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Mindestlohn: Linke linkt Merkel

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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Re: CSU pervertiert sich selbst

Beitragvon Kyoho » Do Jan 09, 2014 19:12

Die CSU fordert weitere Ausnahmen. Gut so, dass wenigstens einer aus der aktuellen Regierung dagegen hält und Flagge zeigt. http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/schwarz-roter-zoff-csu-will-mehr-ausnahmen-vom-mindestlohn-12738904.html

http://www.wirtschaftsmagazin-ostbrandenburg.de/html/3249-Ausnahmen_beim_Mindestlohn_notwendig
Zuletzt geändert von Kyoho am Do Jan 09, 2014 19:43, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: CSU pervertiert sich selbst

Beitragvon Kyoho » Do Jan 09, 2014 19:19

buntspecht hat geschrieben:Die bayrische Union führt in Ihrem Namen und Programm die Begriffe Christlich und Sozial. Jetzt pervertiert sie genau diese Grundsätze. Bevor nur eine Zeile zum Mindestlohn entworfen wird, möchte ein bayrischer Landesvater für Erntehelfer, Praktikanten und Rentner Ausnahmen mit aufgenommen wissen. Wo bitte schön bleibt hier der christliche und soziale Aspekt? Gerade bei Rentnern fehlt mir jedes Verständnis - genau die Mitarbeiter mit dem größten Erfahrungsschatz möchte man vom Mindestlohn ausgrenzen. Offenbar führt die bayrische Union die Begriffe Sozial und Christlich lediglich zur Volksverdummung, denn es ist weder sozial noch christlich zu nennen, einem Mitarbeiter zu wenig zum Leben in Aussicht zu stellen im Vertrauen auf die Allgemeinheit, die dann dieses "zu wenig zum Leben" aufstocken soll - meine Meinung.

Glücklicherweise gibt es auch in der CSU einen Arbeitnehmerflügel - der hier auf einem Konfrontationskurs zu des Parteichefs Meinung ist, was dann die hehren Ziele des Parteinamens und die Absichten des Landesvaters doch ein Wenig ins richtige (wohlgemerkt nicht rechte) Licht rücken.


Rentner sind ohne Erwerbsarbeit zunächst durch ihre Rente versorgt und wer sich was hinzu verdienen will oder muss, was zu begrüßen ist, der soll das tun. Einen Mindestlohn braucht es dazu nicht, vielen Rentner geht es um Beschäftigung und darum, mit ihrer freien Zeit was Sinnvolles anzufangen. Nicht um Leistungsdruck und Akkordarbeit. Ein Mindestlohn für Rentner bewirkt daher das Gegenteil, was er eigentlich soll, er verhindert Beschäftigung und fördert Altersarmut, weil für Kleinrentnern sonst die Jobs abhanden kommen.

Die sind dann im Vorteil, weil die keine Sozialversicherungsbeiträge mehr abführen müssen. Sind durch die Rente bereits bezahlt. Das ist eine entscheidende Gerechtigkeitslücke, Rentner haben dann mehr Netto vom Brutto. Wie will man das den "normalen" Mindestlöhnern klar machen? Wäre dieses Gesetz verfassungskonform?
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Re: Mindestlohn: Linke linkt Merkel

Beitragvon buntspecht » Do Jan 09, 2014 20:07

Kyoho hat geschrieben:Rentner sind ohne Erwerbsarbeit zunächst durch ihre Rente versorgt und wer sich was hinzu verdienen will oder muss, was zu begrüßen ist, der soll das tun. Einen Mindestlohn braucht es dazu nicht, vielen Rentner geht es um Beschäftigung und darum, mit ihrer freien Zeit was Sinnvolles anzufangen. Nicht um Leistungsdruck und Akkordarbeit. Ein Mindestlohn für Rentner bewirkt daher das Gegenteil, was er eigentlich soll, er verhindert Beschäftigung und fördert Altersarmut, weil für Kleinrentnern sonst die Jobs abhanden kommen.
http://www.wirtschaftsmagazin-ostbrandenburg.de/html/3249-Ausnahmen_beim_Mindestlohn_notwendig

