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Unkrautbekämpfung im Herbst bei Getreide

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Unkrautbekämpfung im Herbst bei Getreide

Beitragvon Optimist1985 » Fr Okt 12, 2018 7:15

Hallo

Immer öfter liest man das die Unkrautbekämpfung im Herbst bei Getreide Vorteile hat.
Bisher habe ich mein Getreide immer im Frühjahr behandelt.
Husar OD oder Caliban Super + Saracen Max(Distel und Kornblume)

Meine Problemunkräuter sind Quecke und je nach Schlag Distel und Kornblume.
Im Herbst im Getreide kann ich ja diese Unkräuter nicht richitg bekämpfen , hier wäre die Frühjahrsbekämpfung besser oder irre ich mich hier?
Zudem nehme ich bei der Frühjahrsbehandlung meistens etwas CCC dazu um die Bestockung anzuregen.

Wie seht ihr das Thema.
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Re: Unkrautbekämpfung im Herbst bei Getreide

Beitragvon Schauerschrauber » Fr Okt 12, 2018 7:50

Hallo

Die Herbstbehandlung ist bei mir Baustein im Resistensmanagement . Bedeutet bei der Fruchtfolge WR WW WW WG (SG) das der Rapsweizen im Frühjahr behandelt wird und der darauf folgende Stoppelweizen im Herbst die Gerste dann wieder im Frühjahr. Bzw. mit der Herbstbehandlung im Rapsweizen begonnen und dann halt den Stoppelweizen im Frühjahr und die Gerste wieder im Herbst ( natürlich nur bei WG)

MfG
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Re: Unkrautbekämpfung im Herbst bei Getreide

Beitragvon Family Guy » Fr Okt 12, 2018 8:41

Optimist1985 hat geschrieben:Meine Problemunkräuter sind Quecke und je nach Schlag Distel .....


Wenn Quecke dein Problem ist, müssen deine Flächen erstmal saniert werden, das heißt eine ordnungsgemäße Queckenbekämpfung nach der Getreideernte mit einem glyphosathaltigem MIttel. Bitte dabei beachten, dass ausreichend neue Blattmasse da ist und dann die höchst zulässige Menge spritzen. Wenn gleichzeitig Disteln auflaufen ist Kyleo das Mittel der Wahl und dafür auch zugelassen.

Absolute Verqueckung lässt auch auf Mängel bei der Bodenbearbeitung schließen, da auch mal drüber nachdenken.
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Re: Unkrautbekämpfung im Herbst bei Getreide

Beitragvon Freakshow » Fr Okt 12, 2018 11:01

Bei Quecke ist kyleo nicht optimal, zu wenig glyphos bei voller Aufwandmenge.
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Re: Unkrautbekämpfung im Herbst bei Getreide

Beitragvon adefrankl » Fr Okt 12, 2018 11:14

Optimist1985 hat geschrieben:Hallo

Immer öfter liest man das die Unkrautbekämpfung im Herbst bei Getreide Vorteile hat.
Bisher habe ich mein Getreide immer im Frühjahr behandelt.
Husar OD oder Caliban Super + Saracen Max(Distel und Kornblume)

Meine Problemunkräuter sind Quecke und je nach Schlag Distel und Kornblume.
Im Herbst im Getreide kann ich ja diese Unkräuter nicht richitg bekämpfen , hier wäre die Frühjahrsbekämpfung besser oder irre ich mich hier?
Zudem nehme ich bei der Frühjahrsbehandlung meistens etwas CCC dazu um die Bestockung anzuregen.

Wie seht ihr das Thema.

Also die Ungrautbekämpfung im Herbst hat insbesondere bei Gräsern Vorteile bzgl. des Resistenzmanagements. Gerade die Frühjahrswirkstoffe sind stark resistenzgefährtet und wenn diese versagen hat man ein Problem. Daher gegen Gräser, wenn immer möglich im Herbst (primär Flufenacet, gegenebenfalls auch CTU, eventuell verstärkt mit Prosulfocarb). Weiterhin lassen sich manche Unkräuter (z.B. Ehrenpreis) im Herbst besser bekämpfen. 'Weiterhin hat man dann wegen der Unkrautbekämpfung im Frühjahr keinen Termindruck.
Was das CCC betrifft, so zeigen Versuche, dass unter den heutigen Bedingungen meist keine Bestockungsförderung eintritt. Allerdings werden die Bestände glatter (Hemmung Haupttrieb gegen Nebentrieb).
Gerade wenn disteln das Problem sind, dann darf deren Bekämpfung nicht zu früh im Frühjahr erfolgen, da diese sich nur bei ausreichend Blattmasse bekämpft werden. Daher würde ich bei den Problem mit Kornblume Trinity im Herbst empfehlen, ansonsten Herold (gegebenenfalls teilweise ersetzt durch Fence) oder Malibu (Auflagen) . Bei stärkeren Gräserproblemen (viel Windhalm oder gar AFU) verstärkt mit Fence (bei AFU die volle Menge 0,5 l/ha). Im Frühjahr können dann die Disteln dann entweder in EC31/32 mit Pointer Plus, Dirigent SX oder Pointer SX (+ 1 l MCPA) bekämpft werden. Gegenbenfalls mit Wachstumsregler kombiniert, wobei dies für die Wirksamkeit nicht optimal ist. Alternativ in EC39 mit MCPA oder Ariane C. Damit erreicht man eine recht gute Distelbekämpfung (weit besser als zum frühen Termin). Allerdings reicht da ein Jahr trotzdem nicht aus um die Fläche sauber zu bekommen.
Die Quecke wird man letztendlich nur durch eine Stoppelbehandlung mit Glyphosat wirksam loswerden. Dieses Jahr hätte man natürlich auch wiederholt gruppern können (und dabei die letzten Wasserreste im Boden freisetzen!).
Die Geschichte von "Des Kaisers neue Kleider" würde heutzutage mit einer Hausdurchsuchung im Elternhaus des Kindes enden.
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Re: Unkrautbekämpfung im Herbst bei Getreide

