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Nutztierbefreiung - sinnvoll oder nicht?

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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85 Beiträge • Seite 3 von 6 • 1, 2, 3, 4, 5, 6
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Beitragvon Kaninchen » Fr Jul 27, 2007 20:44

Juna, ich frag jetzt mal ganz doof:
Kann man so eine Gnadenhof-Kuh nicht auch kastrieren lassen? :roll:
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Beitragvon H.B. » Fr Jul 27, 2007 20:48

Juna,

für was denn ein Lob? Erstmal müssen "Gnadenbrottanten" belehrt werden, mit den Tieren umzugehen, damit die nicht aufgrund reiner Ahnungslosigkeit verrecken, dann fallen sie den Landwirten mit Worten wie "Nutztierbefreiung" in den Rücken.
Ich sehe dich aber als Ausnahme, denn du informierst wenigstens, Hut ab!

Was ich aber nicht verstehen kann, warum werden Tiere so vermenschlicht, die haben doch ganz andere Ansprüche.

Warum "rettet" ihr eigentlich Rinder, die für "Unwissende" sehr schwierig zu halten sind. Es gibt doch sicherlich auch Krokodile oder was weiß ich für Vieher, die eurer Zuneigung viel mehr bedürfen :wink:
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Beitragvon H.B. » Fr Jul 27, 2007 20:55

Kaninchen hat geschrieben:Juna, ich frag jetzt mal ganz doof:
Kann man so eine Gnadenhof-Kuh nicht auch kastrieren lassen? :roll:


Hasi, diese Operation sollte aber an der zweibeinigen Gnadenhofkuh durchgeführt werden, damit könnte die zunehmende Volksverdummug eingedämmt werden.
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Beitragvon juna » Fr Jul 27, 2007 20:55

@ Kaninchen: *grins* können bestimmt, in der Klinik wäre das gewiss machbar, wahrscheinlich wäre aber die Kastration eines Rindes extrem risikoreich fürs Rind.
Ich hab mich aber noch nie mit der Kastration von Kühen und Stuten beschäftigt.
Meinen würde ich das nicht zumuten wollen, weil das Ablegen und Aufstehen bei der Narkose bereits so risikoreich ist und ja beide bereits ge(H)handicapt sind.
Ich denke hormonell könne man da wohl eher etwas machen, würde ich aber auch nur zulassen, wenn es da dementsprechend sichere Medis für gibt.
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Beitragvon Freni » Fr Jul 27, 2007 21:00

Warum Nutztier nicht einfach Nutztier lassen und ihnen trotzdem ein schönes Leben bieten ?

Nutztierhaltung ist doch nicht gleich Tierquälerei.

Kennt ihr diese Sendung um Gut Aiderbichl (Das beste Beispiel für "Tierretter") ? Da wurden ja auch regelmäßig Kälber gerettet, man kann fast glauben, die haben vergessen,aus was ihr Grillgut ist, und ihre Lederschuhe...


Das ist genauso wie mit den Pferden. Da sagt der Besitzer stolz, wie er sein Pferdchen vor dem Schlachter gerettet hat. Letztendlich ...nun ja
Wer Andern eine Bratwurst brät, braucht ein Bratwurstbratgerät!
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Beitragvon juna » Fr Jul 27, 2007 21:03

@HB: Das mit dem Lob und Schulterklopfen bezog sich lediglich auf diese Anmerkung von Estrell:

Es geht nicht drumm, erst mal jemandem, der was aussergewöhnliches tat auf die Schukter zu klopfen und zu sagen... "das hast du aber fein gemacht!" Sondern der darf sich bitte !vorher! hinsetzen und büffeln, und dann überlegt ein Tier bei sich aufnehmen.


Also ich glaub ja nicht, dass man Rinder vermenschlicht, indem man sie mit Artgenossen in Freilandhaltung mit Offenstall leben lässt, aber ok, wenn Du meinst
:wink:

Hasi, diese Operation sollte aber an der zweibeinigen Gnadenhofkuh durchgeführt werden, damit könnte die zunehmende Volksverdummug eingedämmt werden.


