Die Rapserträge waren recht durchwachsen dieses Jahr mit Erträgen zwischen 25 und 38 dt/ha. Schuld daran war die lange Frostperiode im März nach erkennbarem Vegetationsbeginn, was den Rapspflanzen gehörig zugesetzt hat, sowie der massive RGK-Befall, die sehr ungleichmäßige Blüte mit vielen Nachblühern, als auch die Trockenheit und die hohen Temperaturen während der Ein- und Umlagerungsphase und nicht zuletzt der hohe Verticilliumbefall durch den nassen Mai.
Neues Jahr - neues Glück könnte man meinen, aber nachdem es hier gestern 68 mm geregnet hat (war wohl der deutschlandweite Höchstwert), sehe ich eher schwarz. Das schwächt die Wurzelentwicklung ganz gewaltig und ich glaub auch nicht, dass jedes Körnchen aufgeht. Die Bodenstruktur auf unseren tonigen Böden war längst nicht so gut wie letztes Jahr.
Ich bin froh, dass ich trotz hoher Strohmassen nicht zum Pflug gegriffen und auch nur das Nötigste angewalzt hab, sonst wär der Boden jetzt total verschlemmt.
@Maddin
Das Spritzen funktioniert auch ohne Vorauflaufmarkierung recht gut. Ich merke mir einfach einen charakteristischen Punkt am Ende des Spritzgestänges - das kann ein Stein, ein Erdklumpen oder ein paar Strohhalme sein -, drehe rückwärts und behalte dabei diesen Punkt immer im Auge. Die Säreihen sieht man ja recht gut, sofern der Boden nicht zu grobschollig daliegt.
Für den Fall, dass ich ne neue Spritzfüllung brauche, habe ich nen Stab mit Fähnchen (Stofffetzen) dabei, den ich in den Boden stecke, sobald die Spritzbrühe keine volle Länge mehr reicht. Bei ner Arbeitsbreite von 15m funktioniert das jedenfalls problemlos. Da ist alles noch überschaubar.
