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Schweinepreis in der kommenden Woche

Alles rund um das Borstenvieh.
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Re: Schweinepreis in der kommenden Woche

Beitragvon Estomil » Fr Dez 04, 2020 12:18

Den Preis anheben können die natürlich auch nicht. Wie soll das auch gehen wenn überall in uns herum alles billiger angeboten wird.
Das wir dann zudem Ruck zuck noch mehr Überproduktion haben kommt dann noch dazu.

Man kann dem Einzelhandel aber durchaus vorwerfen, dass die uns jetzt im Stich lassen. Vor etwa einem Jahr hätten die Schlachter auch sicher Mal die Regale leer laufen lassen können wenn sie's gewollt hätten und alle nach China schicken. Ist aber nicht gemacht worden da man sich verpflichtet fühlt.

Als Dank nuzt man jetzt jede Gelegenheit um den Preis weiter in den Keller zu drücken.
Das Thema ehrbarer Kaufmann ist völlig abhanden gekommen im Einzelhandel.
Die Tage hatte ich in einem Artikel gelesen wo diese ganzen Eigenmarken eigentlich her kommen.
Dosen Mandarinen zb vermehrt aus China da sie da einfach am billigsten sind.
Ich will jetzt auch garnicht wissen wo die ganzen TK Schnitzel oder andere verarbeitet Produkte herkommen. Der Speck auf dem Wagner Flammkuchen vermutlich aus Holland oder Dänemark so sehr wie die nach eher stinkt.

Uns wäre schön sehr geholfen, wenn der Einzelhandel sich verpflichten würde ausschließen auf Produkte deutscher Herkunft zu setzte sofern sie hier auch produziert werden.
Also Fleisch, Milchprodukte, Brot, Obst und Gemüse etc.

Bei vielen Dingen ist der Selbstversorgungsgrad allerdings demassen niedrig, dass das kann geht. Zudem sind gewisse Produkte halt regional und können hier nicht hergestellt werden(Parma Schinken).

Nichts desto trotz wäre das jedoch sicher schonmal ein Anfang.
Ich bin mittlerweile auch ein Fan der Herkunftskennzeichnung auch bei verarbeiteten Produkten.
Jeder sollte sehen wo die Sachen herkommen.

Wenn wir jedoch wieder Gleichgewichte schaffen wollen im Handel, dann muss man vieleicht auch Mal über Zerschlagung oder Beschränkungen beim Einkauf nachdenken.
Es kann nicht sein, dass sich eh schon grosse Konzerne zu Einkaufsgemeinschaften zusammenschließen mit 120mrd Umsatz.
Dsmit zwingt man selbst riesen wie Nestlé in die Knie!
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Re: Schweinepreis in der kommenden Woche

Beitragvon CarpeDiem » Fr Dez 04, 2020 12:44

Estomil hat geschrieben:Wenn wir jedoch wieder Gleichgewichte schaffen wollen im Handel,


Du willst schon an den richtigen Stellen ansetzen, nur ein Wespennest ist nix dagegen. Es wird sofort zur absoluten Koalition von Verarbeitern und Discountern kommen, da beide ihre Marktmacht in Gefahr sehen, dabei können sie, bei allen Nickeligkeiten, auf die Unterstützung der Politik hoffen.

Denn das deutsche Wirtschaftsmodell hat zwei Säulen, niedrige Lebensmittelpreise und Niedriglöhne. Wenn nur eine diese Säulen droht wegzubrechen, ist es aus mit dem Exportweltmeister.
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Re: Schweinepreis in der kommenden Woche

Beitragvon Estomil » Fr Dez 04, 2020 13:02

Es sagt ja keiner, dass die Lebensmittel dann teurer werden müssen. Der Marktkampf wäre weiterhin sehr hoch bzw könnte sogar steigen.
Ziel muss es aber sein die margen der Händler kräftig einzudampfen.
Anhand der Marktkapitalisierung bzw den gewinnen der grossen drei vier Händler sieht man ja ganz klar welche Summen die aus ihren Lieferanten herauspressen.

Die schwarz Gruppe soll alleine dieses Jahr 11mrd mehr wert sein als letztes Jahr!

