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Milchpreisvergleich

Fragen und Antworten rund um die Rindviehhaltung.
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon Einhorn64 » Sa Apr 17, 2021 7:36

DWEWT hat geschrieben:Hab heute gelesen, dass über 13 ct zur Kostendeckung bei der Milch fehlen. D.h., jede 10-Tsd-Liter-Kuh kostet im Jahr 1.300 €. Kann mir mal jemand sagen, warum da noch gemolken wird. Oder haben alle deutschen Milchbauern "besondere" Bedingungen? Übrigens, im Öko-Bereich fehlen sogar 16ct!

Zum einen sollte man bei der Quelle(Milchboard>BDM>ABL) sehr vorsichtig sein.
Die repräsentieren Betriebsleiter die sich nicht um die eigenen Kosten kümmern, sondern ihre ganze Energie für höhere Milchpreise einsetzen.
Die 16ct für Ökos passen doch, dann reichen doch bereits 8000kg Kühe um den gleichen Verlust einzufahren...
"Wer sich im Geschichtsunterricht gefragt hat, wie man in den 1930ern in kurzer Zeit so viel Hass säen konnte, der kann nun live zuschauen."
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon Lonar » Sa Apr 17, 2021 7:44

DWEWT hat geschrieben:Hab heute gelesen, dass über 13 ct zur Kostendeckung bei der Milch fehlen. D.h., jede 10-Tsd-Liter-Kuh kostet im Jahr 1.300 €. Kann mir mal jemand sagen, warum da noch gemolken wird. Oder haben alle deutschen Milchbauern "besondere" Bedingungen? Übrigens, im Öko-Bereich fehlen sogar 16ct!

Mancher hat halt ein Liter mehr pro Kuh und ein paar Stunden weniger Arbeit und die Gebäude baut man ja nun nicht für einen Tag.
Ist halt eine enge Sache, da muss man schon Arbeit auf hohem Niveau abliefern wenn man verdienen will.
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon meyenburg1975 » Sa Apr 17, 2021 9:12

So ist es. Deutlich überdurchschnittliche Produktionsleistungen zu günstigen Kosten. Fragt einfach nach der Zahlungsmoral zB bei Landhandel oder TA, dann weiß man was Sache ist.
Allerdings dürfte die Lücke wohl in der VKRechnung auftauchen, da kann man ja einiges hin- und herschieben, je nach Intention.

Der BDM kann sicher auch die Deckungslücke bei den deutschen Mutterkuhhaltern errechnen. :mrgreen:
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon T5060 » Sa Apr 17, 2021 11:41

Grundsätzlich gilt im laufenden Betrieb der Deckungsbeitrag, DB +/- ist Gewinn +/-.
Erst bei größeren Invests, Auf - oder Abstockungen rechnen wir weiter und betrachten Festkosten und die Arbeitssituation genauer.

Die Kennzahl "Gewinn" im inhaber . oder familiengeführten Einzelunternehmen umfasst auch die Verzinsung des Eigenkapitals, des Pachtansatz für den eigenen Boden und den Lohnansatz für die Arbeit der nicht entlohnten Familien-AK.

Generell gilt für die gesamte Wirtschaft, dass Unternehmen, die Teil einer Wertschöpfungs - und Lieferkette sind, in der große Systemführer (z.B. LEH, Auutofirmen) sind und die keine Alleinstellungsmerkmale haben,
immer einem starken Verdrängungswettbewerb wegen geringer Rentabilität ausgesetzt sind.

In Märkten mit geringem oder keinem Mengenwachstum reduzieren sich Produktionskapazitäten genau um die Zahl des biologischen und/oder technischen Fortschritts.

In der Landwirtschaft der nördlichen Halbkugel wird der letzte Grundsatz aber zukünftig durch die extrem schlechte Altersstruktur der praktischen Landwirte ausgehebelt.
Das ist auch der Grund weshalb alle Überlegungen der Politik durch größere Betriebe, dieses Mango aufzufangen, scheitern. Die Produktion wird alleine deshalb um rd. 30 - 40 % sinken.
Im Vergleich zu den letzten 50 Jahren werden in der Landwirtschaft keine großen Produktivitätsfortschritte mehr erzielt.

