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Mutterkühe: Raufenfütterung im Winter?

Fragen und Antworten rund um die Rindviehhaltung.
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136 Beiträge • Seite 8 von 10 • 1 ... 5, 6, 7, 8, 9, 10
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Re: Mutterkühe: Raufenfütterung im Winter?

Beitragvon Manfred » Do Nov 24, 2016 10:03

Bezüglich der Selbstfütterung am Silo:
Ich habe bisher nur von wenigen Mutterkuhbetrieben gelesen, die das machen.
Beim Milchvieh ist das ja relativ einfach, durch die einheitliche Tiergröße.
Bei einer gemischten Herde mit vielen kleinen, rangniederen Tieren, dürfte es schwieriger sein, allen einen guten Zugang zum Futter zu verschaffen. Das Tier/Fressplatz-Verhältnis muss ja relativ groß sein, damit man genug Vorschub erreicht.
Am ehesten könnte ich mir das nach dem Absetzen bis zum Kalben vorstellen.
Oder man müsste für die Jungtiere einen Schlupf einrichten und an 2 offenen Silofronten arbeiten. Dazu braucht es schon eine gewisse Herdengröße. Für den durchschnittlichen Mutterkuhbetrieb in Westdeutschland mit 10 bis 20 Kühen dürfte das eher ausscheiden.
Für größere Herden, die z.B. eine alte Milchviehanlage nutzen, könnte ich mir das gut vorstellen, soweit das vom Fressplatzverhältnis her bei der Bio-Kontrollstelle durchsetzbar ist. Die Konvi-Mutterkuherden werden aufgrund der Förderstruktur ja immer weniger.
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Re: Mutterkühe: Raufenfütterung im Winter?

Beitragvon Thomas Sch. » Do Nov 24, 2016 20:57

Bekommen meine Kühe eigentlich probleme wenn ich nur Heu Graß-und Luzernesilage füttere??
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Re: Mutterkühe: Raufenfütterung im Winter?

Beitragvon kaltblutreiter » Do Nov 24, 2016 21:40

Ja. Fehlende Mineralstoffe.
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Re: Mutterkühe: Raufenfütterung im Winter?

Beitragvon Lüpi » Do Nov 24, 2016 22:22

Böse Zungen behaupten man könne Rinder nicht ohne Mais etc mästen..das ist aber Unsinn. Auch wirst du keine Probleme bekommen wenn du deine Mutterkühe ausschließlich mit Gras und Heu fütterst. Für die Milch die das Kalb zum saufen haben will reicht es auch dicke..das Thema wurde hier in einem anderen Thread so oder so ähnlich auch schon mal diskutiert meine ich..musst du mal die Suchfunktion nutzen.


Gruß Lüpi
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Re: Mutterkühe: Raufenfütterung im Winter?

Beitragvon Manfred » So Nov 27, 2016 10:51

Ein Artikel zum Thema Compensatory Gain.
Die Nordamerikaner rechnen und experimentieren ziemlich viel rum, welche Winterfütterung am wirtschaftlichsten ist.
Werden die Tiere im Winter eher knapp (aber nicht zu knapp) gehalten, können sie einen Teil davon im Frühjahr mit billigem Weidefutter wieder aufholen und sind am Ende trotz etwas geringeren Endgewichts wirtschaftlicher als die voll durchgefütterten Tiere.
http://www.cattlenetwork.com/cattle-new ... 22084.html
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Re: Mutterkühe: Raufenfütterung im Winter?

Beitragvon motzlarerbauer » Di Jan 02, 2018 12:39

Hallo,

Dieses Jahr experimentiere ich mit 3 MuKuH und 2 Kälbern die ganzjährige Weidehaltung, die restlichen Tiere stehen im Stall.
Durch die vielen Niederschläge ist dieser Winter natürlich gerade äußert schlecht für den Versuch.
Die Tiere befinden sich seit Anfang Dezember auf einer 1,5 ha großen Weide mit Einem Unterstand und angrenzendem Bach.
Ich beobachte zur Zeit erhebliche Problem (Verschlammung) im Bereich der Futterraufe.
bis jetzt habe ich die Raufen nur 2 mal umgestellt.
Ich werde jetzt dem Vorschlag von Manfred folgen und die Raufe alle 2-3 Tage weiter ziehen, vielleicht entspannt dies das Problem ohne größere Schäden im Frühjahr.

Um das Problem auch langfristig, für die nächsten Jahre zu lösen, überlege ich eine Schotterrasenfläche als Futterfläche anzulegen.
Dazu würde ich eine Fläche von ca. 200 m² ca. 25cm auskoffern uns mit Kalkkies auffüllen und verdichten.
Mit entsprechendem Saatgut begrünen sich diese Flächen auch sehr gut.
Darauf dann die Futterraufe und diese Fläche regelmäßig abschieben/abziehen.
Ich erhoffe mir, durch die Befestigung den tiefen Einsinkungen der Rinder entgegen zu wirken.
Hat jemand sowas schon gebaut?
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Re: Mutterkühe: Raufenfütterung im Winter?

