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Machen wir die Landwirtschaft kaputt?

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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92 Beiträge • Seite 1 von 7 • 1, 2, 3, 4, 5 ... 7
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Machen wir die Landwirtschaft kaputt?

Beitragvon Blaubeere » Mo Sep 19, 2011 10:12

Ein provokativer Titel für eine, für mich wichtige, Überlegung.
Wenn man mal in den letzten Jahren die Medien verfolgt,
bin ich der Meinung, werden gezielt unsere kleineren Landbetriebe kaputt gemacht.
Fassen wir mal zusammen:
-BSE
-Schweinegrippe
-Vogelvirus
-Dioxin in den Eiern
um mal die tierischen Produkte zu nennen.
Dies Jahr fing es mit den pflanzlichen an, man nehme die Sprossen, aber erst waren es die Tomaten oder doch die Gurken?
In meinen Augen der Gipfel der Verleumdnung,
in denen namentlich deutsche Kleinbetriebe mundtot gemacht wurden und später
"Hupps, die waren es gar nicht".

Es ist doch wahnsinn, es ist wirklich fast jede Tierart bei gewesen,
es gab immer was Neues.
Ganz schlimm ja die Schweinegrippe, wo Menschen starben,
hat jemand mal verglichen, wieviele jährlich an der "normalen" Grippe sterben????
Und wer die verstorbenen sind? Zu 90 % chronisch Kranke oder sehr Alte.

Monate später, nachdem das Volk mit dem Boykott gegen diese Produkte reagiert haben,
die Erzeuger auf den Produkten sitzen blieben, wird alles dementiert.
Die Millionenteuren Impfungen werden nach Afrika verschachert, weil sie ablaufen und ich frag mich,
was die damit in Afrika wollen.

Man liefert die Schweine, die hier keiner will, nach Polen (hab ich selbst gesehen) und
darauf die Woche erzählt man im Fernsehen, wer kann, soll sein Fleisch in Polen kaufen,
weil da keine Erreger sind.
Bitte was?

Bevor ich mir hier weiter geistlose Beiträge durchlese,
wie böse unsere Bauern sind und der Staat muss was machen, drehe ich den Spieß um.
Der Staat macht unsere Landwirtschaft kaputt, die einzigen die profitieren sind doch die Großbetriebe,
die die Ausfälle während der Zeit verkraften und wenn dann wieder ganz viele Betriebe brachgehen umso besser für sie.
Und grade diese Großbetriebe sind es doch, die das machen, was ja keiner will "Massentierhaltung und konventionelle LAndwirtschaft".

Eure Meinungen interessieren mich!
Sehe ich das falsch?
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Re: Machen wir die Landwirtschaft kaputt?

Beitragvon SHierling » Mo Sep 19, 2011 10:21

Hast Du Dich für die Tante-Emma-Läden im Lebensmittelbereich auch so eingesetzt?
Oder bist Du gegen die Übernahme der (vorher schon großen!) Firmen im PKW-Bereich auf die Straße gegangen?
Kaufst Du Deine Hemden und Hosen beim Schneider oder bei C&A?
Kennst Du irgendeinen Betrieb, der keinen PC einsetzt sondern statt dessen noch Schreibkräfte beschäftigt?
Liest Du irgendein Buch, oder eine Zeitung, die noch per Hand gesetzt wurde?
Kennst Du irgendeinen Bereich in unserer Volkswirtschaft bei dem es keine Konzentration gibt?

Wenn nicht - warum erwartest Du dann von den Landwirten, daß sie sich gegen jede Marktwirtschaft verhalten und jeden technischen Fortschritt ablehnen?


Und was Dein ganzen "Seuchenzüge" und "Schadstoffe" angeht - hast Du Dir ein einziges Mal düe Mühe gemacht, zu gucken, wie und wo solche Sachen verbreitet waren , als es noch "Omas" Landwirtschaft gab?

