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Pachtfrage

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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Re: Pachtfrage

Beitragvon Family Guy » Mo Sep 24, 2018 20:03

Tinyburli hat geschrieben:
Family Guy hat geschrieben:
Tinyburli hat geschrieben:Wenn ich da 400,- Prämie rechne plus vielleicht 250,- für den Mais, den ich verkaufe, bin ich bei 650,-
Muß ich Krankenkasse und Berufsgenossenschaft abziehen, bin ich unter 600,-


Und der Mais, den du verkaufst, wächst so völlig kostenfrei , also ohne Saatgut, Dünger, PSM und Maschinenkosten?


Ach Family Guy, ich hab da mal den Preis hergenommen, den mir mein Biogaser zahlen wollte. Natürlich hat man bei einer genauen Kalkulation mehr Ausgaben, aber auch mehr Einnahmen.


Das, was du schilderst, ist eine Verpachtung und kein Verkauf deiner Ernte, du riskierst deine gesamte Prämie mit solchen Spielchen.
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Re: Pachtfrage

Beitragvon T5060 » Mo Sep 24, 2018 20:23

210ponys hat geschrieben:T5060 hat immer noch nicht gesagt was er mit dem vielen Geld macht, wo er erwirtschaftet???


Ich zahle zwischen 50 und 27 % Steuern. Wenns gut läuft, dann zahlst du, zahlst du nach und zahlst du vor.
Dem versucht man dann vorzubeugen, in dem man versucht steuersenkend zu investieren, also noch mal mehr Arbeit.
Dann bist du so abgekämpft, dass man mit der Buchhaltung nicht hinter her kommt. Am Ende hast du noch ein Liquiditätsproblem.
Also wie immer : Keine Zeit und kein Geld ..... :mrgreen:
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
[ :klee: Man muss nicht den Rechtsradikalismus bekämpfen, sondern die Blödheit von CDU, Grünen, SPD und FDP :klee: ]
[ :klee: Werte schätzen :klee: ]
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Re: Pachtfrage

Beitragvon wastl90 » Mo Sep 24, 2018 20:36

T5060 kennt eben den Unterschied zwischen Gewinn und Umsatz nicht.
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Re: Pachtfrage

Beitragvon Zement » Mo Sep 24, 2018 20:38

T5060 hat geschrieben:
210ponys hat geschrieben:T5060 hat immer noch nicht gesagt was er mit dem vielen Geld macht, wo er erwirtschaftet???


Ich zahle zwischen 50 und 27 % Steuern. Wenns gut läuft, dann zahlst du, zahlst du nach und zahlst du vor.
Dem versucht man dann vorzubeugen, in dem man versucht steuersenkend zu investieren, also noch mal mehr Arbeit.
Dann bist du so abgekämpft, dass man mit der Buchhaltung nicht hinter her kommt. Am Ende hast du noch ein Liquiditätsproblem.
Also wie immer : Keine Zeit und kein Geld ..... :mrgreen:

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:lol:
Olli der Astroturfing
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Re: Pachtfrage

Beitragvon fedorow » Mo Sep 24, 2018 21:13

Peter North hat geschrieben:
Tinyburli hat geschrieben:Darum werden bei uns auch keine Pachtverträge mehr abgeschlossen. Es gibt nur Nutzung für 250,- und die Prämie bleibt beim Eigntümer. Das wird jährlich neu vereinbart. So hat mir einer gesagt.


Wird bei uns auch gerne gemacht.

Hat anscheinend den Hintergrund dass der Verpächter die Sache dann noch als 13 a Betrieb laufen lässt und dadurch weniger Gewinn zu versteuern hat als wie wenn er z.B. 20 Hektar mal 800 Euro verpachtet. Bei vielen schlägt dann die EGST mit 48 % durch.... Sind schon schlaue Kerlchen. Aber nach meiner Meinung glatter Subventions- und Einkommenssteuerbetrug.


