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Nationale Nachhaltigkeitsstrategie

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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3102 Beiträge • Seite 2 von 207 • 1, 2, 3, 4, 5 ... 207
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Re: Nationale Nachhaltigkeitsstrategie

Beitragvon Pevo » Mo Nov 11, 2013 21:33

Sehr geehrte Forum-Teilnehmer,

die bisherigen Beiträge zeigen die Problematik des Themas Nachhaltigkeit. Selbstverständlich bin auch ich der Ansicht, dass der Begriff überstrapaziert wird. In dem Zusammenhang mit der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie weist er in die Richtung „Nutzung von begrenzten öffentlichen Gütern/ Schutzgütern in einer Weise, dass Menschen gegenwärtig benachteiligter Regionen und zukünftige Generationen vergleichbare Chancen haben.“ Diese Definition ist unvollkommen, zeigt meines Erachtens worum es in dieser Diskussion gehen sollte. (Wer daran spitzfindig herumnörgeln möchte ohne einen konstruktiven Gegenvorschlag zu machen, sollte sich hier aus der weiteren Diskussion heraushalten).
Die nationale Nachhaltigkeitsstrategie verstehe ich als den größten gemeinsamen Nenner als Ergebnis einer öffentlichen Diskussion. Ich halte sie für eine gut geeignete Basis für den interessierten Bürger/Bürgerinnen, um die Entwicklung der Gesellschaft und der Umwelt zu verfolgen. Wenn man über die nationale Nachhaltigkeitsstrategie diskutiert, sollte man sie möglichst gelesen haben, um sich nicht in Beliebigkeit zu verlieren.
Die Nachhaltigkeitsstrategie nennt diverse Ziele, die regelmäßig überprüft werden. Für den Landwirtschaftsbereich werden drei umweltrelevante Ziele seit Jahren nicht erreicht. Mit der Diskussion auf dem Blog (keine Werbungsabsichten) möchte ich meinen Vertretern im Bundes- und Landesparlament zeigen, dass man nicht nur zur Wahl geht, sondern auch inhaltlich interessiert und in der Lage ist, die Einhaltung politischer Ziel zu verfolgen und ggf. Rechenschaft und Veränderung anzumahnen. Es ist ein Weg von vielen möglichen, an der Gestaltung dieser Gesellschaft teilzunehmen. Ich hoffe weiterhin auf eine Teilnahme in meinem Blog: waehlerauftrag.blogspot.com/
Pevo
 
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Re: Nationale Nachhaltigkeitsstrategie

Beitragvon Pevo » Mo Nov 11, 2013 22:03

Harald hat geschrieben:Solange der deutsche Agraraußenhandel ein deutliches Defizit aufweist (2012 "nur noch" 7,2 Mrd €), hat jede Maßnahme, die hierzulande mit der Reduzierung von Erträgen verbunden ist - also insbesondere der ökologische Landbau - nichts anderes zur Folge als eine Verlagerung der Produktion ins Ausland. Dort wird sicherlich viel nachhaltiger produziert :roll:

Im übrigen finde ich es bemerkenswert, wenn ausgerechnet ein Blog mit dem Titel Wählerauftrag für die Natur™ eine stärkere Lobby in politischen Entscheidungsprozessen fordert: http://de.wikipedia.org/wiki/Bundestagswahl_2013


Sehr geehrter Harald,

ich denke nicht, dass es der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie um die Reduzierung von Erträgen geht. Es ist auch nicht nachvollziehbar, weshalb der Ausbau des ökologischen Landbaus zu einer Zunahme der Importe führen sollte. Es ist in diesem Zusammenhang die Produktzusammensetzung der "Erträge" zu klären.
Es geht außerdem um die Erhaltung der gefährdeten Lebensgrundlagen. Vor diesem Hintergrund sehe ich die Wortmeldungen von Bürgern/Bürgerinnen im Sinne einer Lobby.
Da Du auf meinem Blog einen Kommentar abgegeben hast, würde ich mich freuen, die Diskussion dort fortzusetzten.
Pevo
 
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Re: Nationale Nachhaltigkeitsstrategie

Beitragvon Harald » Mo Nov 11, 2013 22:09

Pevo hat geschrieben:Es ist auch nicht nachvollziehbar, weshalb der Ausbau des ökologischen Landbaus zu einer Zunahme der Importe führen sollte.

