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Aktuelle Zeit: Sa Nov 29, 2025 15:19

Rente nach über 40 Beitragsjahren

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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156 Beiträge • Seite 2 von 11 • 1, 2, 3, 4, 5 ... 11
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Re: Rente nach über 40 Beitragsjahren

Beitragvon Spänemacher58 » Mi Jan 01, 2025 20:26

Qtreiber hat geschrieben:
urw hat geschrieben:Christian,
seit über fünf Jahren müssen einwandernde Rentner ein Mindesteinkommen von mntl. 1.824,-€ vorweisen/nachweisen um ein Rentner-Visum in Thd. beantragen zu dürfen.
"Deine" veraltete 1200,- stammen vermutlich aus dem Jahre 2016 oder davor :klug:

da hat sich anscheinend Jemand eingehend über das Rentnerleben in Thailand informiert. :wink:


Vom Klima könnte ich mir ein Rentnerleben in Thailand auch vorstellen. Rente habe ich genug aber ich habe ein enormes Problem mit asiatischem Essen. Ich würde verhungern!
Jede Dienstreise nach Asien wurde trotz netten Leuten und Shenswürdigkeiten bei mir zur Tortur da ich dort kaum etwas essen kann
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Re: Rente nach über 40 Beitragsjahren

Beitragvon Englberger » Mi Jan 01, 2025 21:30

Hallo urw,
mein Kumpel lebt in Frankreich.
Ich kann mich an eine Reportage im Fernsehen über die dt Rentner in Thailand erinnern.Kann auch schon 10oder 14 Jahre her sein. Die konnten saufen bis zum gehtnichtmehr und wurden von der Polizei heimgebracht, und leisteten sich regelmässig Prostituierte. Weiss noch, aufn Heimflug mussten sie sparen. Aber da waren Leute mit 800 Euro dabei. Vielleicht waren die schon länger dort, oder verheiratet dort.
Interessant wäre wies in Albanien grad läuft. Ist noch günstig denk ich. Bulgarische Küste schon zu überlaufen imho.
Türkei gefährlich abseits der Tourizentren. Tunesien müsst ich n Cousin fragen der hat dort mitm Boot überwintert weil die Türkei zu teuer wurde.
Gruss Christian
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Re: Rente nach über 40 Beitragsjahren

Beitragvon Spänemacher58 » Mi Jan 01, 2025 21:38

Christian, die Türkei ist sehr teuer geworden durch Inflation, aber gefährlich??
Die Türkei ist wesentlich sicherer als France" Da passiert nichts außer das man bein Einkaufen schon mal geneppt werden kann
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Re: Rente nach über 40 Beitragsjahren

Beitragvon urw » Mo Aug 04, 2025 14:11

landtreff.de/post2211942.html#p2211942
Qtreiber hat geschrieben:
Südheidjer hat geschrieben:Es kocht im Volk, was Minsterin Reiche da anzettelt. Die spielt mit dem Feuer.
Wo Reiche Recht hat, hat sie Recht. Der Fehler wurde 1957 gemacht, als Adenauer noch meinte, "Kinder gibt es immer.".


landtreff.de/post2212006.html#p2212006
Qtreiber hat geschrieben:
tyr hat geschrieben:Dieses rentensystem hat zwei Weltkriege und mehrere schwere Wirtschaftskrisen überstanden, anders als alle anderen Systeme. Es gibt auch dafür Lösungen, wenn man es denn will. Grundsätzlich ist genügend Geld da, das System zu stützen.

