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Mutterkühe: Raufenfütterung im Winter?

Fragen und Antworten rund um die Rindviehhaltung.
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136 Beiträge • Seite 6 von 10 • 1 ... 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10
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Re: Mutterkühe: Raufenfütterung im Winter?

Beitragvon locomotion » Di Nov 22, 2016 8:22

@ Manfred

zu welcher Jahreszeit kalben Deine Kühe und wie fängst Du Tiere z.B. für Behandlungen oder Blutabnahme?
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Re: Mutterkühe: Raufenfütterung im Winter?

Beitragvon Manfred » Di Nov 22, 2016 9:33

Blockabkalbung im Frühjahr, ab ca. Mitte April. Vorher ist es mir zu nass. 2 Wochen später wäre von den Bedingungen her optimal, die fehlen dann aber im nächsten Herbst beim Schlachtgewicht. Und früher ist es auf den Flächen meist noch zu nass. Will nicht riskieren, dass sich ein Kalb in der Frühjahrsnässe unterkühlt.
Blutentnahme mach ich ein paar Wochen nach dem Kalben, wenn die Kälber aus dem Gröbsten raus sind (damit sie beim Fangen nicht unter die Klauen kommen) und bevor die Jungbullen wieder zur Herde dürfen. Ich fange die ganze Herde, sortiere die Kälber raus, damit ihnen nichts passiert. Dann gehen die Kühe und Färsen durch den Treibgang.
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Re: Mutterkühe: Raufenfütterung im Winter?

Beitragvon Teddy Bär » Di Nov 22, 2016 10:39

Alles schön und gut wenn es den Tieren draussen gut geht. Aber von wievielen GVE pro ha reden wir hier die ihr im Winter dann so laufen lasst? Und wie lange sind die auf einem ha bis die wieder auf die nächste Parzelle müssen?
Das kann ja nur mit sehr sehr kleinen Herden funktionieren.
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Re: Mutterkühe: Raufenfütterung im Winter?

Beitragvon Lüpi » Di Nov 22, 2016 16:38

Und warum soll das nicht mit großen Herden auf großen Weiden funktionieren? Definiere groß...dann können wir uns über die Praxis unterhalten.


Gruß Lüpi
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Re: Mutterkühe: Raufenfütterung im Winter?

Beitragvon flower-bauer » Di Nov 22, 2016 18:22

...
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Re: Mutterkühe: Raufenfütterung im Winter?

Beitragvon Halbhorst » Di Nov 22, 2016 19:34

Ackerland , mobiles Weidezelt,mobile Weideraufe,Texasgitter ,viel Stroh zum Einstreuen ,im Frühjahr wird alles abgebaut ,der Mist wird zusammengeschoben ,aufgeladen und gestreut ,der Acker wird gepflügt , es wird Sommergerste mit Kleegrasuntersaat gedrillt oder Silomais gelegt und diese Fläche gibt dann die nächste Winterweide .......so hab ich das schon gesehen ,das hat mir sehr gefallen .

Aber nur auf Ackerland finde ich ist das eine gute Lösung .

Der Arbeitsaufwand ist allerdings auch nicht zu unterschätzen ,ob das wirklich günstiger kommt wie ein "richtiger "einfacher Tiefstreustall ?
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Re: Mutterkühe: Raufenfütterung im Winter?

Beitragvon KarlGustav » Di Nov 22, 2016 19:42

flower-bauer hat geschrieben:Die Frage ist doch:
Wenn wirklich die notwendige Fläche für die Winterweide da ist, wohin wandert dann der riesige Futterüberschuss vom 1. Schnitt ? Heuverkauf ? Bei den Dumpingpreisen ? Das soll dann am Ende wirtschaftlicher sein ?
Von unseren Witterungs- und Vegetationsverhältnissen ausgehend denke ich, dass ich mindestens über eine schätzungsweise dreifach so große, arrondierte Fläche verfügen müsste.
Und beim diesjährigen Verlauf, mit Trockenheit von Juli bis in den Oktober hinein, wo so gut wie nichts nachgewachsen ist: Wenn ich hier den 2. (oder gar den 1.) Schnitt stehen gelassen hätte: das vertrocknete Zeug würde spätestens jetzt, nach den kräftigen Regenfällen der letzten Wochen, total vergammeln. Selbst "Robustrinder" hätten da keine Freude mehr damit.
Mag sein, dass das in anderen Regionen funktioniert. Hier jedenfalls sicher nicht. Kenne hier auch keinen Betrieb in der Nähe, der das praktizieren würde.


Hä?

Die sollen sich doch nicht über die Winterweide ernähren.

Die sollen draussen stehen und laufen. Heu wird selbstverständlich nach Bedarf zugefüttert. Futterüberschuss vom 1. Schnitt? Kenne ich nicht. Der Winter ist gerne lang genug, um Überschüsse abzubauen.

Du nix verstehe? Draussen statt drinnen. Fütterung trotzdem ähnlich.
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Re: Mutterkühe: Raufenfütterung im Winter?