Ist das ernst gemeint?!
Ich fordere den sofortigen Rücktritt der Bauernverbandspräsidenten Joachim Ruckwied (DBV) und Walter Heidl (BBV).
Beide sind unfähig, die Bauern ihres Verbandes in der Öffentlichkeit zu vertreten.
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Re: Nationale Nachhaltigkeitsstrategie

Beitragvon Sikubauer » Mo Nov 11, 2013 22:18

Aus den bisherigen Beiträgen von Pevo lese ich nur Ahnungslosigkeit und Besserwisserei.
Deshalb interessiert mich "sein Blog" noch nicht mal ansatzweise, egal ob mit oder ohne Werbungsabsichten.
Mitglied im Verein für deutliche Aussprache und klare Ansage.
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Re: Nationale Nachhaltigkeitsstrategie

Beitragvon langer711 » Mo Nov 11, 2013 22:20

tyr hat geschrieben:
Ein Wirtschftssytem das auf Wachstumszwang basiert kann niemals nachhaltig sein.
Solange das nicht eingesehen wird, ist das alles vergebliche Mühe.


Genau so sehe ich das auch!

Aber wenn man schonmal die Synapsen in diese Richtung bemüht, dann lasst uns doch gleich auch die Frage stellen, warum wir denn unbedingt Wirtschaftswachstum benötigen für die Gesellschaft ?
Ich meine: Was denn noch ? jedes Jahr ein neues Auto oder jeden Tag 10 Kilo Fleisch ?

Unser Planet ist nunmal eine Kugel, und diese Kugel hat einen festen Durchmesser und damit eine mathematisch festgesetzt Oberfläche, die sich nicht vergrößert.
Warum soll es hier ständiges Wachstum geben ?
Bäume wachsen doch auch nicht in den Himmel.

Es gibt Personen, die wollten ständiges Wachstum, einer davon ist Rainer Calmund.

Wir haben also Real-Güter, die nicht ständig wachsen können, soweit denke ich mal, sind wir uns einig.
Die Wirtschaft soll aber ständig wachsen, also müssen die Preise ständig wachsen, sonst gehts nicht.
Nur der Grund entzieht sich mir an dieser Stelle immernich, warum die Wirtschaft denn ständig wachsen muss !



Gut, Thema so stehen lassen... Gedanklich aber noch nicht verwerfen.

Staatsverschuldung:
Es wird immer propagiert, das die Verschuldung gesenkt werden muss.
Was wird denn passieren, wenn wir das wirklich eines Tages schaffen würden (was ich für ausgeschlossen halte, aber gut)
Es gibt nicht einen einzigen Euro oder Dollar oder sonstwas auf diesem Planeten, der nicht gegen Zinsen von irgendeiner Zentralbank in Umlauf gebracht wurde.
Nach 1 Jahr Laufzeit schuldet man also der Zentralbank für 100 Geldeinheiten (GE) bei 1 % Zinsen 101 Euro
Jetzt überlegt man sich das Geld zurück zu zahlen, aber es gibt doch nur 100 und nicht 101 GE!
Es gibt nur einen Ausweg, Schulden!