Du bist doch sonst so gut in Geschichte. Anscheinend blendest du vollkommen aus, dass es 1957 eine gravierende Änderung gab. Ich bin enttäuscht. :(

Sind denn heute (2025 ff., %-l-gesehen) Zahlungen von Witwen- + Waisen- + Hinterbliebenen- + Kriegsrenten höher, als 1957 ff. :?:
Im März 2014 hat das BVerfG festgestellt, daß Teile des ZDF-Staatsvertrages verfassungswidrig sind. Parteifunktionäre sitzen demnach im Verwaltungs- & Fernsehrat und nehmen Einfluß auf die Berichtserstattung.
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Re: Rente nach über 40 Beitragsjahren

Beitragvon urw » Di Aug 05, 2025 14:11

landtreff.de/post2212127.html#p2212127
Spänemacher58 hat geschrieben: ...
- die Wiedervereinigung: Die BRD hätte niemals die Renten der DDR Bürger zahlen können ohne selbst pleite zu gehen, also griff man in die Rentenkasse der BRD Boomer und ich musste sowohl dem dreckigen Mauerschützen, dem Stasi Agenten und auch deren unschuldigen Opfern die Rente mit meinen Beiträgen zahlen ...

Es gab keine Wiedervereinigung. Die BRd hatte die DDR mit allen Rechten&Pflichten übernommen.
Wenn man ein Grundstück erwirbt, da sind einem, i.d.R., auch alle Vor- und Nachteile bekannt. Wertlos war/ist dieses riesige Grundstück sicherlich nicht. :klug:

ich gehe stark davon aus, daß die Zahlungen an die DDR-Renter peanuts dagegen im Vergleich zu dem sind, was infolge von Mißwirtschaften durch cdu-/spd-Bonzen&-Schergen in den Jahren 1990-2025 entstanden ist und weiterhin entstehen wird. Da könnte ich Dir, zu den bereits genannten, weitere Beispiele nennen.




Spänemacher58 hat geschrieben: ...
- die Russlanddeutschen. In den 1990 Jahren kamen sie mit Sack und Pack, Oma und Opa, ... und wieder wurde in die Rentnkasse gegriffen ...

Daß zw. 1945-1948 mehr als 100.000 dt. Reichsbürger aus der West-Zone in die SU (v.a. nach Sibirien & Kasachistan) ausgewiesen wurden und dort in die Arbeitslager (GULAG) kamen, ist Dir irgend-wie entgangen, oder ?

Den dt. Wehrmachtssoldaten hat man die Zeit in der US-/GB-/SU-Gefangenschaft bei der Rentenberechnung mit einbezogen, warum soll das Gleiche nicht auch für dt. Zivilisten gelten :?:

Abgesehen davon, war die Lebenszeit der s.g. rußlandDeutschen-Rentenbezieher ca. 10-15 Jahre geringer, als der gleichaltrigen West-Deutschen, die nicht im SU-Arbeitslager waren.
Habe hier in der Straße einen RußlandDeutschen, der kam mit ca. 57 nach D. war sofort arbeiten und hatte noch mit 70 auf den Baustellen Fenster&Türen eingebaut - wer im Westen macht das :?: Seine Rente liegt heute bei ca. 500,-€.

Zudem war deren Altersstruktur doch paar Jahre jünger, als die der West-Deutschen, d.h. die jungen RußlandDeutsche hatten (in Vielzahl) die Renten ihrer wenigen Omas&Opas direkt mitfinanziert.

Was ist denn aus der Adenauer-Stiftung geworden, die explizit für heimkehrende RußlandDeutsche so um 1950 geschaffen wurde ?, wo sind denn die angesparten Mittel aus dieser Stiftung denn hingewandert ?




Spänemacher58 hat geschrieben: ... , alles was mal einen deutschen Schäferhund hatte ...
Daß dabei, v.a. nach 1990, auch zahlreiche Nicht-Deutsche durchgewunken wurden, das sollte man eher den cdu-Schergen (als geschäftstüchtige Konsumenten-Beschaffer) anlasten, das war auch 2015* ff. auch nicht viel anders :roll: - cdu-Mann T5060 hatte diese *Machenschaften bereits damals, wie auch später, gut erklärt.
Im März 2014 hat das BVerfG festgestellt, daß Teile des ZDF-Staatsvertrages verfassungswidrig sind. Parteifunktionäre sitzen demnach im Verwaltungs- & Fernsehrat und nehmen Einfluß auf die Berichtserstattung.
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Re: Rente nach über 40 Beitragsjahren