Es hat zudem einen sehr sehr guten Grund warum die grossen Handelsketten nicht als Aktienunternehmen strukturiert sind! Dann wären sie verpflichtet ihre Zahlen zu veröffentlichen was unter allen Umständen verhindert werden muss. Die breite Bevölkerung darf auf keinen fall erfahren wie heftig da Geld verdient wird.

Ich glaube auch nicht, dass die Lieferanten ein grosses Problem mit der Zerschlagung grosser Handelskonzerte hätte. Warum auch?
Wer praktisch 90% seines Umsatzes mit den grossen leh s macht, der würde sich sicher freuen wenn plötzlich 10 weitere da wären.

Die Lieferanten würden also klar gestärkt.
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Re: Schweinepreis in der kommenden Woche

Beitragvon elchtestversagt » Fr Dez 04, 2020 13:14

Bei ITW werde ich erst mitmachen, wenn die dort das Prinzip verstanden haben, das man Geld verdienen will. Und nicht, das man nur einen Ausgleich finanziell schaffen will, denn das ist wirklich Blödsinn. Desweiteren wenn die "Spielregeln" von vorne herein eindeutig feststehen und nicht wie jetzt beim Rauhfutter "sehr wage" gehalten und hinterrum verschärft werden.
Zum LEH: Die Margen sind im Food-Bereich recht niedrig, nur die Masse macht es. Geld wird verdient bei den Produktplazierungen, Übernahmekosten von Werbung oder Sonderangebote sowie der Non-Food-Bereich.
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Re: Schweinepreis in der kommenden Woche

Beitragvon langholzbauer » Fr Dez 04, 2020 13:36

Habt Ihr noch nicht geschnallt, dass Schwarz und Co. ab nächsten Jahr nur noch Fleisch von ITW kaufen will?
Dann gibt es keine Zuschläge mehr und wer nicht mit macht, bekommt massiv Abzüge , "weil ja seine Tiere nur noch in die Verarbeitung gehen dürfen"!

Leider haben viele Berufskollegen noch nicht begriffen, dass das Bundeskartellamt als Totalversager mindestens genausoviel
" Bauernterror" benötigt, wie der LEH, der das voll ausnutzt.
Bauer aus Leidenschaft für Land und Wald...
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Re: Schweinepreis in der kommenden Woche

Beitragvon bauer hans » Fr Dez 04, 2020 13:37

hier baut gerade ein junger kerl seine alten ställe um und einen strohstall für 1000000.
bei 30% förderung sinds 700000,die aus baulandverkäufen stammen.
beruflich ist der angestellt und lässt seine 50ha bewirtschaften.
wir schaffen uns :mrgreen:
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Re: Schweinepreis in der kommenden Woche

Beitragvon bauer hans » Fr Dez 04, 2020 13:41

langholzbauer hat geschrieben:...wer nicht mit macht, bekommt massiv Abzüge , "weil ja seine Tiere nur noch in die Verarbeitung gehen dürfen"!

Tönnies übernimmt hier immer noch die ohne QS ohne abschläge.
wir schaffen uns :mrgreen:
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Re: Schweinepreis in der kommenden Woche

Beitragvon Kreuzschiene » Fr Dez 04, 2020 13:46

Estomil hat geschrieben:Den Preis anheben können die natürlich auch nicht. Wie soll das auch gehen wenn überall in uns herum alles billiger angeboten wird.
Das wir dann zudem Ruck zuck noch mehr Überproduktion haben kommt dann noch dazu.

Man kann dem Einzelhandel aber durchaus vorwerfen, dass die uns jetzt im Stich lassen. Vor etwa einem Jahr hätten die Schlachter auch sicher Mal die Regale leer laufen lassen können wenn sie's gewollt hätten und alle nach China schicken. Ist aber nicht gemacht worden da man sich verpflichtet fühlt.

Als Dank nuzt man jetzt jede Gelegenheit um den Preis weiter in den Keller zu drücken.
Das Thema ehrbarer Kaufmann ist völlig abhanden gekommen im Einzelhandel.
Die Tage hatte ich in einem Artikel gelesen wo diese ganzen Eigenmarken eigentlich her kommen.
Dosen Mandarinen zb vermehrt aus China da sie da einfach am billigsten sind.
Ich will jetzt auch garnicht wissen wo die ganzen TK Schnitzel oder andere verarbeitet Produkte herkommen. Der Speck auf dem Wagner Flammkuchen vermutlich aus Holland oder Dänemark so sehr wie die nach eher stinkt.