Och menno, und ich wollte mich grade von nem Bauern bedecken lassen, damit mein Genmaterial aufgewertet wird,...so`n shit aber auch :lol:
War kurz davor Dich um ne Samenspende zu bitten! Krieg ich wohl nicht, was?
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Beitragvon H.B. » Fr Jul 27, 2007 21:06

:lol: :lol: :lol: :lol: 8) :wink:
______________________________________________

Also ich glaub ja nicht, dass man Rinder vermenschlicht, indem man sie mit Artgenossen in Freilandhaltung mit Offenstall leben lässt, aber ok, wenn Du meinst


Ich hab dich doch immer schon als Ausnahme bezeichnet :wink:
Zuletzt geändert von H.B. am Fr Jul 27, 2007 21:09, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Kaninchen » Fr Jul 27, 2007 21:09

@H.B. Wie du meinem Namen sicherlich entnehmen kannst, hab ich mit Vieh nix zu tun und dementsprechend natürlich keine Ahnung. Wenn ich die hätte, tät ich ja nicht fragen, nä? :roll: Und beim Kleintierzeuchs ist eben Kastra Standard.

Ich arbeite in einem völlig anderen Bereich, in dem du wahrscheinlich recht dumm aus der Wäsche schauen würdest, kastriert oder nicht. :wink:

Im übrigen ist mit meinen Hormonen alles bestens! Bei dir auch? :lol:
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Beitragvon H.B. » Fr Jul 27, 2007 21:11

Hasi? :shock:

du auch Gnadenbrotkuh(tante)? ne, oder?

Ach ja, ich kann in vielen Bereichen arbeiten und auch denken, Hasi :wink:
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Beitragvon Kaninchen » Fr Jul 27, 2007 21:14

H.B. : Keine Sorge, hier sind alle Nickels kastriert :lol:
Und Kühe hat nur der Nachbar-Bauer.

Im übrigen lästern die hiesigen Bauern als "die Karnickeltante" über mich.
Kannste ja übernehmen - der Einfachheit halber... :wink:
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Beitragvon SHierling » Sa Jul 28, 2007 8:48

Hallo,
Es ist ja i.d.R. nicht so, dass man mal eben aus der Milchwirtschaft eine gesunde, junge, nutzbare Kuh abzieht, um diese zu retten.
Meist handelt es sich bei den Tieren, die letztendlich bei "Tierschützern" landen um Tiere, die nicht mal mehr beim Schlachter Geld einbringen.

Doch, leider ist das inzwischen genau so. Die Leute, die einfach nur "übergebliebene Tiere aufsammeln" sind nicht die, die die Probleme verursachen. Inzwischen werden von sogenannten Tierschützern gesunde, voll in der Leistung stehende Tiere von der Weide geklaut, nachts aus dem Auslauf geholt, oder sogar vor den "Augen" von TV-Kameras aus den Ställen "gerettet".

Falls sie dann tatsächlich irgendwann einmal Krebs entwickeln sollten, was ja gut sein kann, das glaube ich Euch ja auch ohne weiteres, dann ist das eben so und sie werden dann bei Zeiten euthanasiert.

Auch das ist lobenswert, aber leider nicht (mehr) die Regel. Im Gegenteili, wenn Du Dein Tier einschläferst, bist Du "Mörder", und "nicht besser als die KZ-Tierhalter". In den allermeisten Fällen ist heutzutage Gnadenhof gleichbedeutend mit Elend und Leiden bis zum tot Umfallen. Das (Umfallen) allerdings auf der grünen Wiese. Und das nennt man dann "natürlichen Tod". :shock:

Als "Gnadenhoftante" erwartet man übrigens weder Lob, noch Schulterklopfen von Landwirten, TÄ oder sonst wem. Man hofft nur auf ehrliche und faire Einschätzungen und eventuell etwas Starthilfe Wink
Und Spenden nicht zu vergessen ... immerhin leben die meisten Betreiber von Gnadenhöfen davon, daß sie das Leiden der Tiere ganz knallhart in Geld umsetzen, nicht anders als der Landwirt vorher deren Leistung.