Würden wir also heute alle Staatsschulden abbauen, müssten wir ein vielfaches dessen zurückgeben, was überhaupt existiert, man bedenke, das unser Schuldgeldsystem schon etwa 70 Jahre existiert und entsprechend oft wurde neu verschuldet.
Nun gibts ja noch die Privat-Konten, aber die sind doch auch nur auf Schulden basierend.
Würden wir die Staatsschulden zurückbezahlen, müssten wir zunächst die Privatkonten plündern, und mit diesem Geld könnten wir trotzdem nur einen Teil der Staatsschulden abtragen.
Gleichzeitig käme die Wirtschaft zum Erliegen, weil ja Geld unser Blutkreislauf ist.

Und jetzt verbinden wir das Ganze noch:

Nur eine florierende Wirtschaft, dient dem Staat als Sicherheit bei der Neuverschuldung, die mittlerweile ins Uferlose steigt.
Wir müssen neu verschulden, weil die Zinsen drücken.
Wir können nur neu verschulden, wenn wir Sicherheiten bringen.
Die Sicherheit ist unsere Wirtschaft.
Also brauchen wir Wirtschaftswachstum, damit die Sicherheiten für die Neuverschuldung reichen.

Leute, die dieses Problem ansprechen, werden als Spinner diffamiert, oder Verschwörungstheoretiker.
Was denn? - Wer so denkt, denkt wenigstens mal nach!

Wohl bekomms
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Re: Nationale Nachhaltigkeitsstrategie

Beitragvon Pevo » Mo Nov 11, 2013 22:25

tyr hat geschrieben:
Pevo hat geschrieben:Sehr geehrte Forum-Teilnehmer,

die bisherigen Beiträge zeigen die Problematik des Themas Nachhaltigkeit. Selbstverständlich bin auch ich der Ansicht, dass der Begriff überstrapaziert wird. In dem Zusammenhang mit der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie weist er in die Richtung „Nutzung von begrenzten öffentlichen Gütern/ Schutzgütern in einer Weise, dass Menschen gegenwärtig benachteiligter Regionen und zukünftige Generationen vergleichbare Chancen haben.“ Diese Definition ist unvollkommen, zeigt meines Erachtens worum es in dieser Diskussion gehen sollte. (Wer daran spitzfindig herumnörgeln möchte ohne einen konstruktiven Gegenvorschlag zu machen, sollte sich hier aus der weiteren Diskussion heraushalten).
Die nationale Nachhaltigkeitsstrategie verstehe ich als den größten gemeinsamen Nenner als Ergebnis einer öffentlichen Diskussion. Ich halte sie für eine gut geeignete Basis für den interessierten Bürger/Bürgerinnen, um die Entwicklung der Gesellschaft und der Umwelt zu verfolgen. Wenn man über die nationale Nachhaltigkeitsstrategie diskutiert, sollte man sie möglichst gelesen haben, um sich nicht in Beliebigkeit zu verlieren.
Die Nachhaltigkeitsstrategie nennt diverse Ziele, die regelmäßig überprüft werden. Für den Landwirtschaftsbereich werden drei umweltrelevante Ziele seit Jahren nicht erreicht. Mit der Diskussion auf dem Blog (keine Werbungsabsichten) möchte ich meinen Vertretern im Bundes- und Landesparlament zeigen, dass man nicht nur zur Wahl geht, sondern auch inhaltlich interessiert und in der Lage ist, die Einhaltung politischer Ziel zu verfolgen und ggf. Rechenschaft und Veränderung anzumahnen. Es ist ein Weg von vielen möglichen, an der Gestaltung dieser Gesellschaft teilzunehmen. Ich hoffe weiterhin auf eine Teilnahme in meinem Blog: waehlerauftrag.blogspot.com/


Ein Wirtschftssytem das auf Wachstumszwang basiert kann niemals nachhaltig sein.
Solange das nicht eingesehen wird, ist das alles vergebliche Mühe.