Da Du DIch ja mit Hühnern beschäftigst - hier mal eine Übersicht:
http://bb01.de/modules.php?name=Content ... page&pid=4

Guck Dir mal die durchschnittlichen Verluste an und deren Ursachen: Möchstest Du wirklich wieder mit Pest, Cholera und Pocken leben? (Ok, als angehender Tierarzt ist das sicher einträglich, aber ich glaube nicht, daß "der Verbraucher" das genau so sieht ;-) )
Zuletzt geändert von SHierling am Mo Sep 19, 2011 10:37, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Machen wir die Landwirtschaft kaputt?

Beitragvon Blaubeere » Mo Sep 19, 2011 10:37

Ich glaube du hast mich falsch verstanden,

mir ging es nicht um den Fortschritt,
sondern um das was in den Medien verbreitet wurde.
Ich finde es wunderlich, dass plötzlich Krankheiten auftreten,
ein riesen Spektakel gemacht wird, es später dementiert wird und die Leidtragenden die Landwirte sind!

Das finde ich komisch!
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Re: Machen wir die Landwirtschaft kaputt?

Beitragvon SHierling » Mo Sep 19, 2011 10:39

Die Krankheiten treten nicht "plötzlich" auf, sondern im Gegenteil, sie haben erheblich abgenommen, und die wenigen Reste werden dafür in den Medien um so mehr gepusht.

Das die Medien (zusammen mit der Nachfrage des uninformierten Verbrauchers) die Landwirtschaft hierzulande schädigen, ist aber absolut richtig. Nur kannst Du dagegen halt kaum was unternehmen: was die Leute nachfragen (Bambi-Landwirtschaft) kann man nun mal nicht durchführen, und zwar _erst recht_ nicht "gesund für MEnsch und Umwelt".
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Re: Machen wir die Landwirtschaft kaputt?

Beitragvon Blaubeere » Mo Sep 19, 2011 10:45

Und das sehe ich auch vollkommen ein,
wie du schon einmal geschrieben hast,
entweder zetern sie und kaufen es doch billig oder sagen "sie zahlen lieber mehr" und sind Öko.
Öko ist aber auch nicht gleich öko.

Und dieses hochpushen in den Medien, grade wenn sie von etwas politischem ablenken wollen,
ist dermaßen viel geworden...
Mir war das eig jederzeit egal, ich hab trotzdem Huhn gegessen und Schwein.
Eier musste ich ja nicht kaufen, die hatten wir selbst.
Irgendwo muss doch die Kirche aber im Dorf bleiben :?:
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Re: Machen wir die Landwirtschaft kaputt?

Beitragvon jochen53 » Mo Sep 19, 2011 10:55

Ich denke durch Jammern und die Schuld immer nur bei den anderen suchen wird sich nichts ändern, ausser das man selber Depressionen oder einen Herzkasper kriegt. Seit Beginn der Globalisierung leben wir in einer Art Wirtschaftskrieg. Die Großen gegen die Kleinen, die Gierigen gegen die Vernünftigen. Jeder will einen möglichst großen Anteil am Kuchen.

Ich weiß wovon ich spreche. In meinem Hauptgeschäft sind wir vor gut 20 Jahren massiv von den Chinesen abgekupfert und durch deren subventionierte Dumpingpreise fast pleite gegangen, 60% Umsatzrückgang innerhalb von 2 Jahren. Das haben wir nicht durch Resignation überlebt, sondern indem wir unsere Stärken und die Schwächen der neuen Konkurrenz genau analysiert haben. Wir haben dann den Betrieb radikal verkleinert, feste Kosten gesenkt, auf höchste Qualität, kurze Lieferzeiten und Nischenprodukte gesetzt.

Heute geht es uns so gut wie nie zuvor und fast alle unsere Chinamänner sind pleite weil die keine Subventionen mehr kriegen.