Juna, es hat doch hier auch gar keiner was dagegen, wenn in solchen Fällen, wie Du sie beschreibst, den Tieren, solange möglich, ein "erfülltes Leben" geboten wird, und Deine Ansichten sind auch sehr vernünftig. Es gibt auch genug Landwirte, bei denen das ein oder andere Tier "einfach nur noch so" herumlebt, sei es als Lieblingskuh der Tochter, oder weil man schon so daran gewöähnt ist. Zu meiner Lehrzeit hatte mein Chef ein Pony, das war 1979, der war damals eigentlich für die Kinder. Inzwischen sind die Kinder selber Eltern, und der Chef mußte den Betrieb aufgeben - aber das Pony ist immer noch da :-)

Was mich - und ich denke, auch Andrea - immer wieder so auf die Palme bringt, sind diese krassen und völlig falschen Vorstellungen von einem Nutztier, die heutzutage kursieren. Stichwort Bambi-Syndrom, es gibt auch inzwischen zahlreiche weitere Untersuchungen zum Thema.
Es wird pauschal unterstellt, jedes Tier würde sich auf irgendeine wundersame Weise in ein Wildtier "rückverwandeln", wenn man es nur auf eine Wiese stellt, und als nächstes wird postuliert, daß die Natur gut sei, und alle Tiere Veganer, das der "natürliche Tod" in den allermeisten Fällen "gefressen werden" bedeutet, wird komplett ignoriert.
Dazu wissen die meisten Leute überhaupt nicht, welche Leistungen den Nutztieren inzwischen angezüchtet worden sind, und sie wissen erst recht nicht (das ist ganz schlimm), das man eben diese Genetik nicht ändert, wenn man einfach die Umwelt der Tiere ändert. Bei den Rindern ist das ganze noch am einfachsten, weitaus schlimmer sieht die Situation bei den Schweinen und Hühnern aus - erstens weil die tatsächlich genetisch viel weiter von ihrem Ursprung entfernt sind, und zweitens - ehrlich! - weil man die einfach besser "befreien" kann, weil mehr Leute Platz für ein Schwein im Vorgarten haben oder für 3 Hühner, als für eine Kuh.

Ich hab mal zu meinen Anfangszeiten als Hobbyhalterberatung die Internetforen quer über alle Nutz-Tierarten ausgewertet, um mal so zu gucken, ob und wo welcher Bedarf überhaupt da ist. Das ganze ist natürlich nicht repräsentativ, weil die Leute ohne Internet nicht dabei sind, aber für die, die sich - wie Du ja auch schreibst - Informationen suchen, gilt folgendes, Beispiel Schweine, weil ich das neulich schon mal rausgesucht hatte:
Mal ein paar Daten zu "Heimschweinen"
80% der Tiere werden aufgrund der Aussagen ihrer Halter nicht tiergerecht ernährt.
70% der Halter berichten von Verhaltensstörungen, agonistischen Verhaltensweisen, Agressivität gegen den Halter, oder Fehlprägungen.
wieder nahezu
80% der Tiere (teilweise mehr) müssen in Einzel- oder Paarhaltung leben und können wichtige soziale Verhaltensweisen nicht ausüben. Bei nahezu ALLEN
(98%) Heimschweinen wird die Thermoregulation im Winter nicht berücksichtigt, die Tiere verbringen - wie gesagt, alles die Aussagen der Halter!) - den überwiegenden Teil ihrer Zeit in Hütten ohne Heizung, was wiederum dazu führt, das der überwiegende Teil der arteigenen Verhaltensweisen nicht ausgeführt werden kann.
Die wenigsten (>10%) Heimschweinhalter kennen die Zusammenhänge zwischen Körpergewicht, Ernährung und Wärmeproduktion, Tabellen für den Mehrbedarf an Energie je °Temperatur weniger hab ich nirgends (außer meiner hier) gefunden.
Ebenfalls nahezu 100% der Halter haben keine Ahnung, welche gesundheitlichen Folgen fehlende Wechselausläufe für Boden und Tier haben, und wie vergleichbare Regelungen (Wasserschutzgesetz, DüngeVO, CC) für professionelle Freilandhaltung aussehen.
Nahezu 100% der Heimschweine leben ihr Leben lang!!! asexuell und haben keinerlei Möglichkeit mehr, ihrer züchterisch übersteigerten Fruchtbarkeit nachzukommen, die Folge sind Stereotypien, Agression, Veränderungen an den Geschechtsorganen usw), im Fall das Vermehrung stattfindet, sind die Ferkel meist ebenfalls Fälle für den Tierschutz

Bei den Landwirten gibt es natürlich seitens der Tierschützer ähnliche Untersuchungen, aber da sind dann nicht mal 10% (!!!) schwarze Schafe dabei!