Sehr geehrter Tyr,

das sehe ich ähnlich. Sie kennen sicherlich die zahlreichen alternativen Bemühungen, die im weitesten Sinne als Postwachstumsökonomie bezeichnet werden. Ich betone den Begriff Bemühungen. Ihre Behauptung im zweiten Satz ist verständlich. Sie provoziert mich allerdings zu der Frage: "Haben Sie die Lösung?". Ich habe kürzlich in Hamburg den Kongress "Plurale Ökonomie" besucht. Eine hochinteressante Veranstaltung junger Ökonomen, die die klassischen Ökonomieansätze kritisieren, die Sie sicherlich interessiert hätte. Die Vorträge wurden aufgezeichnet. Auf Wunsch kann ich Ihnen die Internet-Adresse besorgen.
Ihre Kritik sollte uns aber nicht davon abhalten, die aktuellen Tatsachen zu bewerten. Da verweise ich noch einmal auf die Verfehlungen der nationalen Nachhaltigkeitsziele und würde mich über eine Teilnahme auf meinem Blog: waehlerauftrag.blogspot.com/ freuen.
Pevo
 
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Re: Nationale Nachhaltigkeitsstrategie

Beitragvon Pevo » Mo Nov 11, 2013 22:28

Harald hat geschrieben:
Pevo hat geschrieben:Es ist auch nicht nachvollziehbar, weshalb der Ausbau des ökologischen Landbaus zu einer Zunahme der Importe führen sollte.

Ist das ernst gemeint?!


Durchaus. Bitte klären Sie mich auf, wo mein Unverständnis liegt
Pevo
 
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Re: Nationale Nachhaltigkeitsstrategie

Beitragvon Pevo » Mo Nov 11, 2013 22:32

langer711 hat geschrieben:
tyr hat geschrieben:
Ein Wirtschftssytem das auf Wachstumszwang basiert kann niemals nachhaltig sein.
Solange das nicht eingesehen wird, ist das alles vergebliche Mühe.


Genau so sehe ich das auch!

Aber wenn man schonmal die Synapsen in diese Richtung bemüht, dann lasst uns doch gleich auch die Frage stellen, warum wir denn unbedingt Wirtschaftswachstum benötigen für die Gesellschaft ?
Ich meine: Was denn noch ? jedes Jahr ein neues Auto oder jeden Tag 10 Kilo Fleisch ?

Unser Planet ist nunmal eine Kugel, und diese Kugel hat einen festen Durchmesser und damit eine mathematisch festgesetzt Oberfläche, die sich nicht vergrößert.
Warum soll es hier ständiges Wachstum geben ?
Bäume wachsen doch auch nicht in den Himmel.

Es gibt Personen, die wollten ständiges Wachstum, einer davon ist Rainer Calmund.

Wir haben also Real-Güter, die nicht ständig wachsen können, soweit denke ich mal, sind wir uns einig.
Die Wirtschaft soll aber ständig wachsen, also müssen die Preise ständig wachsen, sonst gehts nicht.
Nur der Grund entzieht sich mir an dieser Stelle immernich, warum die Wirtschaft denn ständig wachsen muss !



Gut, Thema so stehen lassen... Gedanklich aber noch nicht verwerfen.

Staatsverschuldung:
Es wird immer propagiert, das die Verschuldung gesenkt werden muss.
Was wird denn passieren, wenn wir das wirklich eines Tages schaffen würden (was ich für ausgeschlossen halte, aber gut)
Es gibt nicht einen einzigen Euro oder Dollar oder sonstwas auf diesem Planeten, der nicht gegen Zinsen von irgendeiner Zentralbank in Umlauf gebracht wurde.
Nach 1 Jahr Laufzeit schuldet man also der Zentralbank für 100 Geldeinheiten (GE) bei 1 % Zinsen 101 Euro
Jetzt überlegt man sich das Geld zurück zu zahlen, aber es gibt doch nur 100 und nicht 101 GE!
Es gibt nur einen Ausweg, Schulden!

