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Mais - 2026

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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Re: Mais - zeitlich unlimitiert

Beitragvon JulianL » Fr Mai 31, 2024 14:12

allgaier81 hat geschrieben:Welcher Drescher hat den Boden jetzt mehr verdichtet?


Natürlich trützdem der absolut schwerere.
Man muss schon sehr wenig Ahnung haben wenn man nur die Reifenbreite für die Auflagefläche hernimmt. Selbst die oft hergenommene Zwiebel spiegelt nicht ansatzweise das wieder was tatsächlich im Gesamtboden passiert. Die Last verteilt sich derart, dass 10t einfach immer mehr drücken als eine, fast egal wie breit der Reifen ist. Das ist doch alles nur ein Märchen der Reifen und Maschinenhersteller um ihre Produkte zur verkaufen und zu rechtfertigen.

Wenn es so wäre, dass der moderne Drescher den Boden weniger belasten würde, warum sind Probleme wie Bodenverdichtung dann erst in den letzen Jahrzehnten so richtig aufgekommen.

Und übrigens wenn ich mit meinen 70kg auf einem Bein auf Zehenspitzen im Acker stehe und annehme ich belaste 10cm2, dann komme ich auf ganze 70t/m2!
Absolut sind es aber nur 70kg und die jucken den Boden in 50cm tiefe kein bischen.

Bezüglich der Tragfähigkeit der obersten Schicht insbesondere bei Nässe stimmt es definitiv, dass die Last pro Fläche entscheidend ist, aber das was unter richtiger Bodenverdichtung zu verstehen ist, da spielt die absolute Belastung eine wesentlich größere Rolle. Da müsstest du selbst das Raupenfahrwerk noch vervielfachen um das auszugleichen.
JulianL
 
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Re: Mais - zeitlich unlimitiert

Beitragvon Höffti » Fr Mai 31, 2024 14:22

Und daher ist es umso wichtiger, die Tragfähigkeit der Böden durch absoluten Pflugverzicht signifikant zu erhöhen.

Um zum Thema zurück zu kommen.

Wie sehr hasst Mais eigentlich nasse Füße?
Kann der das gut ab oder eher nicht?
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Re: Mais - zeitlich unlimitiert

Beitragvon JulianL » Fr Mai 31, 2024 14:34

Höffti hat geschrieben:Und daher ist es umso wichtiger, die Tragfähigkeit der Böden durch absoluten Pflugverzicht signifikant zu erhöhen.

Wenn man den Boden egal wie nur 30cm tief bearbeitet beeinflusst das die Tragfähigkeit des Bodens in 50cm Tiefe und tiefer wenig bis gar nicht. Ich bin da eher bei einem möglichst lockeren Oberboden, der viel aufnimmt, viel Luft durchlässt, was insbesondere bei großer Nässe das A und O ist, und nach einem Regenereignis wie diesem so schnell wie möglich wieder abtrocknet und so auch in den obersten cm wieder tragfähig wird.

Wenn es zu nass ist, fährt man einfach nicht rein, erst recht nicht mit schwerem Gerät. Wenn man das beachtet, braucht man keine Wissenschaft aus der Bodenbearbeitung machen und ein Pflugverzicht käme bei mir allein schon zur Schädlingsbekämpfung niemals in Frage. Ich hatte das schonmal irgendwo geschrieben wenn mir mit meinen Kleintraktoren einer mit 10mal so schwerem Gerät etwas von Pflugverzicht und Bodenschonung erzählen will, kann ich nur lachen und den Kopf schütteln.

Wie sehr hasst Mais eigentlich nasse Füße?
Kann der das gut ab oder eher nicht?

Da ich regelmäßig Totalausfall beim Mais in den bekannten nassen Ecken der Äcker der Nachbarn sehe würde ich sagen Staunässe mag Mais wie fast jede andere Pflanze überhaupt nicht. 2-3 Tage mit stehendem Wasser tun sicher nicht gut.
JulianL
 
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Re: Mais - zeitlich unlimitiert

Beitragvon strokes » Fr Mai 31, 2024 15:03

JulianL hat geschrieben:
allgaier81 hat geschrieben:Welcher Drescher hat den Boden jetzt mehr verdichtet?




Wenn es so wäre, dass der moderne Drescher den Boden weniger belasten würde, warum sind Probleme wie Bodenverdichtung dann erst in den letzen Jahrzehnten so richtig aufgekommen.
.


