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Unsere Schuld?

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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107 Beiträge • Seite 6 von 8 • 1 ... 3, 4, 5, 6, 7, 8
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Re: Unsere Schuld?

Beitragvon Todde » Do Dez 11, 2014 13:41

Ulikum hat geschrieben:
Todde hat geschrieben:Hast Du Dir mal Gedanken gemacht?
Resistenzen sind kein Problem, das ausschließlich der Gentechnik vorbehalten ist, man nennt es schon länger Evolution. Wie sieht es denn mit den gezüchteten Pilzresistenzen in unseren Kulturen aus? Die sind für ewig gültig?
Deiner Aussage nach nehme ich an, Du würdest heute aufgeben mit der Zucht und da Fungizide oder Insektizide ebenso von Resistenzbildung betroffen sind lassen wir die auch gleich weg...
Der Mensch ergibt sich in sein Schicksal, wie zu Zeiten als wir noch Höhlenbewohner waren?

Warum investieren Züchter so viel bei der Züchtung um Resistente Sorte zu bekommen, die dann je nach dem in 3 bis 5 Jahren vorbei sind?
Schon mal mit dem Thema genauer beschäftigt?
Warum liest man nur von den Beispielen, wo Probleme sind, wo sind die Millionen Betriebe, wo das System funktioniert?
Und das es resistente Schädlinge gegen Bt gibt, das ist seit den 1980ern bekannt, lange vor jeder kommerziellen Nutzung eines Bt-Traits.

Wie könnte man dem begegnen? Schon mal darüber nachgedacht?
Anscheinend ja nicht.


:mrgreen:
die Antwort hast Du doch schon selber gegeben,
Versuchs einfach mal klassisch:
viele Probleme lassen sich durch eine erweiterte Fruchtfolge minimieren.


Ok, dann setzt Du keine Insektizide und Fungizide ein?
Wonach suchst Du Deine Getreidesorten aus?
2014 hat sehr gut aufgezeigt, wie schnell Resistenzen gebrochen werden können - Gelbrost.

Der Maiswurzelbohrer ist ja in den USA auch nicht mehr auf den Mais als Wirtspflanze angewiesen, aus Österreich ist das seit 2014 auch bekannt.
Bedeutet in die erweiterte Fruchtfolge muss mindestens 1 Jahr Schwarzbrache aufgenommen werden... Tolle Lösung.
3jährige Fruchtfolgen beim Mais haben sich auch als wirkungslos herausgestellt, siehe Steiermark.


Wenn das Wort Nachhaltig zum Fremd- oder Schimpfwort wird und Fruchtfolgen Mais Soja Mais etabliert werden, ja dann kann natürlich nur der Glaube oder Fortschritt helfen.


Ist das so? Komisch, dass in Brasilien auch ganz andere Fruchtfolgen vorhanden sind.
Und das hat auch mit Gentechnik wieder nichts zu tun, egal welche Form, ohne Fruchtfolge werden dort alle Systeme scheitern.
Aber eins wird in Südamerika nicht verschwinden, die Schädlingsproblematik, die gibt es bei uns so nicht im Geringsten.
Soja hat in Brasilien die Fruchtfolgen erst aufgelockert, Soja wird in Zukunft dort noch in andere Regionen Einzug halten, vor Reis, um die Bodenstruktur der Bohne zu nutzen.

Warum setzen Uganda und Kenia auf virusresitenten Maniok? Die wissen heute schon, dass die Virusresistents eines Tages nicht mehr gegeben ist.
Man darf annehmen, die werden auch schon die nächste in der Pipeline haben und kurzfristig neue Genetik nutzen.
Die Frage ist doch, wie lange züchtet man zB eine Weizensorte und wie schnell sind die Resistenzen gebrochen?
Mit einem anderen Zulassungsverfahren würde man mit Gentechnik wohl in der Lage sein, darauf zu reagieren. Aber sicher ist das momentan keine Option für ein Unternehmen, nur die Zulassung zum Anbau und Importzulassungen verschlingt rund 100 Millionen Euro, für die EU dauert dann eine Import-Zulassung gerne mal 5 Jahre. Das muss wieder eingenommen werden.
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Re: Unsere Schuld?

