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Rapsanbau 2026/2027

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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Re: Rapsanbau 2026/2027

Beitragvon Mad » Mi Aug 26, 2026 21:50

Höffti hat geschrieben:Kannst Du Dir den Raps von jemandem direkt unter die Strohmatte bauen lassen? Das wäre vermutlich ideal.


Hätten wir die Vorführ-Ultima jetzt schon bekommen, wäre das meiste direkt gedrillt worden. Nun gibts halt ne klassische Mulchsaat mit tiefer Lockerung.
Bild
Kreuzschiene hat geschrieben:Wenn es bei Raps in Richtung 7 Tonnen Ertrag geht, ist Lager meist nicht zu vermeiden. Ich spreche da leider aus Erfahrung.
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Re: Rapsanbau 2026/2027

Beitragvon adefrankl » Mi Aug 26, 2026 22:40

Höffti hat geschrieben:
adefrankl hat geschrieben:
Höffti hat geschrieben:60N sind doch wohl wirklich bei jedem als Nmin im Boden nach dem heißen Sommer. Und wenn man nicht mal 60dt Weizen vom Feld gefahren hat, dann wohl ein Vielfaches davon.


Irrtum. Bei mir ergab die Bodenprobe nach der Weizenernte 43 kg Nmin/ha, obwohl trockenheitsbedingt der Ertrag bei 60 dt/ha lag. Falls dann noch Strohdüngung dazu kommt fehlt den Raps auf jeden Fall der Stickstoff.
Sommer 2025 hatte ich zur Abwechslung vor Raps mal das Stroh verkauft und gemeint, ich könnte dadurch auf eine Nmin Probe und eine Stickstoffdüngung verzichten (da war bei mir trockenheitsbedingt der Ertrag noch schlechter). Anfang Oktober konnte man den Raps dann den Stickstoffmangel ansehen und eine Bodenprobe (EUF) ergab dann Ende Oktober gerade 10 kg Nmin/ha im Boden. Wenn es nicht verboten gewesen wäre hätte ich Anfang Oktober noch 30 kg N/ha gegeben. Die hätte der Raps sicher problemlos aufgenommen und davon profitiert. Die entsprechende Stickstoffgabe hatte ich leider Ende September nicht ausgebracht.



Sind da bei euch die Böden so durchlässig? Irgendwo muss der Stickstoff vom Weizen, der nicht in Ertrag umgesetzt wurde, ja hingekommen sein.
Vielleicht ins Grundwasser?

Nein, ins Grundwasser ist der Stickstoff sicher nicht gelangt. Denn ohne Sickerwasser landet auch kein Stickstoff im Grundwasser (*). Sondern den Stickstoff hat der Weizen aufgenommen und in Eiweiß umgesetzt. Da lag letztes Jahr dann der Eiweißgehalt bei der Sorte Excal, die eigentlich eher als eiweißschwach gilt, im Schnitt bei knapp 16% (von diesen Jahr habe ich noch keine Eiweißwerte). Offensichtlich wird auch der Stickstoff recht effektiv aufgenommen, wenn das Wasser knapp ist. Ich erklär mir das so. Stickstoff (Nitrat) ist wasserlöslich. Und wenn da die Pflanzen mehrfach fast das gesamte verfügbare Wasser aufnehmen, dann nehmen sie auch einen großen Teil des vorhandenen Stickstoff auf. Wenn dagegen zwischen den größeren Niederschlägen immer nur die Hälfte des verfügbaren Wassers aufgenommen wird, dann bleibt auch jeweils zunächst die Hälfte des Stickstoffs im Boden.

(*) Hier war es seit Ende Februar (die erste Gabe war danach) recht trocken. Insgesamt regnete es vom 1.3. - 30.6. hier nur 123 mm (Daten nächstgelegene Wetterstation Agrarmeteorologie). Da wandert dann nichts in den Untergrund
Die Geschichte von "Des Kaisers neue Kleider" würde heutzutage mit einer Hausdurchsuchung im Elternhaus des Kindes enden.
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Re: Rapsanbau 2026/2027

Beitragvon Höffti » Do Aug 27, 2026 7:47

Und trotzdem hat Franken mit die höchsten Nitratwerte im Grundwasser...
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Nitrat

Beitragvon adefrankl » Do Aug 27, 2026 11:56

Höffti hat geschrieben:Und trotzdem hat Franken mit die höchsten Nitratwerte im Grundwasser...