Wie sieht es denn in den Böden Nordamerikas aus? Da wird im.Prinzip ja schon viel länger als hier mit noch schwererer Technik gearbeitet. Knicklenker und schwere Boliden schon seit den 70ern.
Dort wird aber auch lange schon pfluglos gearbeitet.
Je schwerer die Technik desto mehr Notwendigkeit zur Pfluglosen Bearbeitung würde ich sagen.
Bzw dort je weniger Niederschlag desto weniger Probleme mit Bodenverdichtung bei schwerem Gerät.
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Re: Mais - zeitlich unlimitiert

Beitragvon T5060 » Fr Mai 31, 2024 15:28

Den Kumpeln und Freunden des BIO Maisanbaus und des BIO Soya´s,
ich wünsche euch viel Spass beim Hacken, weil es wegen eurem Klimawandel so viel regnet.
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
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Re: Mais - zeitlich unlimitiert

Beitragvon Stoapfälzer » Fr Mai 31, 2024 16:08

allgaier81 hat geschrieben:Moin, ich habe letztes Jahr Maister Power verwendet, dieses Jahr Laudis Aspect.
Jeweils ca. 2/3 der Aufwandmenge und nur eine Behandlung.
Kurz vor Reihenschluss kommt dann auf einmal der schwarze Nachtschatten.

OK, ist ein Spätkeimer. Aber wir hatten schon etliche Tage mit >25°C. Warum kommt der Mist denn auch dieses Jahr wieder so spät. Eigentlich kenne ich das nicht als Problem.

Gibt es Herbizide mit Bodenwirkung auch gegen spät keimenden Nachtschatten oder ist dann immer eine zweite Maßnahme notwendig? Wenn ja, was?


Nachtschattenwirkung wird bei jedem Maisherbizid erwähnt. Ich denke mit der Aufwadmengenreduzierung hast du dir selbst die Antwort gegeben.
Nachtschatten haben wir auch auf einigen Feldern aber vom Herbizid her eigentlich gut im Griff, evtl schauen das man die Behandlung relativ spät durchführt (6 Blatt).
Alle reden übers Wetter,
aber keiner unternimmt was dagegen. ;-)

Zitat Karl Valentin
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Re: Mais - zeitlich unlimitiert

Beitragvon Wini » Fr Mai 31, 2024 18:32

Höffti hat geschrieben:Und daher ist es umso wichtiger, die Tragfähigkeit der Böden durch absoluten Pflugverzicht signifikant zu erhöhen.


Das ist doch absoluter Käse eines Pflug-Verweigerers, der hier verzapft wird.

In der letzten Ausgabe von PRAXISNAH ist folgendes zum Thema "Nässe und Strukutrschäden Herbst 2023 zu lesen:

Eine Hauptursache für die Verdichtung tieferer Bodenschichten (Krumenbasisverdichtung) ist die mechanische Belastung durch die Erntetechnik – Rodetechnik aber auch Mähdrescher. Krumenbasisverdichtungen sind jedoch nicht nur technischer Natur. Häufig haben wir es hier auch mit der sogenannten „inneren Erosion“ zu tun. Dies ist ein Verlagerung feiner Bodenpartikel, die den Wasserfluss weiter behindert. Man kennt dieses Phänomen auch von pseudovergleyten Boden. Diese Verdichtungen – in der Praxis oft auch fälschlicherweise als Pflugsohle benannt - sind mit herkömmlichen Methoden kaum rückgängig zu machen.

Maßnahmen gegen Bodenverdichtungen und der Verlagerung der Tonfraktion sind

Aufbau von Ton-Humus-Komplexen durch ausgewogene Kalkdüngung und Humusaufbau, was jedoch eine langfristige Strategie erfordert.
In akuten Fällen kann der Einsatz eines Tiefenlockerers helfen, Verdichtungen aufzubrechen, während der Pflug dazu genutzt werden kann, verlagertes Material an die Oberfläche zu bringen. Diese Maßnahmen sollten idealerweise vor dem Anbau tiefwurzelnder Pflanzen erfolgen, um die Bodenstruktur nachhaltig zu verbessern.
Bei Verlagerung der Tonfraktion jedoch sollte der Pflug in einen sehr tiefen Bearbeitungsgang unter geeigneten Bedingungen (nicht zu feucht) zum Einsatz kommen. Der Pflug ist das einzige Gerät, das verlagertes Material ganzflächig nach oben drehen kann.

Quelle:
https://www.praxisnah.de/index.cfm/article/11833.html

Vielleicht liest Du Dir den Artikel mal in aller Ruhe durch, bevor Du so unqualifiziert den Pflugeinsatz abwertest.

Ab morgen soll es hier hier übrigens 50-200 Liter regnen.
Da wird dann sehen, von welchem Maisacker wieder die Böden im nächsten Entwässerungsgraben landen.

Gruß
Wini
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Re: Mais - zeitlich unlimitiert

Beitragvon langholzbauer » Fr Mai 31, 2024 21:17

@strokes
Schau dir bitte mal die Gespanne richtig an!
Zum einen sind die starken schweren Knicklenker gern doppelt bereift und dürfen im Gegensatz zu Europa so auch auf Straßen fahren und zum anderen nehmen die Farmer bewusst Ertragsverluste in den Fahrspuren hin, die dank der großen Arbeitsbereiten seltener, aber dafür permanent genutzt werden. :wink:
Bauer aus Leidenschaft für Land und Wald...
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Re: Mais - zeitlich unlimitiert

