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Pflug - Fluch oder Segen?

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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Re: Pflug - Fluch oder Segen?

Beitragvon böser wolf » So Mär 05, 2017 0:50

Holmer 91 hat geschrieben:
T5060 hat geschrieben:Gülle kann man nur durch noch mehr Gülle ersetzen, wenn es um Humusgehalte geht.


Hab mal gehört Grasvermehrung soll ultimativ sein was Humusaufbau angeht, wenn man nur die Grassamen abfährt, und den restlichen Aufwuchs auf der Fläche lässt.



mfg, Holmer


na ja gräservermehrung ist nicht gleich gräservermehrung !
eine rot oder schafschwingelvermehrung bringt ein vielfaches an wurzelmasse als eine weidelgrasvermehrung !
die kunst ist die etablierung der folgefrucht mit möglichst wenig bodenbearbeitung , denn was nutzt dir das viele organische material , wenn du es durch intesive bearbeitung verheizt !?
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Re: Pflug - Fluch oder Segen?

Beitragvon Holmer 91 » So Mär 05, 2017 2:57

böser wolf hat geschrieben:
Holmer 91 hat geschrieben:...

...
die kunst ist die etablierung der folgefrucht mit möglichst wenig bodenbearbeitung , denn was nutzt dir das viele organische material , wenn du es durch intesive bearbeitung verheizt !?


naja, dass das Futter für gewisse, mittlerweile liebgewonnene
Rohana hat geschrieben:Da ich heute mal wieder halbierte Regenwürmer in grossen Massen gesehen hab, wird mir der Pflug spontan unsympathisch. :?

Bodenorganismen oben auf bleib hab ich jetzt einfach mal vorausgesetzt *whatsappvollmond* :mrgreen:

mfg, Holmer
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Re: Pflug - Fluch oder Segen?

Beitragvon Ulikum » Mo Mär 06, 2017 9:00

T5060 hat geschrieben:Gülle kann man nur durch noch mehr Gülle ersetzen, wenn es um Humusgehalte geht.


:mrgreen:

Habe irgendwo mal gelesen das Klärschlamm noch besser sein soll.
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Re: Pflug - Fluch oder Segen?

Beitragvon marius » Mo Mär 06, 2017 12:20

Ulikum hat geschrieben:
T5060 hat geschrieben:Gülle kann man nur durch noch mehr Gülle ersetzen, wenn es um Humusgehalte geht.


:mrgreen:

Habe irgendwo mal gelesen das Klärschlamm noch besser sein soll.


Das seh ich schon so wie T5060. Mehr Gülle schadet nicht. Gülle ist nichts anderes wie Festmist mit einem hohen Wassergehalt. Und ein zuviel an Festmist gibt es nicht. Das einzige was bei zuviel Gülle schaden könnte sind zu hohe Gaben auf einmal wegen den Bodenlebewesen. v.a. Regenwürmer.
Ansonsten spart mehr Gülle :arrow: Mineraldünger.
Kenne Betriebe die fast ihren gesamten Nährstoffbedarf über Gülle decken.

Bei Klärschlamm sieht das ein wenig anders aus. Der enthält neben Nährstoffe Schwermetalle, also Sondermülle der aufs Feld ausgebracht wird mit einer extrem langen Halbwertzeit. Dazu noch jede Menge andere Gehalte wie Arzneimittelrückstände usw.
Dieser entsorgte Müll kann auf den Flächen lange ( ewig ) nachgewiesen werden. Das könnte eines Tages bei heutigen und zukünftigen Meßgeräten Probleme bereiten. :mrgreen:

Ich hab deshalb meinem Pächter ein striktes Klärschlammverbot erteilt, auch wenn er mehr Pacht zahlen würde.
Ich selber bringe natürlich auch keinen Klärschlamm auf meinen Flächen aus die ich selber bewirtschafte.
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Re: Pflug - Fluch oder Segen?

Beitragvon Ulikum » Mo Mär 06, 2017 14:25

marius hat geschrieben:...............
Bei Klärschlamm sieht das ein wenig anders aus. Der enthält neben Nährstoffe Schwermetalle, also Sondermülle der aufs Feld ausgebracht wird mit einer extrem langen Halbwertzeit. Dazu noch jede Menge andere Gehalte wie Arzneimittelrückstände usw.
Dieser entsorgte Müll kann auf den Flächen lange ( ewig ) nachgewiesen werden. Das könnte eines Tages bei heutigen und zukünftigen Meßgeräten Probleme bereiten. :mrgreen:

Ich hab deshalb meinem Pächter ein striktes Klärschlammverbot erteilt, auch wenn er mehr Pacht zahlen würde.
Ich selber bringe natürlich auch keinen Klärschlamm auf meinen Flächen aus die ich selber bewirtschafte.



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Re: Pflug - Fluch oder Segen?

Beitragvon Ulikum » Mo Mär 06, 2017 19:51

:mrgreen:



hat geschrieben:Neue gesetzliche Vorgaben der EU ändern die Situation in Kürze
Überreste aus Kläranlagen wurden bisher häufig als Dünger in der Landwirtschaft verwendet.
Doch damit gelangen auch Gifte in die Nahrungskette und extrem knappe Rohstoffe wie Phosphor gehen ungenutzt auf den Feldern verloren.

Künftig müssen dem Klärschlamm die wertvollen Nährstoffe in aufwendigen Verfahren entzogen und die restliche Masse getrocknet und verbrannt werden. Dafür ist der Bau entsprechender Anlagen nötig.


Nachtigall icke hör dir trapsen
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Re: Pflug - Fluch oder Segen?