Hallo Kyoho,

so so, Du vertrittst also die Meinung, dass es zu begrüßen ist, dass ein Rentner etwas hinzu verdienen muss. Und dass er dann zu Arbeitern, die von Ihrem Lohn, und nur von diesem, leben müssen, in Dumpinglohnkonkurrenz steht, findest Du also auch in Ordnung. Ich dagegen finde, dass wir jetzt mit der Bekämpfung der Altersarmut endlich den ersten Schritt machen werden, nämlich hin zum Mindestlohn und das hoffentlich in absehbarer Zeit ohne Ausnahmen (wenn ich schon "Ausnahme" höre, ein jeder möchte sie für sich in Anspruch nehmen, spricht nicht für eine Solidargemeinschaft). Den Arbeitgebern geht es ja offenbar in Teilen gelinde gesagt am A... vorbei, ob jemand im vierten Lebensabschnitt von Altersarmut wegen zu geringer Einzahlungen in das Rentensystem betroffen ist oder nicht, geschweige denn, ob jemand in seinem Arbeitsleben die Chance hat, für die Altersarmut vorzusorgen. Ganz im Gegenteil, es wird ja die Aufstockung favorisiert. Ist jetzt von mir ein wenig überspitzt formuliert, trifft aber des Pudels Kern.
Zu dem Artikel der Wirtschaftsjunioren Ostbrandenburg aus dem Wirtschaftsmagazin mag ich schon gar nichts sagen, außer ich gönne jeder Lobby ihre Meinung.


Du hast eben noch, während ich hier schrieb, den Link gegen dieses Zitat getauscht:
Kyoho hat geschrieben:
Die sind dann im Vorteil, weil die keine Sozialversicherungsbeiträge mehr abführen müssen. Sind durch die Rente bereits bezahlt. Das ist eine entscheidende Gerechtigkeitslücke, Rentner haben dann mehr Netto vom Brutto. Wie will man das den "normalen" Mindestlöhnern klar machen? Wäre dieses Gesetz verfassungskonform?

Ja und? Gerechtigkeit ist ein dehnbarer Begriff, siehe die Diskussion um den Mindestlohn. Lass es die Verfassungsrichter prüfen, darüber zerbreche ich mir nicht den Kopf :lol:

Im Übrigen, ich finde mich in Deiner Lebenseinstellung auf gar keinen Fall wieder und lebe sehr gut damit, unter dem Begriff "Gerechtigkeit" offenbar etwas anderes zu verstehen :wink:

Gruß
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Re: Mindestlohn: Linke linkt Merkel

Beitragvon Kyoho » Do Jan 09, 2014 20:32

Hallo Buntspecht, ich finde es richtig, dass ein Rentner was hinzuverdienen soll (nicht muss!), wenn er meint, mit seiner Rente nicht auskommen zu können. So wie ein normaler AN auch einen Minijob haben kann. Der Rentner kann natürlich auch einer Vollbeschäftigung nachgehen, wenn er dazu noch körperlich oder geistig in der Lage ist. Da das viele Rentner aber nicht mehr sind, ist es ihnen doch genehmer, für weniger Geld eine geringere Stundenleistung zu erbringen und daher auch ggf. unter 8,50 € zu arbeiten, um diese magische, rein wahlkampf-populistische Zahl hier mal zu nennen. Ich will zwar nicht generell behaupten, dass Rentner normalen AN die Jobs wegnehmen, weil sie z. B. weniger Abzüge haben und daher für den AG attriaktiver sind. Aber einem Rentner mit Ruhestandgehalt mute ich schon zu, dass er auch für weniger Geld arbeiten kann und nicht auf einen Mindestlohn angewiesen ist und Jobs machen kann, die für normale AN nicht so lukrativ sind. Am besten ist es, wenn sich ein Rentner als Unternehmer betätigt und für andere Jobs schafft, statt um sie zu konkurrieren. Diese Rentner waren aber meist schon vorher Unternehmer.
Du verstehst unter Gerechtigkeit in erster Linie Gleichheit, ich dagegen Leistungsgerechtigkeit. Wer das gleiche leistet, soll möglichst auch in etwa das Gleiche bekommen, wer mehr leistet soll entsprechend mehr erhalten und wer weniger entsprechend weniger und vertraue den Märkten, nicht politisch ausgerichteten marktbeeinflussenden Regelungen die dann wieder umgangen oder missbraucht werden können.
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Re: Mindestlohn: Linke linkt Merkel

