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Nachbauerklärung

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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Re: Nachbauerklärung

Beitragvon T5060 » Do Feb 12, 2015 14:04

Wenn der Staat billigen Frass fürs Pöbel braucht, damit das satt wird und das Maul hält, soll er es auch bezahlen.
Der Staat fragt auch nicht nach dem geistigen Eigentum und überhaupt hat es unser Staat nicht mehr so toll mit dem Eigentum,
als dass wir Rücksicht drauf zu nehmen hätten. Sinkt der Ertrag um 20 %, steigen die Preise um 25 %.
Warum soll der Bauer dann noch was zahlen dafür ?

Möge das Pöbel Kartoffel fressen, aber da ist das Pöbel zu faul für !
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
[ :klee: Man muss nicht den Rechtsradikalismus bekämpfen, sondern die Blödheit von CDU, Grünen, SPD und FDP :klee: ]
[ :klee: Werte schätzen :klee: ]
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Re: Nachbauerklärung

Beitragvon herbst » Do Feb 12, 2015 14:21

@ Mad
ich glaube du hast nicht verstanden auf was ich hinaus will, macht aber nix!!

Nein, 10 Euro + Mwst sind nicht zuviel für einen Ritmo, oder vielleicht doch?!
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Re: Nachbauerklärung

Beitragvon Ulikum » Do Feb 12, 2015 16:14

herbst hat geschrieben:@ Mad
ich glaube du hast nicht verstanden auf was ich hinaus will, macht aber nix!!

Nein, 10 Euro + Mwst sind nicht zuviel für einen Ritmo, oder vielleicht doch?!


:mrgreen:

Grundsätzlich muss ich dir auch recht geben, die zu bezahlende Nachbaugebühr ist mit gesunden Menschenverstand nicht nachvollziehbar.
Mit Kauf des Z- Saatgutes ist eigentlich die Züchterrische Leistung (Pflanzenzucht) bezahlt.
In der Tierzucht wird es auch nicht anders gehandhabt.

Da Pflanzenzucht heute so teuer geworden ist versucht man eben mit sehr zweifelhaften Methoden weiteres Geld für den Fortbestand der Züchtung einzutreiben.
Das jetzige System ist in meinen Augen weder für die Züchterhäuser noch für den Landwirt zufriedenstellend.

Noch etwas interessantes für alle die nur das bezahlen wollen was sie auch nutzen.
Umgang mit dem Sortenschutzrecht hat geschrieben:Selbstverständlich haben die Landwirte die Möglichkeit, die betreffenden Sortenschutzinhaber auch direkt zu kontaktieren, um mit ihnen individuelle Vereinbarungen zu treffen.



Besonders lustig finde ich immer diese Milchmädchenrechnungen....
einZüchterhaus hat geschrieben:Beispiel: Die Nachbaugebühren betragen in der Regel 50 % der Z-Lizenzgebühr. Pro dt Getreidenachbau sind dies ca. 6,00 €. Je nach Sorte schwankt dies etwas. Für 1 ha Winterweizen entstehen einem Betrieb demzufolge etwa 12,00 € an Nachbaugebühren, bei 100 ha wären dies 1.100 €. Bei einem mittleren Ertrag in Niedersachsen von 75,6 dt in 2011 und einer daraus resultierenden Marktleistung bei 25 €/dt von 1.890 €/ha entspricht dies einem Anteil von 0,6 %.

Gehe ich mal von einem Reingewinn in dem Beispiel von 300 € aus dann beträgt die Nachbaugebühr 4% meines Gewinnes.
Ich kenne keinen Industriebetrieb der mit Marktleistung rechnet, selbst die Züchterhäuser nicht, warum versucht man immer wieder uns für dumm zu verkaufen?
Für das, was ich schreibe bin Ich verantwortlich.!
Nicht für das, was Du verstehst!
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Re: Nachbauerklärung

Beitragvon Todde » Do Feb 12, 2015 18:04

herbst hat geschrieben:Dass ein Komponist oder Liedschreiber ein Anrecht darauf hat, für sein Werk bezahlt zu werden ist völlig richtig und Legitim....aber
Es stellt sich ja jetzt auch nicht der Erfinder der Posaune hin und verlangt von jedem der darauf bläst eine Aufwandsentschädigung.
Genauso verhält es sich in meinen Augen auch mit Getreide.


Claas verlang meines Wissens keine Nachbaugebühren für Saatgut, hast Du andere Informationen?
Microsoft verlangt von einem Buchautor auch keine zusätzlichen Gebühren, weil der ein Buch mit Word geschrieben hat.

