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Nachbauerklärung

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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110 Beiträge • Seite 3 von 8 • 1, 2, 3, 4, 5, 6 ... 8
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Re: Nachbauerklärung

Beitragvon Raider » Mo Feb 09, 2015 19:31

Todde hat geschrieben:
herbst hat geschrieben:@todde
Eins würd mich noch interessieren?
Selber Züchter?


Nein.

Ich verstehe nur diese Mentalität nicht, alles billig oder besser noch umsonst haben zu wollen.
Ich respektiere die Arbeit anderer und bin dankbar das Deutschland so erfolgreiche Zuchtunternehmen hat, in anderen Teilen der Welt würde es heute weniger Hunger geben, wenn die nur annähernd solche engagierten Züchter hätten.

Schaut man sich die wirtschaftliche und vor allem politische Entwicklung an, dann sollte man sich als Landwirt schon Sorge um die Zukunft der deutschen Züchter machen, ansonsten bekommen wird bald nur noch neue Sorten aus Nord-Amerika, die nur bedingt geeignet sind für deutsche Verhältnisse.



Genau so ist es!
Der "Kostenvorteil" von Nachbausaatgut gegenüber Z-Saatgut ist in unserem Fall sowieso nicht so groß. Aufbereitung, Beizung und das ganze Handling in den eh arbeitsintensiven Zeit... Da bin ich mit Z-Saatgut gar nicht mal so schlecht dran...
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Re: Nachbauerklärung

Beitragvon herbst » Mo Feb 09, 2015 19:34

Respekt, diese Antwort hätte ich jetzt so nicht erwartet. Das ist jetzt mein voller ernst. Da stimme ich dir zu größten Teilen sogar zu.

Wäre da nicht wieder der Punkt, dass sich meiner Meinung nach in den letzten 15 Jahren nicht wirklich viel bei den Sorten getan hat was diese Gebühr rechtfertigen würde.
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Re: Nachbauerklärung

Beitragvon Raider » Mo Feb 09, 2015 19:55

herbst hat geschrieben:Respekt, diese Antwort hätte ich jetzt so nicht erwartet. Das ist jetzt mein voller ernst. Da stimme ich dir zu größten Teilen sogar zu.

Wäre da nicht wieder der Punkt, dass sich meiner Meinung nach in den letzten 15 Jahren nicht wirklich viel bei den Sorten getan hat was diese Gebühr rechtfertigen würde.


...aslo baust DU noch alte Getreidesorten von vor über 15 Jahre an??? ;-)
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Re: Nachbauerklärung

Beitragvon herbst » Mo Feb 09, 2015 20:02

Nicht ganz... Aber fast.
Z.b. War Tulsa ein Weizen den ich sehr lange angebaut habe. Kurz, gesund, und mag Gülle ohne Ende, haha.

Irgendwann flog die Sorte aus der Vermehrung, was ich bis heute nicht verstehen kann. Hab dann ganz Deutschland und Nachbarländer abgegrast und von überall her gekauft. Hab dann die Sorte jahrelang nachgebaut, bis dann leider 2012 kam, und nicht eine Pflanze den Frost überlebt hat. Weizen im Silo war leider eingesäuert, konnte also nicht mehr gesät werden. Haben uns jetzt wieder auf Suche nach ner Sorte gemacht, die annähernd so in unserem Betrieb funktioniert wie Tulsa, und wies scheint auch fündig geworden.
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Re: Nachbauerklärung

Beitragvon NobbyNobbs » Mo Feb 09, 2015 20:10

herbst hat geschrieben:Respekt, diese Antwort hätte ich jetzt so nicht erwartet. Das ist jetzt mein voller ernst. Da stimme ich dir zu größten Teilen sogar zu.

Wäre da nicht wieder der Punkt, dass sich meiner Meinung nach in den letzten 15 Jahren nicht wirklich viel bei den Sorten getan hat was diese Gebühr rechtfertigen würde.



Ich finde diesen Thread ziemlich doof. Habe schon drei mal angesetzt um irgendwas zu schreiben, aber irgendwie war's mir dann doch zu bescheuert.
Aber einen Punkt will ich mal so nicht stehen lassen: Es ist Unsinn, zu behaupten, dass sich in den letzten Jahren nichts getan hat. Nimmt man mal die letzten 20, 25 Jahre und schaut sich den Raps an, so beträgt der mittlere Ertragszuwachs pro Jahr 0,9 dt/ha. Um mal nur beim Ertrag zu bleiben. In der Regel tut sich im Bereich der agronomischen Eigenschaften noch viel mehr. So bleibt der Raps heute eher stehen, ist mit guter Phomagesundheit ausgestattet, ja wir haben sogar kohlhernieresistenten Raps, der ertraglich anbauwürdig ist.
Weizen? Die Ertragsfähigkeit eines Elixer oder Tobak hatte nicht mal im Entferntesten irgendein Weizen, der vor 15 Jahren aktuell war. Gerste mit den Hybriden und z.B. marktführenden (KWS-)Sorten das Gleiche. Also das stimmt mal absolut gar nicht.
Eher zutreffen mag das vielleicht auf weniger relevante Kulturen zutreffen wie Leguminosen, Sommerraps und Co.
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Re: Nachbauerklärung