So einfach gehts aber nicht. Die Fläche mit jede Menge Unkosten läuft über dich. Für Bodenproben bist auch du zuständig nur um ein Beispiel zu nennen.
Auch musst du die Düngebedarfsermittlung jedes Jahr für diese Flächen anfertigen.
Incl der Belege was tatsächlich gedüngt wurde, aber die kannst du ja bei einer Kontrolle nicht vorlegen.
Schon gibts erste Probleme bei einer Kontrolle.
Wenn noch Krankenkasse und Alterskasse sowie verschiedene Versicherungen und die BG bezahlt werden müssen, musst pro ha schon 150 - 200 Euro abziehen bei einem Kleinbetrieb mit wenig ha.

Dann musst bei 13a auch 350 Euro / ha an Gewinn versteuern. Und die EU Prämie mit 300 Euro zieht dir der Verpächter von den genannten 800 Euro auch ab wenn die Fläche über dich läuft.

800- 300 = 500, dann noch die genannten Unkosten mit - 200/ha abziehen = bleiben nur noch 300 Euro Gewinn übrig/ha, versteuern musst aber bei 13a noch 350 Euro Gewinn pro ha. Bei deinem genannten Steuersatz von 48 % sind das nochmal - 170 Euro /ha was von den 300 Euro Restgewin abgezogen werden müssen :
300 - 170 = 130 Euro /ha was nach Steuern über bleibt.

Hast also überhaupt nichts gewonnen und du hast noch CC und andere Kontrollen was die Rendite nach Steuern von 130 Euro /ha schnell weiter schmälert wenn sie was regelwidriges finden und die Prämie kürzen oder ein Bußgeld auferlegt wird.
Zudem muss ein Betrieb vorhanden sein wenn eine Kontrolle auftaucht, also eine intakte Hofstelle, Maschinen etc, was nochmal Geld kostet.

Wer für 800 Euro/ha verpachten kann sollte das Angebot sofort annehmen solange das noch geboten wird.
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Re: Pachtfrage

Beitragvon Tinyburli » Di Sep 25, 2018 4:34

Es gibt ein Sprichwort: Glaube nur der Stadistik, die Du selbst gefälscht hast.

Wenn Du noch ein bisschen rumrechnest, kommt bestimmt auch Verlust heraus.

Ich mach ja Gewinn/Verlustrechnung. Und wenn ich die letzten Jahre anschaue, hatte ich nie viel Gewinn, eher Verlust.

Es war ja auch sehr einfach mit meinen eingesäten Äckern und KULAP mit Düngeverzicht. Ich hab halt Rechnungen für Grasverkauf gestellt und damit alle Anforderungen der Selbstbewirtschaftung erfüllt.

Jetzt werde ich wohl wie Du schreibst die anfallenden Arbeiten bezahlen müssen, um dann nach der Ernte eine Rechnung über den verkauften Mais zu stellen.

Da muß ich schon aufpassen, dass alle Vorschriften erfüllt werden.
Mit freundlichen Grüssen
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Re: Pachtfrage

Beitragvon fedorow » Di Sep 25, 2018 11:46

Tinyburli hat geschrieben:
Wenn Du noch ein bisschen rumrechnest, kommt bestimmt auch Verlust heraus.



Ich hab das anhand von aktuellen Zahlen berechnet.
Kannst das gerne nachrechnen.

In dem genanten Fall bei 800 Euro Pacht/ha kommst beim verpachten auf jeden Fall besser weg als wenn die die Flächen über den eigenen Betrieb laufen läßt und das Futter verkaufst.
Und das dann ohne Betrieb und somit ohne jegliches Risiko.
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Re: Pachtfrage

Beitragvon Tinyburli » Di Sep 25, 2018 11:57

Ja, fedorow, ich gehe halt von nur 600,- Pacht für Äcker und 400,- für Wiesen aus.

Das muß man ganz genau nachrechnen, was für einen besser ist.

Wenn man für Wiesen dann 770,- bekommen kann anstatt 400,- Pacht, macht das ganz schön was aus.

