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Missstände in der Jagd- und Forstpolitik

Hier ist nun auch ein Platz für Diskussionen rund ums Holz.

Moderator: Falke

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73 Beiträge • Seite 5 von 5 • 1, 2, 3, 4, 5
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Re: Missstände in der Jagd- und Forstpolitik

Beitragvon Fassi » Fr Okt 25, 2019 21:33

Teilweise schon. Aber halt auch, weil er in der Beziehung nicht aufgeklärt wird. Auch von den Förstern. Was soll ein Konzentratselektierer denn fressen, wenn es außer jungen Bäumen nichts anderes da ist. Deswegen schadet es nix, sich auch mal etwas mit der Wildbiologie zu beschäftigen.

Gruß
PS: Ehe es wieder mal losgeht, wir sind zum einen auch Waldbesitzer und zum anderen sehr aktiv in einem knapp 80ha großen Interessentenwald.
http://www.youtube.com/watch?v=AMpZ0TGjbWE

https://youtu.be/Tmq8KHPxdrE
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Re: Missstände in der Jagd- und Forstpolitik

Beitragvon Groaßraider » Fr Okt 25, 2019 22:06

Westerwälder hat geschrieben:Das Thema Jagd ist ein schönes Beispiel wo der Gesetzgeber den betroffenen Personen vor Ort maximale Freiheiten lässt ihren Kram selbst zu regeln. Sie können Verträge schließen, Abschussquoten vereinbaren, Jagdpächter aussuchen oder auch gar nicht verpachten und selbst jagen gehen. Sie können sogar einzelne Wildarten von der Jagd ausschließen und einzelne Flächen rausnehmen. Auch welche Schäden wann und wie zu begleichen sind, kann - dass allerdings in einem gewissen gesetzlichen Rahmen - im einzelnen festgelegt werden. Einzige Bedingung: Ein demokratischer Mehrheitsbeschluss der Eigentümer.

Das Ergebnis: Jeder fühlt sich im Recht oder im Unrecht wie es gerade passt und wenn es nicht klappt, dann muss Einer her der Schuld ist, und das ist logischerweise immer der Andere, man selbst weis es ja immer besser und wie es richtig ist. Ich hab sogar aufgrund der Texte das Gefühl, dass einige der aufgeregten Schreiber hier noch nie eine Versammlung der Jagdgenossenschaft besucht haben, geschweige sich denn für den Vorstand wählen lassen wollen und tatsächlich Verantwortung übernehmen wollen.

Anstatt Euch hier im anonymen Forum aufzuregen wäre die Energie in der örtlichen Jagdgenossenschaft wesentlich zielführender angebracht. Natürlich wird es auf Kompromisse rauslaufen weil da nicht nur immer einer sein Recht bekommt.

Demokratie im echten Leben ist schwierig und nur auf Politiker und die "faulen" Jäger schimpfen wird der Sachlage Jagd nicht gerecht. Da sind die handelnden Akteure vor Ort gefragt. Alle zusammen.

Westerwälder


Du triffst es auf den Punkt. Sehr guter Beitrag.

@Fassi, auch dir geb ich recht das das Wild in einer Fichtenmonokultur Plantage keine andere Wahl hat,
es kann nur mit einem artenreichen, altersversetzen luftigen Mischwald in die Zukunft gehen....
Gruß R. M.
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Re: Missstände in der Jagd- und Forstpolitik

Beitragvon Kormoran2 » Sa Okt 26, 2019 0:28

Wenn es so wäre, dass außer gepflanzten Kulturen weit und breit nichts zu fressen ist, stimme ich überein. Selbst schuld ist solcher Waldbesitzer. In unserem Revier haben wir aber 14 Wildäcker. Flächen, die dem Jagdpächter überlassen wurden, damit er sort seine speziellen Saaten ausbringen kann, die das Wild im Winter bei Nahrungsknappheit anlocken.
So weit so gut.
Endeffekt ist, dass unser Jäger noch fauler geworden ist. Niemals ist er auf der Pirsch sondern verbringt seine wenigen Stunden, die er übrig hat, grundsätzlich auf einem seiner vielen Ansitze, meistens eben genau an einem Wildacker. Dort sitzt er ein paar Stunden, schießt etwas oder fährt unverrichteter Dinge wieder nach Hause.

Der Verbißschaden an Kulturen ist überhaupt nicht mehr bezifferbar. Aber ist er trotz oder wegen des Verhaltens des Jägers entstanden? Einen besseren Jäger finden? Kannste vergessen.
Wir wissen, sie lügen. Sie wissen, sie lügen. Sie wissen, dass wir wissen, sie lügen. Wir wissen, dass sie wissen, dass wir wissen, sie lügen. Und trotzdem lügen sie weiter. (Alexander Solschenizyn, zitiert von Peter Hahne)
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Re: Missstände in der Jagd- und Forstpolitik

Beitragvon harley2001 » Sa Okt 26, 2019 6:23

Kormoran, die Pirsch heißt nicht umsonst die Königin der Jagd. Wer sie nicht beherrscht, wird dabei keine Erfolge erzielen. Im Gegenteil, das Wild wird heimischer und der Verbiss nimmt zu. Häufiges Ansitzen, an den selben Ständen, hat nen ähnlichen Effekt. :wink: Nixdestotrotz hat der Ansitz schon die meisten Vorteile.
Ich mag verdammen was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst.
Voltaire
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Re: Missstände in der Jagd- und Forstpolitik

Beitragvon Agroplus320 » Sa Okt 26, 2019 7:26

Jagd geht auch anders.
Siehe Artikel.
Doch diese Jäger sind selten.
Dateianhänge
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Re: Missstände in der Jagd- und Forstpolitik

Beitragvon Westerwälder » Sa Okt 26, 2019 9:19

Netter Artikel der zeigt das man es auch anders machen kann wenn man mit dem Jagdpächter unzufrieden ist. Das muss man nur wollen und umsetzten. Die Umsetzung ist in einer Eigenjagd sicher einfacher zu realisieren als in einer Gemeinschaftsjagd, aber geht auch da. Nur muss sich dann der Vorstand halt kümmern.