Beitragvon Ulikum » Do Dez 11, 2014 14:01

Todde hat geschrieben:
:mrgreen:
die Antwort hast Du doch schon selber gegeben,
Versuchs einfach mal klassisch:
viele Probleme lassen sich durch eine erweiterte Fruchtfolge minimieren.


Ok, dann setzt Du keine Insektizide und Fungizide ein?
Wonach suchst Du Deine Getreidesorten aus?
2014 hat sehr gut aufgezeigt, wie schnell Resistenzen gebrochen werden können - Gelbrost.

Der Maiswurzelbohrer ist ja in den USA auch nicht mehr auf den Mais als Wirtspflanze angewiesen, aus Österreich ist das seit 2014 auch bekannt.
Bedeutet in die erweiterte Fruchtfolge muss mindestens 1 Jahr Schwarzbrache aufgenommen werden... Tolle Lösung.
3jährige Fruchtfolgen beim Mais haben sich auch als wirkungslos herausgestellt, siehe Steiermark.


Wenn das Wort Nachhaltig zum Fremd- oder Schimpfwort wird und Fruchtfolgen Mais Soja Mais etabliert werden, ja dann kann natürlich nur der Glaube oder Fortschritt helfen.


Ist das so? Komisch, dass in Brasilien auch ganz andere Fruchtfolgen vorhanden sind.
Und das hat auch mit Gentechnik wieder nichts zu tun, egal welche Form, ohne Fruchtfolge werden dort alle Systeme scheitern.
Aber eins wird in Südamerika nicht verschwinden, die Schädlingsproblematik, die gibt es bei uns so nicht im Geringsten.
Soja hat in Brasilien die Fruchtfolgen erst aufgelockert, Soja wird in Zukunft dort noch in andere Regionen Einzug halten, vor Reis, um die Bodenstruktur der Bohne zu nutzen.

Warum setzen Uganda und Kenia auf virusresitenten Maniok? Die wissen heute schon, dass die Virusresistents eines Tages nicht mehr gegeben ist.
Man darf annehmen, die werden auch schon die nächste in der Pipeline haben und kurzfristig neue Genetik nutzen.
Die Frage ist doch, wie lange züchtet man zB eine Weizensorte und wie schnell sind die Resistenzen gebrochen?
Mit einem anderen Zulassungsverfahren würde man mit Gentechnik wohl in der Lage sein, darauf zu reagieren. Aber sicher ist das momentan keine Option für ein Unternehmen, nur die Zulassung zum Anbau und Importzulassungen verschlingt rund 100 Millionen Euro, für die EU dauert dann eine Import-Zulassung gerne mal 5 Jahre. Das muss wieder eingenommen werden.


:mrgreen:

Mach mal Pause, Du schreibst wirr. :shock:
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Re: Unsere Schuld?

Beitragvon Welfenprinz » Do Dez 11, 2014 16:31

Wieso? Resistenzen sind ein bekanntes Problem,das sich nicht als Ablehnungsargument gegen Gentechnuk verwenden lässt,da es kein Alleinstellungsmerkmal dieses Verfahrens ist. Da hat er doch nun mal recht.
Fruchtfolge hilft im übrigen nur bei bodenbürtigen Erregern,phytophtora infestans fliegt wie weit?
@franz:Argentinien gleich hiroshima.alles klar. Danke fürs Gespräch. :mrgreen:
Dir sollte aber zumindest klar sein,dass du mit einer derartigen Cerebraldiarrhoe niemals den Kampf gegen Gentechnik gewinnen wirst.
Norden, Süden, Westen, Osten, schöne Welt, doch voller Pfosten.
Pfosten, die die Zäune halten, Zäune, die die Menschen spalten.
Hoffnung bleibt, dass diese Pfosten eines Tages mal verrosten.
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Re: Unsere Schuld?

Beitragvon Franz Henneken » Do Dez 11, 2014 16:48

Hallo Leute :D !

Vielleicht ist es ganz gut, dass ich kein Landwirt bin. Dann bin ich wenigstens in gewisser Weise nicht abhängig, was die Wort- und Themenauswahl unter Berücksichtigung einiger Abhängigkeiten angeht.