Beitragvon angus25 » Do Jan 09, 2014 21:24

Kyoho hat geschrieben:Hallo Buntspecht, ich finde es richtig, dass ein Rentner was hinzuverdienen soll (nicht muss!), wenn er meint, mit seiner Rente nicht auskommen zu können. So wie ein normaler AN auch einen Minijob haben kann. Der Rentner kann natürlich auch einer Vollbeschäftigung nachgehen, wenn er dazu noch körperlich oder geistig in der Lage ist. Da das viele Rentner aber nicht mehr sind, ist es ihnen doch genehmer, für weniger Geld eine geringere Stundenleistung zu erbringen und daher auch ggf. unter 8,50 € zu arbeiten, um diese magische, rein wahlkampf-populistische Zahl hier mal zu nennen. Ich will zwar nicht generell behaupten, dass Rentner normalen AN die Jobs wegnehmen, weil sie z. B. weniger Abzüge haben und daher für den AG attriaktiver sind. Aber einem Rentner mit Ruhestandgehalt mute ich schon zu, dass er auch für weniger Geld arbeiten kann und nicht auf einen Mindestlohn angewiesen ist und Jobs machen kann, die für normale AN nicht so lukrativ sind. Am besten ist es, wenn sich ein Rentner als Unternehmer betätigt und für andere Jobs schafft, statt um sie zu konkurrieren. Diese Rentner waren aber meist schon vorher Unternehmer.
Du verstehst unter Gerechtigkeit in erster Linie Gleichheit, ich dagegen Leistungsgerechtigkeit. Wer das gleiche leistet, soll möglichst auch in etwa das Gleiche bekommen, wer mehr leistet soll entsprechend mehr erhalten und wer weniger entsprechend weniger und vertraue den Märkten, nicht politisch ausgerichteten marktbeeinflussenden Regelungen die dann wieder umgangen oder missbraucht werden können.


...dann wäre der Unternehmer dumm,wenn er einen Mindestlöhner einstellen würde.Der Rentner fährt billiger,bringt keine AU-bescheinigung wil keinen Urlaub usw. Mindestlohn ohne jede Ausnahme .
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Re: CSU pervertiert sich selbst

Beitragvon angus25 » Do Jan 09, 2014 21:30

buntspecht hat geschrieben:Die bayrische Union führt in Ihrem Namen und Programm die Begriffe Christlich und Sozial. Jetzt pervertiert sie genau diese Grundsätze. .


...Hallo Spechtla das hast aber falsch verstanden.

...C : Capital

...S: Society

...U :Union
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Re: Mindestlohn: Linke linkt Merkel

Beitragvon Kyoho » Fr Jan 10, 2014 8:17

Arbeit wird bald noch viel teuerer, Arbeitszeit reduzieren und Steuern rauf, so funktioniert rot-schwarze Arbeitspolitik. Am liebsten würde wohl Frau Schwesig die Arbeit ganz abschaffen.
http://www.gmx.net/themen/nachrichten/deutschland/38b0i6i-schwesig-32-stunden-woche-teils-steuern-zahlen#.focus.Arbeitszeit%20runter,%20Steuern%20rauf?.270.728
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Re: Mindestlohn: Linke linkt Merkel

Beitragvon Manfred » Fr Jan 10, 2014 9:08

Von einer sozialen Regierungsweise kann man überhaupt nur noch in Bayern und Sachsen sprechen, den beiden Bundesländern, die ihre Haushalte im Griff behalten.
Alle anderen steuern durch die Überschuldung immer tiefer in die soziale Katastrophe und Asozialität.
Das ach so rot-rot-grün-soziale Berlin z.B. wäre ohne die ständigen Milliardentransfers aus dem Süden längst auf den aktuellen Sozialleistungsniveau von Griechenland angekommen...
Und je tiefer ein Land in den Schuldensumpf gerät und je später es eine wirkliche Lösung angeht, desto stärker und länger werden die Bürger irgendwann dafür bezahlen müssen.
"The man who reads nothing at all is better educated than the man who reads nothing but newspapers." Thomas Jefferson
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Re: Mindestlohn: Linke linkt Merkel

