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PV statt Ackerbau: ethisch-moralische Aspekte

Umwandlung von Sonnenenergie in Strom.
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184 Beiträge • Seite 12 von 13 • 1 ... 9, 10, 11, 12, 13
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Re: PV statt Ackerbau: ethisch-moralische Aspekte

Beitragvon Pianist » Fr Apr 24, 2026 10:26

Aber so richtig auf Interesse stößt das Thema PV hier nicht, oder? Was könnte ich denn meinem Vater vorschlagen, damit er etwas hat, womit er sich beschäftigen kann? Er hat sich ein Jahr lang so intensiv mit dem Thema beschäftigt, und ist jetzt nach der Absage ein wenig ratlos...

Natürlich kann man einen neuen Pachtvertrag mit dem Landwirt machen, aber wenn man weiterhin für 50 Hektar nur 15.000 Euro Pacht im Jahr bekommt, ist das irgendwie ziemlich wenig, oder? Also das ist keine Summe, mit der man ernsthaft irgendwas bewegen könnte...
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Re: PV statt Ackerbau: ethisch-moralische Aspekte

Beitragvon Südheidjer » Fr Apr 24, 2026 15:36

Also ich fände 15.000 Euro im Jahr an Pachteinnahmen nicht schlecht. Das sind vor Steuer über 1000 Euro im Monat für mehr oder weniger Nichtstun.
Und das Land wird von alleine mehr wert über die Zeit.

Ihr könntet auch natürlich auch nach einem anderen Pächter, der mehr zahlt, umsehen. Aber wenn der jetzige Pächter das Land gut bewirtschaftet, so daß es werthaltig bleibt, dann würde ich bei dem Pächter bleiben.
Was helfen ein paar Euros mehr im Jahr, wenn das Land ausgelutscht wird.
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Re: PV statt Ackerbau: ethisch-moralische Aspekte

Beitragvon Otto Mohl » Fr Apr 24, 2026 16:04

Pianist hat geschrieben:Aber so richtig auf Interesse stößt das Thema PV hier nicht, oder?

Doch sehr, aber ich habe nichts beizutragen. Vielen Dank, dass du uns auf dem laufenden hältst.

300 Euro/ha ist jetzt kein Rekord, aber für den Osten wohl normal und auch fair.

15000 p.a. ist für viele Menschen eine Stange Geld, und das ganze fürs Nichtstun....evtl sogar nur ererbt (ich habe jetzt die vorherigen Seiten nicht erneut gelesen), aber gerade in Berlin werden dir viele das nicht gönnen.
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Re: PV statt Ackerbau: ethisch-moralische Aspekte

Beitragvon T5060 » Fr Apr 24, 2026 16:25

Pianist hat geschrieben:Aber so richtig auf Interesse stößt das Thema PV hier nicht, oder?


Naja schon, nur bauen und betreiben wir uns unsere PV Anlagen selbst und auf eigene Rechnung
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Re: PV statt Ackerbau: ethisch-moralische Aspekte

Beitragvon Dieselross30 » Sa Apr 25, 2026 19:00

Pianist hat geschrieben:Er hat sich ein Jahr lang so intensiv mit dem Thema beschäftigt, und ist jetzt nach der Absage ein wenig ratlos...


Wenn bei der Fläche nicht ein Projektierer nach dem anderen anruft, dann hat das offenbar seine Gründe.
Und dann wird das wohl schwierig mit einem Investor, der dort dann bauen wird.
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Re: PV statt Ackerbau: ethisch-moralische Aspekte

Beitragvon Pianist » Mo Apr 27, 2026 6:17

Es haben sich ja in den vergangenen Jahren mehrere Firmen gemeldet, aber das sind eben immer verhältnismäßig kleine Buden gewesen, wo man nie wissen kann, wie langfristig die denken. So richtig interessant wurde es erst, als sich einer der Energiekonzerne gemeldet hat. Aber der dortige Projektleiter ist eben darauf gedrillt, die Projekte in der vorgesehenen Art und Weise umzusetzen, und der war offenbar nicht darauf vorbereitet, dass wir uns schlau machen und die Problematik der Erbschaftssteuer durchblicken. Ob er unsere Hinweise (samt der Bitte, über den BDEW an die Bundesregierung heranzutreten, um da eine günstigere Lösung ins Gesetz zu schreiben) an seinen Vorstand weitergegeben hat, wissen wir nicht, dazu kam nie eine Rückmeldung.