Ja, grundsätzlich richtig. Allerdings liegt hier der Nitratwert im Trinkwasser lediglich bei 3 mg/l (und das Trinkwasser wird vor Ort gefördert! Dennoch lagen alle meine Felder im roten Gebiet, bis auf eines, und das ist mit der sandigste Acker. Diesbezüglich hieß es dann, dass der niedrige Gehalt noch aus früherer Zeit stammt.
(so aus den 70er -80ern, wo gerade 3 Monate Güllelagerzeit zur Verfügung stand. Und da wurde dann im Spätherbst noch Gülle gefahren, damit die Grube im Winter nicht überläuft. Notfalls hat man damals auch mal ein Fass seitlich vom Weg in den Acker gespritzt, wenn die Grube am Überlaufen war. Ich erinnere mich auch noch an eine Situation in meiner Jugend Ende der 80er, als zwei drei Fässer Gülle auf eine schneebedeckte Wiese (15cm Schnee?) gefahren wurden, weil eben die Grube voll war (Anfang der 90er wurde dann die Viehhaltung aufgegeben). Und aus dieser Zeit sollen die niedrigen Nitratgehalte stammen.)
Nebenbei bemerkt, Gesundheitsempfehlungen lauten, nitratreiche Lebensmittel zu sich zu nehmen, weil dass die Bildung von NO im Körper fördert. Dies wiederum die Blutgefäße erweitert und dadurch das Herzinfakt-,Schlaganfall- und Demenzrisiko deutlich senkt. Was insgesamt gut belegt ist. Das soll keineswegs heißen, dass eine Überdüngung anzustreben wäre (das würde ich schon aus Kostengründen vermeiden!). Aber inzwischen ist klar, dass der aktuelle Krieg gegen Nitrat ideologisch begründet ist und keinesfalls der Gesundheit nützt. Ziemlich sicher sind 40 mg/l Nitrat im Wasser gesünder als 3 mg/l (sofern das Wasser sonst einwandfrei ist). Ansonsten wäre Gemüse auch ungesund, denn das ist die Hauptquelle für die Nitrataufnahme.
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Re: Rapsanbau 2026/2027

Beitragvon Sebbo » Fr Aug 28, 2026 8:28

Raps ist im Boden. Auf einer Fläche stand vor einer Woche noch das Wasser in einer kleinen Senke nach einem Gewitterereignis. Bis auf diese eine Ecke würde ich sagen, war der Boden top. Feuchtigkeit sehr gut. Mit dem angekündigten Regen heute sollte dem raschen und gleichmäßigem Aufgang nichts mehr im Wege stehen.
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Re: Rapsanbau 2026/2027

Beitragvon Ackersau » Fr Aug 28, 2026 15:06

Gestern 5 kg Metarex inov gestreut- flächendecken. Morgen will ich die ersten 30 ha mit 2,0 Butisan Kombi und 0,8 Agil behandeln. Auflaufgeste sehr massiv- ist ja auch klar, hier war zwischen Ernte und Saatbettbereitung eigentlich nix passiert wegen der Trockenheit
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Re: Rapsanbau 2026/2027

Beitragvon swk1982 » Fr Aug 28, 2026 18:11

Servus, kurze Frage in die Runde....ich habe letztes Jahr wieder mit dem Rapsanbau nach 12 Jahren Pause begonnen, da ich mehr Fläche dazu bekommen habe und nun wieder Platz in der Fruchtfolge für ihn habe. Ich habe damals am 1. September gesät und war mit dem Raps doch sehr zufrieden.

Aus verschiedenen Gründen, vor allem aber wegen der ewigen Trockenheit bei uns und aus zeitlichen Gründen bin ich nun erst dazu gekommen die Flächen zu bearbeiten und möchte nächste Woche das Saatbett herrichten.

Kurzum, sollte das Wetter nicht wie gewünscht mitspielen, oder sonst eine Panne passieren, seht ihr es als sehr problematisch an, falls er erst zwischen 10. und 15. September in den Boden kommt?