Uns wäre schön sehr geholfen, wenn der Einzelhandel sich verpflichten würde ausschließen auf Produkte deutscher Herkunft zu setzte sofern sie hier auch produziert werden.
Also Fleisch, Milchprodukte, Brot, Obst und Gemüse etc.

Bei vielen Dingen ist der Selbstversorgungsgrad allerdings demassen niedrig, dass das kann geht. Zudem sind gewisse Produkte halt regional und können hier nicht hergestellt werden(Parma Schinken).

Nichts desto trotz wäre das jedoch sicher schonmal ein Anfang.
Ich bin mittlerweile auch ein Fan der Herkunftskennzeichnung auch bei verarbeiteten Produkten.
Jeder sollte sehen wo die Sachen herkommen.

Wenn wir jedoch wieder Gleichgewichte schaffen wollen im Handel, dann muss man vieleicht auch Mal über Zerschlagung oder Beschränkungen beim Einkauf nachdenken.
Es kann nicht sein, dass sich eh schon grosse Konzerne zu Einkaufsgemeinschaften zusammenschließen mit 120mrd Umsatz.
Dsmit zwingt man selbst riesen wie Nestlé in die Knie!


Ein flammender Appell, estomil.
Darf ich fragen, ob Du deutschen Sojaextraktionsschrot verfütterst, der ja bekanntlich etliche Euro teurer ist als der aus Übersee? Oder eher nicht?
Darf ich fragen, welche Maschinen Du einsetzt? Ausschließlich made in Germanien?
Darf ich fragen, wie Du Dir das vorstellst mit dem EU-Binnenmarkt - wenn sogar Schinken aus Parma ein Problem ist?

Fragen über Fragen. Aber wahrscheinlich bleiben sie auch dieses mal unbeantwortet.
Schade.
Kreuzschiene
 
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Re: Schweinepreis in der kommenden Woche

Beitragvon Fleischverkäufer » Fr Dez 04, 2020 14:07

Stellt euch selber die Frage, wollt ihr in Zukunft einen Teil des Erlöses über einen festen Zuschlag absichern , oder wollt ihr es nicht ? Mit dem man sich dann auch etwas vom Markt abheben kann ?
Better Leven, Animal welfare, Tesco z.B. sind in anderen Ländern erfolgreiche Programme mit einem überschaubaren Aufwand für den gezahlten Zuschlag.
Wenn ihr diese Thematik sofort mit z. B. das wird uns ja doch alles im Preis wieder abgezogen abwürgt, dann ist so ein Thema natürlich schnell wieder tot. Aber dann beschwert euch auch nicht, das ihr immer nur noch mehr die Härte des freien Weltmarkt mit allen Risiken zu spüren bekommt.
Frage ??
Fleischverkäufer
 
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Re: Schweinepreis in der kommenden Woche

Beitragvon Fleischverkäufer » Fr Dez 04, 2020 14:11

bauer hans hat geschrieben:
langholzbauer hat geschrieben:...wer nicht mit macht, bekommt massiv Abzüge , "weil ja seine Tiere nur noch in die Verarbeitung gehen dürfen"!

Tönnies übernimmt hier immer noch die ohne QS ohne abschläge.


falsch ohne Zuschläge
Fleischverkäufer
 
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Re: Schweinepreis in der kommenden Woche

Beitragvon Joehännes » Fr Dez 04, 2020 14:28

Ich fasse mal das Tierwohl bei unserem Betrieb zusammen:
1Runde Sauenhaltung 20% mehr Platz abgedecktrs Ferkelnest saufen aus offener Fläche und Rauhfuttergabe machte 5,32€ pro Ferkel war voll ok!
2 Runde ohoh wir wollen mehr Tiere im Programm haben haben aber weniger Geld! Macht nix werfen wir einiges raus geben weniger pro Tier aber Kleben überall schöne Aufkleber drauf und werben gut damit!
20% mehr Platz 2.80€ pro Ferkel und der Prüfer fragt mich jedes mal wieso da leere strohraufen im Stall sind worauf ich antworte kein Geld mehr von euch keine extra Leistung!
3Runde wir wollen am liebsten alle dabei haben und es muss durchgängig sein aber bezahlen sollen es andere!
Auf einmal ist die Sauenhaltung und die Ferkelaufzucht zusammen und die Beträge werden auf 2€ zusammen geschmolzen aber die Auflagen erheblich erhöht!
Fazit : Danke ITW auch wenn du mir 2 mal die Woche erzählst wie toll du bist und wie auch so viele Betriebe doch mitmachen für mich wer es das unter diesen Bedingungen!
Und so läuft es immer und immer wieder mit aufgeldern
Joehännes
 