Fakt ist: wenn die politischen Rahmenbedingungen so bleiben, wie sie derzeit sind, dürfte niemand, der klar bei Verstand ist, bisher landwirtschaftlich genutzte Flächen zur Energieerzeugung verpachten, weil einen das im ungünstigsten Fall vollständig ruiniert. Also käme nur ein Verkauf in Frage, und das ist offenbar in deren Konzept nicht vorgesehen. Somit haben wir uns jetzt ein Jahr lang mit diesem Thema beschäftigt, was wirklich einen extrem hohen Aufwand verursacht hat, und im Prinzip schon am Familienfrieden gekratzt hat.
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Re: PV statt Ackerbau: ethisch-moralische Aspekte

Beitragvon Dieselross30 » Mo Apr 27, 2026 12:11

Pianist hat geschrieben: So richtig interessant wurde es erst, als sich einer der Energiekonzerne gemeldet hat. Aber der dortige Projektleiter ist eben darauf gedrillt, die Projekte in der vorgesehenen Art und Weise umzusetzen, und der war offenbar nicht darauf vorbereitet, dass wir uns schlau machen und die Problematik der Erbschaftssteuer durchblicken.


Und genau hier sollte man als Eigentümer dann die Reisleine ziehen, denn da liegt wohl einiges im Argen und am Ende zahlt der Eigentümer eigentlich drauf oder hat eine komplett unwirtschaftliche Verpachtung.
Die PV Branche ist durchsetzt mit Unternehmen, die die Eigentümer übers Ohr hauen wollen, das werden viele Landeigentümer in den nächsten Jahren oder 2 Jahrzehnten dann auch bemerken, dann ist es leider zu spät und die Pachterlöse verprasst.

Und reine Projektierer sichern sich gerne Flächen, um diese dann mit Gewinn zu vermitteln, die sollte man eh vom Hof schicken.
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Re: PV statt Ackerbau: ethisch-moralische Aspekte

Beitragvon Pianist » Mo Apr 27, 2026 12:34

Ich gehe zwar grundsätzlich davon aus, dass die Energiekonzerne korrekt arbeiten, die können sich ja im Gegensatz zu kleinen GmbHs nicht so einfach aus dem Staub machen. Aber tatsächlich sind die natürlich in der bequemen Position, dass sie immer sagen können, dass sie keine steuerliche und rechtliche Beratung machen dürfen, und dass sie nicht mal darauf hinweisen müssen, dass in diesem Themenfeld große Risiken liegen. Ist eben immer schwierig, wenn Großkonzern auf geschäftsunerfahrene Privatperson trifft, die aus historischen Gründen solche Flächen hat.

Diesem Forum werde ich jedenfalls lebenslang dankbar sein, dass hier jemand den Aspekt der Erbschaftssteuer ins Spiel gebracht hat. Im ungünstigsten aller Fälle hätte ich irgendwann nur noch eine einzige Wahlmöglichkeit gehabt, nämlich die Begehungsweise des Suizids.

Im Prinzip ist das alles totaler Mist: einerseits will die Politik die Energiewende, und faktisch brauchen wir sie ja auch, aber gleichzeitig wird nichts dafür getan, um die dafür erforderlichen Flächeneigentümer nicht ins offene Messer laufen zu lassen.