Beitragvon urw » Mi Aug 06, 2025 13:25

landtreff.de/post2212082.html#p2212082
Pegasus_o hat geschrieben:
210ponys hat geschrieben:
Pegasus_o hat geschrieben: ... Viele Rentner und wenig Aktive führt in jedem System zu Problemen und wenn dann die Wirtschaft insgesamt schwächelt, wird es zum Desaster. Wir werden live dabei sein!

das stimmt so nicht! Deutlich über 30 Milliarden werden Zweckentfremdet Jahr für Jahr. oder für Personen ausgegeben die nie einbezahlt haben. Rentner könnten eine 4 Prozentpunkte höhere Rente bekommen!


Das ist ein Scheinargument.
Nehmen wir die Mütterrente, also Frauen, die weniger in die Rentenkasse eingezahlt haben, weil sie Kinder großgezogen haben.
1) Warum sollten die eine niedrigere Rente bekommen, als Kinderlose?
2) Sind letztere nicht die, die das System ausnutzen?
3) Ohne Kinder keine Rente, das steht bei jedem Rentensystem fest.

Würden sie das Geld aus dem Steuersystem bekommen statt aus der REntenkasse, würden die Rentner vielleicht mehr Geld bekommen, dafür aber mehr Steuern bezahlen.

Zu 1) meine Mutter* hatte definitiv keine geringere Rente bekommen, als kinderlose Frauen, hatte aber jahrzehntelang definitiv geringere Abgaben :!:
*auch andere Mütter in der Verwandschaft/Bekanntschaft trifft es, bei gleichen Verhältnissen, ebenfalls zu !

Zu 2) ganz im Gegenteil, es sind überwiegend schaffende Kinderlose, die das System finanzieren.
P.S. ledige Männer sterben i.d.R. fünf Jahre früher, als verheiratete, somit a) beziehen die folglich weniger Rente,
b) verursachen keinen Anspruch auf Witwenrente und/oder Waisenrente (weil keine Witwe/Kinder da, versteht sich eigentlich von selbst :roll: ).

Zu 3) Kinder zahlen in der BRd nichts ein !, ganz im Gegenteil die kosten einer Solidar-Gemeinschaft Abermilliarden :idea: ,
es sind schaffende Erwachsene die das Rentensystem, etc., (und auch die Anschaffung von Kindern) finanzieren :klug:
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Re: Rente nach über 40 Beitragsjahren

Beitragvon langholzbauer » Mi Aug 06, 2025 14:03

Zum " zu 1)" von @ urw fällt mir gerade wieder der Neid etlicher älterer Westbäuerinnen auf die Ostfrauen nach der Vereinigung ein, weil letztere einen vergleichsweise stattlichen Rentenanspruch hatten .
Ach wie groß war trotzdem kurz drauf der Wiederstand im Westen gegen die RV- Pflicht der Bäuerinnen. :roll:

Bisher hat das ges. Rentensystem noch funktioniert.
Es gab hüben, wie drüben die Möglichkeit, freiwillig einzuzahlen und damit Anspruch zu erwerben oder aufzustocken.
Vor einem Umbau der ges. RV sollten alle Sozialverbände, Gewerkschaften und Vertretungen aller Pflichtversicherten den Schulterschluss suchen um gemeinsam für die Abschaffung möglichst vieler Befreiungsmöglichkeiten , sowie für die strikte Trennung von, durch Einzahlung=Leistung, erworbenen Rentenanspruch von allen einzahlungsfreien Sozialleistungen zu kämpfen.
Das wäre ein wichtiger Schritt in die Richtung" Leistung muß sich auch lohnen!". :klug:
Ich will niemanden " einzahlungsfreien" verhungern lassen.
Aber " Teilhabe am sozialen Lebens" über ein Existenzminimum hinaus , hat sich gefälligst jeder Mensch selbst zu erarbeiten, der dazu gesundheitlich in der Lage ist.
Wer solchen Menschen mehr ermöglichen will, darf das gern durch private Spenden oder legale Geldbeschaffungsformen tun, aber nicht in die Taschen derer greifen, die bis zum Renteneintritt gearbeitet und eingezahlt haben!
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Re: Rente nach über 40 Beitragsjahren

Beitragvon T5060 » Mi Aug 06, 2025 14:04

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Re: Rente nach über 40 Beitragsjahren

Beitragvon urw » Mi Aug 06, 2025 14:14

langholzbauer hat geschrieben:Zum " zu 1)" von @ urw fällt mir gerade wieder der Neid etlicher älterer Westbäuerinnen auf die Ostfrauen nach der Vereinigung ein, weil letztere einen vergleichsweise stattlichen Rentenanspruch hatten . ...