Warum sollte sowas nicht auch in der Landwirtschaft möglich sein? Viele Probleme sind doch hausgemacht. Wie passt es zusammen wenn man den Preisverfall durch Überproduktion beklagt und gleichzeitig auf Kredit seine Kapazitäten erweitert? Manchmal ist weniger eben mehr. Wo steht in Stein gemeißelt das ein Betrieb ständig wachsen muß? Was nützen die ganzen Rationalisierungen uns Spezialisierungen wenn man dann nur noch ein einziges Produkt hat von dem man auf Gedeih und Verderb angewiesen ist?

Wer z.B. alles auf die Karte Schweinemast setzt muß sich nicht wundern wenn er durch Seuchen, egal ob real oder nur in den Medien, plötzlich vor dem Nichts steht und riesige Bankschulden an der Backe hat. Da hält sich mein Mitleid ehrlich gesagt in Grenzen. Ich halte es mit dem alten Gandhi, der sinngemäß sagte: Die Welt hat genug Ressourcen für die Bedürfnisse aller, aber nicht für die Gier weniger.
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Re: Machen wir die Landwirtschaft kaputt?

Beitragvon SHierling » Mo Sep 19, 2011 10:56

entweder zetern sie und kaufen es doch billig oder sagen "sie zahlen lieber mehr" und sind Öko.
Öko ist aber auch nicht gleich öko.

Vor allem ist das, was der Verbraucher sich unter "Öko" vorstellt, nicht das, was in der ökologischen Landwirtschaft möglich ist und produziert wird. Der überwiegende Teil der Verbraucher stellt sich unter "Öko" irgendetwas vor wie "keine Pestizide" oder "keinen ""künstlichen"" Dünger", oder "gesunde Freilandhaltung" auf "kleinen Betrieben" - und das sind halt alles Dinge, die es so oder so nicht gibt (und auch nicht geben kann).
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Re: Machen wir die Landwirtschaft kaputt?

Beitragvon Blaubeere » Mo Sep 19, 2011 11:14

@ SHierling
danke für den interessanten Link, der wird gleich mal ausgedruckt und ab in den Ordner, mal sehen,
wann das mal angesprochen wird an der Uni :D
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Re: Machen wir die Landwirtschaft kaputt?

Beitragvon automatix » Mo Sep 19, 2011 12:36

das sind die modernen Medien - da wird eine Sau mit viel Trara durchs Dorf getrieben und nach zwei Wochen sind alle Themen gegessen.
Wer redet heute noch über EHEC über die Schweinegrippe oder gar BSE? Niemand, weil man damit keine Quoten mehr macht und keine Zeitung mehr verkauft.
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Re: Machen wir die Landwirtschaft kaputt?

Beitragvon Moorfee » Mo Sep 19, 2011 13:05

automatix hat geschrieben:das sind die modernen Medien - da wird eine Sau mit viel Trara durchs Dorf getrieben und nach zwei Wochen sind alle Themen gegessen.
.

Hallo

Ich denke nicht, dass das die "modernen" Medien sind.
Das Spiel mit Angst und Grusel ist uralt und die Zeitungen springen eben da drauf, was gerade schockt.
Ähnlich wie Krimiautoren, die es plötzlich alle eine zeitlang auffällig mit Serienkindermördern haben und dann auffällig mit multiplen Persönlichkeiten etc.
Geschrieben wird auch da, was sich halt gut verkauft aktuell.