Beitragvon flower-bauer » Di Nov 22, 2016 19:50

...
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Re: Mutterkühe: Raufenfütterung im Winter?

Beitragvon Manfred » Di Nov 22, 2016 19:58

Die Herdengröße ist beliebig skalierbar. Das wir auch mit Herden von 10.000 Rindern gemacht. Und in allen Klimabereichen von den Tropen bis in den Permafrost. Man muss halt für die jeweiligen Bedingungen das passende Management finden und flexibel auf Änderungen reagieren. Ein stures Schema F kann es schon deshalb nicht geben, weil jeder Betrieb und jeder Winter anders ist.

@flower-bauer:
In Phasen schnellen Wachstums wird idR die Rotation beschleunigt, so dass die Tiere nur noch die Spitzen der Pflanzen fressen. Reicht das auch nicht, werden meist Flächen ausgelassen und dann später, wenn das Wachstum nachlässt, mit streifenweiser Zuteilung und hoher Tierdichte beweidet, so dass ein Trampelmulch entsteht, der den Boden schützt und das Bodenleben ernährt und so den Boden verbessert und das Wachstum fördert. z.B. mal Greg Judy lesen. Die Amis sagen, für jeden Halm den du als Mulch platttrampeln lässt, kriegst du 2 zurück. Und da ist viel dran. Diese in D kursierenden, althergebrachten Vorstellungen vom "Futterverlust" sind längst überholt. Viel wichtiger ist eine gute Bodenbedeckung.
Flächen die als Stockpile für den Winter genutzt werden, müssen in unserem Klimabereich im Frühling/Sommer mind. 1 x abgegrast werden, um eine brauchbare Futterqualität zu erhalten.
Heu verkaufen würde ich nicht. Die Preise sind eh zu niedrig, als dass sich das wirklich rentieren würde, und dann karrst du auch noch eine Menge Nährstoffe vom Betrieb.
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Re: Mutterkühe: Raufenfütterung im Winter?

Beitragvon KarlGustav » Di Nov 22, 2016 19:59

Jo FlowerBauer,

das gilt aber doch nicht für die Veredler.

Fleisch und Milch musst Du erfüttern. Meine Güte. Dir das zu erklären.

Meine extensiven würden auch ohne Zufütterung überleben. Aber es muss ja nicht auf die harte Tour gemacht werden.
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Re: Mutterkühe: Raufenfütterung im Winter?

Beitragvon Manfred » Di Nov 22, 2016 20:04

@Karl Gustav: Wenn du auf der Fläche fütterst, sparst du nur Kosten für ein Stallgebäude und für die Mistausbringung. Das ist nur ein Bruchteil der Winterkosten. Der größte Batzen steckt im konservierten Futter, der Futterlagerung, dem Füttern selbst. Diese Kosten müssen runter, wenn du wirtschaftlicher werden willst. Ich bastle dran, das hier nach und nach umzusetzen, wird aber noch ein langer Weg, das alles auszutüfteln.
Unterschätze das stehende Futter nicht. In der US-Literatur steht regelmäßig, dass das stehende Futter von Flächen mit cold season Gräsern (also C3 Gräsern) wertvoller ist als Heu. Wenn die nicht genug stehendes Futter haben und zufüttern müssen, dann teilen sie das stehende Futter in kleineren Portionen zu, um die Ration aufzuwerten.
Anders schaut es in heißen Trockengebieten mit C4-Gräsern aus, die dann die heiße Trockenphase statt dem kalten Winter haben. Das Futter dort trocknet aus und ist dann eher Stroh als Heu, mit extrem wenig Eiweißgehalt, was wieder ein anderes Management verlangt.
Und in der knappen Phase werden die Milchherden halt trocken gestellt (siehe Neuseeland, und erzählt mir nicht, die hätten keine Ahnung von Milchproduktion) und die Fleischherden ohne Zunahmen billig erhalten, was viel wirtschaftlicher ist, als Futter vorzulegen, das mit allem Drum und Dran mehr kostet als die Zunahmen einbringen.
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Re: Mutterkühe: Raufenfütterung im Winter?

Beitragvon flower-bauer » Di Nov 22, 2016 20:13

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Re: Mutterkühe: Raufenfütterung im Winter?

Beitragvon Manfred » Di Nov 22, 2016 20:46

Trampelmulch. Bild vom 11. Juli.
Bild

Wiederaufwuchs. Bild vom 12. August:
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Re: Mutterkühe: Raufenfütterung im Winter?

Beitragvon flower-bauer » Di Nov 22, 2016 20:54

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Re: Mutterkühe: Raufenfütterung im Winter?

Beitragvon Teddy Bär » Mi Nov 23, 2016 8:41

Naja das Bild vom 11Juli.
Für dich und dein System mag das ja passen und gut funktionieren. Aber wenn das meine Wiese wäre, da würde ich mich jedesmal ärgern wenn ich vorbeifahre und das ansehen muss.
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