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Nützen die neuen Tierschutzvorschriften den Tieren?

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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133 Beiträge • Seite 1 von 9 • 1, 2, 3, 4, 5 ... 9
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Nützen die neuen Tierschutzvorschriften den Tieren?

Beitragvon Cairon » Sa Dez 10, 2011 18:16

Das Verbot von Käfighaltung bei Legehennen, hat den Selbstversorgungsgrad mit Eiern in der BRD von 70% auf 30% gesenkt. Weniger Eier werden aber nicht verzehrt, Käfigeier dürfen importiert werden, sei es als ganzes Ei oder verarbeitet. Man hat durch die neuen Vorschriften die Produktion nur nach Osteuropa verlagert wo die Hühner jetzt nicht nur in den gleichen sonder teilweise sogar in den selben Käfigen stehen wie sie es hier taten. Die Belegungsdichte ist auch höher als sie hier war, hat man also mit den neuen Gesetzen den Hühnern wirklich einen Gefallen getan oder sich nur ein gutes Gewissen verschafft in dem man die Produktion ins Ausland getrieben hat? In den Läden bekommt man hauptsächlich Eier aus Bodenhaltung, aber was ist mit den ganzen Eiern die in verarbeiteten Produkten stecken, wer fragt wo die her kommen?

Pelztierhaltung ist sicherlich ein kritisches Thema und man kann darüber denken was man möchte, aber Pelze werden nachgefragt also wird es auch Betriebe geben die diese liefern werden. Diese Betriebe werden zukünftig aber nicht mehr in Deutschland stehen. Die neuen Vorschriften besagen, dass Nerze zukünftig nur in Käfigen mit einer Mindestgröße von 3 m² gehalten werden dürfen, dabei steht jedem Tier mindestens 1 m² zu. Sicherlich wäre es für die Tier ein Gewinn was die Haltungsbedingungen angeht, aber so wird es doch nicht kommen. Viele Betriebe haben ihre Farmen hier schon aufgegeben und mit dem Inkrafttreten der neuen Vorschriften 2012 ist es dann auch mit den letzten betrieben vorbei. Mit den neuen Vorschriften können Betriebe gegen Farmen aus Osteuropa nicht bestehen, Betriebe die weiter in diesem Geschäft bleiben wollen werden ihre Produktion verlagern und dann auch deutliche höhere Belegungsdichten fahren als sie hier bisher erlaubt waren. Ist den Tieren damit geholfen worden? Man entzieht die Produktion der Kontrolle der deutschen Behörden und brüstet sich damit viel für die Tiere getan zu haben, dabei werden die Tiere nur wo anders gehalten.

Es läuft nach dem Modell Remml ab, wasch mir den Pelz aber mach mich nicht nass. Hier brüstet man sich mit den gewaltigen Fortschritten im Tierschutz und importiert die fertigen Produkte dann einfach von wo anders her.

Top Agrar hat geschrieben:Die Massentierhaltung wolle der Minister zwar nicht gänzlich abschaffen, da es auch genügend positive Beispiele gebe. Aber er stelle sich generell die Frage, ob Tiermast am Standort Deutschland geschehen müsse, so der Grünen-Politiker weiter.

http://www.topagrar.com/news/Schwein-Ne ... 39367.html

Wenn man sich die Entwicklung im Schweinebereich anschaut befinden wir uns doch auch auf dem weg dahin. Ich war Donnerstag auf einer Versammlung. Dort wurde ein sehr gute Vortrag über die Schweinehaltung ab 2013 gehalten. Der Referent sitzt mit in den Fachausschüssen und arbeitet an diesen Forschriften auf Seite der Landwirte mit. Zu beginn sagte er: "Bitte fragen sie mich nicht nach dem Sinn und der Umsetzbarkeit der einzelnen Vorschriften, dann kann ich ihnen teilweise auch nicht erklären. Tierschutz wird in Deutschland leider nicht mehr von Fachleuten gemacht, sondern von der Volksmeinung. Das Empfinden des Menschen wird 1 zu 1 auf das Tier übertragen."
Er berichtete auch von einem Fall in Berlin zu dem er als Sachverständiger hinzugezogen wurde. Ein Ferkelerzeuger bekam eine Anzeige weil er angeblich den Ferkel die Schwänze komplett amputiert hatte. Wie sich herausstellte hatte er die Schwänze relativ lang gelassen, so dass die Tiere in den Flatdecks anfingen zu beißen. Durch entsprechende Behandlung verheilten die Wunden und die Tiere wurden ohne Schwänze verkauft. Ist es also Tierschutz auf das kürzen der Schwänze zu verzichten? Er meinte auch, dass es über kurz oder lang zur Ebermast in Deutschland kommen würde, alles andere würde vom Verbraucher nicht akzeptiert. Die Kastration per Spritze würde auch nicht akzeptiert, da der Verbraucher Angst hätte, dass es zu Auswirkungen auf die eigenen Hoden kommen könnte. Auch die Ausgestaltung der Stände für die Sauen habe nichts mit Fachlichen Anforderungen zu tun, sondern sein willkürlich festgelegt worden. Es gab da noch eine ganze Reihe von Punkten die ich hier nicht alle aufführen möchte. Am Ende meinte er: "Sie können sich sicher sein, das ist noch lange nicht das Ende der Fahnenstange, nur haben wir als Erzeuger keine Chance es zu umgehen. Wenn die Entwicklung so weiter geht, wird es zu einer Verlagerung der Schweinehaltung ins Ausland kommen, vergleichbar der Verlagerung bei den Legehennen."