Beitragvon adefrankl » Fr Okt 12, 2018 11:21

Freakshow hat geschrieben:Bei Quecke ist kyleo nicht optimal, zu wenig glyphos bei voller Aufwandmenge.

Und außerdem hat Kyleo inzwischen eine Drainauflage (und soll stinken, macht sich auch nicht gut). Würde daher Disteln im Getreide bekämpfen. Geht dort ganz gut mit U46M, manchen Sulfonylharnstoffe sowie Mittel mit Clopyralid (Ariance C (stärkste und teuereste Lösungen, Duanti oder auch Primus Perfect)
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Re: Unkrautbekämpfung im Herbst bei Getreide

Beitragvon Optimist1985 » Fr Okt 12, 2018 16:03

Wenn Quecke dein Problem ist, müssen deine Flächen erstmal saniert werden, das heißt eine ordnungsgemäße Queckenbekämpfung nach der Getreideernte mit einem glyphosathaltigem MIttel. Bitte dabei beachten, dass ausreichend neue Blattmasse da ist und dann die höchst zulässige Menge spritzen. Wenn gleichzeitig Disteln auflaufen ist Kyleo das Mittel der Wahl und dafür auch zugelassen.

Absolute Verqueckung lässt auch auf Mängel bei der Bodenbearbeitung schließen, da auch mal drüber nachdenken.


Letztes Jahr habe ich einen Schlag auch so behandelt. Nach Getreideernte 2-3 Wochen Quecke und Unkräuter bei wüchsigen Wetter anwachsen lassen.
Glyphosat behandlung und nach ca 10 Tagen geackert. Und heuer Mais drauf mit MaisterPower + 250g Maisbanvel/ha behandelt.
Und jetzt im Herbst Wintergerste.

Das riesige Quecken und Distel Problem ist hier nicht, aber um es zumindest die nächsten Jahre nicht wieder zu fördern wäre Caliban Super mit Saracen Max im Frühjahr nicht schlecht.
Aber es stimmt schon das Distel besser bekämpft wird wenn man später reinfährt, aber im EC 31 -EC 39 kanns dem Getreide auch schon etwas "weh" tun wenn das folgende Wetter nicht passt.
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Große Periode

Beitragvon adefrankl » Fr Okt 12, 2018 17:50

Optimist1985 hat geschrieben:.....

Das riesige Quecken und Distel Problem ist hier nicht, aber um es zumindest die nächsten Jahre nicht wieder zu fördern wäre Caliban Super mit Saracen Max im Frühjahr nicht schlecht.
Aber es stimmt schon das Distel besser bekämpft wird wenn man später reinfährt, aber im EC 31 -EC 39 kanns dem Getreide auch schon etwas "weh" tun wenn das folgende Wetter nicht passt.

Ja, es wird geraten in der großen Periode EC31/32 bis EC37 mit Pflanzenschutzmaßnahmen besonders vorsichtig zu sein, das Weizen da sonst leicht mit Ertragseinbußen reagiert (Gilt primär für Unkrautbekämpfung, aber auch für Wachstumsregler und Tankmischungen mit Fungiziden). Also ich habe versucht mich immer daran zu halten. Daher Disteln entweder zu EC31 oder dann erst eben in EC39 (vielleicht kombiniert mit Fungizid) bekämpfen. Und vor EC31 ist eigentlich noch zu früh und EC31 ist für die allgemeine Unkrautbekämpfung eigentlich (zu) spät. Daher gleich eine Herbstbehandlung und dann wird bei Bedarf eben in Frühjahr das verbelibende Problem (bekämpft) (nur Gräser gilt es gleich im März/April zu kontrollieren und gegebenefalls nachzubehandeln), der Rest reicht dann bis EC31 oder EC39. Letzes Jahr war dann kein weiterer Bedarf so dass ich mit zwei Spritzungen (Herbst + Ähre) insgesamt auskam. Aber da habe ich die Jahre corher die Disteln und Quecke konsequent bekämpft.
Die Geschichte von "Des Kaisers neue Kleider" würde heutzutage mit einer Hausdurchsuchung im Elternhaus des Kindes enden.
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Re: Unkrautbekämpfung im Herbst bei Getreide

