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Pflug - Fluch oder Segen?

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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Re: Pflug - Fluch oder Segen?

Beitragvon heico » Di Jun 07, 2016 18:47

Wie will Jemand von 1 auf 10% kommen im humiden Klimabereich??
Ist mein Horizont in der Tat zu klein. :mrgreen:
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Re: Pflug - Fluch oder Segen?

Beitragvon elchtestversagt » Di Jun 07, 2016 19:01

10%?
Dann hat man Moor.
Und Moor ist lange nicht so toll, wie viele denken.
Wenn es zu trocken ist, kann man nicht fahren.
Ist es zu nass, kann man nicht fahren.
Bodenherbizide? Vergesst es, wirken nicht.
Kontrollierte N-Nachlieferung? Vergesst es.
Vernünftig Pflügen geht nicht, der Pflug kippt nicht.
Grubbern geht auch nicht wirklich, wenn man keine feste Unterlage hat.
Und eine feste Unterlage gibt es nicht wirklich, weil der Boden sehr stark puffert.
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Re: Pflug - Fluch oder Segen?

Beitragvon Welfenprinz » Di Jun 07, 2016 21:09

Ja, da sind soviel Sachen , die zu beachten sind, dass das gar nicht in so kurzen Einwänden abzuhandeln ist.
Also unser "Schulwissen von gestern" sagt, dass es für einen Standort in Abhängigkeit von Klima, Boden und Bewirtschaftungsweise einen Humusgehalt (bereich)gibt , der sich einstellt und den man nicht mit vertretbaren Aufwand verändern kann. und eigentlich auch nicht soll.
Also bei mir eben Acker 2,2%, Feldfutterbau 5-6%, Grünland 10-12%.Da geht heicos Einwand dann auch sofort in die richtige Richtung. corn belt, lange kontinentale Winter, kurze trockene Sommer............ -> tendenziell höhere Humusgehalte?
und dann der Ausgangspunkt. Humusgehalt 1%.......... das heisst da ist vorher Raubbau betrieben worden. Und dann ist es - gemäss dem alten Schulwissen- normal, dass sich bei sachgerechter Bewirtschaftung recht "schnell" der standortangepasste Humuswert wieder einstellt, egal ob der jetzt 2 oder 3,5 % ist.
Ein schneller Humusaufbau widerlegt ja auch nciht das Schulwissen oder die sächsische Studie.
Das sagt nämlich nur, dass nach einem schnellen Humusaufbau über einen längeren Zeitraum auch wieder das einstellen des standortangepassten WErtes erfolgt. Man müsste also um eine Aussage mit der anderen widerlegen oder bestätigen zu können, das erstmal 25 oder 30 Jahre beobachten.

elchtest: vor ein paar Jahren hab ich zufällig auf einer Versuchsringversammlung einen Kollegen kennen gelernt, der auch wie ich Mitte der 80er mit Zwischenfruchtanbau -wenn es ging Wicken- angefangen hat(zu der Zeit fragten die Kollegen dann noch "haste zuviel Geld)., im Gegensatz zu mir (WSG, keine Leguminosen mehr) das über 5 oder 6 Fruchtfolgen durchgezogen hat............ und dann Probleme mit zuviel organischer Substanz im Boden hatte(im Ackerbaubetrieb kommt ja das sTroh noch dazu), puffige Krume und schlechte Saatbettvoraussetzungen. Also die zufuhr organischen Materials dann wieder reduziert hat. :)
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Re: Pflug - Fluch oder Segen?

Beitragvon Todde » Mi Jun 08, 2016 0:35

Manfred hat geschrieben:Schaut euch doch einfach die Links an.
Gabe Brown z.B. In wenigen Jahren von ca. 1% auf teilweise über 10% hoch.


Wenn wer Sandböden "schnell" auf 10% Humus bringt, dann dürfte er wohl KTG Agrar noch bis Donnerstag übernommen haben, denn dann lohnt sich der Ackerbau auf Sand und mit wenig Regen.
Warum lebt dieser Gabe nicht von der Landwirtschaft?
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Re: Pflug - Fluch oder Segen?

Beitragvon Manfred » Mi Jun 08, 2016 7:00

Todde hat geschrieben:Warum lebt dieser Gabe nicht von der Landwirtschaft?


Das tut er recht gut. Der wirtschaftlich erfolgreichste Betrieb seiner Region.
Er nimmt auch keinerlei staatliche Förderung (Ernteversicherung, Umweltprogramm etc.) mehr in Anspruch.
Wieso sollte er nicht zusätzlich seine Vortragshonorare mitnehmen? Wobei ich den Eindruck habe, dass das mehr Ehrenamt ist. In vielen Fällen wird nicht mehr als die Reisekosten raus schauen. Überzeugungstäter halt.
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Re: Pflug - Fluch oder Segen?

Beitragvon Welfenprinz » Mi Jun 08, 2016 8:18

Sind denn im englischen die Begrifflichkeiten wie organische Substanz,Nährhumus ,Dauerhumus genauso besetzt und abgegrenzt wie in unserer Lehrmeinung und Darstellung?
Also nur um sicher zu stellen,dass man wirklich vergleichbares vergleicht.
Organic agriculture ist ja auch nicht dasselbe wie Biologischer Landbau(nach deutscher Definition)
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Re: Pflug - Fluch oder Segen?