Beitragvon Staffelsteiner » Mo Feb 09, 2015 20:16

Na, ist ja interessant....vielleicht gibt's ja eh bald nur noch Hybridsorten....dann erledigt sich das Problem von allein...

Der Haken dabei ist nur, dass sich z.B. bei Hybridgerstensorten keine Mehrerträge im Ausmaß des Mehraufwandes realisieren ließen. (Trotz Ertragsgarantie!)

Das gibt mir schon zu denken. Objektiv sind für mich nicht die Werbefeldzüge der Saatgutkonzerne sondern die Exaktversuche der Landessortenversuche.....
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Re: Nachbauerklärung

Beitragvon herbst » Mo Feb 09, 2015 20:30

Über Raps haben wir ja nicht diskutiert. Und bei Getreide reden wir von Mehrerträgen die sich wahrscheinlich im unteren einstelligen Prozentbereich bewegen.

Gehört hier jetzt nicht her, aber kurzer Blick woanders hin:

In der Ferkelerzeugung haben wir die letzten 15 Jahre durch Züchtung die abgesetzten Ferkel um 50 Prozent gesteigert. Und JA!! Dafür bin ich dann auch bereit in die Züchtung Geld zu investieren.

Und glaub mir, es hat vor 15 Jahren auch schon Sorten gegeben, die die 100dt Plus geknackt haben.
Vielleicht sind die Sorten heute einen Tick ertragsstabiler oder leistungsfähiger, aber grossen Einfluss hat nun mal auch das Wetter...und daran wird sich auch nix ändern.
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Re: Nachbauerklärung

Beitragvon Ferengi » Mo Feb 09, 2015 20:51

Also der Endverbraucher is dumm wenn er die Leistungen der Landwirte nicht bezahlen.
Gleichzeitig will der Landwirt nicht die Leistungen der Züchter bezahlen.
Ost das schlau!? :roll: :roll:
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Re: Nachbauerklärung

Beitragvon T5060 » Mo Feb 09, 2015 20:57

herbst hat geschrieben:In der Ferkelerzeugung haben wir die letzten 15 Jahre durch Züchtung die abgesetzten Ferkel um 50 Prozent gesteigert. Und JA!! Dafür bin ich dann auch bereit in die Züchtung Geld zu investieren.


Und verdienst Du deshalb mehr ?
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Re: Nachbauerklärung

Beitragvon herbst » Mo Feb 09, 2015 21:05

Nein, aber wäre ich diesen Schritt nicht mitgegangen würde es mich mit damals 20 abgesetzten Ferkel nicht mehr geben!!!
Verdienst du heute im Ackerbau mehr als vor 15 Jahren oder hast du deinen Ertrag um 50 % gesteigert, ich glaube eher nein.
Wobei ich das mit dem Verdienst im reinen Ackerbau jetzt nicht beurteilen kann, da wir ein Veredlungsbetrieb sind...
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Re: Nachbauerklärung

Beitragvon Todde » Mo Feb 09, 2015 21:28

Ferengi hat geschrieben:Also der Endverbraucher is dumm wenn er die Leistungen der Landwirte nicht bezahlen.
Gleichzeitig will der Landwirt nicht die Leistungen der Züchter bezahlen.
Ist das schlau!? :roll: :roll:


:prost:



herbst hat geschrieben:Über Raps haben wir ja nicht diskutiert. Und bei Getreide reden wir von Mehrerträgen die sich wahrscheinlich im unteren einstelligen Prozentbereich bewegen.
Und glaub mir, es hat vor 15 Jahren auch schon Sorten gegeben, die die 100dt Plus geknackt haben.
Vielleicht sind die Sorten heute einen Tick ertragsstabiler oder leistungsfähiger, aber grossen Einfluss hat nun mal auch das Wetter...und daran wird sich auch nix ändern.