Ursächlich für das Problem ist m.E. schlicht das naturferne Leben der meisten heutzutage.
Wenn Seuchenzüge nichts allgegenwärtiges mehr sind, was jeder schon mal live erleben musste, wie früher...wenn auch jeder normale Umgang mit Tod und schwerer Krankheit weitgehend vermieden oder pervertiert wird, dann werden die was Besonderes und viel beängstigender.
Vor allem auch, weils ggf. ja eine "Naturgewalt" ist, der man auch mit modernen Mitteln nicht immer so leicht und zuverlässig beikommen kann.
Wie riskant das jeweils wirklich zu bewerten ist, können Normalbürger heute kaum sachlich und schlüssig für sich einschätzen, weil sie sich nie wirklich zwingend damit beschäftigen mussten und es hierzulande allen vergleichbar saugut geht.
Tote durch den Straßenverkehr/Unfallschwerpunkte oder Drogen werden kaum noch wahrgenommen, denn die sind was alltägliches geworden.
Dabei könnte es doch genauso groß durch die gesamtdeutsche Presse schreien, wenn die Mißachtung roter Ampeln oder der Vorfahrt dramatisch viele Leben kostet.
Es gibt ja auch keine öffentlichen Warnaufrufe des Bundesinstituts für Risikobewertung, sich nicht bei bekanntermaßen schweren Verkehrssündern auf den Beifahrersitz zu setzen..... :mrgreen:
Nicht auszudenken dagegen, wenn ein Lebensmittelproduzent schon zwei Todesfälle oder Gammelfleischverstöße verursacht hat.....
Meinen persönlichen Erfahrungen nach, sehen alte Leute der Weltkriegsgeneration, die noch hautnah aufs schrecklichste Typhus oder Cholera erleben mussten und z.B. Landwirte, die z.B. noch den letzten, echten Seuchenzug der MKS oder Rauschbrand beim Vieh durchgestanden haben, das alles viel gelassener, wenn sie mal wieder so eine reißerische Panikmache erreicht.Aber die werden nun mal nach und nach immer weniger jetzt.
Zuletzt geändert von Moorfee am Mo Sep 19, 2011 13:19, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Machen wir die Landwirtschaft kaputt?

Beitragvon jochen53 » Mo Sep 19, 2011 13:15

schimmel hat geschrieben:Jochen, Theorie und Realität prallen aufeinander oder? Es gibt nur eine Handvoll Lebensmittelnachfrager, die über die Qualitätsmerkmale und den Preis die Steuerung von Millionen von Menschen in der Hand haben. Es gibt Millionen von Menschen, die günstig und qualitätvoll einkaufen wollen, überall zu jeder Zeit. Warum meinst du ist dieses System wie es ist. Weil der Verbraucher nicht mehr als 13% seines Einkommens für Lebensmittel ausgeben will. Die Nischen sind besetzt, über die müssen wir nicht reden. Haste meinen thread übers Wasser gelesen? Wenn das Wasser aufgrund seiner Qualität 5€ pro Liter kosten muss, was würde wohl der Bürger sagen? Also, nicht gleich immer Wirtschaft und Landwirtschaft vergleichen, es geht nicht!

Wenn Du das sagst dann muß es ja stimmen. Weiterhin viel Spaß mit dem "Weiter so wie Opa es gemacht hat und nur nix Neues ausprobieren". Ich habe da jedenfalls eine andere Einstellung und ziehe mein Konzept durch. Selbst wenn es am Ende ein Fehlschlag wird, ich habe es jedenfalls versucht. Im Erfolgsfall treten dann die Neider und Klugscheißer auf den Plan, die ein Haar in der Suppe suchen.
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Re: Machen wir die Landwirtschaft kaputt?

Beitragvon Moorfee » Mo Sep 19, 2011 13:32

jochen53 hat geschrieben:Ich habe da jedenfalls eine andere Einstellung und ziehe mein Konzept durch. Selbst wenn es am Ende ein Fehlschlag wird, ich habe es jedenfalls versucht. Im Erfolgsfall treten dann die Neider und Klugscheißer auf den Plan, die ein Haar in der Suppe suchen.