Beitragvon Todde » Mi Jun 08, 2016 9:26

Seine Böden waren vom dauerpflügen und -bearbeiten bei 1,7 bis 2% ( soil organic matter) heute bei 3,7 bis 4%,
da ist es dann wie von Dir, Welfe, beschrieben, der Boden hat sich wieder auf die natürlichen Gehalte eingependelt, vor allem weil auch mehrere Jahre nix geerntet wurde :shock:

Alles in allem interessante Ansätze, die hier ja auch in anderen Threads schon erwähnt wurden, zB Zwischenfrüchte auch zwischen Getreide stellen etc. "Dauerbegrünung" der Flächen. Auf der anderen Seite scheint er etwas abgehoben zu sein und vermarktet sich recht gut.
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Re: Pflug - Fluch oder Segen?

Beitragvon Welfenprinz » Mi Jun 08, 2016 11:13

Ist soil organic matter = Humus oder = organische Substanz in unseren Begrifflichkeiten?
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Humusgehalt und Mächtigkeit

Beitragvon adefrankl » Mi Jun 08, 2016 11:41

Todde hat geschrieben:Seine Böden waren vom dauerpflügen und -bearbeiten bei 1,7 bis 2% ( soil organic matter) heute bei 3,7 bis 4%,
da ist es dann wie von Dir, Welfe, beschrieben, der Boden hat sich wieder auf die natürlichen Gehalte eingependelt, vor allem weil auch mehrere Jahre nix geerntet wurde :shock:

Alles in allem interessante Ansätze, die hier ja auch in anderen Threads schon erwähnt wurden, zB Zwischenfrüchte auch zwischen Getreide stellen etc. "Dauerbegrünung" der Flächen. Auf der anderen Seite scheint er etwas abgehoben zu sein und vermarktet sich recht gut.


Hier wird der Humusgehalt immer nur als Zahl angegeben. aber eigentlich müsste man nicht nur den Gehalt in Prozent sondern auch die Dicke der Humusschicht berücksichtigen. d.h. letztendlich kg Hmus/m² oder ähnliches.
Denn wenn man nur einen hohen Humusgehalt durch eine starke Anreicherung in einer dünnen Oberflächenschicht erreichen würde, dann hat man bzgl. Wasser- und Nährstoffspeicherung nicht viel gewonnen.
Anderes Extrembeispiel ist ja das einmalige Tiefflügen (~ 0,7 - 1 m) in den 50er Jahren. Dort soll sich ja noch heute mehr Humus im Untergrund finden.
Die Geschichte von "Des Kaisers neue Kleider" würde heutzutage mit einer Hausdurchsuchung im Elternhaus des Kindes enden.
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Re: Pflug - Fluch oder Segen?

Beitragvon Todde » Mi Jun 08, 2016 19:53

Welfenprinz hat geschrieben:Ist soil organic matter = Humus oder = organische Substanz in unseren Begrifflichkeiten?


Unter Umständen wird hier tatsächlich unterschieden und dort nicht.
Hatte Manfred nicht schon die "tolle" Rinderhaltung in Dakota empfohlen?
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Re: Pflug - Fluch oder Segen?

Beitragvon Welfenprinz » Mi Jun 08, 2016 20:58

Todde hat geschrieben:
Welfenprinz hat geschrieben:Ist soil organic matter = Humus oder = organische Substanz in unseren Begrifflichkeiten?


Unter Umständen wird hier tatsächlich unterschieden und dort nicht.
?


naja, das wäre ja eben aus Gründen der Vergleichbarkeit zu klären.
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Re: Pflug - Fluch oder Segen?

Beitragvon Manfred » Mi Jun 08, 2016 21:44

https://www.lfl.bayern.de/mam/cms07/zen ... -boden.pdf
Punkt 11. Da wird Humus auch als organische Bodensubstanz definiert.
Bestimmung nach Verbrennung bei mind. 900°C per Elementanlayse quantifiziert:
https://de.wikipedia.org/wiki/Elementar ... gsmethoden

Bei den Amis wird wohl teilweise noch die Säure-Methode und teilweise Verbrennung ab 360°C eingesetzt.
Die Ergebnisse durch die Methoden weichen evtl. minimal ab, wesentliche Unterschiede kann ich nicht erkennen.
Evtl. liefert unser Verfahren etwas höhere Werte, wegen der vollständigeren Aufschließung.

Wegen des Tiefenprofils (also für welche Bodentiefe seine Angaben gelten) versuche ich ihn zu erreichen...
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Re: Pflug - Fluch oder Segen?

Beitragvon Todde » Do Jun 09, 2016 6:14

Du hast anscheinend falsche Vorstellungen vom Humus.
Wir reden von Dauerhumus, Du von Nährhumus.
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Re: Pflug - Fluch oder Segen?

Beitragvon Manfred » Mi Jul 27, 2016 7:27

https://www.youtube.com/watch?v=mnR2mcFkegk

https://www.youtube.com/watch?v=OzcfYzvbhFA
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Re: Pflug - Fluch oder Segen?

Beitragvon Manfred » Mi Aug 24, 2016 10:36

Aktueller Vortrag von Ray Archuletta auf der Grassfed Exchange 2016:
https://www.youtube.com/watch?v=yExpSwpRkEs
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