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Milchpreisvergleich

Fragen und Antworten rund um die Rindviehhaltung.
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon Nordhesse » Fr Mär 08, 2019 18:55

Ich finde ja viele Milchbauern machen sich zu viel Gedanken über den Preis- Man muss ihn kennen und man muss seine Kosten kennen. Daran scheitert es ja leider immer noch bei einigen. Ein erfolgreiche Milchbauer hier hat mir mal gesagt: Auf den Preis gucke ich so alle 18 Monate um festzustellen, ob ich noch bei der richtigen Molkerei bin.
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon Hosenträger » Fr Mär 08, 2019 19:00

Nordhesse hat geschrieben:Ich finde ja viele Milchbauern machen sich zu viel Gedanken über den Preis- Man muss ihn kennen und man muss seine Kosten kennen. Daran scheitert es ja leider immer noch bei einigen. Ein erfolgreiche Milchbauer hier hat mir mal gesagt: Auf den Preis gucke ich so alle 18 Monate um festzustellen, ob ich noch bei der richtigen Molkerei bin.

Da hat er aber daß verkehrte Verkaufsmodell! Man muß sich nur Alfa Laval ansehen, da heißt es wenn wir mehr verlangen könnten würden wir es tun! :shock: Da kostet ein Schwimmer der 2 Cent Materialkosten hat 70 Euro! :prost: Das sind Gewinnspannen!! :=
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon wastl90 » Sa Mär 09, 2019 8:58

Hosenträger hat geschrieben:
Nordhesse hat geschrieben:Ich finde ja viele Milchbauern machen sich zu viel Gedanken über den Preis- Man muss ihn kennen und man muss seine Kosten kennen. Daran scheitert es ja leider immer noch bei einigen. Ein erfolgreiche Milchbauer hier hat mir mal gesagt: Auf den Preis gucke ich so alle 18 Monate um festzustellen, ob ich noch bei der richtigen Molkerei bin.

Da hat er aber daß verkehrte Verkaufsmodell! Man muß sich nur Alfa Laval ansehen, da heißt es wenn wir mehr verlangen könnten würden wir es tun! :shock: Da kostet ein Schwimmer der 2 Cent Materialkosten hat 70 Euro! :prost: Das sind Gewinnspannen!! :=

Warum kaufst du dann nicht hochwertigere Schwimmer für 4 Cent und verkaufst die ganz gut für nur 50€ weiter? Wäre doch ein Top Geschäftsmodell und wenn du jeden Tag nur vier Schwimmer verkaufst hast du ausgesorgt?
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon Hosenträger » Sa Mär 09, 2019 10:05

Patentschutz! :x
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon marius » Mo Mär 11, 2019 17:50

Nordhesse hat geschrieben:Vor 15 Jahren hat ein Berater vom Niederrhein die im Nachhinein aus meiner Sicht sehr kluge Aussage getroffen: In der Milchviehhaltung gibt es 2 Trends. 120 Kühe mit 2 Robotern in der Familie oder 500 mit Karussell. Ich denke das war sehr weitsichtig. Und warum kann man denn nicht mal 20 Jahre den Betrieb mit den 120 Kühen so laufen lassen? Eigenkapital bilden usw. ?


Das war mal ein guter Berater mit Sachverstand mit dieser Aussage vor bereits 15 Jahren.

Nur hat er damals die Kosten bei den 120 Kühen mit 2 Roboter unterschätzt.
Die Kosten explodieren pro Liter Milch und bei dieser begrenzten Milchkuhzahl ist das bittere Ende somit vorprogrammiert.

Führt also am Karussell mit 500 Kühen kein Weg vorbei. Wobei ich selbst denen keinerlei Zukunftschance gebe.

Hier im Umkreis gibts nur 2 Milchviehbetriebe die wirklich eine Zukunft haben :

1 x 900 Kühe + Nachzucht und Biogas mit eigener Gülle. Kuhzahl wird in Kürze auf 1500 ausgedehnt.

1 Betrieb mit 1500 Kühe + Nachzucht und ebenfalls Biogas mit eigener Gülle.

Solche Betriebe erhalten ( laut Aussage des 900 Kuhbetriebs, den ich persönlich kenne ) allein 2,5 Cent brutto Zuschlag an Staffelpreis. Der mit 900 Kühen und 12 000 Herdenleistung liefert um die 10 Mio kg pro Jahr.
Allein der Staffelpreis brigt ihm 250 000 Euro mehr an Milchgeld ein, was den Familienbetrieben vorher abgezogen wird.
Bei 250 000 Euro pro Jahr allein an Staffelzuschlag, bzw Mengenbonus, dazu kauft er Betriebsmittel deutlich billiger ein da große Mengen.
Allein mit diesen Mehreinnahmen kann er fast seine gesamten Angestellten bezahlen.

Das sind Zukunftsbetriebe. Die heute klassischen 80 Kuh Familienbetriebe sind Auslaufbetriebe bzw nur noch Hobbybetriebe die relaistisch betrachtet im Vollerwerb langfristig keine Überlebenschance haben.

Denn die Kostenschraube beginnt sich jetzt erst so richtig zu drehen, und zwar nach oben....was den genannten Familienbetrieben das Wasser abgräbt.
Noch dazu sind Familienbetriebe auf kostenlose AK ( Opa, Ehefrau, Kinder ) angewiesen.
Auch das ist heute ein Auslaufmodell und nicht zukunftsfähig.
Zuletzt geändert von marius am Mo Mär 11, 2019 18:02, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon T5060 » Mo Mär 11, 2019 18:01

Im Osten machen die Betriebe mit 400 Kühe plus reihenweise dicht und Marius will uns das Gegenteil erzählen.
Der Zukunftsbetrieb hat zwischen 20 und 150 Kühen, weil er darauf achtet, dass Geld verdient wird,
nähere Hof-Feld-Entfernungen hat, billig seine Gülle los wird und vorhandenes Personal + Gebäude nutzt.
Eine Molkerei die Staffelpreise zahlen muss um auf Rohstoffseite konkurrenzfähig zu sein, hat eigentlich keine Zukunft mehr.

