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Schwerer Unfall bei der Silagebergung mit Todesfall

Hier findet man Hilfe in Sachen Landtechnik.
Thema gesperrt
84 Beiträge • Seite 3 von 6 • 1, 2, 3, 4, 5, 6

Beitragvon SchrauberWolli » So Jun 12, 2005 21:04

@ setil:

Was machst Du denn tagtäglich? Das hört sich so an, als würdest DU Traktoren entwickeln?? Bei den Kabinenjungs nachfragen?

In welcher "Traktorenschmiede" bist Du denn tätig?
Zufällig bei Fendt?

Gruß, Wolli
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Beitragvon setil » So Jun 12, 2005 21:47

Ich bin kein Fendtler, kenne aber Einige ganz gut ;-).
Ich bin in der Tat Konstrukteur und hab dank nem Wahl 12 etwas Bezug zu landwirtschaftlichen Geräten (wenn auch nicht viel).

Aussagen, wie ich sie vorhin gemacht haben kann man in F&E überall machen denn es treten immer Normen, Gesetze, BWLer (<-- kein Kommentar) und Kunden auf und damit ist das überall ein leidiges Thema.. nicht nur bei Daimler, VW oder Opel.. sondern eben auch bei Fendt, John Deere, Deutz oder Claas. :roll:

Hoffe deine Frage geklärt zu haben. ;-)
Gruß Setil
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Beitragvon Favorit3 » Mo Jun 13, 2005 18:47

Mich hat die Sache mit der Kabine die ganze letzte Woche beschäftigt.
Da ich Maschinenbau studiere hatte ich schon Einblicke in das deutsche Normwesen zur Genüge und weiß wie verwirrend vielschichtig das umfassendste Normensystem der Welt sowieso schon ist!
Es gibt einfach Belastungssituationen, deren Absicherung durch genormte Kabinen nicht möglich wären oder lächerlich sein würden. Wenn ein Schlepper mit 6t in Schwung kommt und sich überschlägt, dies vielleicht noch in einer genau unpassenden Topografie, wirken Scherkräfte auf die Kabine, deren Energie selbst durch verbaute Karbonfaserteile brauchbarer Größe und gängiger Anordnung (alle Winkel 90°) nicht abgebaut werden könnten.
Wollte man also sicher konstruieren, müsste man diagonale Eckpunktverbindungen [also praktisch gesagt einen Käfig] verbauen. Das ist nicht machbar bei gängigen Werkstoffen, ihr Volumen würde zu groß sein und die Rundumsicht einschränken.
Würde man diesen Käfig daraus folgend mit möglichst dünnen Streben aus modernen, energieabbauenden Mischwerkstoffen bauen wollen, würden nach groben Schätzungen von mir und einigen Kommilitonen mindestens 30 000 € alleine für die Kabine draufgehen.
Das ist unrentabel.

Autos sind schließlich auch nicht so kostruiert, dass sie jeden erdenklichen Crash überstehen.
Die Kabinen in Deutschland müssen auch das Gewicht ihres Schleppers in gradliniger Belastungsrichtung tragen können bzw. das Umschlagen des Traktors in gewissen Richtlinien verhindern.

Ich schätze der Unfall wurde untersucht und ich denke, dass New Holland bzw. Steyr ihr Statement auch abgegeben haben. Hat jemand da etwas gehört?
Meine Meinung ist, dass es kein einfaches "aufs Dach legen" war: Da springt kein Reifen aus der Felge... Kennt jemand mittlerweile nähere Umstände?

Gut Leute, von mir für heute genug...
Grüße,

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Beitragvon Powershifter » Mo Jun 13, 2005 18:54

Also ich scätze mal das das wie folgt abgelaufen ist, der schlepper fuhr den hang grade herrunter, dann wurde das fahrpedal losgelassen, das stufenlose getriebe versucht so gut es geht abzubremsen, wohlmöglich noch mit einer motorbremse kombiniert dann hat sich der schlepper quer gestellt und der hänger hat den rest gemacht
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Beitragvon setil » Mo Jun 13, 2005 21:00

Nach folgenden Normen werden Schlepper- Kabinen ausgelegt: ISO5700 (EU- Richtlinie: 79/622 EWG) Statische Belastungstest und Dynamischer Belastungstest nach ISO 3463 (EU- Richtlinie: 77/536 EWG). Daneben gibts noch einige Spezialfälle für die weitere Normen gelten.

