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Rapsanbau 2026/2027

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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Re: Rapsanbau 2026/2027

Beitragvon Höffti » Mi Aug 26, 2026 6:41

Bevor man mit KAS im Herbst auf den Acker fährt, würde ich dringend zunächst einmal die Entwicklung und vor allem das Wetter im Herbst abwarten. Aktuell ist der Stickstoffbedarf noch nicht gegeben. Wurzelwerk ist ebenfalls noch kaum vorhanden. Lass mal 100l Regen kommen, dann ist er weg, der teure Stickstoff.
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Re: Rapsanbau 2026/2027

Beitragvon elchtestversagt » Mi Aug 26, 2026 6:49

Alle Amtlichen "Weltrekordrapse" ( und damit meine ich nicht die von den Universalgelehrten hier...) haben alle im Herbst min. 40% ihres Jahres-N-Bedarfs bekommen...
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Re: Rapsanbau 2026/2027

Beitragvon Sönke Carstens » Mi Aug 26, 2026 7:08

Hier wird schon seit Jahren von allen möglichen Beratern gesagt das man Raps immer 60kg N im Herbst geben soll.
Bei einigen Betrieben bekommt der Raps 2 mal Gülle vor dem Winter...
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Re: Rapsanbau 2026/2027

Beitragvon elchtestversagt » Mi Aug 26, 2026 7:17

So machen wir es auch....
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Re: Rapsanbau 2026/2027

Beitragvon countryman » Mi Aug 26, 2026 11:13

Nach meiner "Frühsaat-Phase" in den 10er Jahren bin ich wieder beim 1.9. angekommen als Zielvorstellung. Und dann nach Bedarf mal eine Handvoll KAS wenn Bedarf ersichtlich wird. Pauschal musses nicht sein. Gülle vorab und dann Frühsaat hat sich hier nicht bewährt...
The times they are a-changin'.
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Re: Rapsanbau 2026/2027

Beitragvon Mad » Mi Aug 26, 2026 11:46

Für Freitag sind Gewitter gemeldet, die regional unwettermäßig ausfallen sollen.

Habe gestern die erste Fläche für Raps gegrubbert und überlege gerade, den Rest erst nach Freitag aufzureißen um das Wetter erstmal abzuwarten. Der Boden zeigt eine unglaubliche Gare, obwohl er durch die Strohauflage die letzten Niederschläge wunderbar konserviert hat. Da alles ziemlich fein wird, steigt bei mir die Sorge vor Erosion an den Hanglagen. Wäre jetzt nur normaler Landregen gemeldet, würde ich grubbern was das Zeug hält.
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Kreuzschiene hat geschrieben:Wenn es bei Raps in Richtung 7 Tonnen Ertrag geht, ist Lager meist nicht zu vermeiden. Ich spreche da leider aus Erfahrung.
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Re: Rapsanbau 2026/2027

Beitragvon Höffti » Mi Aug 26, 2026 12:16

Mad hat geschrieben:Für Freitag sind Gewitter gemeldet, die regional unwettermäßig ausfallen sollen.

Habe gestern die erste Fläche für Raps gegrubbert und überlege gerade, den Rest erst nach Freitag aufzureißen um das Wetter erstmal abzuwarten. Der Boden zeigt eine unglaubliche Gare, obwohl er durch die Strohauflage die letzten Niederschläge wunderbar konserviert hat. Da alles ziemlich fein wird, steigt bei mir die Sorge vor Erosion an den Hanglagen. Wäre jetzt nur normaler Landregen gemeldet, würde ich grubbern was das Zeug hält.


Kannst Du Dir den Raps von jemandem direkt unter die Strohmatte bauen lassen? Das wäre vermutlich ideal.
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Re: Rapsanbau 2026/2027

Beitragvon 240236 » Mi Aug 26, 2026 12:50

elchtestversagt hat geschrieben:Alle Amtlichen "Weltrekordrapse" ( und damit meine ich nicht die von den Universalgelehrten hier...) haben alle im Herbst min. 40% ihres Jahres-N-Bedarfs bekommen...
Beim letzten Feldtag unseres Amtes, da war von KWS ein Pflanzenbauberater da, der sagte zum Rapsanbau ein paar Worte und meinte auch, daß Raps min. 60N im Herbst zur Verfügung haben soll. Bei Direktsaat noch viel wichtiger, da sich dur die fehlende Bearbeitung weniger mineralisiert
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Re: Rapsanbau 2026/2027

Beitragvon Höffti » Mi Aug 26, 2026 13:34

60N sind doch wohl wirklich bei jedem als Nmin im Boden nach dem heißen Sommer. Und wenn man nicht mal 60dt Weizen vom Feld gefahren hat, dann wohl ein Vielfaches davon.
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Re: Rapsanbau 2026/2027