Beitragvon Danilo » Mi Jan 03, 2018 15:37

Hallo Motzlaerbauer,
als Neueinsteiger ohne Stall habe ich mich vor drei Jahren auch für die ganzjährige Freilandhaltung meiner zehnköpfigen Rinderherde (Limousin)entschieden. Ich stand genau vor dem gleichen Problem. Nach einigen Versuchen habe ich mich entschlossen meine komplette Ernte an Silageballen im Abstand von zehn Metern auf der jeweiligen Winterhaltungsfläche zu verteilen. Ich habe die Ballen mit einem Portionszaun abgetrennt und gebe sie nacheinander zur Fütterung frei. Um die Ballen wird ein Rahmen aus Holz gesetzt den ich gut von Hand versetzen kann. Meine Erfahrung ist, dass Fläche schon beim ersten Schnitt im Juni wieder gemäht werden kann (ohne Nachsaat). Insgesamt konnten wir während der letzten Saison ungefähr den vierfachen Futterertrag, im Gegensatz zur danebenliegenden Vergleichsfläche feststellen. Das System hat auch den Vorteil, dass man jedes Jahr einen anderen Bereich bzw. Fläche ``düngen´´ kann und flexibel bei der Flächenauswahl bleibt. Ausserdem verfährt man die Fläche bzw. die Zufahrtswege nicht mit dem Schlepper und braucht diesen nicht anwerfen zum Füttern. Im Nachhienein habe ich entdeck, dass das System unter dem Namen ``BALE GRAZING´´ ein gängiges System in Kanada ist. (Einfach mal bei Google eingeben). Das ist aber nur meine persönliche Meinung bzw. Erfahrung. Vielleicht konnte ich einen Gedankenanstoß geben.

Mit freundliche Grüßen
Danilo
 
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Re: Mutterkühe: Raufenfütterung im Winter?

Beitragvon 2250 » Mi Jan 03, 2018 19:23

#Danilo ist es nicht gerade bei dem nassen Wetter sehr matschig um die Futterstellen?
Hast du Bilder?
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Re: Mutterkühe: Raufenfütterung im Winter?

Beitragvon Manfred » Mi Jan 03, 2018 22:15

Hier ist wegen der extremen Nässe diesen Winter bisher keine Raufenfütterung auf der Fläche drin (in der allergrößten Not könnte man sich auf die Schlammschlacht einlassen, aber aktuell füttere ich nur im Unterstand zu und warte auf Frost.
Wer bessere Flächenbedingungen hat, kann bei der preiswerteren Lösung bleiben.

Das Bale-Grazing ist in Nordamerika weit verbreitet, besonders in den Regionen mit Kontinentalklima und entsprechend trockenkalten Wintern.
Oft bleiben die Heuballen einfach an Ort und Stelle auf den Flächen stehen und werden dann im Winter zugeteilt.
Manche abeiten sogar nur mit Schwaden, wo es trocken genug ist. D.h. das Heu wird gar nicht gepresst, sondern nur auf große Schwaden gezogen, die dann in den Winter hinein liegen bleiben.
Manche sammeln die Ballen auch ein und verteilen Sie dann wieder auf den Winterrweideflächen, sobald die Fröste einsetzen.

Ich Depp habe überlegt, wie ich das mit Unterlegen und Kunststoffpaletten unter die Heuballen etc. evtl. verlustarm nachbasten könnten.
An die naheliegenste Option, das einfach mit Silageballen zu machen, hatte ich bisher gar nicht gedacht.
Manchmal steht man echt auf dem Schlauch...
Könnte eine gute Lösung für die Flächen im Ackerstatuserhaltungs-Umbruchjahr sein.
GPS Getreide mit Kleegras-Untersaat drauf. Die Silage in Ballen einfach liegen lassen. Das Kleekras dazwischen als Stockpile wachsen lassen und dann im Winter rationiert abweiden und die Ballen mit leichten, mobilen Raufen mit zuteilen.
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Re: Mutterkühe: Raufenfütterung im Winter?

Beitragvon MF4355 » Do Jan 04, 2018 8:56

Ich mache es im Prinzip genau wie Danilo: Limousin, Heulage/Silage plus Raufen, die von Hand versetzt werden ( die sind neu).
Mit den Schafsraufen bin ich überhaupt nicht zufrieden, der Durchmesser ist zu klein und die Tiere ziehen jede Menge Futter durch die Gitter. Die Flächen sind neu, waren vorher extensiv bewirtschaftet und die Artenzusammensetzung passt noch nicht zur Winterbeweidung.
Manfred: Such bei YouTube nach den Begriffen "Outwintering" " Fodder Beet" und "Kale", das könnte eine gute Alternative auf Ackerland sein mit hoher Flächenproduktivität.
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Re: Mutterkühe: Raufenfütterung im Winter?

