Obelix hat geschrieben:Das Problem ist doch, dass bei der Künstlersozialkasse hinterher nichts raus kommt und die meisten
Künster im Rentenalter von Sozialhilfe leben müssen. Und somit im Alter vom Steuerzahler getragen
werden müssen.
Das betrifft aber alle schlecht bezahlten Jobs oder Erwerbsbiografien mit vielen Ausfallzeiten wie z.B. Arbeitslosigkeit.
Ich habe selbst einen Kumpel, der hat jetzt gut 40 Beitragsjahre für die Rente, aber nur knapp über 30 Rentenpunkte.
Der war in seinem Leben 2 x ca. 1/2 Jahr arbeitslos, mehr nicht. Der hat in 6 Jahren seine 45 Jahre voll, aber dann nur rund 35 Rentenpunkte, also vielleicht 1500,- Euro brutto-Rente.
Als ich ihm erzählte, daß davon noch Krankenkassenbeitrag und Beitrag zur Pflegeversicherung runtergeht, ist er mir fast an die Gurgel gegangen.
Er wird also 1300,- Euro Netto-Rente haben für 45 Jahre Einzahlen in die Rentenversicherung und Derjenige, der immer faul war, der kriegt Grundsicherung plus bezahlte kleine Wohnung. Da kommt fast das selbe bei raus.
Bei mir im Betrieb ist es so 50-50 was die Beschäftigung mit dem Thema "Rente" ist. Also 50% der Kollegen schaut bewusst auf seinen jährlichen Rentenauszug und 50% interessieren sich für das Thema bisher gar nicht. Wenn ich denen sage, daß sie sich mal mit zusätzlicher Vorsorge und Rücklagen für's Alter beschäftigen sollten, weil sie vermutlich später mal eine Rentenlücke haben werden, dann schauen die mich immer mit großen Augen an.
Nachtrag: Die Krankenkassenbeiträge müssen runter und günstiger Wohnraum muß her. Aber so wie die Gesetze sind, wird beides nicht passieren.
Was kostet heute eine neue Eigentumswohung? 300.000 Euro aufwärts, denke ich mal. Wer kann sich das in seinem Erwerbsleben leisten? Da die Baukosten so hoch sind, sind auch die Mieten hoch. Dazu dann noch Angebot und Nachfrage.

Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet