganzen Sache ist doch, dass die Industrie durch geschickte Lobbyarbeit, Marketing und Diffamierung (wie Milch ist gesundheitsschädlich, Butter macht Herzinfarkt, Nutztiere werden gequält, Eier sind dioxinverseucht und haben böses Cholesterin)) und Anpreisen vermeintlich "guter" Alternativen (Veganertum) und effizienter Medienpräsenz die echten landwitschaftlichen Produkte zu verdrängen versucht. Erst wenn der "Dreck der Bauern" prozessiert ist, schmeckt das Zeugs, ist gesund und hochwertig.

Da gibt es Kampagnen gegen Milch, gegen Schweinefleisch, gegen Eier aus Massentierhaltung und, Holla die Waldfee, die Industrie hat die Alternative. Die meisten erkennen gar nicht, dass da nicht ein paar Spinner gegen die Bauern polemisieren, sondern minderwertige Abfallprodukte promotet werden sollen.

- Das Schnitzel ohne Fleisch ist gut, weil ohne Tierquälerei
- Das Fertigpulver-Ei gesund, weil ohne Cholesterin (obwohl da ein Ei drin ist)
- Das "Magerquark-Produkt" ohne tierische Ausgangsstoffe
- Der Fertig-Pudding ohne Milch
- Kakaomilchgetränk im Automaten in der Schule ohne Kakao und ohne Milch
- .............
und all das lässt sich teurer verkaufen als das ursprüngliche Produkt (z.B. Kindermilch ist viel teurer als Kuhmilch)

Das ist die Zukunft und deshalb werden die ursprünglichen Lebensmittel schlecht gemacht.

Bauern sind nicht mehr gefragt. Wenn ein bäuerlicher Familienbetrieb pleite geht, ist das so wichtig, wie wenn ein Sack Reis in Hinterindien umfällt. Agarindustrie ist gewünscht.

Gruß

Schon jetzt ist ein Teil der Kinder so von den natürlichen Lebensmitteln entfremdet, dass sie sich vor Naturprodukten ekeln. (Zitat eines Diskutanten: Wenn Ihr selber mal ein Schwein schlachten müsstet, dann würdet Ihr nie wieder Fleisch essen)
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Re: Lebensmittelimitate, Strategie der Industrie?

Beitragvon meyer wie mueller » Fr Aug 03, 2012 10:29

Hallo
zum Querverweis von SHierling ein Zitat daraus: "......kamen japanische Chemiker aus Tokio auf die Idee, aus Klärschlamm Eßbares zu produzieren: Sie entwickelten aus dem natürlichsten aller Abfälle, aus Fäkalien, eine proteinreiche Kreation, die in Textur, Geruch und Geschmack dem Rindfleisch sehr ähnlich ist. Sogar ein Metzger hielt das Produkt für Fleisch. Kein Wunder, daß viele in den Vegetarismus getrieben werden, .........." Fehlschluß: Es werden die Leute nicht wegen der Tricksereinen der Industrie in den Vegatarismus getrieben, sondern die sogenannten Vegetarierprodukte sind die Ersatzprodukte der Industrie, die man vermarkten will.

Die "Vegetarierwelle" ist die gekonnte Verarschung der Bevölkerung mit der ihr die industriellen Ersatzprodukte untergeschoben werden sollen.

Gruß



Nachtrag zu Klarstellung:
Es geht nicht um die "böse Industrie". Die Industrie-Produzenten versuchen auch nur ganz legal Produkte zu entwickeln und zu vermarkten, mit denen sie ihren Gewinn optimieren können und Marktanteile gewinnen können. Und das macht die Industrie hochprofessionell nicht nur mit Werbung, sondern durch Lobbyarbeit und die Präsentation von Meinungsbildnern in den Medien.
Im Gegensatz dazu erscheint die Lobbyarbeit, die Imagepflege (Milch auf dem Acker mit dem Güllewagen versprühen), die Werbung (Kuh in Deutschlandfarben vor dem Stall) durch die landwirtschaftlichen Interessensvertreter höchst stümperhaft und plump (dumme Drecksbauern eben)
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Re: Lebensmittelimitate, Strategie der Industrie?

Beitragvon Nils Schmid » Fr Aug 03, 2012 13:24

SHierling hat geschrieben:Herzchen, es geht nicht um WOLLEN, es geht um MÜSSEN. Bei einer rein pflanzlichen Ernährung, egal ob nun hochverarbeitet und gewürzt oder nicht, fehlt Dir die Rückführung ("tierischer Dünger"), und sowie die Mineraldünger mal alle sind (dauert nicht mehr lange), ist man auf die Nutzung von Klärschlamm (und btw auch Leichen) angewiesen.


Dauert nicht mehr lange, wann sollte dieses Szenario eintreten, das wir auf die Nutzung von Leichen angewiesen sind? In 10, 20, 30 Jahren?

Ich danke im Voraus für eine Antwort.
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Re: Lebensmittelimitate, Strategie der Industrie?

Beitragvon SHierling » Fr Aug 03, 2012 13:45

Das kommt auf die Werte an, die man beim zukünftigen Verbrauch ansetzt, und welche Flächen man einbezieht. Schätzungen, die zB davon ausgehen, daß auch die Entwicklungsländer anfangen dürfen zu düngen, um überleben zu können, und miteinbeziehen, daß zB die Kadmiumbelasung der noch vorhandenen P-Reserven zgT über den verträglichen Grenzwerten liegen (womit die Nutzung unmöglich, aber mindestens teuer werden würde) fangen so bei 20, 30 Jahren an, und die Optimisten unter den Wissenschaftlern , die zugrundelegen, das "alles sowieso immer besser wird" rechnen mit 115 Jahren: also einen Baum kannst Du noch pflanzen, Kiefer oder Pappel vielleicht auch zwei, aber dann lohnt's nicht mehr.

Und wie gesagt: je mehr reiner Pflanzenbau in der Nahrung des Menschen landet, desto schneller geht's.
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Re: Lebensmittelimitate, Strategie der Industrie?

Beitragvon Nils Schmid » Fr Aug 03, 2012 14:01

Aha, :shock:
also wenn wir nicht schleunigst mehr tierische Nahrung zu uns nehmen müssen wir in 20, 30 oder 115 (da leb ich nimmer) Jahren menschliche Nahrung also sprich Leichen(teile) zu uns nehmen ?

Hab ich das so richtig verstanden?
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Re: Lebensmittelimitate, Strategie der Industrie?

Beitragvon SHierling » Fr Aug 03, 2012 14:29

Spricht überhaupt nichts dagegen, ist in der Rechnung oben ja schon drin.
Lagerstätten ohne Cadmium gibt es imho sowieso bloß noch eine weltweit.


Und eben: P (und alle anderen Nährstoffe!) aus Klärschlamm werden wir zwangsläufig nutzen müssen,
eben darum ging es oben ja. Das ist auch völlig unstrittig, bis auf den Zeitpunkt.

Aussuchen können wir uns bloß, ob wir dann gleich das "Fleisch aus Klärschlamm" nehmen,
oder doch wieder den "Umweg" über den Acker.
Zuletzt geändert von SHierling am Fr Aug 03, 2012 14:33, insgesamt 4-mal geändert.
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