Bin kein DDR-Kind, daher die Frage: hatten LPG-Rentner nach 1990 wirklich eine gute Rente* ? :shock:
*ich dachte (bis jetzt), daß es nach > 40 Jahren in der LPG kaum mehr als 555,- DM Rente gab :oops:
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Re: Rente nach über 40 Beitragsjahren

Beitragvon langholzbauer » Mi Aug 06, 2025 14:49

Das war aber mehr, als 0 € Rentenanspruch für die Altbäuerin eines damaligen überdurchschnittlichen westlichen Familienbetriebes!


LPG bis 1990 waren durchschnittlich kaum 30 Jahre in denen nicht jede Bäuerin nur in der Vegetation auf den Feldern, sondern auch viele neben der Feldarbeit in " sonstigen Nebenproduktionen" außerhalb vom ev. vorhandenen NE und der Familie berufstätig waren.
Das ist genau der Punkt, welcher gern vernachlässigt wird.
Aber auch im Osten gab es vor der Zwangskollektivierung die Möglichkeit, durch freiwillige Einzahlung auch Rentenansprüche für die Bäuerin zu sichern.
Das hatte sich zum Ende der DDR über gesetzliche Mindestrente egalisiert.
An einem ähnlichen Punkt stehen wir jetzt auch.
Mit dem gravierenden Unterschied, dass in der bösen DDR bis zur Abschaffung 1990 wirklich jeder, bis zum Staatsratsvorsitzenden seinen Beitrag in die einzige staatliche Rentenversicherung einzahlen musste. :klug:
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Re: Rente nach über 40 Beitragsjahren

Beitragvon Obelix » Mi Aug 06, 2025 15:49

frank1973 hat geschrieben:Man sollte das Rentensystem dahingehend überdenken ...

1. das Alle einzahlen.
Also ohne Ausnahme auch Beamte, Politiker, Selbständige, Rechtsanwälte, Ärzte, Steuerberater, Handwerker, Journalisten, Künstler, Schauspieler, Landwirte usw.
1.a.) Komunen und dem Staat tut man keinen Gefallen damit, dass sie nichts für ihre Beamten während der aktiven Zeit einzahlen und erst im Alter die Sache knallt.
1.b.) Viele Selbständige oder welche die zwischendurch mal Selbständige waren, haben keine oder nur eine schlechte Altersvorsorge. Also Einzahlen! Selbst bekommen es die wenigsten auf die Reihe.
1.c.) Ja, die Versorgungswerke. Früher super. Im Zuge von Nullzins in Schwierigkeiten. Abschaffen und in die Deutsche Rentenversicherung einzahlen lassen bzw. überführen.
1.d.) Viele Landwirte haben nur kleine Renten - die landwirtschaftliche Rente soll ja nur eine Teilabsicherung sein - und der Landwirt im Alter von Pachten oder Altenteil leben. Funktioniert heute
aber in vielen Fällen nicht mehr, da der Hof nicht fortgeführt wird. Daher volle Einzahlung inkl. AG-Anteil in die Deutsche Rentenversicherung.
1.e.) Künstlersozialkasse - warum macht man so einen Dreck? Ab in die Deutsche Rentenversicherung zu realen Beiträgen. Und wenn's die Kunst nicht hergibt - Kunst einstellen und was arbeiten.