Und außerdem brauch ich meinen Betrieb wegen den Einnahmen aus PV. Da brauche ich keine Krankenkasse für zahlen, solange ich über 8 ha bewirtschafte.
Mit freundlichen Grüssen
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Re: Pachtfrage

Beitragvon fedorow » Di Sep 25, 2018 12:44

Es ging ja darum das Peter North meinte bei einem hohen Steuersatz mit 48 % würde sich das rechnen wenn man die verpachteten Flächen über den eigenen 13a Betrieb laufen läßt, anstatt zu verpachten.
Dabei würden manche Betriebe Steuern sparen.
Aber wenn man sich das mal in allen Punkten genau durchrechnet, bleibt unter dem Strich sogar weniger.
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Re: Pachtfrage

Beitragvon Family Guy » Di Sep 25, 2018 12:57

Also in dem Deutschland, in dem ich lebe, ist der Höchststeuersatz 42%, es kommt aber auf den Durchschnittssteuersatz an; wenn einer einen Durchschnittssteuersatz von an die 40% hat, dann ärgert der sich ganz bestimmt nicht mehr mit einer 13a Landwirtschaft rum.

Tiny ist ein gutes Beispiel dafür, wie Geld durch versuchtes Steuersparen verbrannt wird. Als erstes kommt immer die Rentabilität und dann die Steueroptimierung und nicht umgekehrt.
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Re: Pachtfrage

Beitragvon T5060 » Di Sep 25, 2018 14:34

42% + 5,5 % Soli + 9 % Kirchensteuer macht 48,3 %

Aber in Hessen ist aktuell "Steuerfrieden" angeblich Systemumstellung

Wahrscheinlich von Schwarz/grün auf Blau/Dunkelrot

billiger wird es da auch nicht, da beide Parteien auch die große Umverteilung von Leistungsträgern zu Faulenzern im Programm haben
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Re: Pachtfrage

Beitragvon Eliass » Di Sep 25, 2018 16:21

fedorow hat geschrieben:
In dem genanten Fall bei 800 Euro Pacht/ha kommst beim verpachten auf jeden Fall besser weg als wenn die die Flächen über den eigenen Betrieb laufen läßt und das Futter verkaufst.
Und das dann ohne Betrieb und somit ohne jegliches Risiko.

Wobei die 800 Euro Pacht nur guter Durchschnitt sein dürften.
Bei meiner Fäche liege ich inzwischen knapp unter dem dreistelligen Bereich :klug: ( Vorkasse und jährliche Kündigung ).
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Re: Pachtfrage

Beitragvon Family Guy » Di Sep 25, 2018 16:50

T5060 hat geschrieben: + 9 % Kirchensteuer


Na, die 9% kann man aber sehr gut sparen, das ist mein Steuersparmodell. :prost:
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Re: Pachtfrage

Beitragvon Peter North » Di Sep 25, 2018 16:56

fedorow hat geschrieben:Es ging ja darum das Peter North meinte bei einem hohen Steuersatz mit 48 % würde sich das rechnen wenn man die verpachteten Flächen über den eigenen 13a Betrieb laufen läßt, anstatt zu verpachten.
Dabei würden manche Betriebe Steuern sparen.
Aber wenn man sich das mal in allen Punkten genau durchrechnet, bleibt unter dem Strich sogar weniger.


Ich kenn halt nur die Betriebe aus der Nachbarschaft. Als die Subventionen veröffentlicht wurden rieb ich mir halt nur die Augen wer da alles noch was vom Staat bekommt. Was soll da schon sein? Die "Verpächter" haben ein ausserlandwirtschaftliches Einkommen, keine Alterskasse, keine Krankenkasse, Berufsgenossenschaft ist ohne Viehhaltung auch nicht die Welt. Traktor steht auch noch auf dem Hof weil er für die Waldarbeit gebraucht wird. Den ganzen Schreibkram macht halt der "Pächter". Manche wollen halt auch nicht den 50er für die Ausgleichszulage oder die gedeckelte Agrardieselvergütung oder die Umverteilungsprämie für die ersten 30 Hektar verzichten. Aber schlag mich tot, was weis ich was da alles läuft.
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Re: Pachtfrage

Beitragvon stamo » Di Sep 25, 2018 17:17

Family Guy hat geschrieben:
T5060 hat geschrieben: + 9 % Kirchensteuer


Na, die 9% kann man aber sehr gut sparen, das ist mein Steuersparmodell. :prost:


Gutes Modell! Bevor man denen Geld gibt, von dem sie Land kaufen das ihre Lieblinge günstig pachten, würde ich das Geld verbrennen!
"Wenn ich Waldbesitzer bin, dann bin ich auch für den Wald und was daraus wird verantwortlich und deshalb der Profi."
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