Beitragvon Kyoho » Fr Jan 10, 2014 17:13

Die Kehrseite http://www.theeuropean.de/rainer-nahrendorf/7791-auswirkungen-des-mindestlohns-auf-minijobs
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Re: Mindestlohn: Linke linkt Merkel

Beitragvon buntspecht » Fr Jan 10, 2014 17:47

Kyoho hat geschrieben:Hallo Buntspecht, ich finde es richtig, dass ein Rentner was hinzuverdienen soll (nicht muss!), wenn er meint, mit seiner Rente nicht auskommen zu können. So wie ein normaler AN auch einen Minijob haben kann. Der Rentner kann natürlich auch einer Vollbeschäftigung nachgehen, wenn er dazu noch körperlich oder geistig in der Lage ist. Da das viele Rentner aber nicht mehr sind, ist es ihnen doch genehmer, für weniger Geld eine geringere Stundenleistung zu erbringen und daher auch ggf. unter 8,50 € zu arbeiten, um diese magische, rein wahlkampf-populistische Zahl hier mal zu nennen. Ich will zwar nicht generell behaupten, dass Rentner normalen AN die Jobs wegnehmen, weil sie z. B. weniger Abzüge haben und daher für den AG attriaktiver sind. Aber einem Rentner mit Ruhestandgehalt mute ich schon zu, dass er auch für weniger Geld arbeiten kann und nicht auf einen Mindestlohn angewiesen ist und Jobs machen kann, die für normale AN nicht so lukrativ sind. Am besten ist es, wenn sich ein Rentner als Unternehmer betätigt und für andere Jobs schafft, statt um sie zu konkurrieren. Diese Rentner waren aber meist schon vorher Unternehmer.
Du verstehst unter Gerechtigkeit in erster Linie Gleichheit, ich dagegen Leistungsgerechtigkeit. Wer das gleiche leistet, soll möglichst auch in etwa das Gleiche bekommen, wer mehr leistet soll entsprechend mehr erhalten und wer weniger entsprechend weniger und vertraue den Märkten, nicht politisch ausgerichteten marktbeeinflussenden Regelungen die dann wieder umgangen oder missbraucht werden können.

Hallo Kyoho,
wie erklärst Du dann einem Mitarbeiter, dass er in Konkurrenz zu vier Rentnern auf Zehnstundenbasis einfach betriebswirtschaftlich zu teuer kommt :?: Mit einem Lohnverzicht damit er seinen Arbeitsplatz sichert :?: Leistungsgerechtigkeit bedeutet, gleicher Lohn für gleiche Arbeit, oder nicht :?: Also ist unsere Diskussion hinfällig, da ja der Rentner mehr als 8,50 verdient, zumindest in einem solchermaßen tariflich beschriebenen Job.
Unter Gerechtigkeit verstehe ich nicht ein Entlohnungssystem nach dem Beispiel der DDR oder deren "Gleichheit der Menschen". Für mich bedeutet Gerechtigkeit z.B., dass ein Jeder, der in Dt. einem Vollzeitjob nachgeht auch davon ohne Aufstockung leben kann. Und das ist in meinen Augen mit einem Lohn von 5,46 Teuros nicht gerecht. Vor allem wenn man im Gegenzug den Lebensstandart des Chefs dagegen hält. Gerecht empfände ich z.B. auch, wenn endlich die einzelnen Gewerkschaften nach dem Vorbild eines uns wohlbekannten Landes im Norden zu einer Einheits- oder Gesamtgewerkschaft finden würden, nicht nur zu einem Dachverband wie dem DGB, bzw. nach dem Vorbild der Arbeitgeber hier. Dann bräuchten wir uns auch keine Gedanken über einen Mindestlohn zu machen.
Noch ein Gedanke zum Vertrauen in die Märkte. So lange die Märkte nicht von selbst funktionieren, und zwar im Sinne unserer Verfassung, so lange muss sich der Markt auch Einmischungen gefallen lassen, leider. Beispiele wären insbesondere die Unterstützung der Banken, die massive Stütze des Baubereichs (ansonsten hätten wir nur noch Bruchbuden und Luxuswohnheime), Steuererleichterungen für Betriebe ... Alles Leistungen, die von den jeweiligen Unternehmen gewollt sind. Es kann keinem Wähler vermittelt werden, dass er sich in den Markt nicht einmischen soll, andererseits der Markt nach den Staat ruft, wenn's brennt.
Apropos Gassigeher, wenn jemand seinem Hund nicht die entsprechende Bewegung selbst gönnen kann, sollte über ein anderes Statussymbol nachdenken :lol:

