Das da was wächst glaub ich gerne hast auf das Jahr gerechnet 3,5GV pro ha.... in den 3,5 Monaten sind’s 14 GV /ha da wirst mit der Düngerbilanz Probleme bekommen....
das mit dem Bilder hochladen bekomme ich leider nicht hin (Datei zu groß). Ich habe mich in meinem ersten Beitrag leider nicht präzise genug ausgedrückt. Es geht um 10 Rinder D.h. 4 Kühe, 2 Jungbullen, 1 Kalb. 3 Jungrinder stehen auf einer anderen Weide. D.h. derzeit habe ich auf der 0.7 ha Weide 5,1 GVE. Das ergibt im Jahresmittel ca. 2 GVE/ha auf dieser Fläche. Wenn ich dann pro Jahr noch sechs Streuer (8t) aus dem Unterstand (in dem sich auch die Tränke befindet) abfahre findet meiner Meinung nach keine Überdüngung statt. Da wir unseren Bestand aber noch erweitern möchten, ist geplant in trockenen Perioden im Winter auch umliegende Weiden zur Fütterung zu nutzen. Auf diesen Weiden soll dann im Windgeschützten Bereich einfach eine Strohmatte aufgeschüttet werden. Auf eine Weide mit Unterstand können wir leider nicht verzichten, da es vorkommt, dass im Winter auch mal ein Kalb kommt. Außerdem ist bei solchen Niederschlägen wie zur Zeit nicht möglich, ohne Dach eine trockene Liegefläche zu schaffen.
@ Danilo, musst dich jetzt nicht rechtfertigen mir ist das wurst.... wollte nur drauf hinweisen das da was wachsen muss wird ja intensiv gedacht gedüngt.
Gibt es neue Erfahrungen mit der ganzjährigen Weidehaltung? Dieses Jahr müsste es doch ganz gut klappen wegen der Trockenheit gibt es doch bis jetzt keine Trittschäden. Wie sieht es mit dem Trampelmulch aus macht das einer? Mfg
Trockenheit ist für Raufenfütterung natürlich optimal. Dann gibt es nur geringe Trittschäden rund um die Raufen. Nennenswerter Trampelmulch war hier dieses Jahr wegen der extremen Futterknappheit leider nicht möglich. Die bisherigen Versuchsflächen brachten auch dieses Jahr den mit Abstand höchsten Futterertrag auf der Weide. Dieses Ergebnis ist zwar nur bedingt vergleichbar, weil diese Flächen am Talboden liegen und damit eine bessere Wasserversorgung haben als die Hangflächen, der Ertrag war aber auch merklich besser als auf den Vergleichsflächen an der gegenüberliegenden Bachseite. Die bessere Bodenbedeckung und die bessere Durchwurzelung machen sich bezahlt.
"The man who reads nothing at all is better educated than the man who reads nothing but newspapers." Thomas Jefferson
Ich mache das ganze jetzt ein paar Jahre, davor schon lange mit (robust) Pferden. Das funktioniert wesentlich besser. In diesem Jahr waren großteile meiner Winterweiden ein Totalausfall, normalerweise sind sie mindestens so produktiv wie die feuchteren Flächen, so dass ich mit 15 Rundballen im ersten Schnitt rechnen kann, dieses Jahr 5 und seitdem nur ein minimaler Weideaufwuchs (Umtrieb). Die Futterknappheit hat auch hier extrem zugeschlagen! Normalerweise füttere ich Rundballen, zweiter/dritter Schnitt an die Kühe und konnte damit im letzten Winter Tageszunahmen bei den Absetzern über 1000g erreichen, bei ganzjähriger Freilandhaltung. Dieses Jahr nicht.
Krankheiten hatte ich nicht. Einen Vergleich zur Stallhaltung habe ich nur eingeschränkt: Meine weiblichen Mastrinder stehen im zweiten Winter im Offenstall auf Tiefstreu. In diesem Jahr bleiben sie aber auch möglichst lange draußen und werden mit Maissilage, Stroh und etwas Schrot zurechtkommen müssen. Zusätzlich weide ich bei Nachbarbetrieben noch nach. Mal sehen, ob und wie ich das in Raufen vorlege, technik dafür habe ich noch nicht. Ich dachte an einen Futterverteilwagen. Würdet ihr die Komponenten mischen oder Stroh ad lib?