Beitragvon langholzbauer » Mi Aug 26, 2026 14:25

Naja,
Ob der N - Überschuss ohne Bodenbearbeitung wirklich im Herbst noch mineralisiert, konnten früher die Offizialberatungen recht gut beobachten.
Wohl dem, der an Messereihen aus vergleichbaren Jahren für seinen Standort kommt!
Das findet so aber heute nicht mehr flächendeckend statt.
Ohne Wasser und Sauerstoff im täglich abkühlenden Boden muss der Raps hart um seine Nährstoffe kämpfen.
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Re: Rapsanbau 2026/2027

Beitragvon 240236 » Mi Aug 26, 2026 15:37

langholzbauer hat geschrieben:Ohne Wasser und Sauerstoff im täglich abkühlenden Boden muss der Raps hart um seine Nährstoffe kämpfen.
Bei Höffti sind nach mehr als 100dz/ha doch noch genügend Nährstoffe im Boden :lol:
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Re: Rapsanbau 2026/2027

Beitragvon Höffti » Mi Aug 26, 2026 18:00

240236 hat geschrieben:
langholzbauer hat geschrieben:Ohne Wasser und Sauerstoff im täglich abkühlenden Boden muss der Raps hart um seine Nährstoffe kämpfen.
Bei Höffti sind nach mehr als 100dz/ha doch noch genügend Nährstoffe im Boden :lol:


Da brauchst Dir keine Sorgen machen. Der Raps wird schon nicht hungern. Ich hab meine Direktsaatböden gut in Schuss ...:wink:
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Re: Rapsanbau 2026/2027

Beitragvon JonnyD2250 » Mi Aug 26, 2026 20:31

Landwirt1980 hat geschrieben:Hallo

Ist es dann also sinnvoll den Raps nach den Auflaufen 150kg KAS zu geben?

Gruß


Wenn der raps zur 2. Septemberdekade nicht so recht wachsen will, habe ich das schon öfters gemacht. Es hilft schon enorm. Muss halt bis 1.10 erledigt sein
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Re: Rapsanbau 2026/2027

Beitragvon adefrankl » Mi Aug 26, 2026 21:16

Höffti hat geschrieben:60N sind doch wohl wirklich bei jedem als Nmin im Boden nach dem heißen Sommer. Und wenn man nicht mal 60dt Weizen vom Feld gefahren hat, dann wohl ein Vielfaches davon.


Irrtum. Bei mir ergab die Bodenprobe nach der Weizenernte 43 kg Nmin/ha, obwohl trockenheitsbedingt der Ertrag bei 60 dt/ha lag. Falls dann noch Strohdüngung dazu kommt fehlt den Raps auf jeden Fall der Stickstoff.
Sommer 2025 hatte ich zur Abwechslung vor Raps mal das Stroh verkauft und gemeint, ich könnte dadurch auf eine Nmin Probe und eine Stickstoffdüngung verzichten (da war bei mir trockenheitsbedingt der Ertrag noch schlechter). Anfang Oktober konnte man den Raps dann den Stickstoffmangel ansehen und eine Bodenprobe (EUF) ergab dann Ende Oktober gerade 10 kg Nmin/ha im Boden. Wenn es nicht verboten gewesen wäre hätte ich Anfang Oktober noch 30 kg N/ha gegeben. Die hätte der Raps sicher problemlos aufgenommen und davon profitiert. Die entsprechende Stickstoffgabe hatte ich leider Ende September nicht ausgebracht.
Die Geschichte von "Des Kaisers neue Kleider" würde heutzutage mit einer Hausdurchsuchung im Elternhaus des Kindes enden.
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Re: Rapsanbau 2026/2027

Beitragvon Höffti » Mi Aug 26, 2026 21:19

adefrankl hat geschrieben:
Höffti hat geschrieben:60N sind doch wohl wirklich bei jedem als Nmin im Boden nach dem heißen Sommer. Und wenn man nicht mal 60dt Weizen vom Feld gefahren hat, dann wohl ein Vielfaches davon.


Irrtum. Bei mir ergab die Bodenprobe nach der Weizenernte 43 kg Nmin/ha, obwohl trockenheitsbedingt der Ertrag bei 60 dt/ha lag. Falls dann noch Strohdüngung dazu kommt fehlt den Raps auf jeden Fall der Stickstoff.
Sommer 2025 hatte ich zur Abwechslung vor Raps mal das Stroh verkauft und gemeint, ich könnte dadurch auf eine Nmin Probe und eine Stickstoffdüngung verzichten (da war bei mir trockenheitsbedingt der Ertrag noch schlechter). Anfang Oktober konnte man den Raps dann den Stickstoffmangel ansehen und eine Bodenprobe (EUF) ergab dann Ende Oktober gerade 10 kg Nmin/ha im Boden. Wenn es nicht verboten gewesen wäre hätte ich Anfang Oktober noch 30 kg N/ha gegeben. Die hätte der Raps sicher problemlos aufgenommen und davon profitiert. Die entsprechende Stickstoffgabe hatte ich leider Ende September nicht ausgebracht.



Sind da bei euch die Böden so durchlässig? Irgendwo muss der Stickstoff vom Weizen, der nicht in Ertrag umgesetzt wurde, ja hingekommen sein.
Vielleicht ins Grundwasser?
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