Es wird genau so kommen, wie Du geschrieben hast: spätestens wenn in den kommenden Jahren die ersten Erbfälle entstehen, werden die Leute merken, worauf sie sich da eingelassen haben, wenn sie mal eben ein paar hunderttausend Euro Erbschaftssteuer zahlen sollen, weil ihre Fläche ja plötzlich einen soooo hohen Wer hat – und möglicherweise der Betreiber kurz danach von seinem Kündigungsrecht Gebrauch macht, weil durch sich ändernde politische Rahmenbedingungen der Betrieb nicht mehr wirtschaftlich möglich ist. Dann fällt der Wert in sich zusammen, es kommen keine Einnahmen mehr, aber die Steuerforderungen bleiben bestehen, weil der Wert immer auf den Tag des Todes festgesetzt wird. Wenn man diese Systematik erst mal begriffen hat, darf man solche Verpachtungen echt nicht machen.
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Re: PV statt Ackerbau: ethisch-moralische Aspekte

Beitragvon Dieselross30 » Mo Apr 27, 2026 13:03

Pianist hat geschrieben:Ich gehe zwar grundsätzlich davon aus, dass die Energiekonzerne korrekt arbeiten, die können sich ja im Gegensatz zu kleinen GmbHs nicht so einfach aus dem Staub machen.


Denen ist es doch schlicht egal wie es dem Landeigentümer ergeht, da spielt die Größe des Unternehmens gar keine Rolle.
Bestenfalls können die irgendwann billig das Land kaufen.

Diesem Forum werde ich jedenfalls lebenslang dankbar sein, dass hier jemand den Aspekt der Erbschaftssteuer ins Spiel gebracht hat. Im ungünstigsten aller Fälle hätte ich irgendwann nur noch eine einzige Wahlmöglichkeit gehabt, nämlich die Begehungsweise des Suizids.

Man kann Erbschaften auch ausschlagen, da muss man sich nicht gleich erhängen.

Im Prinzip ist das alles totaler Mist: einerseits will die Politik die Energiewende, und faktisch brauchen wir sie ja auch, aber gleichzeitig wird nichts dafür getan, um die dafür erforderlichen Flächeneigentümer nicht ins offene Messer laufen zu lassen.


Niemand wird gezwungen ins offene Messer zu laufen, bevor man solchen Projekten zustimmt sollte man sich ausreichend informieren und nicht sofort bei ein paar € den Verstand verlieren.
Wenn Unternehmen und Projektierer direkt schon Pachtverträge mit ins Angebot packen, dann kann man davon ausgehen, denen ist schlicht egal was dem Eigentümer anschließend dann blüht.
Ins offene Messer läuft überhaupt niemand, ob man komplett ohne Rechts- und Steuerberatung solche Goldgräberprojekte abnickt liegt am Flächeneigentümer. Der Staat kann wohl kaum überall die Nanny spielen, auch wenn immer mehr Menschen das offenbar wünschen.


Es wird genau so kommen, wie Du geschrieben hast: spätestens wenn in den kommenden Jahren die ersten Erbfälle entstehen, werden die Leute merken, worauf sie sich da eingelassen haben, wenn sie mal eben ein paar hunderttausend Euro Erbschaftssteuer zahlen sollen, weil ihre Fläche ja plötzlich einen soooo hohen Wer hat – und möglicherweise der Betreiber kurz danach von seinem Kündigungsrecht Gebrauch macht, weil durch sich ändernde politische Rahmenbedingungen der Betrieb nicht mehr wirtschaftlich möglich ist.


Hohe Renditen für den Landeigentümer bringen halt auch gerne ein höheres Risiko mit sich.
Und gerade bei der Windkraft und PV Branche gab es von Anfang an immer wieder Versuche die Kosten und das Risiko möglichst gering zu halten, vieles auf den Eigentümer nach der Pachtzeit abzuwälzen.
Vor 30 Jahren wurden Windräder noch ohne Rückbau dem Flächeneigentümer nach der Laufzeit überlassen, nun versucht das auch die PV Branche erneut...

Wenn man diese Systematik erst mal begriffen hat, darf man solche Verpachtungen echt nicht machen.