Würden wir also heute alle Staatsschulden abbauen, müssten wir ein vielfaches dessen zurückgeben, was überhaupt existiert, man bedenke, das unser Schuldgeldsystem schon etwa 70 Jahre existiert und entsprechend oft wurde neu verschuldet.
Nun gibts ja noch die Privat-Konten, aber die sind doch auch nur auf Schulden basierend.
Würden wir die Staatsschulden zurückbezahlen, müssten wir zunächst die Privatkonten plündern, und mit diesem Geld könnten wir trotzdem nur einen Teil der Staatsschulden abtragen.
Gleichzeitig käme die Wirtschaft zum Erliegen, weil ja Geld unser Blutkreislauf ist.

Und jetzt verbinden wir das Ganze noch:

Nur eine florierende Wirtschaft, dient dem Staat als Sicherheit bei der Neuverschuldung, die mittlerweile ins Uferlose steigt.
Wir müssen neu verschulden, weil die Zinsen drücken.
Wir können nur neu verschulden, wenn wir Sicherheiten bringen.
Die Sicherheit ist unsere Wirtschaft.
Also brauchen wir Wirtschaftswachstum, damit die Sicherheiten für die Neuverschuldung reichen.

Leute, die dieses Problem ansprechen, werden als Spinner diffamiert, oder Verschwörungstheoretiker.
Was denn? - Wer so denkt, denkt wenigstens mal nach!

Wohl bekomms


Ein interessanter Beitrag mit berechtigten Argumenten. Es behandelt jedoch nicht mein Anliegen dieses Forum-Themas.
Pevo
 
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Re: Nationale Nachhaltigkeitsstrategie

Beitragvon Pevo » Mo Nov 11, 2013 22:41

Sikubauer hat geschrieben:Aus den bisherigen Beiträgen von Pevo lese ich nur Ahnungslosigkeit und Besserwisserei.
Deshalb interessiert mich "sein Blog" noch nicht mal ansatzweise, egal ob mit oder ohne Werbungsabsichten.


Schade, ich war bemüht meine eigenen Ansichten durch Aussagen (meinens Erachtens) kompetenter Institutionen unseres demokratischen Systems zu belegen. Die erhoffte Diskussion sollte Politiker zeigen, dass es ausreichend mündige Bürger gibt, die sich um konstruktive Teilnahme bemühen. Ich werden mich anstrengen, zukünftig den Eindruck von Ahnungslosigkeit und Besserwisserei zu korrigieren. Bitte geben Sie mir dabei inhaltliche Hilfestellungen. Danke
Zuletzt geändert von Pevo am Mo Nov 11, 2013 23:07, insgesamt 1-mal geändert.
Pevo
 
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Re: Nationale Nachhaltigkeitsstrategie

Beitragvon Pevo » Mo Nov 11, 2013 22:54

Harald hat geschrieben:
Pevo hat geschrieben:Die kurzen Statementsment werden der Bedeutung von zukünftiger Nachhaltigkeit meines Erachtens nicht gerecht.

Ich bin nach wie vor der Meinung, dass mein voriger Beitrag genau diesem Kontext sehr passend ist.

Im Artikel wird ein Nichteinhalten von Nachhaltigkeitszielen™ durch mangelnden Willen zur Ökologisierung moniert. Dabei bleibt allerdings die Interaktion mit dem Ausland unberücksichtigt.

Bereits heute hinterlassen wir in Sachen Ernährung einen sehr großen ökolgischen Fußabdruck™ im Ausland, wie nicht zuletzt an der negativen Agrarhandelsbilanz ersichtlich ist. Wäre es nachhaltiger™, wenn wir Deutschland in ein Naturparadies verwandeln, in dem wesentlich weniger Lebensmittel erzeugt werden - das aber weiterhin mit 80 Mio homo sapiens magis minusve besiedelt ist, die täglich ernährt sein wollen?