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Re: Schweinepreis in der kommenden Woche

Beitragvon Estomil » Fr Dez 04, 2020 14:46

Kreuzschiene hat geschrieben:
Estomil hat geschrieben:Den Preis anheben können die natürlich auch nicht. Wie soll das auch gehen wenn überall in uns herum alles billiger angeboten wird.
Das wir dann zudem Ruck zuck noch mehr Überproduktion haben kommt dann noch dazu.

Man kann dem Einzelhandel aber durchaus vorwerfen, dass die uns jetzt im Stich lassen. Vor etwa einem Jahr hätten die Schlachter auch sicher Mal die Regale leer laufen lassen können wenn sie's gewollt hätten und alle nach China schicken. Ist aber nicht gemacht worden da man sich verpflichtet fühlt.

Als Dank nuzt man jetzt jede Gelegenheit um den Preis weiter in den Keller zu drücken.
Das Thema ehrbarer Kaufmann ist völlig abhanden gekommen im Einzelhandel.
Die Tage hatte ich in einem Artikel gelesen wo diese ganzen Eigenmarken eigentlich her kommen.
Dosen Mandarinen zb vermehrt aus China da sie da einfach am billigsten sind.
Ich will jetzt auch garnicht wissen wo die ganzen TK Schnitzel oder andere verarbeitet Produkte herkommen. Der Speck auf dem Wagner Flammkuchen vermutlich aus Holland oder Dänemark so sehr wie die nach eher stinkt.

Uns wäre schön sehr geholfen, wenn der Einzelhandel sich verpflichten würde ausschließen auf Produkte deutscher Herkunft zu setzte sofern sie hier auch produziert werden.
Also Fleisch, Milchprodukte, Brot, Obst und Gemüse etc.

Bei vielen Dingen ist der Selbstversorgungsgrad allerdings demassen niedrig, dass das kann geht. Zudem sind gewisse Produkte halt regional und können hier nicht hergestellt werden(Parma Schinken).

Nichts desto trotz wäre das jedoch sicher schonmal ein Anfang.
Ich bin mittlerweile auch ein Fan der Herkunftskennzeichnung auch bei verarbeiteten Produkten.
Jeder sollte sehen wo die Sachen herkommen.

Wenn wir jedoch wieder Gleichgewichte schaffen wollen im Handel, dann muss man vieleicht auch Mal über Zerschlagung oder Beschränkungen beim Einkauf nachdenken.
Es kann nicht sein, dass sich eh schon grosse Konzerne zu Einkaufsgemeinschaften zusammenschließen mit 120mrd Umsatz.
Dsmit zwingt man selbst riesen wie Nestlé in die Knie!


Ein flammender Appell, estomil.
Darf ich fragen, ob Du deutschen Sojaextraktionsschrot verfütterst, der ja bekanntlich etliche Euro teurer ist als der aus Übersee? Oder eher nicht?
Darf ich fragen, welche Maschinen Du einsetzt? Ausschließlich made in Germanien?
Darf ich fragen, wie Du Dir das vorstellst mit dem EU-Binnenmarkt - wenn sogar Schinken aus Parma ein Problem ist?

Fragen über Fragen. Aber wahrscheinlich bleiben sie auch dieses mal unbeantwortet.
Schade.


Wenn du damit wissen willst ob ich regional Einkäufe, dann ganz klar ja!
100% meines futters wird regional hergestellt, 50% sogar im Umkreis von 10km, sämtliche Lieferanten kommen aus der Region. Der Grossteil meiner Maschinen kommt ebenfalls aus Deutschland. Einiges sogar direkt um die Ecke (Claas, Krone, Meyer, Kotte) genauso wie zb mein neues Narkosegerät!
Selbst mein Sprit wird in Lingen hergestellt was Grade Mal 30km sind.