Fruchtfolgen kannte ich nur oberflächlich vom Reden meines (verstorbenen) Bruders her, kenne prinzipiell keinen Rythmus oder keine Regelmäßigkeit darin. Aber, das sagte mir vor langen Jahrzehnten ein Onkel, wenn eine Pflanze wo nicht wachsen will, dann ist dort der falsche Boden :klug: . Also baute man damals was anderes als Mais an.

Wenn also so viele Verfahren, die von den Theoretikern der Kammern und der Verbände nicht mehr so richtig greifen und auf Biegen und Brechen die Grüne Gentechnik kommen muss, warum erweitert man nicht erst einmal seinen botanischen Horizont? Auf der Farm des Prinz Charles in Südengland, die voll ökologisch gemanagt wird, werden zum Beispiel anstelle sortenreinen Weizens gleich 30 (!) Sorten gemischt. Warum? Weil trotz Unterschiede auf dem Acker es immer genügend Einzelpflanzen gibt, die prächtig gedeihen. Der Erfolg gibt dem Betrieb recht.

Ich selbst habe von so einem Mischverfahren nur von traditionellen Kartoffelbauern im Hochland von Peru gehört, die damit Schädlingen und Resistenzen ausweichen, ohne den Boden auszulaugen. Ein paar Jahrtausende Erfahrung im Kartoffelanbau gibt diesen Hochgebirgsbauern Recht, es gab nie nennenswerte Hungersnöte!

Diese zwei Beispiele zeigen auf, dass es auch abseits bekannter Methoden Wege gibt, erfolgreich Ackerbau zu betreiben. Und wie eifrig hier einige Leute bemühen, die Grüne Gentechnik als Allerheitsmittel und unausweichlich darzustellen, lässt mir den Verdacht aufkommen, hier sind einige am Werke, die an dessen Einführung sofort schon kräftig mitverdienen.

Gruß - Franz
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Re: Unsere Schuld?

Beitragvon Skai » Do Dez 11, 2014 17:16

Franz Henneken hat geschrieben:
Vielleicht ist es ganz gut, dass ich kein Landwirt bin.


Ja, das glaube ich auch.

Dieser Öko und Bioquatsch wird noch unser aller Untergang sein.
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Re: Unsere Schuld?

Beitragvon Ulikum » Do Dez 11, 2014 17:19

Welfenprinz hat geschrieben:Wieso? Resistenzen sind ein bekanntes Problem,das sich nicht als Ablehnungsargument gegen Gentechnuk verwenden lässt,da es kein Alleinstellungsmerkmal dieses Verfahrens ist. Da hat er doch nun mal recht.
Fruchtfolge hilft im übrigen nur bei bodenbürtigen Erregern,phytophtora infestans fliegt wie weit?


:mrgreen:
na dann lies mal richtig:
was habe ich geschrieben was wird mir unterstellt :evil:

ich habe lediglich gezeigt des es sehr wohl schon Probleme gibt, und da es sich hier um Gentechnisch veränderte Merkmale handelt die man auch nachweisen kann haben wir hier meiner Meinung nach sehr wohl ein Problem, denn die Natur hat einen Quantensprung gemacht. Ob und welche Folgen das langfristig haben kann können wir heute glaube ich nicht erkennen.

Öffentliche Diskussion:
Ob sich der Bürger für Alleinstellungsmerkmale interessiert wenn es um das Thema geht stelle ich auch mal in Frage.
Emotionen, Gefühle, so etwas kann man wissenschaftlich nicht widerlegen. 8)

Eine weite Fruchtfolge hilft zum Glück nicht nur bei bodenbürtigen Erregern, aber das solltest Du selber wissen
und bitte bei der Diskussion immer bedenken, es gibt auf der Welt nicht nur Hochertragsstandorte.
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Re: Unsere Schuld?

Beitragvon Todde » Do Dez 11, 2014 17:31

Franz Henneken hat geschrieben:Hallo Leute :D !

Vielleicht ist es ganz gut, dass ich kein Landwirt bin. Dann bin ich wenigstens in gewisser Weise nicht abhängig, was die Wort- und Themenauswahl unter Berücksichtigung einiger Abhängigkeiten angeht.