Leider macht der Artikel keine Aussage über dieses was-wäre-wenn, sondern geht davon aus, dass die Ökologisierung nur vorteilhaft für das Erreichen von Nachhaltigkeitszielen™ sein kann. Und beruft sich - soweit ich das aus den mangelhaften Quellenangaben entnehmen kann - dafür lediglich auf "umweltkompetente Fachkreise" bei Destatis :roll:

Hallo Harald,
danke für den konstruktiven Beitrag. Mir geht es darum, die mich (uns) in der Repräsentativen Demokratie vertredenden Politikern zu dokumentieren, dass mündige Bürger neben einer "Stimmabgabe" auch noch inhaltliche Wähleraufträge zu vergeben haben. Deshalb versuche ich den Blog waehlerauftrag.blogspot.com/ zu unterhalten. Das spricht nicht gegen eine Diskussion in diesem Forum.
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Re: Nationale Nachhaltigkeitsstrategie

Beitragvon Sikubauer » Mo Nov 11, 2013 23:06

Pevo hat geschrieben:Schade, ich war bemüht meine eigenen Ansichten durch Aussagen (meinens Erachtens) kompetenter Institutionen unseres demokratischen Systems zu belegen. Die erhoffte Diskussion sollte Politiker zeigen, dass es ausreichen mündige Bürger gibt, die sich um konstruktive Teilnahme bemühen. Ich werden mich anstrengen, zukünftig den Eindruck von Ahnungslosigkeit und Besserwisserei zu korrigieren. Bitte geben Sie mir dabei inhaltliche Hilfestellungen. Danke


Ich denke gar nicht daran.

Wir haben hier ständig mit Leuten zu tun, die glauben, sie könnten Landwirtschaft besser als gelernte (und oftmals studierte) Landwirte. Es steht jedem frei, den Beweis anzutreten und zu dokumentieren. Solange das nicht geschehen ist, gehe ich davon aus, dass "der Bereich Landwirtschaft" (siehe Anfangsbeitrag) seine Arbeit sehr ordentlich macht.
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Re: Nationale Nachhaltigkeitsstrategie

Beitragvon Favorit » Mo Nov 11, 2013 23:41

Hi,

diese Debatte ist in Teilen shizophren:
Die Industrienation Deutschland (Nr.1 in der EU) importiert sehr viele Lebenmittel. D.h. nicht mal eine intensive "Agrarindustrie" könnte 82Mio Deutsche ernähren.
Deshalb sind unsere Läden voll mit Obst und Gemüsen aus allen Herren Ländern, deshalb importieren wir Rindfleisch aus Argentinien und ergänzen wir die nationale Kornernte sehrr egelmäßig auf den Weltmärkten.
Die deutsche Sau frißt Soja aus "Brasilien" und sorgt dabei für eine massive "Industrialisierung" der Böden in Lateinamerika. Monstanto: Alles ist möglich!
Daher kann man zwar Nachhaltigkeitsziele formulieren - und es ist noch viel, was man tun kann.
Aber das alles hat Grenzen!
Wir dürfen nicht zulassen, daß es so läuft wie in GB: Das daheim eine Bio-Landwirtschaft das Fressen für die Royals liefert, die "gesamte Bevölkerung" jedoch aus Imorten ernährt wird...
D.h. es muß eine Strategie umgesetzt werden, die tatsächlich NACHHALTIG ist.
Einige Städter kapieren das nicht: Auf 1ha Bioacker wächst viel weniger Ernte, als unter anderen Bedingungen - Diese wiederum sind verhandelbar!