Also nix für ungut und sorry, wenn man da dann schon mal etwas "lauter wird" - aber solche Bemerkungen wie "...wird garantiert nie geschlachtet werden", oder die Idee, man könne Prägungen nachträglich verändern, oder Leute, die pauschal meinem, Nutztiere würden "gequält und geschändet" wenn man ihre genetische Veranlagung nutzt (eben!) sind inzwischen schon wirklich Rote Tücher.
Meistens können solche Leute nicht mal die einfachsten Futterrationen berechnen, die Ansprüche ihrer Tiere an die Umwelt auch nur aufzählen, geschweige denn erfüllen.

Grüße
Brigitta
PS. Juna: ein allerletztes zu "Theorie" (und Praxis, oder eben nicht)
Es gibt ~3 anerkannte Definitionen zu dem Begriff, einmal Theorie allgemein im Gegensatz zu Praxis, das ist das, was Du uns hier wohl unterstellen willst, dann gibts die Theorie als "wissenschaftliches Lehrgebäude" ("ohne Praxis", das haben mehr so die Geisteswissenschaftler, Habermasjünger und Adornofreaks im Sinn), und dann gibts die Theorie im Sinne des "logischen Empirizismus", also die, die auch die Physiker benutzen (und die eben solange gilt, wie sie nicht widerlegt ist). Wenn man in den Biowissenschaften arbeitet, ist die letzte diejenige, die normalerweise "gemeint" ist, soweit hast Du recht, aber trotzdem käme niemand auf den Gedanken, die Stoffwechselvorgänge in einer Kuh oder die Gesunderhaltung eines Huhnes als "Theorie" zu bezeichnen.
Ich esse Fleisch, und ich weiß, warum.
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Beitragvon juna » Sa Jul 28, 2007 9:31

Es gibt ~3 anerkannte Definitionen zu dem Begriff, einmal Theorie allgemein im Gegensatz zu Praxis, das ist das, was Du uns hier wohl unterstellen willst,


Bin gerade arbeiten daher nur Kurz:

Nein, eben nicht! Hab ich im letzten posting aber auch bereits geschrieben. Ich hatte auf Grund Eurer Reaktionen aber bereits befürchtet, dass ihr das so aufgefasst habt!
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Beitragvon nordizicke » Sa Jul 28, 2007 14:23

tierbefreiung finde ich okay, wenn es sich um verwahrloste tiere handelt.
die dann ihr tiergerechtes leben leben dürfen bei fachleuten dann.
einfach irgendeine kuh von der weide klauen ist diebstahl und soche aktionen finde ich daneben.
diese orgas wie PETA etc, stehe ich eh sehr skeptisch gegenüber, die seriösen unter denen sind ja schon sektenhaft, der rest einfache betrüger im namen des tierschutzes.

zum thema handaufzucht: ein sehr heikles thema für das tier selber, handaufzucht NUR, wenn artgenossen vorhanden sind.
denn ein einzeln aufgezogenes tier ist fehlgeprägt und spätestens schwer oder garnicht händelbar, wenns geschlechtsreif wird.
moin moin
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Beitragvon pinacolada0304 » Sa Jul 28, 2007 15:36

So, hier nochmal meine Meinung und wohl auch das letzte Posting was ich hier mache! Ich verlass mich in Zukunft auf die Meinungen der Leute die sich in meinem Bekanntenkreis damit auskennen und der Meinung des TA.