Beitragvon MF4355 » Do Jan 04, 2018 9:13

Dieses Jahr macht der Regen alles komplizierter als sonst statt normal 700mm Jahresniederschlag hatten wir deutlich über 1000mm in 2017 und schon 70mm in 2018. Die Freilandhaltung stößt hier im Moment an ihre Grenzen, obwohl die Flächen eigentlich bestens als Winterweide geeignet sind. Ich bin derzeit ernsthaft am überlegen, in einen Stall zu investieren... Seit Juli hat es hier an 30 Tag in nicht geregnet!
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Re: Mutterkühe: Raufenfütterung im Winter?

Beitragvon motzlarerbauer » Do Jan 04, 2018 11:09

Danilo hat geschrieben:Hallo Motzlaerbauer,
als Neueinsteiger ohne Stall habe ich mich vor drei Jahren auch für die ganzjährige Freilandhaltung meiner zehnköpfigen Rinderherde (Limousin)entschieden. Ich stand genau vor dem gleichen Problem. Nach einigen Versuchen habe ich mich entschlossen meine komplette Ernte an Silageballen im Abstand von zehn Metern auf der jeweiligen Winterhaltungsfläche zu verteilen. Ich habe die Ballen mit einem Portionszaun abgetrennt und gebe sie nacheinander zur Fütterung frei. Um die Ballen wird ein Rahmen aus Holz gesetzt den ich gut von Hand versetzen kann. Meine Erfahrung ist, dass Fläche schon beim ersten Schnitt im Juni wieder gemäht werden kann (ohne Nachsaat). Insgesamt konnten wir während der letzten Saison ungefähr den vierfachen Futterertrag, im Gegensatz zur danebenliegenden Vergleichsfläche feststellen. Das System hat auch den Vorteil, dass man jedes Jahr einen anderen Bereich bzw. Fläche ``düngen´´ kann und flexibel bei der Flächenauswahl bleibt. Ausserdem verfährt man die Fläche bzw. die Zufahrtswege nicht mit dem Schlepper und braucht diesen nicht anwerfen zum Füttern. Im Nachhienein habe ich entdeck, dass das System unter dem Namen ``BALE GRAZING´´ ein gängiges System in Kanada ist. (Einfach mal bei Google eingeben). Das ist aber nur meine persönliche Meinung bzw. Erfahrung. Vielleicht konnte ich einen Gedankenanstoß geben.

Mit freundliche Grüßen


Danke für den Interessanten Tip. Das werde ich wohl mal im nächsten Winter auf meinen Kleegras-Umbruchsflächen versuchen.

Meine Freilandherde werde ich ab morgen erstmal nur noch um Unterstand füttern. Alles andere hat aufgrund der enormen Feuchtigkeit keinen Sinn mehr.
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Re: Mutterkühe: Raufenfütterung im Winter?

Beitragvon Danilo » Do Jan 04, 2018 15:27

Hallo zusammen,

ich habe leider gerade keine Bilder verfügbar. Die Futterstellen sind natürlich matschig, aber der Matsch ist nicht tief da die Tiere ja alle drei Tage an einem anderen Platz fressen. Das mit den extremen Niederschlägen in diesen Jahr ist natürlich nicht einfach, aber solche Situationen zeigen immer wieder die Schwachpunkte eines Systems auf und helfen bei der Verbesserung. Die Weide ist übrigens 0,7 ha gross. Die Tiere sind in der Regel von Dezember bis Mitte März auf dieser Fläche. Die Pflege im Frühjahr beschränkt sich auf zweimaliges abschleppen. Im letzten Frühjahr hatte ich zuerst vor, die Fläche umzubrechen, da sie noch Ackerstatus hat, aber sie hat sich so schnell wieder kräftig begrünt, dass ich das dann doch gelassen habe. Im Bereich der Fütterung fiel noch der dritte Aufwuchs in sich zusammen, so fett stand das Gras. Vorher war das eine Fläche, die aufgrund des mageren Bodens nur einmal im Jahr vernünftig genutzt werden konnte, außer vielleicht noch eine kurze Überweidung im Herbst...
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Re: Mutterkühe: Raufenfütterung im Winter?

Beitragvon christoph.04121 » Do Jan 04, 2018 19:22

Ich hab mich von der Raufenfütterung auf der Weide wieder verabschiedet. Mich haben die tiefen Spuren die man auf dem Weg zur Raufe ins Grünland fährt abgeschreckt. Die Ballen einfach so auf den Boden zu stellen und auszuzäunen überzeugt auch nicht es bleibt viel zu viel Futter im Matsch liegen.

Ich halte meine Kühe im Winter in einer dreiseitig geschlossener Pultdachhalle. Davor hab ich einen betonierten Laufhof gebaut auf dem steht die Viereckraufe. Der Laufhof wird 1-2 mal in der Woche abgeschoben und eingestreut. Bin sehr zufrieden damit
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Re: Mutterkühe: Raufenfütterung im Winter?

Beitragvon 2250 » Do Jan 04, 2018 20:03

#Danilo das ist schon heftig 10 Kühe 3,5 Monate auf 3Morgen und das bei dem Wetter.Das kann ich mir kaum vorstellen die Wiesen sind doch total nass.
Wo ist den die Wasserstelle auch in Freien oder unter Dach ?
Kannst ja Morgen mal ein paar Bilder knipsen. :D
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