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Sonderprogramm Milchmengendisziplin

Fragen und Antworten rund um die Rindviehhaltung.
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118 Beiträge • Seite 4 von 8 • 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8
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Re: Sonderprogramm Milchmengendisziplin

Beitragvon marius » Mi Jan 18, 2017 14:38

Noch was zum Thema Anbindestall. Ich bin kein Gegner vom Anbindestall sondern habe nur den aktuellen Sachverhalt zitiert.
Den Kühen in Anbindeställen gehts besser als 50 % der Menschheit.
Im Grunde sind Anbindeställe deutlich umweltfreundlicher als Laufställe ( siehe unten ) .
Laut EU soll und muss der Methanaustoss besonders in Deutschland deutlich reduziert werden sonst wirds teuer ( hohe
Strafzahlungen ).

Der Viehbestand muss also deutlich reduziert werden im Sinne des Umweltschutzes.

Was viele nicht wissen :
-Im Liegeboxenlaufstall beträgt der Ammoniakaustoss laut Untersuchungen pro Jahr und Kuhplatz 14, 57 kg.
- Im Anbindestall sind es nur 4,87 kg / Jahr.
Also nur 1/3 vom Laufstall.

Insofern müßten die Anbindeställe im Sinne des Umweltschutzes eigentlich einen deutlich höheren Milchpreis bekommen als der Laufstall aber das erzählt mal dem LEH und eurer Molkerei. :mrgreen:
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Re: Sonderprogramm Milchmengendisziplin

Beitragvon LUV » Mi Jan 18, 2017 15:03

Der Denkfehler beim Ammoniak ist immer, dass es über die Fläche eine höhere Verdunstung gibt, aber die Gesamtmenge eben nicht weniger werden kann, da die Kuh ständig frisst und rülpst und pupst. Die Scheiße wird beim Anbindestall lediglich mehrheitlich im Güllekeller gelagert und dann eben wieder ausgebracht....nichts geht verloren auf diesem Planeten.....
Am besten hilft es, wenn man holländische Kühe hält, die emitieren 30% weniger Ammoniak,,,,warum? Weil die Berechnungsgrundlagen andere sind. Du siehst, Rinderhaltung ist ideologisch bedingt überall anders. :mrgreen: n8
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Re: Sonderprogramm Milchmengendisziplin

Beitragvon LUV » Do Jan 19, 2017 9:39

Marius, hier ein Beispiel, wie man gute "Anbindegülle" von bäuerlichen Familienbetrieben fachgerecht ausbringt, und die Ammoniakemissionen in ungeahnte Höhen bringt......die Welt ist so bunt!
https://www.youtube.com/watch?v=G1iuzR3vLD4
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Re: Sonderprogramm Milchmengendisziplin

Beitragvon T5060 » Do Jan 19, 2017 10:15

Ammoniakverluste über Verdunstung gibt es nur bei trockener Luft.
Bei Regen oder hoher Luftfeuchte landet Ammoniak als wässrige Base auf dem Gras als Blattdünger.
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
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Re: Sonderprogramm Milchmengendisziplin

Beitragvon LUV » Do Jan 19, 2017 11:25

Ja nee is klar....im Stall regnet es nicht und die Gülleschleuder wirft bei Sonnenschein....insofern. :?
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Re: Sonderprogramm Milchmengendisziplin

Beitragvon Bergwanger » Do Jan 19, 2017 11:54

@LUV sowas bringt die Landwirtschaft in Verruf. Ich Verständnis das sie ihre Gülle ausbringen müssen oder ein ABtransport zu teuer wäre, aber das ist eine Frechheit.
Gerade weil er alles vom weg ausbringt könnte er doch einen Regen abwarten? Dann wären wenigstens kein Wanderer betroffen der so ne Wolke bei wind abbekommt.

so viel zum Thema Öffentlichkeitsarbeit n8
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Re: Sonderprogramm Milchmengendisziplin

Beitragvon T5060 » Do Jan 19, 2017 11:58

Nur warum soll man die Milchviehhaltung in Steillagen verteufeln, wie sie auf den Video dargestellt ist ?

Sie ist dort aus sehr sehr vielen Gründen so und es geht dort auch nicht viel besser oder anders.

Wir reden dort von Viehbesätzen von weniger als 1 GV/ha bei sehr hohen Niederschlägen.

Den BUND habe ich da auf meiner Seite, auch in den Mittelgebirgen.

Eine einheitliche Landwirtschaft, die juristisch perfekt in Verwaltungsordnungen passt, gibt es nicht. Das ist der Fehler.