Was erwartest Du? jährlich 10 dt Ertragszuwachs :roll:
Bei vielen Kulturen sind die Erträge in den letzten 15 Jahren Exorbitant angestiegen, beim Weizen war das vorher der Fall, das wird kein Züchter bestreiten.
Nur wie Nobby schreibt 0,9dt/ Jahr sind nicht wenig aber woran arbeiten die Züchter noch? Es geht ja nicht ausschließlich um Ertrag.
Resistenzen müssen immer wieder aufgefrischt werden, wie man am Asano sieht, die gebrochene Gelbrostresistenz ist für den Züchter sicher sehr ärgerlich und hat wirtschaftliche Auswirkungen.
Was meinst Du, wenn das Gro an heute angebauten Sorten Deutschland weit noch Sorten von vor 15 Jahren wäre? Die Fungizidhersteller würden sich die Hände reiben.
Und heute arbeiten die Züchter an Dingen, die vielleicht in 15, 20 Jahren marktreif sind.
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Re: Nachbauerklärung

Beitragvon herbst » Mo Feb 09, 2015 21:45

Wir können glaub ich diese Diskussion noch ewig weiter treiben, aber auf keinen gemeinsamen Nenner bringen. Zumindest wird es keine 100 prozentige Übereinstimmung geben.
Was mich jetzt aber noch interessiert: wie konnte die Züchtung die Jahre vor der Nachbaugebühr so gute Arbeit leisten, wenn es jetzt ja laut eurer Aussage so heute nicht mehr möglich ist?
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Re: Nachbauerklärung

Beitragvon T5060 » Mo Feb 09, 2015 22:10

Tja, wir die "zugekauften" und die "eigenen" Produktivitätssteigerung zur Gänze und noch was mehr an den Verbraucher weitergegeben.
Als Danke Schön findet der das geil, dass uns die Medien und die Politik jetzt beschimpfen.

Soll die STV sich ihr Geld doch bei Leuten wie PEVO, ALDI, grünen MinisterInnen und "Die Zeit" holen :-) :mrgreen: :klee:
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Re: Nachbauerklärung

Beitragvon PhantomLord » Mo Feb 09, 2015 22:54

NobbyNobbs hat geschrieben:...Ich finde diesen Thread ziemlich doof...

So geht es mir grade auch. Soll es jeder machen wie er will...
aber ich bin dankbar wenn neue Sorten auf dem Markt erscheinen, die hervoragende Resistenzen gegen versch. pilzliche Erreger mitbringen.
Und das werde ich auch entsprechend entlohnen.
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Nachbaugebühr ist schon berechtigt

Beitragvon adefrankl » Mo Feb 09, 2015 22:55

Natürlich zahlt niemand gern Geld an andere (ich auch nicht) aber die Nachbaugebühr halte ich schon für berechtigt. Denn ohne entsprechende Bezahlung werden wir ganzen mittelständischen Züchter verschwinden (weil sie für ihre Arbeit kaum entlohnt werden). Stattdesssen werden dann nur noch einige Großkonzerne auschließlich Hybridsaatgut anbieten. Dies kann dann praktisch nicht nachgebaut werden und die Einnahmen der Konzerne ist weitgehend garantiert.
Das wäre ein klassisches Eigentor. Insofern, wenn ich eine Sorte anbaue, dann soll der Züchter auch seinen Anteil bekommen.
Störend finde ich ehr andere Regelungen. Dass man z.B. bei massiven Auswinterungen (wenn Saatgut kanpp ist) nicht einfach das Sommergetreide des Nachbarn zur Aussaat nehmen darf (Warum nicht freigeben - natürlich wird die entsprechende Nachbaugebühr dann fällig). Oder wenn ich im Herbst noch eine Ecken begrünen möchte. Warum ist das nicht mit z.B. Hafersamen vom Nachbars Ernte erlaubt (Eine Abgabe an den Züchter würde mich da noch nicht einmal stören, soviel dürfte das nicht werden, aber Z-Saatgut wäre für diesen Zweck völlig übertieben ....)
Sorgen macht mir ehr, dass durch die Hybridzüchtung bei Getreide die ganze Züchtung sich bald auf wenige Konzerne konzentriert. Und bei der WG hat sich ja schon gezeigt, dass da die Saatguterzeugung durchaus mit Risiken behaftet ist. Vielleicht ist bald ein Szenario denkbar, dass ein Ernteausfall an den wenigen Erzeugungsorten von Hybridsaatgut dann zu Saatgutmangel und anschließend zu einer Hungersnot führt.
(Hybridsaatgut hat sicher dort seine Berechtigung, wo es wirklich massiv Vorteile bringt, aber es hat auch seine eigenen Herausforderungen. Insbesondere wenn es nur noch wenige Züchter geben sollte die dann eine entsprechend eingeschränkte Genetik anbieten würden).
Daher die Nachbaugebühr ist schon in Ordnung, aber das Nachbauprivileg muss (auch praktisch) erhalten werden!
Die Geschichte von "Des Kaisers neue Kleider" würde heutzutage mit einer Hausdurchsuchung im Elternhaus des Kindes enden.
adefrankl
 
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