Wie schon zweimal geschrieben wurde die Kleine nicht von der Mutter angenommen, sonst hätten wir sie doch nie von der Weide geholt! Somit war auch nix mit in den ersten 6 Stunden mit Kolostralmilch! Wo sollten wir die denn her nehmen??? Die Kühe sind Mutterkühe, stehen den ganzen Sommer auf großen Weiden und kommen im Winter in den Stall. Denen geht es auf der Koppel auch gut und die sind so glücklich, ihr müsstet mal sehen was das für eine Freude ist wenn es im Frühjahr wieder raus geht! Unter 40 Kühen die noch nicht alle gekalbt haben findet man nicht mal schnell die Mutter raus um ihr evtl. die Kolostralmilch abzumelken, was wohl auch ziemlich unmöglich ist auf einer Weide von sagen wir ca.3 ha. Wer anderes behauptet, mache es bitte vor!
Ich füttere auch nicht zum erstenmal ein Kalb, hab schon oft ausgeholfen wenn Not am Mann war, war schon bei Geburten dabei und einiges anderes.... also bin nicht die absolute Laie!

Zu der Sache, das die Tiere lange leiden bevor sie im Alter erlöst werden oder umfallen:
Das wird bei mir sicher nicht passieren! Als Tierbesitzer hat man auch die Verantwortung zu merken/zu sehen wenn es dem Tier nicht mehr gut geht, wenn es nur noch vor sich hin vegetiert oder mit den Schmerzen einfach nicht mehr "normal leben" kann.
Ich hatte mal eine Stute, ich kannte sie bevor ich sie gekauft habe schon einige Jahre,da sie vorher einer Freundin gehörte!Diese dann kein Interesse mehr hatte und sie zu einem gekommen ist der sie nur geschunden hat , der hatte dann kein Geld mehr und wollte sie schlachten lassen. Da hab ich sie gekauft, sie hatte chronische Hufrehe (falls das jemand was sagt), ich selbst hatte sie 5 Jahre und sie hat es noch gut gehabt (stand nur auf der Wiese, mit ihrer naja Freundin). Doch es wurde dann echt schlimm und ich hab gesagt "Bis hier her und nicht weiter" . Sie sollte leben, nicht leiden!!! Dann hab ich sie einschläfern lassen!
Es war hart, aber solche Entscheidungen muss man als Tierbesitzer treffen, darüber muss man sich vorher im Klaren sein!
Wenn mein Kälbchen irgendwann unheilbar krank ist oder Probleme mit den Gelenken hat, werde ich sie auch erlösen! Bzw. mein TA!!!

Wieso sollte sie nie selbst ein Kalb bekommen? Hier wird sich schon Gedanken gemacht.... das ist noch 1,5- 2 Jahre hin, eh es soweit ist/wäre!
Was die meisten hier schreiben ist sicher nicht ganz falsch und einiges auch vollkommen richtig, so mit dem melken der Milchkuh u.s.w.
Doch diese Kühe werden für nix weiter genutzt, als Kälber zu kriegen... manche sind schon 13 Jahre und trotzdem noch recht fit. Kennen auch nur Weide und Stall, keinen Melkstand und nix! Warum sollte ich die Kleine dann nicht auch so groß kriegen? Mit evtl. einer weiteren Kuh.
@ Estrell(war der Name glaube) ein Tierliebhaben braucht kein Schulterklopfen und kein Lob... die Dankbarkeit sieht man in den Augen der Tiere und wie sie einen Begrüßen! Das ist mehr Lob und Dank als einen je ein Mensch geben kann!
Aber manch einer hier wird das nicht verstehen! Ich will es auch nicht weiter diskutieren! Es erfüllt uns Tierliebhaber mit Glück und Freude! Mehr brauchen wir nicht! Kümmert euch gut um die Tiere die ihr Leben im Stall
"leben" müssen.
Es kann ja nicht allen gut gehen! LEIDER!!!

Tschüsssss
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Beitragvon juna » Sa Jul 28, 2007 18:24

Nordzicke, welche Fachleute würden sich denn ein verwahrlostes Tier "antun"? Das könnte evtl. deren Bestand mit was weiss ich etwas infizieren, man hat davon nur Arbeit und Kosten,... :?
Für Tiere, die aus dem "Nutzungssystem" fallen, bleibt doch i.d.R. nur die Zuflucht bei einem Menschen, der nicht vom Fach ist.