Beitragvon strokes » Fr Mai 31, 2024 23:07

Ja das stimmt. Aber zB in den 70ern oder auch damals ältere Modelle sind/waren oftmals nur 1fach bereift, zB alte JD 7520 mit ca 200PS usw. Und damals auch nicht mit 15m Grubber+Kultivator, sondern mit Scheibeneggen mit 4m und ohne GPS. Und die Boliden waren damals typisch US schwer und robust gebaut.
Doppel-Bereifung ist bei Bodenbearbeitung weit verbreitet, aber vorallem Gemischt und Viehbetriebe nutzen die grossen Ackerschlepper gerne auch zum Maistransport oder Gülle ohne den doppelten Satz.
Das sind dann oft Standardschlepper in der 9to Klasse (Case Magnum, JD 8er) mit eher schmaler Bereifung dann... Und da wird Kreuz und quer gefahren
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Re: Mais - zeitlich unlimitiert

Beitragvon elchtestversagt » Sa Jun 01, 2024 7:02

Was viele "vergessen", auch die Düngung hat entscheidenden Einfluss auf die Bodenstruktur.
Kalk zum Beispiel, da hört man hier kaum was von. Oder eine hohe P-Versorgung erhöht die Filtrationswirkung eines Bodens enorm...
Wenn also die vergangenen zwanzig Jahre immer P unter Bedarf gedüngt wurde, dann fängt sich das irgendwann an zu "rächen". Dann kommen die einseitigen Fruchtfolgen, keine Zwischenfrüchte und schwere Maschinen dazu- voila, man hat das Problem.
Welches man dann versucht, mit noch mehr Technik zu "regeln". Ein Teufelskreis.
Wenn der Boden nass ist, soll man keine Bodenbearbeitung machen, basta. Egal ob Grubber oder Pflug.
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Re: Mais - zeitlich unlimitiert

Beitragvon Agrohero » Sa Jun 01, 2024 7:54

T5060 hat geschrieben:Den Kumpeln und Freunden des BIO Maisanbaus und des BIO Soya´s,
ich wünsche euch viel Spass beim Hacken, weil es wegen eurem Klimawandel so viel regnet.



Warum bist du so gehässig ?
Was sollen denn die Betriebe machen die Flächen in Naturschutzgebieten bewirtschaften , denen bleibt keine andere Möglichkeit!
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Re: Mais - zeitlich unlimitiert

Beitragvon mf13597 » So Jun 02, 2024 20:39

Hier im Badischen sieht man momentan alle Zustände am Mais. Der früh Mitte April gesäte schon an 30cm hoch, nebenan hin und wieder Felder von den üblichen Verdächtigen, wo teilweise noch nichtmal die Bodenbearbeitung gemacht wurde.
Wer in der ersten Maiwoche als es trocken war geschlafen hat, hatte seither keine Chance mehr, die Körner in den Boden zu bringen. Auf gekreiselten und zur Saat gerichteten Flächen steht das Wasser in Lachen, und sind fröhlich am Ergrünen durch Unkraut.
Die Anderen haben mit den kurzen Zeitfenstern und der Befahrbarkeit für Herbizidmaßnahmen zu kämpfen. Anfangs der Woche waren mal 2 Tage drin, seither wieder um die 50 Liter :regen:

Ersoffen ist auch schon manches in den bekannten nassen Ecken, wo das Wasser schon teils Wochen steht. Es bleibt spannend.

Gruß
Ehre die Scholle die dich ernährt!
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Re: Mais - zeitlich unlimitiert

Beitragvon Höffti » Mo Jun 03, 2024 6:35

Wir hatten hier in den letzten Tagen ordentliche Regenmenengen. Was denkt ihr? Ist der KAS aus der Reihendüngung dann recht schnell in tiefere Schichten verlagert? Ich hätte eigentlich die Güllegabe in den Bestand erst für Mitte bis Ende Juni geplant. Aber bevor der Mais das Hungern anfängt?
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Re: Mais - zeitlich unlimitiert

Beitragvon 240236 » Mo Jun 03, 2024 6:49

Höffti: Diese Güllegabe wirdst du so schnell nicht machen können, da für nächstes Wochenende schon wieder Regen gemeldet ist. Ich hätte auch noch ein paar Ecken, wo ich die Ackerwinde bekämpfen müsste. Mächte auch noch 80N über Gülle in den Bestand fahren.
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Re: Mais - zeitlich unlimitiert

Beitragvon JonnyD2250 » Mo Jun 03, 2024 7:10

Ich kann mich an ein Jahr erinnern, da gab es die gleiche Diskussion. Da hat es von Ende April bis Mitte Juni geregnet und dann kam die große Trockenheit. Muss so 10-15 Jahre her sein. Da gab es auch die Diskussionen, ob der N angesichts der hohen Niederschläge schon in tiefere Schichten ausgewaschen wurde.
Im Endeffekt ist der Mais dann auch was geworden ohne zusätzliche Düngung.
Alle, die Mitte April eigentlich viel zu früh gesät hatten, hatten schönen mais. Wo im Juni gesät wurde, war dann Totalausfall. Also würde ich Ruhe bewahren.
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