elchtestversagt hat geschrieben:Es sind rund weg 40000 Sauen, die nun einen neuen Besitzer suchen.
Interessant in dem Zusammenhang, es wurde noch diesen Frühsommer die Insolvent gegangene Prignitzer Schweinezucht übernommen worden ( 5000 Sauen, teilgeschlossen, eigene Vermarktung). Ist doch wohl nicht alles Gold, was glänzt. Und das ist in der Schlachtindustrie ganz genau so. Auch beim Marktführer gehen ganz schnell die Lichter aus, wenn die Marge nicht stimmt, wenn die Banken sagen "das wird nichts". Dann ist es egal, wie gross man ist. Bei den Grossbanken mit denen ich so im Kontakt stehe, sagen alle, das Schweinegeschäft wird bei denen als Höchstrisikogeschäft eingestuft. Und das nicht erst seit Kürze, Sondern schon seit dem Auftreten der ASP bei Wildschweinen. Zukunftsaussichten - null.
Btw, wir haben diesen Frühjahr beschlossen, wenn es keine Änderungen gibt, das 2036 die Bude allerspätestens zu ist. Die Anpassung im Wartestall wird durch Reduktion gemacht, und alles auf Verschleiss gefahren. Ein Gesellschafter hat keinen Nachfolger, und meinereiner und der dritte im Bunde haben schlicht und einfach keine Lust mehr auf das Rumgepimmel mit den Abnehmern, auch wenn ich im Grunde zufrieden bin. Aber wenn irgendwo in der Welt ein Sack Reis umfällt, dann geht es bei uns in den Keller. Und nochmal, Aldi wird in zehn Jahren nicht mehr das sein, was die woken feminienen Quotentanten sich vorstellen...
Das können dann aber noch lange 10 Jahre werden, wen jetzt schon kein Bock mehr da ist auf Ferkelerzeugung.
Aber man sieht an diesem Beispiel: das wird sich ziehen wie Kaugummi.