Beitragvon T5060 » Mo Mär 06, 2017 20:37

Das Problem am Klärschlammeinsatz in der Landwirtschaft ist einfach, dass zu wenige dran verdienen.

Schwermetalle und die gefährlichen ( schwer abbaubaren ) Gifte sind wirklich kein Problem mehr, da auf diese lückenlos untersucht wird.

Kritisch sind Arzneimittelrückstände, Mikroplastik aus Körperpflegemitteln und Goretex aus Freizeitkleidung.

Wir haben bei der Umwelttoxikologie mittlerweile eine Wandlung von Industriemüll zu Rückständen der Freizeitgesellschaft.
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Re: Pflug - Fluch oder Segen?

Beitragvon marius » Mo Mär 06, 2017 21:16

Wer seine Grundstücke wegen ein paar Euros als Müllkippe für Klärschlamm verwendet, muss sich nicht wundern wenn er eines Tages auf seiner Müllkippe sitzen bleibt.
Wobei zur Biogasproduktion könnte man solch verseuchte Grundstücke immer noch verwenden nur halt nicht mehr zur Nahrungsmittelproduktion - falls die heutigen sensiblen Messgeräte mal was bedenkliches feststellen sollten.
Werden sie wohl früher oder später. Die Frage ist also nicht ob sondern wann... :shock:
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Re: Pflug - Fluch oder Segen?

Beitragvon bauer hans » Di Mär 07, 2017 7:28

gestern wurde hier einer betriebsgemeinschaft der 6 schar-anbaudrehpflug mit packer geliefert,vor den ein 250er gehängt wird.
wir schaffen uns :mrgreen:
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Re: Pflug - Fluch oder Segen?

Beitragvon Holmer 91 » Di Mär 07, 2017 11:49

bauer hans hat geschrieben:gestern wurde hier einer betriebsgemeinschaft der 6 schar-anbaudrehpflug mit packer geliefert,vor den ein 250er gehängt wird.


Darf die Info jetzt jeder selbst interpretieren?

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Re: Pflug - Fluch oder Segen?

Beitragvon Lonar » Di Mär 07, 2017 13:02

Er sucht Leute die sich aufs Frontgewicht stellen, damit der Schlepper unten bleibt :mrgreen:
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Re: Pflug - Fluch oder Segen?

Beitragvon T5060 » Di Mär 07, 2017 17:57

marius hat geschrieben:Wer seine Grundstücke wegen ein paar Euros als Müllkippe für Klärschlamm verwendet, muss sich nicht wundern wenn er eines Tages auf seiner Müllkippe sitzen bleibt.
Wobei zur Biogasproduktion könnte man solch verseuchte Grundstücke immer noch verwenden nur halt nicht mehr zur Nahrungsmittelproduktion - falls die heutigen sensiblen Messgeräte mal was bedenkliches feststellen sollten.
Werden sie wohl früher oder später. Die Frage ist also nicht ob sondern wann... :shock:


Die Bundesrepublik wird toxikologisch mittlerweile super überwacht. Die Altlasten sind vollständig erfasst und die heute verwendeten Stoffe auch.
Du kannst ja nicht mal mehr 50 cbm von A nach B fahren ohne das diese beprobt sind ( 1.500 € Kosten ggf. auch weniger ).
Wer gegen Klärschlamm wettert gehört entweder der Industrielobby an oder hat einfach keine Ahnung.
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Re: Pflug - Fluch oder Segen?

Beitragvon jak » Di Mär 07, 2017 19:41

Wir sind zwar ganz weit weg vom Thema, aber nur so als Denkanstoß! Zur Zeit wird bei uns ziemlich viel gewettert, weil die "Verbraucher" ihre Überschusstabletten über die Toilette entsorgen. Kann sein, weiß ich nicht, machts nicht besser! Aber glaubst du nicht, dass in den menschlichen Exkrementen, Wirkstoffreste verbleiben!? Diese Wirkstoffe können nur im Klärschlamm oder in den Oberflächengewässern, die als Vorfluter dienen sein. Und das kann man auch nachweisen, aber es darf nicht sein, was nicht sein soll!
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Re: Pflug - Fluch oder Segen?

Beitragvon KarlGustav » Di Mär 07, 2017 20:46

Man, man, man ....

ein echter Landwirt geht mal hin und gräbt einen vor Jahren gesetzten Zaunpfahl aus.

Die ersten 15 Zentimeter unter Bodenoberfläche sind zersetzt und mürb. Danach findet man eine einwandfreie Pfostenspitze.

In etwa dieses Bild lässt sich auf das Leben unserer Bodenlebewesen übertragen. Genau da, findet das Leben statt. Und genau da wird für die wachsende Pflanze verwertbares, organisches Futter hergestellt.

Pflüg es unter und nimm Mineraldünger, wächst auch die Pflanze.

Du hast aber nur die Pflanze gedüngt. Der Boden geht kaputt.

Fütter doch einfach den Boden mit organischem Material und die Pflanze wird es lieben und wachsen.

Gleichzeitig bleibt ein von Bodenlebewesen durcharbeiteter Boden erhalten, der wie ein Schwamm Feuchtigkeit festhalten kann und auch in Zeiten von Regenarmut ( die immer mehr werden)der Pflanze die notwendigen Nährstoffe an die Wurzeln bringen kann.

Es ist doch nicht schwer zu begreifen.
Karl
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Re: Pflug - Fluch oder Segen?

Beitragvon Mad » Di Mär 07, 2017 21:00

Endlich sagt es mal jemand. <3
Bild
Kreuzschiene hat geschrieben:Wenn es bei Raps in Richtung 7 Tonnen Ertrag geht, ist Lager meist nicht zu vermeiden. Ich spreche da leider aus Erfahrung.
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