Die Generation derjenigen die als Betriebsleiter die Umstellung von Pferd aus Schlepper selber vollzogen haben ist ja schon fast ausgestorben.
Das meiste kann also nur vom Hörensagen wiedergegeben werden.
Leicht gefallen ist es kaum einem, viele haben noch lange 2gleisig gefahren, aber letzten Endes war der Schritt nicht aufzuhalten, auch wenn die emotionale Bindung noch so stark war.
Trotz der (Gegenüber heute)unkomfortablen, ineffizienten Kisten die meist noch lange mit ungeeigneten Geräten- den vorhandenen Geräten der Pferdegespanne- betrieben wurden,
war es viel günstiger und arbeitswirtschaftlicher, vor allem die Nebenzeiten verringerten sich enorm.
Ein Schlepper stellt man ab und kommt nach 2 h wieder und findet ihn an dergleichen Stelle, nach Feierabend braucht er keine Pflege, und wenn er übers Wochenende , oder außerhalb der Saison nicht gebraucht wird, dann kann er stehenbleiben, nicht so das Pferd, das braucht Training- regelmäßige Bewegung!
Ohne Pferde(und Ochsen) ist die Anzahl der schweren Unfälle in der Land+Forstwirtschaft gewaltig zurückgegangen,
Tiere sind halt schreckhaft und unberechenbar.
Wo der Einsatz von Gespannen, wie zb im Forst, seine Vorteile hat, da werden ja auch heute noch welche eingesetzt, warum nicht.
Wenn in der Landwirtschaft Bereiche entstehen wo Pferde besser sind, warum nicht.
Aber alles in allem haben die Pferde in den letzten 100 Jahren einen gewaltigen Entwicklungssprung gemacht, vom Zugtier zum gefahrenen Tier.