Ich gebe dem Block recht, wenn er die Überdüngung geißelt. Wir haben zu viel Hau-Drauf-Mentalität und zu wenig qualitativen Kunstdüngereinsatz. Die sektorale Verkettung mit chemischen Industrien in Deutschland ist äußerst folgenreich!
Derzeit ist "Monanto&Co" dabei, über noch intakte afrikanische Böden sowie die ausgewählter anderer Länder herzufallen... :evil:
Bitte: Ich nehme ebenfalls zur Kentniss, daß es nach Berechnungen bis 2040(?) 10Mrd. Menschen auf der Erde geben wird. Nur: Dasselbst ist die Katastrophe...
Bitte: Das sind 2 Kurven - Ökologische "Artenvielfalt" und Ernährung der Deutschen!
Wir müssen ein Maß finden - und ein Schnittmenge auch tatsächlich umzusetzen.
Der Blog hat insofern recht, als er etwas anspricht, was für die gesamte Wirtschaft in Deutschland in letzter Zeit prägend ist: Ein politischer Stillstand unter "christlich"-konservativen Vorzeichen!
Und von Ihrer Neuen Regierung brauchen Sie auch überhaupt Nichts erwarten...Korruption, Inkompetenz und "Weiter so, es geht doch" herrschen gesamtgesellschaftlich vor!!

RE. Wachstum: Die BRD wächst schon lange nicht mehr - bzw. wenn die Experten streiten, geht es um "0,25"-"0,5"% jährlich, was dort als tolle Nachricht zelebriert wird...
Schon vor Jahrzehnten hat der sog. Club of Rome seinen Bericht vorgelegt, dieser ist verlegt worden unter dem Buchtitel "Die Grenze des Wachstums" - diese Schrift dürfte sich so mancher Betriebsführer einmal aneignen, wenn ich den Thread hier so betrachte...
Auch in der Lw gibt es kein Wachstum - so ein Unsinn! Bitte: Ihr Betrieb kann wachsen - aber NUR auf Kosten anderer Betriebe; in der gesamten Lw deutschlands "wächst" nix!!
Die Diskussion mit dem Wachstum, der heiligen Kuh, ist eine verdammte Scheindebatte - geführt um IHNEN die Birne zu waschen!!!
Fuck the EU
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Re: Nationale Nachhaltigkeitsstrategie

Beitragvon Harald » Mo Nov 11, 2013 23:57

Pevo hat geschrieben:
Harald hat geschrieben:
Pevo hat geschrieben:Es ist auch nicht nachvollziehbar, weshalb der Ausbau des ökologischen Landbaus zu einer Zunahme der Importe führen sollte.

Ist das ernst gemeint?!

Durchaus. Bitte klären Sie mich auf, wo mein Unverständnis liegt

Bio hat - insbesondere wenn im großen Stil betrieben - wesentlich geringere Flächenerträge zur Folge als konventionelle Wirtschaftsweise. Also könnten von den nicht vermehrbaren 17 Mio ha landwirtschaftlicher Nutzfläche in Deutschland auch entsprechend weniger Menschen ernährt werden.
Daran lässt sich auch durch eine Klärung der Produktzusammensetzung der "Erträge" nichts wesentliches ändern. Auch mit der vielbeschworenen Reduzierung des Fleischkonsums wäre es bei weitem nicht möglich, mit großflächigem Bio genauso viele Menschen von der gleichen Fläche zu ernähren.

Es ist auch nicht davon auszugehen, dass die Mehrheit der Deutschen eine dauerhafte FDH-Diät akzeptieren wird. Also: Woher sollen die Lebensmittel kommen?

Konventionelle Landwirte geben nicht aus Spaß viel Geld für Pflanzenschutzmittel und Kunstdünger aus, sondern unter anderem um eine Ertragssteigerung ihrer Produkte zu erreichen.

Quizfrage: Warum ist im Bio-Landbau der Einsatz von Wirtschaftsdüngern (also Gülle, Mist) zulässig, welche in der konventionellen Landwirtschaft angefallen sind?
Ich fordere den sofortigen Rücktritt der Bauernverbandspräsidenten Joachim Ruckwied (DBV) und Walter Heidl (BBV).
Beide sind unfähig, die Bauern ihres Verbandes in der Öffentlichkeit zu vertreten.
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