Oder man übergibt die Flächen der jungen Generation, die vermutlich noch 30 Jahre macht, damit ein Vererben dann eher unwahrscheinlich ist.
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Re: PV statt Ackerbau: ethisch-moralische Aspekte

Beitragvon Pianist » Mo Apr 27, 2026 13:19

Dann würde trotzdem über fünf bis sieben Jahre vor- und rückgerechnet werden, also dann dürfte man erst mal mehrere Jahre gar nichts machen. Und es kann auch niemand so genau sagen, zu welchem Zeitpunkt genau die Werterhöhung passiert, also ob schon dann, wenn der Bebauungsplan aufgestellt wird, bei Baubeginn der Anlage, bei Betriebsaufnahme oder wann auch immer...

Ob aber generell die ältere Generation zu Lebzeiten etwas an die jüngere Generation übergeben möchte, das ist natürlich immer sehr individuell. Würde mein Vater zum Beispiel nicht machen.

Erbe ausschlagen wäre in meinem Fall übrigens eine ganz schlechte Lösung, weil dann auch mein Haus weg wäre, denn das steht auf dem Grundstück meiner Eltern, also somit in deren zivilrechtlichem Eigentum, auch wenn es steuerlich mir zugerechnet wird. Also ich muss darauf später keine Erbschaftssteuer zahlen. Trotzdem bin ich darauf angewiesen, irgendwann das Grundstück zu erben.
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Re: PV statt Ackerbau: ethisch-moralische Aspekte

Beitragvon AP_70 » Mo Apr 27, 2026 15:58

Pianist hat geschrieben:Erbe ausschlagen wäre in meinem Fall übrigens eine ganz schlechte Lösung, weil dann auch mein Haus weg wäre, denn das steht auf dem Grundstück meiner Eltern,


Grundstück teilen, eigene Flurnummer..........
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Re: PV statt Ackerbau: ethisch-moralische Aspekte

Beitragvon Pianist » Mo Apr 27, 2026 16:17

Wollte mein Vater damals nicht, also vor mehr als 25 Jahren. Und heute eigentlich auch nicht. Er will einfach nichts aus der Hand geben, weil er dann nicht mehr der zentrale Entscheider ist...
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Re: PV statt Ackerbau: ethisch-moralische Aspekte

Beitragvon Dieselross30 » Mo Apr 27, 2026 16:25

Pianist hat geschrieben:Er will einfach nichts aus der Hand geben, weil er dann nicht mehr der zentrale Entscheider ist...


Dann war der Hausbau schon ein Risiko.
Wenn der nun irgendwo einem PV Projektierer die Geschichte erzählt, dann werden die Interessen vielleicht zunehmen.
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Re: PV statt Ackerbau: ethisch-moralische Aspekte

Beitragvon Pianist » Mo Apr 27, 2026 16:37

Den letzten Satz habe ich irgendwie nicht verstanden...

Übrigens: die ganze Thematik mit dem § 94 BGB ist uns erst vor wenigen Jahren bewusst geworden, als es um die neue Grundsteuer ging und wir plötzlich nur noch eine einzige Grundsteuernummer hatten. Zuvor hatte ich eine eigene Grundsteuernummer für "mein" Haus.
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Re: PV statt Ackerbau: ethisch-moralische Aspekte

Beitragvon hallogurke » Di Mai 26, 2026 16:33

hallo, ich habe mich von der etischen Seite längst verabschiedet. Nachdem wir die letzten jahre aufgrund schlechter Ernten und Preise eigentlich immer drauf gelegt haben. Es sind deine Flächen und das muss jedem Pächter immer klar sein. Und es kommt ja immer drauf an viel viel du davon als PV machen willst. 5Ha von 100 ist nicht viel. Das kann er verkraften. Wenn es jetzt 50 von 100Ha sind muss man da klar reden.

Und auch wenn da jetzt Firmen ein Intersesse habe ist das eine lange Geschichte bis zum Bau. Meist 3-4 Jahre da sind Unmengen von Gutachten zu machen. Bei und waren es letzendlich dann 70 Seiten. Ebenso muss es zig Genhmigungen der Gemeinden usw. gaben.

Ich würde da nicht lange nachdenken. je länger das dauerst desto weniger gibt es für Einspeisung. Und die Pacht wird weniger. Vielleicht auch mal schauen ob es reginal Interessenten gibt. ne GBR usw gründen
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