Hallo Angus,
jetzt begreife ich langsam das bayrische System :idea: Sozusagen die Kapitalistische Party Vereinigung :lol: Und KPV wäre doch auch ein griffiger Name :mrgreen:

Gruß vom Buntspecht
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Re: Mindestlohn: Linke linkt Merkel

Beitragvon ppaul » Fr Jan 10, 2014 18:27

Kyoho hat geschrieben:Arbeit wird bald noch viel teuerer, Arbeitszeit reduzieren und Steuern rauf, so funktioniert rot-schwarze Arbeitspolitik. Am liebsten würde wohl Frau Schwesig die Arbeit ganz abschaffen.
http://www.gmx.net/themen/nachrichten/deutschland/38b0i6i-schwesig-32-stunden-woche-teils-steuern-zahlen#.focus.Arbeitszeit%20runter,%20Steuern%20rauf?.270.728


deswegen in ich dafür, Arbeit an sich gar nicht mehr zu besteuern, sondern Konsum ganz stark (Lebensmittel, Unterkunf, Gesundheit und Internet mal ausgenommen)
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Re: Mindestlohn: Linke linkt Merkel

Beitragvon Kyoho » Di Jan 14, 2014 18:59

ppaul hat geschrieben:
Kyoho hat geschrieben:Arbeit wird bald noch viel teuerer, Arbeitszeit reduzieren und Steuern rauf, so funktioniert rot-schwarze Arbeitspolitik. Am liebsten würde wohl Frau Schwesig die Arbeit ganz abschaffen.
http://www.gmx.net/themen/nachrichten/deutschland/38b0i6i-schwesig-32-stunden-woche-teils-steuern-zahlen#.focus.Arbeitszeit%20runter,%20Steuern%20rauf?.270.728


deswegen in ich dafür, Arbeit an sich gar nicht mehr zu besteuern, sondern Konsum ganz stark (Lebensmittel, Unterkunf, Gesundheit und Internet mal ausgenommen)


Das trifft dann Leute ohne Einkommen (Rentner, Kinder, Studenten, Schüler, Arbeitslose, Mütter in Erziehungszeiten) besonders hart, die haben alle Konsumausgaben und leben nicht vom Brot allein. Schließlich ist es so, dass von Leuten, die arbeiten immer noch am meisten zu holen ist. Gerade Internet, Telefon und Elektronik sind in den letzten Jahren billiger geworden und können deswegen höher besteuert werden, warum soll man alle 3 Jahre einen neuen Fernseher kaufen und den alten auf den Müll schmeißen? Gleiches gilt fürs Handy.
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Re: Mindestlohn: Linke linkt Merkel

Beitragvon Kyoho » Di Jan 14, 2014 19:12

buntspecht hat geschrieben:
Kyoho hat geschrieben:Hallo Buntspecht, ich finde es richtig, dass ein Rentner was hinzuverdienen soll (nicht muss!), wenn er meint, mit seiner Rente nicht auskommen zu können. So wie ein normaler AN auch einen Minijob haben kann. Der Rentner kann natürlich auch einer Vollbeschäftigung nachgehen, wenn er dazu noch körperlich oder geistig in der Lage ist. Da das viele Rentner aber nicht mehr sind, ist es ihnen doch genehmer, für weniger Geld eine geringere Stundenleistung zu erbringen und daher auch ggf. unter 8,50 € zu arbeiten, um diese magische, rein wahlkampf-populistische Zahl hier mal zu nennen. Ich will zwar nicht generell behaupten, dass Rentner normalen AN die Jobs wegnehmen, weil sie z. B. weniger Abzüge haben und daher für den AG attriaktiver sind. Aber einem Rentner mit Ruhestandgehalt mute ich schon zu, dass er auch für weniger Geld arbeiten kann und nicht auf einen Mindestlohn angewiesen ist und Jobs machen kann, die für normale AN nicht so lukrativ sind. Am besten ist es, wenn sich ein Rentner als Unternehmer betätigt und für andere Jobs schafft, statt um sie zu konkurrieren. Diese Rentner waren aber meist schon vorher Unternehmer.
Du verstehst unter Gerechtigkeit in erster Linie Gleichheit, ich dagegen Leistungsgerechtigkeit. Wer das gleiche leistet, soll möglichst auch in etwa das Gleiche bekommen, wer mehr leistet soll entsprechend mehr erhalten und wer weniger entsprechend weniger und vertraue den Märkten, nicht politisch ausgerichteten marktbeeinflussenden Regelungen die dann wieder umgangen oder missbraucht werden können.

