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Sojaanbau - 2026

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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322 Beiträge • Seite 15 von 22 • 1 ... 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18 ... 22
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Re: Sojaanbau - 2026

Beitragvon strokes » Sa Mai 30, 2026 6:31

Die Spätverunkrautung ist einfach ein großes Problem bei den Leguminosen Soja, Ackerbohnen usw.
Sobald die Bestände abreifen kommt wieder der ganze Mist durch, wo man die nächsten Jahre Freude daran hat die wieder zu beseitigen. Soja ist aus meiner FF als Hauptfrucht weg.
Stattdessen habe ich (für das Fruchtfolgeprogramm der blühenden Kulturen) neben Raps auf Kleegras statt Soja gesetzt. Ich verkaufe die Schnitte an umliegende Milchviehbetriebe die aktuell Futternot haben. So habe ich ca 3-4 Ernten pro Jahr und keine Arbeit.
strokes
 
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Re: Sojaanbau - 2026

Beitragvon AEgro » Sa Mai 30, 2026 9:57

Hallo Lorch
Bevor ich den Soja-Anbau angefangen habe habe ich mich möglichst umfassend informiert.
Ich war u.a. bei einer Besichtigung und Vorführung des Sojaförderings und Kraichgaukorn im Main-Tauberkreis auf einem Betrieb.
Nicht Bio, aber die Verarktungsgenossenschaft Kraichgaukorn will spezielle Produkte mit wenig oder ohne PS anbauen lassen.
Verschiedene Methoden wie Reihenweite und Pflege wurden gezeigt.
Der Betrieb selbst baute die Sojabohnen in Normalweite bei 15 max. 17 cm.
Dem war bewusst, dass dann nicht gehackt werden kann, war aber wegen des starken Steinbesatzes und wegen des Zeitaufwands auch nicht möglich.
Es wurden 2 Stiegel vorgestellt, einer davon Treffler.
Auf einer 2 Tage zuvor längs gestriegelten Fläche wurde dann diagonal gestriegelt, um Fuchsschwanz zu bekämpfen.
Dabei wurden n. m. M. rund 1/3 der Pflanzen rausgerissen.
Das wäre zu tolleriren meinten die Experten. :roll:
Beim frischen Striegeln längs der Reihe wurde auf dem trockenen, tonigen Boden entweder
- viel Ungras und Unkraut stehen gelassen
- oder viele Bohnen rausgerissen.
Das Hacken im extra angelegten Versuch mit ca. 30 cm Reihe wurde schnell eingestellt, die Hackmaschine ging entweder nicht in den Tonboden rein,
oder wenn doch, hat sie entsprechende Schollen mit samt den Bohnen angehoben und gelockert, so dass zu befürchten war, die Bohnen vertrocknen,
wenn nicht zeitig ein Regen kommt.
Das waren also die gleichen Auswirkungen, die ich schon erwartet hatte und bei uns vom Rübenhacken kannte.
Natürlich ist nicht jeder Boden gleich, es gibt ja gerade in den Rübengegenden oft leicht lehmig-sandige Böden, die Hacken und Striegeln leichter machen.
Und wenns nicht zu trocken ist, gehts auch auf schwereren Böden.
Aber pauschal zu sagen, Unkrautbekämpfung geht mit Striegel und Hacke, ist vermessen und bloße Theorie.
Gruß AEgro
Es gibt Tage, da komm ich einfach mit dem Kopfschütteln nicht hinterher !
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Re: Sojaanbau - 2026

Beitragvon Lorch » Sa Mai 30, 2026 12:05

Hallo AEgro,
bei dem von dir angeschauten Sojastriegeln mußt du die in dem Jahr geherschte Witterung, den Entwicklungsstand der Sojabohnen, den der Unkräuter, Unkrautbesatz u. Bodenzustand mit angeben. Wenn ich durch Striegeln 1/3 Bohnen herausreise stimmt was nicht. Mein Eindruck heuer war, Sojabohnen sind, wenn sie aus dem Keimblattstadium heraus sind, sogar ziehmlich wiederstandsfähig gegen Striegeln.
Striegeln zum falschen Zeitpunkt, wenn die Unkräuter aus dem Keimblattstadium heraus sind, bringt nichtmehr viel u. dass bei schwierigen Bedingungen es mit Striegeln u. Hacken auch schlechte Ergebnisse gibt, streite ich nicht ab. Bei schwierigen Bedingungen kannst du auch mit PS schlechte Ergebnisse haben.
Lorch
 