Na, super und jedes erdenkliche Glück dazu!!!.....
Mach doch....meine Güte.....glaube kaum, dass es auch nur einen hier gibt, der Dir eventuell sich einstellenden Erfolg dann mißgönnt. :roll:
Nur diese unnötige Dauereigenwerbung....in wirklich jedem Thema.....das finde ich wirklich grenznarzistisch und "klugscheißerisch".Dazu noch die ständigen Unterstellungen, alle Anderen wären quasi doof und rückständig.....nur weil sie es sich tatsächlich erdreisten, durch andere Berufserfahrung die Dinge eben anders zu sehen.
Schade, denn wenn mans jeweils ausklammern könnte, kann man von Dir echt wertvolle und interessante Beiträge lesen.
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Re: Machen wir die Landwirtschaft kaputt?

Beitragvon northwind » Mo Sep 19, 2011 13:56

Haaaaallllooo... Jetzt gut oder?! Also wenn ich hier unsere "armen Landwirte" sehe, mit je 2 (staatl.geförderten-sprich auch mein Steuergeld) Biogasanlagen und 3 Solarfeldern, weiss ich nicht wie man Armut definiert. Jeder Unternehmer, denn das ist nun mal auch der Landwirt, muss sich dem Markt anpassen. Wir können nicht immer in dieser "so war das schon immer - Methode" weitermachen.
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Re: Machen wir die Landwirtschaft kaputt?

Beitragvon jochen53 » Mo Sep 19, 2011 14:05

schimmel hat geschrieben:Die Gesellschaft geht von einer Vollversorgung unter günstigen Kosten aus, das ist ein unausgesprochenes Dogma.


Mit solchen Pauschalierungen rennt man in eine Sackgasse. Wer ist denn "die Gesellschaft"? Eine homogene Masse aus 82 Mio Blödmännern deren Lebensinhalt darin besteht den armen Bauern ans Knie zu pinkeln? Nein, es ist eine extrem vielschichtige Mischung von Individuen deren Kaufkraft, Einstellung und Geschmack sich ständig ändert. Und genau deshalb gibt gibt es immer wieder neue Produkttrends und Marktnischen. Ein guter Kaufmann zeichnet sich dadurch aus das er diese Änderungen im Konsumverhalten frühzeitig erkennt und entsprechende Produkte oder Vermarktungskonzepte herausbringt.

Diese Kreativität geht aber langsam verloren wenn man ein Geschäft hat das praktisch von alleine läuft und sich mit der Zeit eine gewisse Betriebsblindheit ausbreitet. Wenn es dann zu einem plötzlich Umbruch im Konsumverhalten kommt fehlt es oftmals an der nötigen Flexibilität. Ein gutes Beispiel dafür sind die Schreibmaschinenhersteller als damals die ersten Computer aufkamen. Diesen völligen Marktzusammenbruch haben viele Hersteller überlebt weil sie kurzfristig auf auf die neue Technik umgestellt haben.

In der Landwirtschaft ist das etwas anders gelagert weil dort durch die Subventionen massenhaft unrentable Betriebe am Leben gehalten werden. Das ist politisch gewollt und ich will das auch nicht kritisieren. Nur würde ich mich als Landwirt nicht darauf verlassen dass es ewig so bleibt und schon mal vorsichtshalber einen Plan B austüfteln.
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Re: Machen wir die Landwirtschaft kaputt?

Beitragvon Blaubeere » Mo Sep 19, 2011 14:10

northwind hat geschrieben:Haaaaallllooo... Jetzt gut oder?! Also wenn ich hier unsere "armen Landwirte" sehe, mit je 2 (staatl.geförderten-sprich auch mein Steuergeld) Biogasanlagen und 3 Solarfeldern, weiss ich nicht wie man Armut definiert. Jeder Unternehmer, denn das ist nun mal auch der Landwirt, muss sich dem Markt anpassen. Wir können nicht immer in dieser "so war das schon immer - Methode" weitermachen.



Wenn aber wieder eine Krankheit erfunden wird und sie die Tiere nicht verkaufen können, hat das nichts mit "am markt anpassen" zu tun sondern ist in meinen Augen gezieltes kaputt machen
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