In Polen beginnt derzeit eine Generation vieler junger Landwirte, dieses Loch zu stopfen. Die sind aber in der Planung der Betriebsorganisation dem Deutschen um 40 Jahre zurück und mit dem Melken haben die es auch nicht so. Dort wird noch die Anzahl der Kühe an der Schaffenskraft der Ehefrau ausgelegt.
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon Einhorn64 » Sa Apr 17, 2021 11:41

meyenburg1975 hat geschrieben:S

Der BDM kann sicher auch die Deckungslücke bei den deutschen Mutterkuhhaltern errechnen. :mrgreen:

Dafür gibt es doch jetzt einen BVRM...
"Wer sich im Geschichtsunterricht gefragt hat, wie man in den 1930ern in kurzer Zeit so viel Hass säen konnte, der kann nun live zuschauen."
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon T5060 » Sa Apr 17, 2021 19:50

Einhorn64 hat geschrieben:
DWEWT hat geschrieben:Hab heute gelesen, dass über 13 ct zur Kostendeckung bei der Milch fehlen. D.h., jede 10-Tsd-Liter-Kuh kostet im Jahr 1.300 €. Kann mir mal jemand sagen, warum da noch gemolken wird. Oder haben alle deutschen Milchbauern "besondere" Bedingungen? Übrigens, im Öko-Bereich fehlen sogar 16ct!

Zum einen sollte man bei der Quelle(Milchboard>BDM>ABL) sehr vorsichtig sein.
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Die 16ct für Ökos passen doch, dann reichen doch bereits 8000kg Kühe um den gleichen Verlust einzufahren...


Also ich komme auf PLUS 6 € mehr Cash bei einer Milchkuh, wie bei einer Mutterkuh pro Tag.
Bei DMK halt entsprechend weniger. Wobei allerdings Stallneubauten und Pachten jenseits 200 € dann doch schon ordentlich den Betrag reduzieren.
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon Kajumm » Fr Mai 14, 2021 22:17

Unsere Molkerei legt sage und schreibe 2 Cent drauf. 34 Cent für den laufenden Monat
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon Bonifaz » Di Mai 18, 2021 7:19

KC, Heising/Allgäu stockte im April um 1 ct., auf 35,46 incl. oGT (Preis bei 4,0/3,4)
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon Lonar » Di Mai 18, 2021 12:00

Ammerland 35,5 April 36 Mai für weisse Milch
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon Paule1 » Do Mai 20, 2021 22:19

Ihr müßt den Milchpreis mal mit dem Hafermilch Preis vergleichen um zu merken was da läuft :klug:

Die Allgäuer Bergbauernmilch kostet selbst bei Zott in der Genusswelt 1,29 Euro der Sojatrink 2,39 Euro und die Hafermilk ähnlich viel soweit ich mich erinnern kann. :idea:
https://www.zott-genusswelt.de/

Wie kann es sein das Wasser teuer verkauft werden kann wie Milch :?: :?: :?:

Das ist ein Weltweiter Trent den die Milchbauern mit allem Tierwohl nur verlieren können :idea: https://www.google.com/search?client=fi ... drink+aldi

Veganer Milchersatz
Hafermilch-Produzent Oatly boomt und geht an die Börse

am Donnerstag, 20.05.2021 - 10:46 (Jetzt kommentieren)

Oatly geht heute (20.5.) in den USA an die Börse. Der schwedische Hersteller von Haferdrinks profitiert vom Rekordwachstum veganer und vegetarischer Ersatzprodukte: Er wird mit 10 Milliarden Dollar bewertet.

https://www.agrarheute.com/markt/milch/ ... rse-581531
„Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, daß er tun kann, was er will, sondern daß er nicht tun muß, was er nicht will. “
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon T5060 » Do Mai 20, 2021 23:01

Oatly hat ein Euro unter Ausgabekurs an der Nasdaq geschlossen.
Ich glaub die Amerikaner haben Angst, dass die Deppen den Pferden den Hafer wegsaufen.