Früher habe ich immer um den 20. August gesät, aber angesichts vieler Veränderungen, wie zum Beispiel das Thema Beizmittel, tendiere ich auf Anfang September. Allerdings habe ich keine Erfahrungen, was Saattermine nach der ersten Septemberdekade betrifft....
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Re: Rapsanbau 2026/2027

Beitragvon Agrohero » Fr Aug 28, 2026 18:33

Scroll mal zurück,
Darüber haben wir im Zusammenhang mit veränderten Gegebenheiten diskutiert .
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Re: Rapsanbau 2026/2027

Beitragvon 240236 » Fr Aug 28, 2026 18:45

Bei den Rapsbeständen die ich dresche, sind die besten Erträge bei uns in den letzten Jahren die Septemberraps. Die zu früh gesäten überwachsen im Herbst meist zu stark und kommen aufgrund vom starken Abfrieren im Frühjahr nicht in die Gänge.
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Re: Rapsanbau 2026/2027

Beitragvon County654 » Sa Aug 29, 2026 5:52

Es hängt sehr stark von deiner Region ab.
Raps brauch eine Wärmesumme von 800° im Herbst um ausreichendes (Wurzel)Wachstum zu generieren.
Ferner spielt massiver Frost nicht in allen Regionen eine Rolle.
Ich habe immer Anfang September gesät, bin aber wg Erdfloh jetzt auf die letzte Augustdekade geangen.
Nach dem 10.9 ist in vielen Regionen zu spät für Toperträge.
Es muß anders werden, wenn es besser werden soll!
Aber keiner weiß, ob es gut wird, wenn es anders wird........
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Re: Rapsanbau 2026/2027

Beitragvon elchtestversagt » Sa Aug 29, 2026 6:50

Die besten Erträge hatten wir immer dann, wenn wir aufgrund milder Temperaturen und ausreichend Wasser Ende August drillen konnten, dazu ordentlich Organische Masse unter dem Fuss. Aber, man musste den im Herbst zweimal moderat einkürzen....
Raps ist vorgestern rein gekommen, einmal tiefe Lockerung mit Schmalscharen und dann EKS mit 28 Kö/m2.
Gestern über Tag verteilt 28mm Wasser drauf...
Ach übrigens, gestern sind die N-min Werte auf den geernteten Rapsschlägen gekommen, 30 kg gesamt von 0-90, davon 20 kg von 0 bis 30cm.
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Re: Rapsanbau 2026/2027

Beitragvon Höffti » Sa Aug 29, 2026 17:17

Der direkt gebaute Raps iat mittlerweile schön etabliert und bildet aktuell die ersten Laubblätter aus.
Sobald hier auch die kleineren Pflanzen zwei voll ausgebildete Laubblätter haben, kommt LaDiva drauf und gleich etwas Bor mit dazu. So spart man schon wieder Überfahrten ggü. den Pflügern, die ein Vorlauflaufmittel applizieren.
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Re: Rapsanbau 2026/2027

Beitragvon elchtestversagt » Sa Aug 29, 2026 17:31

Nur mal so, damit du nicht noch Direktsaat Weizen auf deiner Rapsfläche fahren musst...
Bei LaDiva warte, bis die kleinsten Rapspflanzen das zweite Laubblatt haben. das zwickt ganz schön, durfte ich vergangenes Jahr feststellen...
Und LaDiva fährt man am besten einzeln, und ganz bestimmt nicht mit Bor...
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Re: Rapsanbau 2026/2027

Beitragvon Höffti » Sa Aug 29, 2026 18:07

elchtestversagt hat geschrieben:Nur mal so, damit du nicht noch Direktsaat Weizen auf deiner Rapsfläche fahren musst...
Bei LaDiva warte, bis die kleinsten Rapspflanzen das zweite Laubblatt haben. das zwickt ganz schön, durfte ich vergangenes Jahr feststellen...
Und LaDiva fährt man am besten einzeln, und ganz bestimmt nicht mit Bor...



Ich war ab dem ersten Jahr wo es Belkar+Synero gab, dabei. Hab das gut im Griff...

Hab ja bereits oben geschrieben, dass ich warte, bis der kleinere Raps auch zwei voll ausgebildete Laubblätter hat.

Und da er eh dicht genug aufgelaufen ist, verträgt er es, wenn das eine oder andere Pflänzchen eingeht.
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Re: Rapsanbau 2026/2027

Beitragvon madanf » Di Sep 01, 2026 7:36

Ich nutze das Belkar + Synero bzw LaDiva System schon seid Jahren ohne Probleme. Wichtig ist so lange zu warten bis der Bestand vollständig aufgelaufen und min. im 4Blatt Stadium ist, und keine Mischungen fahren. Der Raps wird immer sauber.
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