Warum macht die Politik das nicht?
Wäre zu einfach. Würde reale Kosten offen legen, die man bisher verschleiert. Würde zu Preissteigerungen führen, da das Geld was dann mehr in der Rente eingezahlt wird, irgendwo herkommen muss.
Würde Ungleichheiten und Ungerechtigkeiten offen legen.

frank1973 hat geschrieben: ... das nicht das Entrittsalter ... sondern die Jahre die engezahlt wurden. ...

Richtig, ein Bauarbeiter, der mit 16 los gelegt hat, braucht seine Rente mit spätestens 65.
Auch die Lehrer - viele psychische Probleme - müssen mit spätestens 65 Jahren in Rente.
Da gibt es viele Berufsgruppen, in denen mit 55 Jahren in der Praxis schon Schluß ist, weil die psychische Belastbarkeit nicht mehr gegeben ist.
Ein anheben des Rentenalters ist Käse. Man muss den Rentnern, die es können, es attraktiv machen, weiter zu arbeiten. Auf freiwilliger Basis. Insbesondere für die Arbeitgeber muss sich das lohnen.
Momentan ist es doch noch so, dass viele Arbeitgeber versuchen, mit 50 Jahren, spätestens mit 55 Jahren sich von Beschäftigten zu trennen. Das geht nicht. Die haben null Chance am Arbeitsmarkt,
in dem Alter, etwas zu Neues zu finden. Das belastet direkt das Rentensystem, weil keine Beiträge mehr eingezahlt werden oder vorzeitig in Rente gegangen wird.

Der Fehler im System war, dass man 1985, als man absehen konnte, dass die Geburtenzahlen dauerhaft zu niedrig waren, hätte reagieren müssen. Jetzt sind 40 Jahre verpasst worden und die Politik
fährt sich immer tiefer in die Rentenscheiße rein. Aus Angst Wählerstimmen zu verlieren.

Das Schlimme an der ganzen Sache: Man wird das über Inflation und/oder Krieg versuchen zu lösen. Wie halt in der Vergangenheit auch schon.
Zuletzt geändert von Obelix am Mi Aug 06, 2025 16:22, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Rente nach über 40 Beitragsjahren

Beitragvon Obelix » Mi Aug 06, 2025 16:09

urw hat geschrieben: ... Kinder zahlen in der BRd nichts ein !, ganz im Gegenteil die kosten einer Solidar-Gemeinschaft Abermilliarden ...

Kinder kosten die Eltern richtig Geld.
Wenn man die Zeit einrechnet, die man ohne Kinder hätte arbeiten können, kommt man auf rund ca. 500.000 € Kosten pro Kind
von der Geburt bis zum Auszug bzw. wenn es finanziell selbst auf eigenen Beinen steht.

urw hat geschrieben: ... es sind schaffende Erwachsene die das Rentensystem ... finanzieren ...

Die finanzieren ja nicht ihre eigene Rente, sondern die Rente derjenigen, die bereits in Rente sind, während sie arbeiten.
Im Rentensystem wird ja nichts angespart.

Ohne Kinder funktioniert das Rentensystem nicht. Egal wieviel Ledige bzw. Kinderlose gearbeitet und in das System eingezahlt haben.

Wir brauchen 2,1 Kinder pro Ehepaar, damit die Bevölkerung konstant bleibt und das Rentensystem funktioniert.
Ich frage mal die Ledigen, wo die ca. 500.000 € bei ihnen hin sind, die sie durch "keine Kinder" gespart haben.
Ich frage mal die kinderlosen Paare, wo die ca. 1.000.000 € bei ihnen hin sind, die sie durch "keine Kinder" gespart haben.
Gut, sie haben etwas mehr Steuern gezahlt.
Aber insbesondere bei kinderlosen Paaren haben die Frauen ganz andere Berufslaufbahnen und Einkommen erzielen können, als
Mütter mit Kindern.