Aber kann das denn wirklich die Lösung sein? Wir schaffen hier Vorschriften die keiner mehr Einhalten kann und kaufen dann in Osteuropa, ist das nicht die Vollendung der Heuchelei?
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Re: Nützen die neuen Tierschutzvorschriften den Tieren?

Beitragvon forenkobold » Sa Dez 10, 2011 18:35

Es wird sich erst in der nächsten Generation rächen. Wir müssen da durch.
Lieber garkeine Signatur als ne doofe....
OHHPSS.. zu spät
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Re: Nützen die neuen Tierschutzvorschriften den Tieren?

Beitragvon automatix » So Dez 11, 2011 8:33

was werden die erst sagen, wenn die Ferkelerzeuger die Eber alle schlagen müssen, weil sie keiner haben will?
welcher Verbraucher will denn schon Eberfleisch essen?

normal sollten alle Schweinebauern aus Protest ein Jahr lang nicht mehr kastrieren und alle Eber groß Mästen - dann wird der Verbraucher schnell merken, wie toll doch Eberfleisch schmeckt....
Badaboom
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Re: Nützen die neuen Tierschutzvorschriften den Tieren?

Beitragvon westfale2030 » So Dez 11, 2011 9:20

Nenn es Heuchelei ich nenn es Psychologie.
Der Verbraucher stopft weiter Schweinefleisch, Hähnchenfleisch, Putenfleisch, Eier...... in sich hinein, hat aber das Elend der Mast nicht mehr vor der eigenen Tür.
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Re: Nützen die neuen Tierschutzvorschriften den Tieren?

Beitragvon Jochens Bruder » So Dez 11, 2011 10:08

Vieleicht hilft ein Blick in die Vergangenheit weiter. Es gab bereits diverse gesetzliche Beschränkungen die von den betroffenen Branchen zunächst als Untergang des Abendlandes an die Wand gemalt wurden. Ich denke da an die Verbote von Asbest, FCKW, DDT oder die Einführung der Katalysatoren. Diese Befürchtungen erwiesen sich hinterher als unbegründet weil die Wirtschaft gezwungen und in der Lage war Ersatzstoffe zu produzieren und die neuen Materialien tatsächlich mehr Vorteile als Nachteile gebracht haben. Und weil diese Gesetze praktisch weltweit eingeführt worden, alle Hersteller hatten also ähnliche Rahmenbedingungen.

Bei den Legehennen und den geplanten neuen Tierschutzgesetzen ist die Sache hingegen völlig anders gelagert. Hier werden noch nicht einmal auf EU-Ebene einheitliche Spielregeln durchgesetzt, von Importbeschränkungen aus Drittländern ganz zu schweigen. Das wird unter den derzeitigen Bedingungen in einem wirtschaftlichen Desaster enden. Das ist so ähnlich als wenn die Fifa beschließen würde dass bei der nächsten WM Deutschland und Holland ohne Torwart spielen müssen.

Meine einzige Hoffnung besteht darin dass es zu massivem Druck auf die Politiker kommt. Aber nicht nur von den Produzenten, das würde als Lobbyisten-Wehklagen abgetan. Das funktioniert also nur wenn auch die Verbraucher und der Handel auf die Barikaden gehen. Deshalb sind die tumben Schuldzuweisungen der Produzenten auf die angeblich dummen und geizigen Verbraucher extrem kontraproduktiv weil damit ohne Not die Front zersplittert wird. Man sollte sich stets vor Augen halten dass Politiker solche Gesetze nicht aus Dummheit beschließen sonder weil sie Wahlen gewinnen wollen. Wenn nur 2% der Wähler aus der Landwirtschaft kommen hat die Meinung der übrigen 98% eben mehr Gewicht.