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Re: Sojaanbau - 2026

Beitragvon AEgro » Sa Mai 30, 2026 15:24

Der Hack u Striegelversuch wr Anfang Juni, die Sojabohnen waren kurz vor dem Strecken, ca, 5 bis 6 cm hoch und übliche 2-keimige wie Melde und Kamille
waren schon nicht mehr im Keimbaltstadium und gut verwurzelt.
Das größerer Problem war allerdings der AFU, beginnende Bestockung.
Und auch der gut verwurzelt.
Was man da beim Striegeln bei Trockenheit und hartem Boden nach ausreichend Mai-Niederschlägen anders hätte machen sollen, als agressiv Striegeln,
weiß ich nicht.
Agil, Fusilade oder Selecht hätten gegen den AFU wahrscheinlich noch geholfen.
Bei den 2-Keimblättigen wäre es wahrscheinlch Problematisch mit Herbiziden zu dem Zeitpunkt gewesen.
Aber es sollte ja wegen des Kraichgaukorn-Programms nicht gepritzt werden.
Für mich wäre es interesannt gewesen, was aus dem Bestand geworden ist.
Für den viehlosen Nebenerwerbsbetrieb wäre auch Umbruch in dem Trockengebiet und bei dem tonigen Boden kaum eine Lösung gewesen.
Gruß AEgro
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Re: Sojaanbau - 2026

Beitragvon Lorch » Sa Mai 30, 2026 19:25

Ist früher Striegeln nicht gegangen, weil immer schlecht Wetter war od. warum ist so spät gestriegelt worden u. ist blind gestriegelt worden? Das hört sich eher danach an, wie wenn die, die die Vorführung gemacht haben, noch nicht viel gestriegelt u. gehackt haben.
Gruß
Lorch
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Re: Sojaanbau - 2026

Beitragvon AEgro » Sa Mai 30, 2026 19:54

Soweit ich noch weiß, hat der Betrieb einige seiner Flächen in der Nähe schon früher gestriegelt und auch versucht zu hacken.
Die habe ich aber nicht gesehen, bis auf die eine, das dann bei der Vorführung diagonal wegen des AFU bearbeitet wurde.
Das war 2018 oder 2017, ich habe noch in Erinnerung, dass bis ich zum Versuch durch eine kurzfristige Einladung von Herrn Recknagel vom LTZ kam,
mit dem ich an dem Tag zufällig telefonierte. Die Felderbegehung hatte schon begonnen bis ich nach Brehmen im Main-Tauberkreis kam.
Wie schon gesagt, wenn Boden und Witterung passt, geht mit dem Striegel viel.
Aber wenn ein schon ein Faktor nicht passt, wirds ohne Chemie schwierig.
Und da die wirksamsten Mittel nur im VA gehen, ists müssig, von vornerein nur auf den Striegel zu setzen, wie es die Biobauern müssen.
Aber bei denen sind die Sojabohnen wegen der geringen Konkurenzkraft gegen Unkräuter auch nur in sehr günstigen Lagen für den Tofuanbau beliebt.
Gruß AEgro
Übrigens, weiß ich nicht, was die Vermarktungsgemeinschaft Kraichgaukorn damals mit den erfassten Sojabohnen machte.
Für Futter bestimmt nicht, vielleich zur Vermarktung für Tofu.
Aber dieser Markt geht heute wohl nur noch in der Bioschiene.
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Re: Sojaanbau - 2026

Beitragvon Höffti » Mo Jun 08, 2026 13:27

Wie seid ihr zufrieden mit der Wirkung vom Proman?

In meiner Gegend war und ist es seit der Herbizidmaßnahme extrem trocken. Ein Spritzfebster zeigt zwar beeindruckend, wie gut das gewirkt hat. Leider kommt aber jetzt doch flächig nochmal ein wenig Kleinzeugs auf.

Wie spät lässt sich das Clearfield Clentiga noch einsetzen zum Nachputzen ohne Schaden anzurichten?
Der Soja steht aktuell ganz kurz vor der Blüte...
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Re: Sojaanbau - 2026

Beitragvon jan187 » Mo Jun 08, 2026 13:38

Auch hier in Ost Niederbayern kommen bei dem meisten Soja Feldern jetzt (teilweise massiv) vor allem Raps und Gänsefuß durch.

Clearfield Clentiga wirkt (aus eigener Erfahrung) nur bei sehr kleinen Unkräutern, sollten nicht größer als 2 cm sein. Bei größeren kommt es zu einem kurzzeitigen Wachstumsstop, aber weiter nichts. Der Soja wird auch für ein paar Tage gelb und muss sich erst wieder erholen. Meiner Meinung nach rausgeschmissenes Geld.
Bleibt zu hoffen, dass der Soja schnell zu macht und den jetzt nachkommenden Unkräutern das Licht nimmt...

Was wirken würde, Pulsar 40, ist leider in Deutschland nicht zugelassen.