Und das gilt für die meisten Landwirte. Niemand ist hier ein Global Player der sich auf dem Weltmarkt bedienen kann. Wir sind alle auf unsere regionalen Lieferanten angewiesen die trotz aller unkenrufen auch immernoch das meiste Regional herstellen lassen.
Ich hab hier zumindest noch keinen chinesischen Lkw fahren sehen.

Es sollte auch völlig klar sein, dass man nicht alles zu jedem Preis Regional beschaffen kann. Soja ist eines dieser Produkte die nunmal hier nur in kleinstmengen hergestellt werden und dann auch noch regional verbraucht werden. Selbst wenn ich es wollte würde ich mit grosser Wahrscheinlichkeit solche Kleinmengen garnicht beschaffen können!
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Re: Schweinepreis in der kommenden Woche

Beitragvon Lonar » Fr Dez 04, 2020 14:53

Fleischverkäufer hat geschrieben:Stellt euch selber die Frage, wollt ihr in Zukunft einen Teil des Erlöses über einen festen Zuschlag absichern , oder wollt ihr es nicht ? Mit dem man sich dann auch etwas vom Markt abheben kann ?
Better Leven, Animal welfare, Tesco z.B. sind in anderen Ländern erfolgreiche Programme mit einem überschaubaren Aufwand für den gezahlten Zuschlag.
Wenn ihr diese Thematik sofort mit z. B. das wird uns ja doch alles im Preis wieder abgezogen abwürgt, dann ist so ein Thema natürlich schnell wieder tot. Aber dann beschwert euch auch nicht, das ihr immer nur noch mehr die Härte des freien Weltmarkt mit allen Risiken zu spüren bekommt.
Frage ??

Weltmarkt ist unintressant es zählt der Preis bei mir an der Schweinerampe. Und der ist so das ich sicher kein Geld in nen Strohstall oder anderen Mumpitz investiere. Solidarität in der Coronakrise ist wohl nur so ein Slogan von Leuten die gerne ihre Verantwortung abstreifen und da ist der Handel nichts besser als die Politik
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Re: Schweinepreis in der kommenden Woche

Beitragvon elchtestversagt » Fr Dez 04, 2020 15:20

Sicher will ich das, Fleischverkäufer. Du hast aber einen entscheidenen Satz geschrieben: Mit überschaubarem Aufwand.
Und das ist es bei ITW nicht. Die variablen Kosten fressen den Mehrerlös auf, und ich bin nach 16h pro Tag todmüde im Bett und hab nichts mehr wie wenn ich nur 8h ohne den irren Aufwand mache...Jeden Tag.
Wenn ich das ganze betreiben will, das ich weiterhin 8 h Arbeitstage habe, dann muss mehr Geld her, viel mehr, damit ich entweder irgendwelche Bongos einstellen kann die den ganzen Tag nur Rauhfutter schleppen oder das automatisieren kann.
Und, was viele verkennen, 10% mehr Platz heisst bei den meisten Betrieben 15% weniger Schweine. Denn die hier üblichen 12, 15 oder 17er Buchten wird es schwierig sein, 1,2 oder 1,5 oder 1,7 Tiere weniger zu halten, denn es gibt nur "ganze" Schweine. Sprich immer minus 2 Tiere...
Also müssen unbedingt deutlich mehr Sauenplätze verschwinden...

Und zu Beterleven, war es nicht letztes Jahr so, das die massig Probleme hatten, die Produkte Preislich im Markt zu plazieren und deshalb das ganze runter gefahren haben...Man hat da lange nichts mehr von gehört.

Desweiteren, Fleischverkäufer, warum greifst du die Idee von Lonar nicht auf?
Feste Vertragsverbindungen mit einem festen Preis je kg. Dann kann man mehr oder weniger verdienen je nach Mästerauge ( Verluste, Futterverwertung usw.) und ihr könnt je nach "Finanzlage" auch Auflagen machen wie es euch passt.
Beim Geflügel ist das schon lange so. Da ist ITW wirklich Standart. Wird aber auch gut bezahlt.
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Re: Schweinepreis in der kommenden Woche

Beitragvon Fleischverkäufer » Fr Dez 04, 2020 16:05

https://www.ndr.de/nachrichten/niedersa ... te304.html

Ich habe große Befürchtungen , das Ding läuft jetzt aus dem Ruder...
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