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Nützen die neuen Tierschutzvorschriften den Tieren?

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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133 Beiträge • Seite 2 von 9 • 1, 2, 3, 4, 5 ... 9
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Re: Nützen die neuen Tierschutzvorschriften den Tieren?

Beitragvon SHierling » So Dez 11, 2011 12:40

Ich denke, hier eine Diskussion über Mangalitza als "Schweine zur Versorgung" anzufangen, ist - sorry - genau so ein Schwachsinn wie das, was "der Verbraucher" immer fordert. Wollis sind Fettschweine, und auch als solche gedacht und gemacht, und die Bezahlung nach Fett ist irgendwann in den 50er Jahren schon abgeschafft worden. Und die Mastleistung ist inklusive Futterverwertung derartig schlecht, daß selbst die Versuche, solche Rassen als Kreuzungspartner auf Station zu halten, schon lange wieder aufgegeben wurden.

Ist aber ein schönes Beispiel für die absolute Widersinnigkeit von Verbraucherforderungen.
Angucken und "erhalten" wollen sie solche Tiere alle, aber Fett Essen will keiner. Solche Beispiele gibts doch genügend: man soll "Alte Hühnerrassen" halten, aber trotzdem solls Eier im Winter geben. Man soll die Hähnchenküken nicht schreddern, aber magere Suppenhähnchen will keiner haben. Man soll "nicht spritzen", aber Mykotoxine im Essen dürfen auch nicht sein. Und natürlich soll man "nicht düngen", aber das Essen soll "alle gesunden Nährstoffeund Spurenelemente" haben. Statt dessen sollen alle Tiere am besten ganzjährig im Freiland laufen, aber ja nicht da hinscheissen, Nitrat imn Grundwasser darfs auch nicht sein.

Schwachsinn auf der ganzen Linie.
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Re: Nützen die neuen Tierschutzvorschriften den Tieren?

Beitragvon Cairon » So Dez 11, 2011 12:59

Ebermast wäre ja durchaus machbar, die Tiere müssten dann eben mit 80 kg Lebendgewicht an den Haken, die Schlächtereien werden sich freuen über die steigenden Stückkosten und sie gleich an die Produzenten weiter geben. Technisch Machbar ist die Ebermast geht in Großbritannien, Irland, Dänemark, Spanien und Portugal ja auch. Die Frage ist nur, ob der Verbraucher Eberfleisch akzeptieren wird oder wir er sich den Ebergeruch beim Braten einbilden, selbst wenn das Kotelett von einer Sau stammt? Wichtig ist ein zuverlässiges System zu entwickeln mit dem belastete Schlachtkörper aussortiert werden können.

Sicher hat der Tierschutz seine Berechtigung und im Vergleich zu früheren Haltungsmethoden hat sich ja auch viel fürs Tierwohl verbessert. Das Problem bei den aktuellen Änderung ist in meinen Augen hauptsächlich die Ungleichbehandlung. Nicht mal innerhalb der EU gibt es gleiche Anforderung von der Umsetzung der Beschlüsse ganz zu schweigen. Wenn Deutschland höhere Tierschutzstandards fordert als andere Länder, dann müsste für diese Länder ein Importverbot für die betreffenden Produkte verhängt werden, es sei denn es kann nachgewiesen werden, dass die Produkte nach den hier geltenden Standards produziert wurden. Das wird aber in Deutschlands nicht passieren, da man im Gegenzug Exportbeschränkungen für die Industrie fürchtet.

@tyr
Wo liegt denn die Futterverwertung bei Mangalitza?

@SHierling

Genau das ist der Punkt, der Verbraucher hat sich soweit von der Produktion entfernt, dass er gar nicht mehr beurteilen kann was er wirklich fordert. Und die biologisch einwandfreie eierlegende Wollmilchsau, die man nicht füttern muss und die nicht ausscheidet gibt es eben nicht.
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Re: Nützen die neuen Tierschutzvorschriften den Tieren?

Beitragvon Jochens Bruder » So Dez 11, 2011 13:03

SHierling hat geschrieben:Im schlimmsten Fall kommen die Chinesen auf die Idee, daß die Hühner sowieso aus Asien stammen und da auch draußen rumlaufen können, denen ist ihre Umwelt noch egal und die Vogelgrippe haben sie sowieso, da ist selbst "Freilandei-Export" keine Hürde,


Das wird so oder so passieren, ob mit oder ohne Tierschutzgesetze usw. Die Fernost-Geflügelproduzenten haben nämlich gegenüber ihren westlichen Mitbewerbern einen entscheidenden Vorteil: Der dortige Binnenmarkt nimmt alle Teile der Masthähnchen auf, also auch Flügel, Schenkel und Innereien. Im Supermarkt sind die Kilopreise für Flügel höher als für Brustfleisch. In vielen Fernost-Ländern steigen die Hektarerträge beim Getreide drastisch an, die Nachernteverluste werden immer geringer. Dadurch entstehen zusätzliche Kapazitäten für den Futtermittelanbau.