Eine weitere Möglichkeit diesen Politiker-Irrsinn zu begegnen könnte in cleveren Marketing-Konzepten liegen. Das wird aber nicht funktionieren solange die Bio- und Konvistandards als unveränderliche Glaubens-Dogmen gegeneinander ausgespielt werden. Es kann sicherlich nicht schaden sich mal den Kopf frei zu machen und darüber nachzudenken wer eigentlich bislang von diesem quasi-religiösen Gegensatz profitiert hat. Es würde mich nicht wundern wenn am Ende die Lösung in der Mitte liegt.
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Re: Nützen die neuen Tierschutzvorschriften den Tieren?

Beitragvon Jochens Bruder » So Dez 11, 2011 11:09

schimmel hat geschrieben:Jochen, du glaubts wirklich, dass 98% der Bevölkerung sich eine Meinung zur Haltung von Nutztieren macht? Ich lach mich schlapp......


Ich habe nur gesagt dass diese 98% die Wahlen entscheiden. Als Produzent kann man sich entweder darüber schlapp lachen und den Verbraucher als dumm und geizig beschimpfen, oder man versucht ihn durch Transparenz und Dialog auf Augenhöhe ins Boot zu holen. Schlapplachen ist allerdings einfacher und bequemer.
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Re: Nützen die neuen Tierschutzvorschriften den Tieren?

Beitragvon SHierling » So Dez 11, 2011 11:14

Insgesamt denke ich, die ganze Tierschutz-Diskussion hat in ihren Anfängen schon eine Menge für die Tiere gebracht. Wenn ich mal so zurückdenke, 50er, 60er Jahre vom Hörensagen und Restebegucken: so toll sahen die Ställe ja wirklich nicht aus. Dann kamen die Laufställe für die Kühe, und als ich in den 80ern studiert hab, gabs jede Menge Forschung in Sachen Ethologie, da sind in Folge schon auch viele Fußböden und Stalleinrichtungen verbessert worden, Boxenmaße an Tiere angepaßt, und ganz ehrlich: "Kuhtrainer" in Anbindehaltung, und dahinter womöglich noch die Kälber auf dem Mistgang angebunden - das gabs ja wirklich mal alles, und wenn das irgendwann restlos verschwindet, werd ich solchen Methoden und Betrieben auch keine Träne nachweinen. Ich kenn auch noch angebundene niedertragende Sauen, und auch wenn die Gruppenhaltung nun auch nicht immer ganz einfach ist, tiergerechter ist sie auf jeden Fall. Und so ein schöner, moderner Kistenstall, vom TIER aus gesehen ist das schon klasse. Auf RBB läuft grad ein Bericht über einen Profi-Kaninchenmäster mit Bodenhaltung, simple Halle mit einzelnen, eingestreuten Boxen, wunderbar, aber da sieht man dann schon wieder die Grenzen: 30-40% höherer Preis, das geht auch nur auf Lücke, und so sieht es bei den Hühnern erst recht aus, nicht nur preislich, sondern auch biologisch: "tiergerechte Hühnerhaltung", wie sich der Verbraucher sie vorstellt, gibt es in D nun mal selbst beim besten Willen nicht, die gibts dann irgendwo ab Südfrankreich oder Italien.

Was das Kastrieren angeht: das ist durch die jahrelang fehlende Forschung ihn Sachen Praxisbezug einfach schlecht verkauft: die Verbraucher spenden ja horrende Summen, um Hunde und Katzen kastrieren zu lassen, das geht schon seit Jahrzehnten so und in der Folge sind verschiedene Krankheiten schon überhaupt nicht mehr selektierbar: den Leuten wird erzählt, das unkastrierte Rüden und Hündinnen Krebs kriegen und deswegen kastriert werden müssen, anstatt eine vernünftige Zuchtwertschätzung mit Nachkommenbewertung zu betreiben - das ist nicht nur sinnlos, das ist sogar in höchstem Grad kontraproduktiv, weil sich jeder Mist weitervererben kann, macht ja nix, wird ja eh weggeschnitten...

Also alles schön und gut, ABER inzwischen werden eben zunehmend Dinge gefordert, die selbst ganz ohne finanzielle Interessen gar nicht mehr machbar und auch gar nicht mehr sinnvoll sind. Ebermast in Gruppen hat mit tiergerechter Haltung nichts mehr zu tun, und ganzjährige Hühnerhaltung im Freiland auch nicht, und beim Thema Freilandhaltung, egal ob Schwein oder Huhn, werden heute auf der einen Seite genau die Dinge "übersehen" (Seuchen, Nitrateintrag) über die sich an anderer Stelle (Düngung!) dann wieder beschwert wird, das ist alles hinten und vorne nicht mehr realitätsnah.