Zwei Punkte im Artikel sind mir dennoch aufgefallen:
a) 38 Stück Rehwild/100 ha sind für meine Verhältnisse schon enorm hoch. Aber wenn da vorher keine Kitze geschossen wurden..... (hab noch letzte Woche einer Ricke ihre 2 weiblichen Kitze weggeschossen, leider war die Ricke dann weg....bin bisher davon ausgegangen das dies normales Jaegerhandwerk ist)

b) zur Aussage „schon 2 Jahre praktisch keine Schwarzwildschaeden mehr....“
Da musste ich beim lesen ehrlich gesagt etwas schmunzeln, so hab ich mich auch schon mal über mein Revier geäußert, die Strafe kam dann prompt im 3. Jahr.....2 starke Rotten von irgendwoher hatten sich in den riesigen Maisschlaegen eingenistet, Mais Stand bis an den Waldrand....wir haben es einfach nicht geschafft.

Aber grundsätzlich sicher eine gute Alternative wenn das so gewollt ist.

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Re: Missstände in der Jagd- und Forstpolitik

Beitragvon sml » Sa Okt 26, 2019 10:12

Wenn in dem Revier knapp 100 Stück Rehe pro Jahr geschossen werden, dann ist in der Vergangenheit was Schiefgelaufen!
Nicht nur in diesem sondern auch in den umliegenden Revieren.

Es gibt Faustzahlen für durchschnittliche Wilddichten je 100 Hektar Waldfläche: Rotwild zwei bis vier Stück, Damwild drei bis sechs Stück, Muffelwild zwei bis vier Stück und Rehwild vier bis acht Stück im Wald, bis 12 Stück bei Feldrehen.

(Quelle: https://djz.de/optimale-wilddichten-749/)
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Re: Missstände in der Jagd- und Forstpolitik

Beitragvon Agroplus320 » Mo Okt 28, 2019 20:52

https://www.hunting4future.org/

Vielleicht ist das ein Ansatz
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Re: Missstände in der Jagd- und Forstpolitik

Beitragvon DWEWT » Mo Okt 28, 2019 21:17

Agroplus320 hat geschrieben:https://www.hunting4future.org/

Vielleicht ist das ein Ansatz


Was ist denn ein "angepasster Schalenwildbestand". Solange noch reichlich Wild im Wald ist, ist das Verlangen des Wolfes nach Nutztieren noch relativ gering. Meine Nutztiere sind mir näher als der Wald!
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Re: Missstände in der Jagd- und Forstpolitik

Beitragvon stamo++ » Mo Okt 28, 2019 21:29

Der Wolf ist ein schlauer Hund. Bevor er durch den Wald zieht und Rehe der Hobbyholzer jagd, frisst er Weidetiere und streunende Katzen. Ist nämlich viel einfacher.
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Re: Missstände in der Jagd- und Forstpolitik

Beitragvon Agroplus320 » Di Okt 29, 2019 17:39

DWEWT hat geschrieben:
Agroplus320 hat geschrieben:https://www.hunting4future.org/

Vielleicht ist das ein Ansatz


Was ist denn ein "angepasster Schalenwildbestand". Solange noch reichlich Wild im Wald ist, ist das Verlangen des Wolfes nach Nutztieren noch relativ gering. Meine Nutztiere sind mir näher als der Wald!


Angepasste Schalenwild Bestände haben diese Reviere die im Vegetationsgutachten mit grün gekennzeichnet sind.
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Re: Missstände in der Jagd- und Forstpolitik

Beitragvon otchum » Di Okt 29, 2019 17:44

stamo++ hat geschrieben:Der Wolf ist ein schlauer Hund. Bevor er durch den Wald zieht und Rehe der Hobbyholzer jagd, frisst er Weidetiere und streunende Katzen. Ist nämlich viel einfacher.


Ausser er ist auf der Jagd...dann jagt er....! :D
Das Leben der Eltern ist das Buch in dem die Kinder lesen...! :klug:
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Re: Missstände in der Jagd- und Forstpolitik

Beitragvon Hauptmann » Di Okt 29, 2019 18:49

Kormoran2 hat geschrieben:In unserer Region gibt es längst keine Abschußpläne mehr. Man hat erkannt, dass die Bestandsschätzungen teilweise völlig daneben lagen.
Als einziger Maßstab für einen zu hohen Wildbestand gilt die sichtbare Verbißrate. Ist die zu hoch, ist offensichtlich der Wildbestand zu hoch.


Allerdings ist das nicht immer der Optimale Indikator. Wenn junge Tannen komplett gefressen werden, gibt es laut Definition keinen Verbiss.
Verbiss wäre, wenn eine Tanne >20cm angeknabbert wurde. Keine Tanne ist gleich kein Verbiss. ;-)
Deutschland ist durchgeknallt.
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