Wenn Du Deinen Weizen anbaust und nach der Ernte davon wieder was aussäst, ist das was ganz anderes.
Kauft ja auch keiner einen Golf und baut den einfach nach und verkauft den.
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Re: Nachbauerklärung

Beitragvon Welfenprinz » Do Feb 12, 2015 19:32

Microsoft schickt mir aber auch keinen Fragebogen in dem das komplette Betriebsleben ,Blutgruppe der Oma und DDR-Visanummer abgefragt werden.
Lizenzgebühren -und damit die Leistung des Züchters anerkennen- ganz klar ja.
Das restliche Brimborium ganz klar nein.
Norden, Süden, Westen, Osten, schöne Welt, doch voller Pfosten.
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Re: Nachbauerklärung

Beitragvon Todde » Do Feb 12, 2015 19:54

Welfenprinz hat geschrieben:Microsoft schickt mir aber auch keinen Fragebogen in dem das komplette Betriebsleben ,Blutgruppe der Oma und DDR-Visanummer abgefragt werden.
Lizenzgebühren -und damit die Leistung des Züchters anerkennen- ganz klar ja.
Das restliche Brimborium ganz klar nein.


Microsoft sammelt seit den 1990ern Daten seiner Nutzer ;)
Die brauchen keine Fragebögen, die werden beim Erwerb gleich mitbezahlt und ohne Zutun erstellt :wink:
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Re: Nachbauerklärung

Beitragvon Der Kobi » Do Feb 12, 2015 20:23

Es stimmt, dass die Vorgehensweise der Saatguttreuhand manchmal etwas fragwürdig ist. Der Bauernverband hat nicht umsonst den Kooperationsvertrag gekündigt. Das ändert aber nichts daran, dass die Lizenzen gerechtfertigt sind. Züchtung ist sehr kapitalaufwändig und muß honoriert werden. Bei einem Produkt, das ohne viel Aufwand innerhalb eines Jahres 1:70 (Weizen) bis 1:1000 (Liniensorte Raps) reproduzierbar ist, gibt es keine andere Möglichkeit. Wer sich an den mangelnden Zuchtfortschritten bei Getreide stört, sollte sich an die eigene Nase fassen und die Zuchtfortschritte bei nicht selber vermehrbaren Pflanzen denken. Die heutigen Mais- und Zuckerrübenerträge sind ein Resultat der Zucht und diese Zucht hätte so nicht stattgefunden, wenn die Pflanzen lustig raubkopiert würden.
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Re: Nachbauerklärung

Beitragvon Der Kobi » Do Feb 12, 2015 20:30

Man kann auch die Zucht eines Bullen nicht mit Pflanzenzucht vergleichen. Das ist mehr als lächerlich. Tierzucht ist zumeist reine Selektionszucht und die Reproduzierbarkeit ist lange nicht so sicher und umfangreich möglich. Zudem handelt es sich bei Zuchttieren um Einzelergebnisse. Die entsprechend honoriert werden. Wenn die Züchter hingingen, und EIN EINZIGES Korn einer neuen Supersorte an den Meistbietenden versteigern, dann passt der Vergleich einigermaßen.
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Re: Nachbauerklärung

Beitragvon Welfenprinz » Do Feb 12, 2015 20:33

Es zweifelt ja auch kein vernünftig denkender Mensch die Sinnigkeit der Lizenzgebühren (Züchtervergütung) an.
Das Prozedere rund um den Nachbau ist schlicht und ergreifend für die Tonne.
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Pfosten, die die Zäune halten, Zäune, die die Menschen spalten.
Hoffnung bleibt, dass diese Pfosten eines Tages mal verrosten.
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Re: Nachbauerklärung

Beitragvon herbst » Do Feb 12, 2015 20:37

....Kauft ja auch keiner einen Golf und baut den einfach nach und verkauft den.

Vielleicht nicht hier in Deutschland :D :D :D
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Re: Nachbauerklärung

Beitragvon heico » Do Feb 12, 2015 20:38

Ich würde nie freiwillig für den Nachbau bezahlen, da ich für meine Zwecke keine neue Sorte gibt, die noch so geeignet ist wie Sorten aus den 80ern.
Wenn ich ähnliche Eigenschaften beim Weizen haben möchte, muss ich heute auf Grannenweizen ausweichen, der gar nicht in dieses Klimagebiet passt.

Für Z Saatgut ist die Sache klar und berechtigt.