Hallo Kyoho,
wie erklärst Du dann einem Mitarbeiter, dass er in Konkurrenz zu vier Rentnern auf Zehnstundenbasis einfach betriebswirtschaftlich zu teuer kommt :?: Mit einem Lohnverzicht damit er seinen Arbeitsplatz sichert :?: Leistungsgerechtigkeit bedeutet, gleicher Lohn für gleiche Arbeit, oder nicht :?: Also ist unsere Diskussion hinfällig, da ja der Rentner mehr als 8,50 verdient, zumindest in einem solchermaßen tariflich beschriebenen Job.

Nun, wenn der Rentner 8,50 € oder mehr kriegt, ist das völlig ok, ich fordere keinen Lohnverzicht per se. Er soll den Lohn aber wegen seiner Leistung bekommen und nicht wegen einem Gesetz. Wer dazu leistungsmäßig nicht in der Lage ist, kann doch trotzdem arbeiten und eben weniger bekommen. Bei der Einführung des Mindestlohns bekommt er aber sonst gar keine Arbeit, weil er zu teuer kommt oder für weniger Geld und Abzüge eben schwarz arbeitet. Rentner haben in der Regel keinen Vollzeitjob und nehmen AN deswegen auch diese nicht unbedingt weg. Zudem gibt es genug Arbeit aber eben nicht immer zu 8,50€ und drüber. Es geht um Aushilfsjobs, Zweitjobs etc., da muss sich nicht überall der Staat einmischen, das können die Tarifparteien oder AN und AG auch gut mit sich selbst ausmachen. Angenommen, ein Zeitungsauträger wäre zu langsam und bekäme dann nicht mehr den Mindestlohn pro Stunde, sollte man ihn deswegen entlassen? Wenn er auf den Job und das Geld angewiesen ist, dann wäre es ein unangemessener Eingriff des Staates. Wenn er damit selbst nicht zufrieden ist, sollte er schleunigst den Job wechseln und nicht nach dem Staat rufen.
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Re: Mindestlohn: Linke linkt Merkel

Beitragvon hektik-elektrik » Di Jan 14, 2014 19:38

Wenn es keinen Mindestlohn gibt - oder Mindestlohn mit Ausnahmen - wird es immer einen geben, der versucht zu Dumpinglöhnen andere zu beschäftigen, die aufgrund ihrer Lage dazu gezwungen sind dies auch anzunehmen.

Bzw. wird es immer genügend "Dumme" geben, die für Hungerlöhne arbeiten werden.

Wird echt Zeit, das diese Ausbeuterei aufhört. Egal ob Landwirtschaft, Einzelhandel, Taxiunternehmen, Gastronomie.....
Es gibt keinen Fachkräftemangel.

Es gibt nur einen Mangel an Fachkräften,
die bereit sind sich ausbeuten zu lassen.
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Re: Mindestlohn: Linke linkt Merkel

Beitragvon buntspecht » Di Jan 14, 2014 19:45

Hallo Hektik-Elektrik,

ich stimme Dir zu.



Hallo Kyoho,

dann stellen wir künftig mehr Rentner statt der "verschlissenen EinEuroKräfte" ein, so können wir uns dann für drei bis vier Rentner einen regulären Arbeitsplatz sparen.

Übrigens finde ich es sehr erniedrigend, zur Deckung eines bescheidenen Lebensunterhalt einen Nebenjob brauchen zu müssen oder auf Ergänzung vom Staat angewiesen zu sein. Insofern sind in manchen Regionen 8,50 eh zu wenig.

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