All dies, kombiniert mit niedrigeren Löhnen und geringeren Tierschutz- und Umweltstandards, wird in absehbarer Zeit zu einer gigantischen Überproduktion führen. Mal sehen was aus der Politiker-Religion vom freien Welthandel wird wenn die ersten asiatischen Kühlcontainerschiffe in Europa und USA anlanden und die Märkte mit Hähnchenbrustfleisch fluten. Dann wird der derzeitige Export von Geflügelteilen nach Afrika in einem ganz anderen Licht erscheinen.
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Re: Nützen die neuen Tierschutzvorschriften den Tieren?

Beitragvon SHierling » So Dez 11, 2011 13:07

Cairon hat geschrieben:Ebermast wäre ja durchaus machbar, die Tiere müssten dann eben mit 80 kg Lebendgewicht an den Haken, die Schlächtereien werden sich freuen über die steigenden Stückkosten und sie gleich an die Produzenten weiter geben. Technisch Machbar ist die Ebermast geht in Großbritannien, Irland, Dänemark, Spanien und Portugal ja auch.

Bleibt aber immer noch der Punkt, an dem Du Eber nun mal nicht ohne weiteres in Gruppen halten kannst, wenn Du auf "artgerechte Haltung" wert legst. Und bei 80kg lebend schreit dann auch garantiert wieder irgendeiner rum weils "Babyfleisch" ist.
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Re: Nützen die neuen Tierschutzvorschriften den Tieren?

Beitragvon forenkobold » So Dez 11, 2011 13:12

den Preis, den man bei 80 kg lebend erzielen müßte, zahlt niemand.
Lieber garkeine Signatur als ne doofe....
OHHPSS.. zu spät
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Re: Nützen die neuen Tierschutzvorschriften den Tieren?

Beitragvon SHierling » So Dez 11, 2011 13:24

tyr hat geschrieben:
Cairon hat geschrieben:
@tyr
Wo liegt denn die Futterverwertung bei Mangalitza?



Keine Ahnung, hab keine Daten, können aber im größeren Stil Dinge verwerten, bei denen moderne Mastschweine schlicht verhungern würden, wie Gras/Grünschnitt z.B..... Gartenabfälle, Äpfel im großen Stil usf.
Natürlich brauchen die trotzdem einen Kraftfutterteil....

Keine Ahnung trifft es demnach ziemlich genau.

Cairon: guckst Du mal hier
http://home.tele2.at/wsnaweb/IGWOE/3_03.htm

Futterverwertung haben die nicht mit erhoben, liegt nach anderen Versuchen bei ca 4 bis ca 6-7:1 (je nach Fütterung - bei viel "Grünfutter" naturgemäß schlechter, und da hast Du dann noch dazu die besch..enen MUFA- und PUFA-Werte*), aber ein Muskelfleischanteil von unter 40% selbst bei angemessener Fütterung und tägliche Zunahmen von weniger als 500g bei weniger als 9 Ferkeln ist ja auch schon nur "Hobby", selbst dann, wenn jemand das Fett kaufen wollen würde. Schmalz geht gut, dafür hatte ich auch mal Abnehmer, fetter Speck auch, aber das ist eben auch immer wieder nur "Lücke".

*paßt auch wieder haarscharf ins Muster: "Gesunde Fettsäuren", also mehrfach ungesättigte, wollen sie alle haben, aber "fester Speck" und angemessenes Fett für Dauerwaren soll auch dabei rauskommen - und das widerspricht sich dann genau so wie alles andere.
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Re: Nützen die neuen Tierschutzvorschriften den Tieren?

Beitragvon SHierling » So Dez 11, 2011 13:37

?? Dieses Faß wollte ich gar nicht aufmachen, aber auch die Gülle der großen Mastbetriebe muß irgendwo hin

Ja und? Gülle - egal aus welchem Betrieb - hast Du als Wirtschaftsdünger ZUR VERFÜGUNG, und kannst sie angemessen einsetzen und auf alle Flächen Deiner Wahl verteilen. Das nennt sich Düngung nach Entzug und ist völlig ok.

Weidenschweine legen aber Kotecken an, bei denen der N-Eintrag ins Grundwasser nach Versuchen bei 600 bis über 1000(!) kn/N liegt. Und das hat mit egalwelcher Form von "Düngung" nichts mehr zu tun.
Zuletzt geändert von SHierling am So Dez 11, 2011 13:38, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Nützen die neuen Tierschutzvorschriften den Tieren?

Beitragvon SHierling » So Dez 11, 2011 13:40

Wieviel Speck die ausbilden liegt an jedem selber, das ist eine Fütterungsfrage.

Sorry, aber so weit unter Niveau hab ich keine Lust mehr.
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