Erinnern wir uns : 1950 waren ALDI und LIDL kleine Tante-Emma-Läden, Karstadt und Kaufhof große Einzelhandelskonzerne....
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
[ :klee: Man muss nicht den Rechtsradikalismus bekämpfen, sondern die Blödheit von CDU, Grünen, SPD und FDP :klee: ]
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon marius » Mo Mär 11, 2019 18:03

Träum weiter....
Auch dich wird die Realität früher oder später einholen. 8)

Umso später, umso teurer wirds.
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon T5060 » Mo Mär 11, 2019 18:10

Nö ... denke an die Deutsche Bank und die kleine Raiffeisenbank um die Ecke ....

PS: Mir wurde gerade bei einem Regionalbauernverband "Sternenfair"-Milch zum Kaffee serviert.
Da soll mal einer sagen der BV wäre unflexibel und starr, da ist der BDM konservativer
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon Nordhesse » Mo Mär 11, 2019 18:51

Also mit Berufspessimisten ist auch schwierig diskutieren. Nach der Logik gibt es in Hessen in Zukunft keine Milchviehbetriebe mehr. Wir haben einen mit Mehr als 700 und 3 mit mehr als 500 Kühen. Insgesamt aber noch 1800 Betriebe
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon Fassi » Mo Mär 11, 2019 19:04

Marius vergisst halt auch gerne, dass Einkaufsrabatte nach Menge und nicht nach Betriebsgröße gehen (und ein Stück weit auch nach Verhandlungsgeschick des Käufers). Ich hab damals zB denselben dt- Preis für mein Schaffutter für 35 Schafe gezahlt wie der Schäfer mit 600 Schafen im Nachbardorf. Ab der Abnahme von einer Palette hat sich am dt- Preis nämlich nichts mehr geändert. Und man kann ja auch mit mehreren Betrieben gemeinsam bestellen, um Mengenrabatte zu bekommen. Da ist der angebliche Vorteil des Großen wieder hinfällig.

Gruß
http://www.youtube.com/watch?v=AMpZ0TGjbWE

https://youtu.be/Tmq8KHPxdrE
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon Nordhesse » Mo Mär 11, 2019 19:18

Bei Kuhzahlen über 200 gehen die Transportkosten für Futter und Gülle sehr stark nach oben. Da muß man schon sehr gut sein um das in den Festkosten wieder aufzufangen.
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon T5060 » Mo Mär 11, 2019 19:29

In 2017 wurde je Stunde in einem rationellen Milchviehbetrieb 7,50 € / Std. verdient.
Wer sehr gut war hat es auf 12 € geschafft und mit Mutterkühen war erst recht nichts zu verdienen.
Und der schuldige ist weder der BV noch die Molkerei, sondern einfach der deutsche Lebensmitteleinzelhandel,
der damit 100 ha große Läger auf unseren guten Äckern und die Expansion ins Ausland finanziert.

Der nur die Biobauern vor seinen Karren spannt, weil er so dem Verbraucher noch mehr Geld aus der Tasche zieht.

Der LEH hungert die Dörfer aus und vernichtet die Vielfalt der Natur. Aber keine Partei interessiert es.

https://www.ardmediathek.de/daserste/pl ... ertigt-ist
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon Grimli » Mo Mär 11, 2019 19:30

Theoretiker würden jetzt argumentieren das man nur eine Fläche von 1000 m Länge (1km) x 1200 m Breite brauchen würde um bei 3 GV/ha alles selbst versorgen zu können. Das wäre dann ein sogenannter Gunst Standort und da wandert die Milchproduktion zukünftig hin ! :lol:
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon wastl90 » Mi Mär 13, 2019 9:22

Hosenträger hat geschrieben:Patentschutz! :x

Dann biete einen Umbausatz an für 50€ der dich in der Herstellung 1€ kostet. Oder ganz anders gesagt - warum hattest du nicht selbst die Idee zum Patent?
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon wastl90 » Mi Mär 13, 2019 9:27

T5060 hat geschrieben:Im Osten machen die Betriebe mit 400 Kühe plus reihenweise dicht und Marius will uns das Gegenteil erzählen.
Der Zukunftsbetrieb hat zwischen 20 und 150 Kühen, weil er darauf achtet, dass Geld verdient wird,
nähere Hof-Feld-Entfernungen hat, billig seine Gülle los wird und vorhandenes Personal + Gebäude nutzt.
Eine Molkerei die Staffelpreise zahlen muss um auf Rohstoffseite konkurrenzfähig zu sein, hat eigentlich keine Zukunft mehr.

Erinnern wir uns : 1950 waren ALDI und LIDL kleine Tante-Emma-Läden, Karstadt und Kaufhof große Einzelhandelskonzerne....

Einmal ein Punkt in dem ich dir zustimme.

Die Konditionen ob mit 100Kühen oder 1.000 Kühen werden beim Einkauf sich nicht groß unterscheiden. In diesen Dimissionen wird dann das Zeug sowieso Paletten oder LKW mäßig bestellt. Auch die Kacke von 1.500 Kühen muss man selbst erst auf den eigenen Flächen hofnah ausbringen können bzw. überhaupt Fläche muss vorhanden sein. Desweiteren hat ein Betrieb mit 1.500 Kühen schnell 25-30 Mitarbeiter die jedes Monat ihr Geld wollen.
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