Und über die wirtschaftliche und politische Seite der Sache ist doch hier schon xmal diskutiert worden. Die "Mehrheit" setzt ihren Willen durch, und weder in der Schweiz noch in D hat man beim Zusammenbruch der Selbstversorgung auf dem Eiermarkt irgendwelche Reaktionen gehabt, die Liebe zum Tier geht schon nicht so weit, das man sich mal über die tatsächlichen Bedingungen informieren würde, bis zum Preis geht sie erst recht nicht. Und es ist ja auch immer noch genug da - den Leuten kann ja gar nicht auffallen, was sie anrichten. Im schlimmsten Fall kommen die Chinesen auf die Idee, daß die Hühner sowieso aus Asien stammen und da auch draußen rumlaufen können, denen ist ihre Umwelt noch egal und die Vogelgrippe haben sie sowieso, da ist selbst "Freilandei-Export" keine Hürde, genauso wie dann die Milch und die Lämmer halt nur noch aus Neuseeland kommen. Dann gibts eben gar keine nationale Kontrolle mehr, und wenns dann eng wird, irgendwann, vielleicht, kommt mal einer auf die Idee, daß es nicht sinnvoll ist, sich im Lebensmittelbereich von anderen Ländern abhängig zu machen.
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Re: Nützen die neuen Tierschutzvorschriften den Tieren?

Beitragvon SHierling » So Dez 11, 2011 11:26

Guckstu Avatar: solche sollte man einfach nicht mehr füttern. Aber auf mich hört ja auch keiner.


Mich würde interessieren, was sich so Leute rein physikalisch-flächenmässig vorstellen? Glauben die, wenn hier nicht mehr produziert wird, wäre anderswo "mehr Platz", um uns mitzuversorgen? Das klingt für mich immer wie Veggie: die glauben auch, wenn hier kein Fleisch mehr gegessen wird, dann wächst in Afrika plötzlich Weizen oder in Australien regnets.
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Re: Nützen die neuen Tierschutzvorschriften den Tieren?

Beitragvon SHierling » So Dez 11, 2011 11:39

Nur mal so zwischendurch:
Der sogenannte Ebergeruch tritt im Prinzip nur auf wenn man einen rauschigen Eber schlachtet.... die Neigung zu dem Geruch ist auch ein rassebedingter Faktor, so zumindest meine erfahrung. Ich schlachte nun seit min. 10 Jahren auch unkastrierte Eber von mir, und ich hab noch nie ein Stinktier dabei gehabt

Schon mal überlegt, ob Du einfach zu den 25% aller Menschen gehörst, die das sowieso nicht schmecken können?
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Re: Nützen die neuen Tierschutzvorschriften den Tieren?

Beitragvon SHierling » So Dez 11, 2011 12:12

Naja nun, ein Bezug zur Rasse ist jetzt nicht wirklich irgendeine "neue Entdeckung", schließlich sind die meisten der heutigen Schweine auf Fruchtbarkeit gezüchtet, und Wollschweine sind bekannt dafür, daß sie kaum vernünftig rauschen, höhere Saisonalität zeigen, und im Schnitt auch keine nennenswerte Anzahl Ferkel bringen. Normale Eber und Sauen sind ja auch nicht mehr "saisonal".

Nur mal so ins Blaue hinein geraten aus dem, was ich so in den letzten 30, 40 Jahren gesehen und erlebt habe: "Zucht auf verminderten Ebergeruch" wird , wenn mans nicht über die Gentechnik lösen kann, schlicht und ergreifend irgendwann zu genau der verminderten Fruchtbarkeit führen, die man beim Wildschwein auch hat. Macht ja auch nix, läuft dann eben darauf hinaus, daß nur noch bestimmte "geruchsarme" Hybriden produziert werden, aber im Grunde ist das ganz einfach ein Rückschritt, und außerdem nichts anderes, als den Hennen die Brütigkeit wegzuzüchten, oder die Legehennen "rapstauglich" zu machen ohne Stinkeier, oder die Masthähnchen so schnellwüchsig zu machen, daß man die Elterntiere schon nicht mehr jeden Tag füttern kann. "Geruchsfreie Schweine" gibts dann eben über KB, ET oder andere Methoden - und das ist ganz sicher auch wieder nicht das, was "der Verbraucher" will. "Natürliche Eber" stinken nun mal. Punkt.
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