Und was ich nicht verstehe, warum sollen Landwirte in Gegenden bestraft werden, wo es überhaupt kein Nitratproblem gibt bzw. geben kann ?
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Re: Sonderprogramm Milchmengendisziplin

Beitragvon LUV » Do Jan 19, 2017 12:19

Das wäre ja mal ein Meilenstein der Weltgeschichte, wenn man es schafft, jeden einzelnen Bauern so zu betrachten, wie es seine betriebliche Situation hergibt. Wenn er nur 1GV/ha hat muss er keine Schleppschlauchverteilung haben und darf in die Welt pusten. Hat er 2,1GV/ha muss er Schleppschlauch haben......da kann der 1. auch 1000 Mastschweine haben und der zweite 25 Kühe, das ist dann egal? :roll:
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Re: Sonderprogramm Milchmengendisziplin

Beitragvon Rohana » Do Jan 19, 2017 16:02

Mal wieder was zum Threadthema: http://www.agrarheute.com/dlz/news/gut- ... 2017-01-19
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Re: Sonderprogramm Milchmengendisziplin

Beitragvon Jörken » Do Jan 19, 2017 17:33

LUV hat geschrieben:Marius, hier ein Beispiel, wie man gute "Anbindegülle" von bäuerlichen Familienbetrieben fachgerecht ausbringt, und die Ammoniakemissionen in ungeahnte Höhen bringt......die Welt ist so bunt!
https://www.youtube.com/watch?v=G1iuzR3vLD4

Regnerisches Wetter wäre natürlich besser, aber wer weiß, vielleicht war Regen für den Nachmittag angesagt? Aber lassen wir mal die Kirche im Dorf: hier wird eindeutig eine Skipisten gedüngt, im Almgebiet. Dort sind nicht selten 100 Stück Vieh (davon viele Jungrinder) auf 500 Hektar verteilt. Vielleicht kommt die Gülle von 200 weiteren Kühen, man möge den Hektarbesatz ausrechnen.... Skipisten grün zu halten ist nicht einfach, vor allem durch die lang haltende Kunstschneeschicht. Grüne beweidete Pisten sind besser als Schotterhallen, das hat man in den letzten Jahrzehnten auf die harte Tour gelernt. Also dieses Ammoniak ist sicher das kleinste Problem.
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Re: Sonderprogramm Milchmengendisziplin

Beitragvon T5060 » Do Jan 19, 2017 17:35

LUV hat geschrieben:Das wäre ja mal ein Meilenstein der Weltgeschichte, wenn man es schafft, jeden einzelnen Bauern so zu betrachten, wie es seine betriebliche Situation hergibt. Wenn er nur 1GV/ha hat muss er keine Schleppschlauchverteilung haben und darf in die Welt pusten. Hat er 2,1GV/ha muss er Schleppschlauch haben......da kann der 1. auch 1000 Mastschweine haben und der zweite 25 Kühe, das ist dann egal? :roll:


Was spricht gegen einen bundesweiten Handlungsrahmen für die Landkreise,
die den um setzen und sowieso kontrollieren ?

Wir haben ja auch kein bundeseinheitlichen Boden, Klima und Vegetation.

So und wer einen Möscha oder Prallteller hat darf eben nur Ausbringen, wenn die Luftfeuchtigkeit bei X liegt.

Da in Deutschland NOx sowieso auf 80 % der Fläche gegen NULL geht, braucht es nicht diesen ganzen produktionsverteuernden Schnickschnack nicht.
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Re: Sonderprogramm Milchmengendisziplin

Beitragvon LUV » Do Jan 19, 2017 18:17

Die Ausbringvorschriften stehen bereits in jeder Baugenehmigung; keine Gülleausbringung bei Inversionswetterlagen, Schwachwindlagen und hohen Temperaturen sowie in den Zeiten der Ausbringverbote.
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Re: Sonderprogramm Milchmengendisziplin

Beitragvon Lonar » Fr Jan 20, 2017 19:47

Der Buschfunk meldet 0,7ct auf die Vorjahresmenge! :klug:
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Re: Sonderprogramm Milchmengendisziplin

Beitragvon xyxy » Fr Jan 20, 2017 20:17

wohl mehr
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Re: Sonderprogramm Milchmengendisziplin

Beitragvon Flecki_aus_Bayern » Sa Jan 21, 2017 6:04

Minister Schmidt bedankt sich bei den Milchbauern weil sie so zahlreich (30 % !!!!???) am Mengendisziplinprogramm teilgenommen haben. Hat dieser Mann eine gestörte Wahrnehmung? Was ist das eigentlich für ein Programm wo man nicht vorher weiß wieviele Cent man dafür bekommt. Und dann diese kurzfristige Antragstellung und eine Referenzmilchmenge aus dem Vorjahr. Was wirklich korrekt wäre ist eine "Abschlachtprämie" für Milchkühe. Sonst nichts.
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