Moin steht bei euch die Futterraufe und die Tränke im Unterstand oder frei auf der Weide.? Wie macht ihr das mit dem Absetzen wenn ihr die weiblichen Absetzen behalten wollt dann brauch man doch Möglichkeiten die Tiere zu trennen. MfG
Ich dachte an einen Futterverteilwagen. Würdet ihr die Komponenten mischen oder Stroh ad lib?[/quote]
In jedem Fall das Futter mischen. Stroh steht, auch bei guter Qualität, bei Rindern nicht ganz oben auf der Futterliste. Wichtig ist auch, dass die Rinder das Futter nicht selektieren können. Deshalb dürfte ein Fumi-Wagen angeraten sein. Je nach Struktur des Ausgangssubstrates, müssen die Komponenten evtl. noch geschnitten werden. Günstig wäre natürlich, wenn das Stroh schon beim Pressen max. geschnitten wurde. Eine Länge von 4 bis 6 cm ist ideal.
Das Gerstenstroh ist nur teilweise geschnitten, ich könnte mir evtl einen Teagle Tomahawk zum zerkleinern organisieren. Das dauert leider extrem lang... Bei Futtermischwagen bin ich absoluter neuling, wie gesagt füttere ich sonst nur Rundballen aus Raufen. Ist ein Horizontalmischer ebenso geeignet wie ein Schneckenmischer? Wenn dann wird es eh auf einen Gebrauchtkauf und anschließenden Weiterverkauf hinauslaufen, das mit der Mischration wird eine einjährige Sache. Erstmal habe ich jetzt noch Nachweide beim Nachbarn dazubekommen. Hat jemand Erfahrung mit Holzkrippen? https://www.averde.de/troge-raufen-krip ... rippe.html
@2250 Hi, ich füttere die Siloballen auf der Fläche wie oben schon mal beschrieben. D.h. jeder Ballen wird an einer anderen Stelle gefressen. Trotz des sehr nassen Winters sind die matschigen stellen ohne Nachsaat vor der großen Dürre wieder zugewachsen. Wenn ich weibliche Absetzer behalte tue ich die einfach auf eine kleinere Weide mit Unterstand, wo das Heu in der Hütte vorgelegt wird (waren bis jetzt immer nur zwei Absetzer). Da die Winterweiden nahe zusammen liegen, kann das im vorbeilaufen erledigt werden. Die Tränke erfolgt in beiden Fällen mit unisolierten IBC- Tanks, von denen täglich (bei starkem Frost zweimal), Wasser in eine Blechwanne gelassen wird. Dazu muss nur mit einem Metallstab ein Loch durch das Eis am Auslass bis in das Innere des Tanks geschlagen werden. Das funktioniert auch noch bei -15 Grad. Man darf nur nicht vergessen den Hahn auf Durchzug zu stellen, bevor der Frost kommt
Ist ein Horizontalmischer ebenso geeignet wie ein Schneckenmischer? Wenn dann wird es eh auf einen Gebrauchtkauf und anschließenden Weiterverkauf hinauslaufen, das mit der Mischration wird eine einjährige Sache. [/quote]
Ich habe bisher nur mit Ein-Schnecken-Vertikalmischern gearbeitet. Gerade bei von der Konsistenz sehr unterschiedlichen Futtermitteln, ist es wichtig, auch mit verstellbaren Gegenschneiden arbeiten zu können. Meine Mischung aus gehäckselter Silage, geschnittenem Heu und geschnittenem Stroh, ergibt, wenn man die Gegenschneiden hydraulisch verstellen kann, schon nach relativ kurzer Zeit eine homogene Mischung. Wichtig ist allerdings die Reihenfolge der Komponentenzugabe. Ich bin mir sicher, dass du, wenn du ersteinmal mit einem Fumi-Wagen gearbeitet hast, schon wegen der sehr geringen Futterverluste, dabei bleiben wirst.
Wie macht ihr das denn mit der Wasserversorgung. ?? Wenn kein Bach auf der Wiese ist ist es doch schwierig bei Frost.
Wir haben einen Bach und eine Quelle angrenzendes an das Grundstück.
Ich habe auch schon Systeme gesehen, wo mit Thermofässern getränkt wird. Ob dies den ganzen Winter funktioniert keine Ahnung, aber ich denke die Arbeitsbelastung ist dort einfach zu groß.