Zum Thema illegale Nutzviehbefreiungen: Hier in diesem Forum gab es bisher 3 Anfragen zur Haltung "ungewollter und unnützer Nutz"-Tiere, von Pinacolada, von Dunni und von mir. KEINER von uns hat sich diese Tiere unrechtmäßig angeeignet, wir haben alle ausführlich gepostet, um was für Tiere es sich handelt und warum wir diese aufgenommen haben. Bis auf Dunnis Rentner, die man hätte der Schlachtung zuführen können (aber warum sollte man, wenn sich Dunni dazu bereit erklärt ihnen die Rente zu ermöglichen! Sie wird zukünftig ein guter Heu-, Silo- und Strohabnehmer für die Landwirte sein, das sollte auch nicht übersehen werden), fallen die anderen Tiere komplett aus dem Nutzungssystem.
Pinacoladas bereits geschwächtes Kalb ohne "natürliche Grundimmunisierung" und meine damals völlig fertigen Rinder, hätte man gar nicht irgendwo anders unterbringen können oder auch nur verwerten können.

Zur Handaufzucht: Es ist eben nicht immer möglich ein Flaschenkind SOFORT mit Artgenossen zu vergesellschaften. Meist ist das anfänglich, wenn das Tier noch nicht über`m Berg ist bzw. die ganz kritischen ersten paar Tage noch nicht überstanden hat, auch eher kontraproduktiv. Gerade Flaschenkinder haben i.d.R. ein schlechtes Immunsystem, eben weil das mit der Kolostralmilch oftmals nicht geklappt hat. Daran ist aber m.M.n. meist nicht derjenige Schuld, dem das Flaschenkind letztendlich gebracht wird, sondern derjenige, der es "produziert" hat! Denn der Züchter hat schliesslich auch das Muttertier mit der Biestmilch vor Ort und sollte an sich für solche Fälle auch IMMER Kolostralmilch im Hause haben. Ganz ehrlich, das erwarte ich von Züchtern!
Professionelle Flaschenaufzucht von Waisentierkindern birgt wohl die größten Risiken, da dabei meist mehrere Flaschenkinder aus verschiedenen Ställen von meist kränklicher Natur aufeinandertreffen.
Hier in der Gegend gibt es seit einigen Jahren einen Fohlennotdienst. Deren Anfänge habe ich damals mitbekommen, fast alle Tierärzte aus dieser Gegend haben dort zeitweise gearbeitet und Erfahrungen bezüglich der Waisenfohlenaufzucht gesammelt. Die hiesigen TÄ raten inzwischen davon ab, ein Flaschenkind mit anderen Flaschenkindern oder herdenfremden Artgenossen zu vergesellschaften, bevor es aus der ganz kritischen Phase heraus ist. Natürlich ist auch hier das Thema Fehlprägung aktuell, es ist in den ersten kritischen Tagen aber durchaus zu vernachlässigen. Hier wird dazu geraten entweder eine Amme aufzutreiben oder das Waisentier wenn möglich in der gewohnten Umgebung aufzuziehen und sobald möglich zu vergesellschaften.
Pinacoladas Kalb ist gerade mal 8 Tage alt, die Herde steht direkt nebenan. Sobald es zu Kräften gekommen ist wird es doch sicherlich bzw. hoffentlich kein Thema sein es mit einem anderen Flaschenkalb oder evtl. einem Absetzer zu vergesellschaften und die beiden dann später in eine Absetzerherde zu integrieren. Wenn bei ihrem Nachbarn der Bulle mit läuft, werden dort ja sicherlich die jungen Mädels erstmal separiert werden.
Hätte sie sich der Kleinen nicht angenommen, wäre das Kalb jetzt tot,...
Ok, evtl. sind hier einige der Ansicht "besser tot als in nicht bäuerlichen Fachhänden", da hat das betroffene Tier aber bestimmt ne ganz andere Meinung zu :wink:

LG! juna
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