Viel Spass beim durchlesen ;-)
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Beitragvon Carsten » Mo Jun 13, 2005 22:05

Hallo,
ich denke es wird auch fast unmöglich sein die Kabinen so sicher zu machen das sie jeden Überschlag überstehen. Ein weitere schwieriger Punkt wäre wohl noch das sich kaum jemand auf dem Traktor anschnallt. Seit doch mal ehrlich, wer von euch würde sich anschnallen selbst wenn ein Gurt vorhanden wäre? Was würde dann im Falle eines Falles eine sichere Kabine bringen, wenn man gleich aus dem zersplitterten Fenster fliegt und überrollt wird?

Wenn man sich die Kabinenholme anschaut, sind diese in der Regel aus verhältnissmäßig dünnem Stahlblech. Es wäre schonmal ein Vorteil wenn man zumindestens in den hinteren Holmen enstsprechend dickwandigen Stahlrohre verwenden würde (Wie früher der gute alte Überrollbügel).
Gruß
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Beitragvon Fendtman » Di Jun 14, 2005 7:33

@ Powershifter

stimmt was du schreibst die erfahrung musste ich mit unseren CVT auch machen.

Wenn man einen schweren Hänger dran hat welcher per Druckluft gebremst wird ist es wirklich stellenweise schwierig mit dem Schlepper zu fahren.

Habe neulich mit dem 3 Achser LKW Kipper Recyclin Material geholt.

An der Ausfahrt des Betriebes an der Hauptstraße geht es leicht bergab.
Ich bin vom Fahrpedal der Schlepper bremst ab hat aber bei langsamen Geschwindigkeiten soviel Kraft vom Getriebe her das er so stark bremsen kann das die Räder Blockieren.

Da rechtzeitig noch richtig zu reagieren ist schwierig wenn man nicht drauf gefasst ist.

Bin aber sofort voll auf die Bremse gestiegen (der Hänger bremst früher als der Schlepper und zum glück gut) und die Fuhre ist gestanden.

Wenn man langsam mit solch einen Hänger bergabwärts fahren will muss man mit dem Stufenlosen Schlepper immer mit der Bremse mitarbeiten damit der Schlepper nicht weggeschoben wird.
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Beitragvon Unimogfreak » Di Jun 14, 2005 13:08

Da kann ich dir nur recht geben Fendtman...


Achso,was ist denn mit den Bildern..hast du mir die schon geschickt?


Gruß Alex :wink:
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Beitragvon Fendtman » Di Jun 14, 2005 13:20

Hi,

sorry habs verpennt mach ich im lauf der woche ok ?

gruß Fendtman
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Beitragvon Unimogfreak » Di Jun 14, 2005 17:36

Ok,danke..

Hätt mich und die anderen auch mal interesiert??

Haste noch meine E-mail?

gruß Alex :wink:
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Beitragvon chill out » Di Jun 14, 2005 20:04

Mich hätten um ein haar 30Tonnen in einen Graben geschoben. 818 Vario davor und zwar die Hinterachse enlastet und rum damit. Eine Gute reaktion haben das schlimmste verhindert.
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Beitragvon setil » Di Jun 14, 2005 20:54

Was ein paar Tonnen Getreide so anrichten können kann man hier sehen:
Bild

Ernsthaft verletzt wurde Gott sei dank niemand.

Wie man sieht, sind selbst massive Bauteile verbogen.. wohlgemerkt es war nur Getreide:

http://www.thw-bamberg.de/www/cgal/thum ... p?album=37
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Beitragvon Fendtman » Mi Jun 15, 2005 6:36

@ Alex

hab die ein paar pics vom CVX gesendet kannst ja mal eins oder zwei hier einstellen.

Also zum Fendt Vario - mir fehlen die Worte...... :shock: :roll:

sieht schon wirklich ganz böse aus!

@chill out

musst dein Zugmaul tiefer setzten damit bei einem Schieben des Hängers das gewicht auf die Hinterachse drückt und diese belastet und nicht umgekehrt.

Auser du hast ne Mulde gefahren oder so :roll:
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Beitragvon kergl » Mi Jun 15, 2005 7:18

Das schaut ja richtig brutal aus, da war aber keiner drin oder?
Der schöne Fendt!!
Ich kapier aber nicht wie das mit dem Getreide ging
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Beitragvon Fendtman » Mi Jun 15, 2005 7:22

@ kergl

sieh dir oben mal den link vom thw an.

Der war auf getreide liefern und das Silo vom Lagerhaus ist zusammengebrochen !
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