Übrigens :

Bevor der Schälmüller aus Schälhafer Haferflocken herstellen kann, werden mehr als 20 % der Körner ausgesiebt,
weil das keine gescheite Haferflocke gibt. Nach dem Hafermilch kochen bleibt der Pressrückstand.

Sortierhafer als auch der Pressrückstand (etwas kann davon noch als Nahrungsmittel verbraucht werden)
müssten dann als Viehfutter verwendet werden oder als minderwertiges Material ins Biogas, ansonsten geht das in den Kompost.

Die Haferplörre steht übrigens bei ALDI und LIDL als Bio-Ware für 99 Cent im Regal,
aber kaufen tut die trotzdem keiner.

Wie wir wissen, gehören etwas mehr als 10 % dem chinesischen Staat. Schöne grüne Welt.

ALPRO ist bei Danone auch nicht der Bringer. Das Geld und Wachstum bringt bei Danone APTAMIL auf Molke und Kuhmilchbasis.
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon ReinerStoff » Mo Aug 09, 2021 10:29

So nachdem ich für Mai noch eine Preissteigerung von 0,5 ct unterschlagen habe, gibts jetzt für/ab Juli doch 1 ct mehr.

MVO Rückholz 37,5 ct (bei 4,0 und 3,4)
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon mau 67 » Mo Aug 16, 2021 18:34

Mau
braucht für seine 60 Katzen(ein Statussymbol,Kosten 12000 Euro jährlich)
täglich 20 l Vollmilch.
Um den Milchpreisanstieg zu bremsen,müssen die Kosten/Auflagen herunter.
Milch bei Aldi 80ct/l,teuer genug.
Die Spanne des Handels muß sinken.45ct-50ct für den Bauern.
Der Anbindestall (Winter) muß erhalten werden.
Die Milch wird gebraucht.Kleinere Kühe vielleicht.
Der Anbindestall ist im Winter (bei minus 25 -30 Grad) warm für die Kühe und Melker.
Der Mais in Nord-Schleswig-Holstein ist noch immer 3 Wochen zurück.zu kalt,vielleicht der Klimawandel /Golfstrom
Niebüll liegt auf der Höhe Südalaskas.
Die Maisernte ist nach Frost möglich.
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon julius » Mo Aug 16, 2021 20:07

DWEWT hat geschrieben:Hab heute gelesen, dass über 13 ct zur Kostendeckung bei der Milch fehlen. D.h., jede 10-Tsd-Liter-Kuh kostet im Jahr 1.300 €. Kann mir mal jemand sagen, warum da noch gemolken wird. Oder haben alle deutschen Milchbauern "besondere" Bedingungen? Übrigens, im Öko-Bereich fehlen sogar 16ct!


Das Problem ist doch das der Milchviehhalter der heute aufhört nicht mehr umbrechen kann. Da hatten die Milchviehhalter die vor Jahren aufgehört haben noch alles umgebrochen was möglich war.
Das war vieleicht keine schlechte Entscheidung wenn man damals ein paar Jahre früher mit den Kühen aufgehört hat.
Das sind schon mehr als 3000 Euro Preisvorteil vom ha was so ein Umbruchrecht kostet und wenn die hohen Getreidepreise, Rapspreise und Körnermaispreise hoch bleiben was schon passieren kann wird so ein Umbruchrecht bald 6000 Euro das ha kosten. Wenn man dann die Kühe verkauft und auf Ackerbau umstellen will wird das ein teurer Spaß da zahlt man dann horrende Summen, wenn man überhaupt Umbruchrechte findet.
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon Kartoffelbluete » Mo Aug 16, 2021 21:28

Was in meiner Region noch Grünland ist, kann nur als Grünland genutzt werden! Da würde es auch nichts helfen,
wenn das Grünlandumbruchverbot wieder aufgehoben würde.
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