Wenn Jemand das "moderne System" unterstützen will, nur zu. Dann werden wir bald Hybriden und evtl GMO Sorten haben.
Ich würde das nicht mal begrenzen, aber eine klare unbeschränkte Haftung dafür fordern. Da die USA Firmen hier in D nicht haften, müssten dann die
Landwirte haften. Mal sehen wie groß das Interesse dann noch ist.
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Re: Nachbauerklärung

Beitragvon ackerbauer80 » Do Feb 12, 2015 20:50

Ich glaube wenn man nicht mal die max. 10 € Nachbaugebühr pro ha für den Züchter über hat, dann läuft im Ackerbau einiges verkehrt.
Ohne Züchtung kein Fortschritt.

Sagt einer, der seine Nachbaugebühren ohne zu murren zahlt.
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Re: Nachbauerklärung

Beitragvon Todde » Do Feb 12, 2015 20:53

heico hat geschrieben:Ich würde nie freiwillig für den Nachbau bezahlen, da ich für meine Zwecke keine neue Sorte gibt, die noch so geeignet ist wie Sorten aus den 80ern.
Wenn ich ähnliche Eigenschaften beim Weizen haben möchte, muss ich heute auf Grannenweizen ausweichen, der gar nicht in dieses Klimagebiet passt.

Für Z Saatgut ist die Sache klar und berechtigt.

Wenn Jemand das "moderne System" unterstützen will, nur zu. Dann werden wir bald Hybriden und evtl GMO Sorten haben.


Den Widerspruch Deiner Aussage erkennst Du nicht?
Wenn es keine Züchter gibt, dann gibt es keine neue Sorten.
Sollen aber neue Sorten gezüchtet werden, dann muss sich das für den Züchter schon lohnen, ansonsten -> keine Züchter.

Ich würde das nicht mal begrenzen, aber eine klare unbeschränkte Haftung dafür fordern. Da die USA Firmen hier in D nicht haften, müssten dann die
Landwirte haften. Mal sehen wie groß das Interesse dann noch ist.


Wie erfolgreich sind denn die Länder, in denen es keine Zucht wie in Deutschland oder der USA gibt?
Erträge die rund 1/10 der Möglichkeiten erbringen, die dort mit angepassten Sorten möglich sind :prost:
Die sind nicht mal auf dem Stand der 80er.
Und wo für willst Du "haften"? Du haftest für so einiges was Du auf Deinem Betrieb machst und was Du verkaufst.
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Re: Nachbauerklärung

Beitragvon Raider » Fr Feb 13, 2015 8:47

heico hat geschrieben:Ich würde nie freiwillig für den Nachbau bezahlen, da ich für meine Zwecke keine neue Sorte gibt, die noch so geeignet ist wie Sorten aus den 80ern.
Wenn ich ähnliche Eigenschaften beim Weizen haben möchte, muss ich heute auf Grannenweizen ausweichen, der gar nicht in dieses Klimagebiet passt.


na, ne mutige Aussage für einen der selbst Saatgutvermehrer ist, oder? ;-)


Wenn Jemand das "moderne System" unterstützen will, nur zu. Dann werden wir bald Hybriden und evtl GMO Sorten haben.
Ich würde das nicht mal begrenzen, aber eine klare unbeschränkte Haftung dafür fordern. Da die USA Firmen hier in D nicht haften, müssten dann die
Landwirte haften. Mal sehen wie groß das Interesse dann noch ist.


Na, was glaubst Du warum die Züchter immer mehr auf hybride gehen? Eben weil Leute wie Du "nie freiwillig für den Nachbau bezahlen würden". Klar dass ich mich da als Züchter auf Hybrid u.ä. konzentriere. Also unterstützt und förderst DU diese Richtung. :klug:
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Re: Nachbauerklärung

Beitragvon Ulikum » Fr Feb 13, 2015 9:23

:mrgreen:


Je länger diese Diskussion hier geht, umso mehr merke ich das die Nachbaugebühr die ich auch für richtig erachte habe falsch ist.

Jedes hier gebrachte Argument für eine Gebühr kann genauso leicht widerlegt werden.

Die Pflanzenzucht ist ein Wirtschaftsbereich in unserer Gesellschaft, nicht mehr und nicht weniger.
Andere Wirtschaftsbereiche werden entweder von der Gesellschaft gestützt weil sie wichtig sind, oder verschwinden vom Markt. Wenn Pflanzenzucht so wichtig ist, dann sollte die Gesellschaft dafür Sorge tragen das sie erhalten wird.

Warum schafft man hier also Privilegien für einen Wirtschaftszweig in dem man es gestattet Nachbaugebühren über eine Treuhand einzutreiben?
Für das, was ich schreibe bin Ich verantwortlich.!
Nicht für das, was Du verstehst!
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