Beitragvon MF4355 » Sa Okt 13, 2018 6:50

Wie ist Eure Empfehlung bei jähriger Rispe? Der Roggen wurde zu flach gesät. Durch wirkstofflücken in den letzten Jahren (Falcon Herbst oder Axial Frühjahr) habe ich die Rispe etwas vermehrt... Mittlerweile stört sie. Von 130g Broadway lässt sie sich nicht beeindrucken btw samt trotzdem aus, mehr hab ich mich nicht getraut im Roggen.
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Re: Unkrautbekämpfung im Herbst bei Getreide

Beitragvon Grenzwächter » Sa Okt 13, 2018 15:16

Ach wie schön sich das immer liest. 130gr Broadway und es hat nicht gewirkt. Oh Mann da wundert man sich dann der Profi über Resistenzen. Hab immer nur die Hälfte gespritzt und jetzt wirkt es nicht (scheiß Mittel). Roggen verkraftet 275gr Broadway und dann herrscht Ruhe auf dem Äcker.
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Re: Unkrautbekämpfung im Herbst bei Getreide

Beitragvon MF4355 » Sa Okt 13, 2018 16:36

Nana, immer ruhig, 130g ist hier die offizielle Empfehlung für Roggen, 220 für Weizen. Resistenzgefahr habe ich nicht, meine Fruchtfolge ist Raps-Mais-Roggen.
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Re: Unkrautbekämpfung im Herbst bei Getreide

Beitragvon Bauer Piepenbrink » Sa Okt 13, 2018 17:57

Habe mit Kyleo nur gute Erfahrungen gemacht, auch gegen Quecken. Von der Distel und Ampfer Wirkung bin ich überzeugt, auf einem sehr verseuchten Schlag ist die Situation jetzt bereinigt. Wichtig ist halt volle Aufwand menge und 10 kg/ha SSA dazu.
Aluhut Akbar !
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Re: Unkrautbekämpfung im Herbst bei Getreide

Beitragvon Family Guy » Sa Okt 13, 2018 18:13

Ist jetzt ein wenig off Topic, aber man kann ja Glyphosat bis zur zulässigen Höchstgrenze auf Kyleo aufsatteln.
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Re: Unkrautbekämpfung im Herbst bei Getreide

Beitragvon Ice » Sa Okt 13, 2018 21:11

Grenzwächter hat geschrieben:Ach wie schön sich das immer liest. 130gr Broadway und es hat nicht gewirkt. Oh Mann da wundert man sich dann der Profi über Resistenzen. Hab immer nur die Hälfte gespritzt und jetzt wirkt es nicht (scheiß Mittel). Roggen verkraftet 275gr Broadway und dann herrscht Ruhe auf dem Äcker.


Kommt doch immer auf Fruchtfolge etc. an.
Ich behandel meine Weizen immer im mit 120-140 gr Broadway, noch nie Probleme gehabt.
Habe aber auch nur ca. 1/6-1/5 meiner Fläche mit Winterweizen.

Hier gibt es eigentlich gar keine Gräserproblematik.
Thema ist hier, dass viele Herbizide bei den Sommerungen gleich oder ähnlich sind (Centium,Bandur,Spectrum,Stomp etc.)
Man muss halt sehen wo bei der eigenen Fruchtfolge die Vor und Nachteile sind.

Ich behandel meine Weizen alles im Frühjahr, Grund :
Ich säe Weizen nach : Rüben,Kartoffeln,Möhren,Zwiebeln,Erbsen,Bohnen oder Erdbeeren.
Da ist es für mich schlicht einfacher im Frühjahr alles auf einmal zu behandeln.
Die Frage die mich beschäftigt : Ist das Ertragspotenzial von im Herbst behandeltem Weizen höher? (im Frühjahr kein Herbizidstress?)
Oder ist bei einer moderaten Frühjahrsbehandlung kein Ertragsnachteil zu befürchten?

Gerste behandelt ich im Herbst, denke das ist Standart
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Re: Unkrautbekämpfung im Herbst bei Getreide

Beitragvon Pegasus_o » Sa Okt 13, 2018 21:27

Was macht Ihr denn dieses Jahr im Herbst? Bodenherbizide bei der Trockenheit? 2016/17 fand ich die Wirkung schon enttäuschend, da war es auch ziemlich trocken. Jetzt ist es staubtrocken.

Gruß
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