Hauptproblem der ganzen Rentendiskussion ist, dass man nicht ehrlich miteinander ist, jeder auf seine Pfründe besteht und glaubt
den Anderen veräppeln zu können. Verkannt wird, dass man eigentlich in einem Boot sitzt, in dem man zusammen rudern muss
und dass es ohne den Anderen nicht funktioniert.
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Re: Rente nach über 40 Beitragsjahren

Beitragvon Südheidjer » Mi Aug 06, 2025 17:38

Obelix hat geschrieben:1.e.) Künstlersozialkasse - warum macht man so einen Dreck? Ab in die Deutsche Rentenversicherung zu realen Beiträgen. Und wenn's die Kunst nicht hergibt - Kunst einstellen und was arbeiten.

Obelix, schau dir mal an, wie sich die Künstlersozialkasse (KSK) finanziert:

https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%BCnstlersozialkasse#Finanzierung

Wikipedia hat geschrieben:Eine wesentliche Besonderheit gegenüber anderen in die Sozialversicherung einbezogenen Selbständigen besteht in der Art der Finanzierung der KSV. Der Finanzbedarf wird (nur) zur Hälfte aus Beiträgen der Versicherten aufgebracht. Die andere Beitragshälfte tragen die „Verwerter“ der künstlerischen Leistung in Form der pauschal umgelegten Künstlersozialabgabe[13] auf alle Honorarzahlungen an einen selbständigen Künstler oder Publizisten sowie der Bund über einen Zuschuss. 2015 zahlte der Bund 189 Millionen Euro, dies entsprach einem Fünftel des Etats der Künstlersozialkasse.[14] Die Verfassungsmäßigkeit dieser in der Sozialversicherung einzigartigen Finanzierungskonstruktion hat das Bundesverfassungsgericht in seinem Beschluss vom 8. April 1987 bestätigt.

Der versicherte "Künstler" zahlt quasi seinen Arbeitnehmeranteil wie jeder normale Arbeitnehmer auch.
Die andere Hälfte zahlen die sogenannten "Verwerter", also Verlage, Agenturen, etc. Wenn du dir eine Theaterkarte kaufst oder ins Konzert gehst, dann steckt in deinem Eintrittsgeld auch der Beitrag drin, der vom Veranstalter an die KSK zu zahlen ist.
Nur 20% wird vom Staat getragen. Rund 200 Mio Euro im Jahr finde ich jetzt nicht so dramatisch.
Man kann sich natürlich fragen, wiewiele hoch subventionierte Schauspielhäuser und Orchester will ich mir überhaupt im Land leisten.
Wieviele Rundfunk-Orchester gibt es? Reichen beim ÖRR nicht ein Symphonie-Orchester, eine Blues- und Jazz-Band und eine Combo für die restliche Unterhaltungsmusik?
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Re: Rente nach über 40 Beitragsjahren

Beitragvon Obelix » Do Aug 07, 2025 10:19

@ Südheidjer:

Das Problem ist doch, dass bei der Künstlersozialkasse hinterher nichts raus kommt und die meisten
Künster im Rentenalter von Sozialhilfe leben müssen. Und somit im Alter vom Steuerzahler getragen
werden müssen.

Einfach, weil das System intransparent ist.

Natürlich haben die Kulturkonsumierenden - in der Regel Reiche und finanziell besser Gestellte - einen
Vorteil dadurch, dass sie die von ihnen konsumierte Kultur billiger bekommen, als wie sie bei einer
ordentlichen Altersvorsorge wäre. Das kann's ja nicht sein?
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Re: Rente nach über 40 Beitragsjahren

Beitragvon Obelix » Do Aug 07, 2025 10:25

Der Thread zeigt auch das Dilemma mit der Rente:

Die Meisten interessiert das Thema "Rente" und "Stabilität des Rentensystems" einfach nicht.
Weil das Thema "unbequem" ist. Der deutsche Michel fängt erst an zu schreien, wenn es keine
Rente mehr gibt.

50 % der Bevölkerung braucht es auch nicht zu interessieren, da bei ihnen im Alter eh die Rente
unter dem Sozialhilfesatz liegt. Das darf in meinen Augen nicht sein. Jemand der mind. 35 Jahre
gearbeitet und in die Rente eingezahlt hat, muss immer mehr haben, als jemand der nicht
gearbeitet hat.
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