Die schönsten Sojabestände haben heuer wieder die Bios, hier sind teilweise höhere Erträge drin als bei konventionell. Erstens sicherer Aufgang durch Einzelkornsaat, Bodendurchlüftung durch Hacken und Striegeln, und kein Herbizidschock durch die Bodenmittel und evtl. Nachputzen mit Harmony oder Clearfield-Clentiga.
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Re: Sojaanbau - 2026

Beitragvon Höffti » Mo Jun 08, 2026 13:59

Das mit dem Hoffen auf Unterdrücken der Unkräuter hat mich schon mal enttäuscht. Da war der Acker dann für ein paar Jahre versaut.
Ich denke, ich probiere es mit dem Clearfield und nehme gleich noch etwas Harnstoff zum Pushen des Soja mit...
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Re: Sojaanbau - 2026

Beitragvon JulianL » Mo Jun 08, 2026 16:15

Höffti hat geschrieben:...und nehme gleich noch etwas Harnstoff zum Pushen des Soja mit...

Stickstoffdüngung bei Soja :?:
Vom Sinn mal abgesehen wie willst du das bezüglich Düngeverordnung machen?
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Re: Sojaanbau - 2026

Beitragvon Höffti » Mo Jun 08, 2026 16:53

JulianL hat geschrieben:
Höffti hat geschrieben:...und nehme gleich noch etwas Harnstoff zum Pushen des Soja mit...

Stickstoffdüngung bei Soja :?:
Vom Sinn mal abgesehen wie willst du das bezüglich Düngeverordnung machen?



Ein alter Hase in Sachen Sojaanbau hat mir den Tipp gegeben, zur Blüte ein paar Kilo N aufs Blatt zu geben.

Das kostet quasi nix, bringt ertraglich aber einiges.

Da ich dieses Jahr bei Weizen und Gerste aufgrund der Dürre auf eine Abschlussgabe verzichtet habe, sind noch ein paar Kilo N übrig...
Und aufs Blatt gebe ich eh nie mehr als 3N pro Hektar.

Da hätte ich bei 250N im Weizen mehr Bauchschmerzen...
Zuletzt geändert von Höffti am Mo Jun 08, 2026 17:06, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Sojaanbau - 2026

Beitragvon heico » Mo Jun 08, 2026 17:01

Alte Hasen gibt es nicht.
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Re: Sojaanbau - 2026

Beitragvon heico » Mo Jun 08, 2026 17:09

jan187 hat geschrieben:Auch hier in Ost Niederbayern kommen bei dem meisten Soja Feldern jetzt (teilweise massiv) vor allem Raps und Gänsefuß durch.

Clearfield Clentiga wirkt (aus eigener Erfahrung) nur bei sehr kleinen Unkräutern, sollten nicht größer als 2 cm sein. Bei größeren kommt es zu einem kurzzeitigen Wachstumsstop, aber weiter nichts. Der Soja wird auch für ein paar Tage gelb und muss sich erst wieder erholen. Meiner Meinung nach rausgeschmissenes Geld.
Bleibt zu hoffen, dass der Soja schnell zu macht und den jetzt nachkommenden Unkräutern das Licht nimmt...

Was wirken würde, Pulsar 40, ist leider in Deutschland nicht zugelassen.

Die schönsten Sojabestände haben heuer wieder die Bios, hier sind teilweise höhere Erträge drin als bei konventionell. Erstens sicherer Aufgang durch Einzelkornsaat, Bodendurchlüftung durch Hacken und Striegeln, und kein Herbizidschock durch die Bodenmittel und evtl. Nachputzen mit Harmony oder Clearfield-Clentiga.

Und bei Bio 800 €/t statt 500 kon
v.
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Re: Sojaanbau - 2026

Beitragvon JulianL » Mo Jun 08, 2026 17:32

Höffti hat geschrieben:Ein alter Hase in Sachen Sojaanbau hat mir den Tipp gegeben, zur Blüte ein paar Kilo N aufs Blatt zu geben.

Das kostet quasi nix, bringt ertraglich aber einiges.

Da ich dieses Jahr bei Weizen und Gerste aufgrund der Dürre auf eine Abschlussgabe verzichtet habe, sind noch ein paar Kilo N übrig...
Und aufs Blatt gebe ich eh nie mehr als 3N pro Hektar.

Da hätte ich bei 250N im Weizen mehr Bauchschmerzen...

Ok, ja gut keine Ahnung. Laut Sojaförderring haben sich Blattdüngungen in Soja nicht bewährt. Das ist alles wonach ich gehen kann.
Bei Weizen kannst du theoretisch auf maximal 300N-Nmin laut Düngeverordnung kommen. Wenn du mit E Weizen auf 110-120dt kommst können 250N schon erlaubt sein, da können sogar 270N erlaubt sein. Bei Soja wie auch bei allen anderen Leguminosen ist Stickstoff dagegen nie erlaubt. Und es wäre mir neu dass man Fläche A mehr Düngen darf weil man auf Fläche B was weggelassen hat.
Aber bei deinen langjährig organisch gedüngten Böden hätte ich da auch Bauchweh :wink:
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Re: Sojaanbau - 2026

Beitragvon Höffti » Mo Jun 08, 2026 18:03

Da hast Du natürlich Recht. Dann werde ich den Harnstoff wohl besser weglassen und mal Rücksprache mit dem alten Hasen halten. Setzt der mir da einfach solche Flausen in den Kopf...
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