Daher bist Du abhängig von der Landwirtschaft, noch wachsen keine Grundnahrungsmittel in der Fabrik.
Wo von ist die Landwirtschaft abhängig?
In erster Linie vom Absatzmarkt.
Ich hätte nichts dagegen, wenn der Verbraucher matschige Kartoffeln mitkauft und man keine Krautfäule behandeln müsste.
Aber ich gehe nicht davon aus, dass sich eine ausreichende Anzahl an Kunden findet, die diese Jauche kaufen.

Fruchtfolgen kannte ich nur oberflächlich vom Reden meines (verstorbenen) Bruders her, kenne prinzipiell keinen Rythmus oder keine Regelmäßigkeit darin. Aber, das sagte mir vor langen Jahrzehnten ein Onkel, wenn eine Pflanze wo nicht wachsen will, dann ist dort der falsche Boden :klug: . Also baute man damals was anderes als Mais an.


Und nun? Macht das nicht die überwiegende Mehrheit in Deutschland, der USA oder Brasilien?
Pilzsporen fliegen hunderte Kilometer, Schädlinge ebenso. Man kann die Probleme verringern, aber nicht ausschalten.
Im Ökolandbau geht auch nichts ohne Fungizide, auch Insektizide werden eingesetzt.
Nur sind diese eben nicht so wirkungsvoll und bei Kupfer gibt es gravierende Probleme.

und auf Biegen und Brechen die Grüne Gentechnik kommen muss, warum erweitert man nicht erst einmal seinen botanischen Horizont?

Warum erweitert man nicht sein Wissen auf gewisse Grundlagen der Züchtung?
Wo ist das Problem sich mal mit den Grundlagen der Gentechnik zu beschäftigen? Ob man dafür oder dagegen ist, zu mindest sollte man wissen worum es geht, wie die funktioniert. Wessen Grundlage im Bereich Gentechnik RoundUp und Monsanto ist, der hat sich mit dem Thema nicht im geringsten beschäftigt.

Warum etwas verteufeln, das so viel Möglichkeiten bietet.
In den USA gibt es ein interessantes Ehepaar, er ist Biobauer und sie arbeitet als Biologin im Bereich Gentechnik und forscht an genverändertem Reis.
Deren Traum wäre eine Biolandwirtschaft, die die Vorteile der Gentechnik nutzt und auf Pflanzenschutz gänzlich verzichten kann.
Unkraut wird dann halt wie im Ökolandbau beseitigt, Krankheiten und Schädlinge per Technologie, in spätestens 5 Jahrzehnten wird es sicher einen großen Anteil der weltweiten Nahrungsmittelproduktion aus dieser Wirtschaftsweise weltweit geben.
Stellt sich die Frage, ob wir dann die Technologie aus Uganda kaufen oder uns daran beteiligen.

Auf der Farm des Prinz Charles in Südengland, die voll ökologisch gemanagt wird, werden zum Beispiel anstelle sortenreinen Weizens gleich 30 (!) Sorten gemischt. Warum? Weil trotz Unterschiede auf dem Acker es immer genügend Einzelpflanzen gibt, die prächtig gedeihen. Der Erfolg gibt dem Betrieb recht.

Dir ist bekannt, dass es kaum einen Landwirt in Deutschland gibt, der so viel Geld Jahr für Jahr in die Landwirtschaft stecken kann?
Hier müssen Landwirte aus der Erzeugung von Nahrungsmitteln ihren Lebensunterhalt bestreiten und nicht Geld aus der Staatskasse in den Betrieb stecken.

Ich selbst habe von so einem Mischverfahren nur von traditionellen Kartoffelbauern im Hochland von Peru gehört, die damit Schädlingen und Resistenzen ausweichen, ohne den Boden auszulaugen. Ein paar Jahrtausende Erfahrung im Kartoffelanbau gibt diesen Hochgebirgsbauern Recht, es gab nie nennenswerte Hungersnöte!


Wie hoch ist deren Anteil an der Ernährung der Bevölkerung oder reicht das größtenteils nur zur Selbstversorgung?
Ich glaube nicht, dass die VW-Mitarbeiter nebenbei noch für ihre tägliche Nahrung im Harz Kartoffeln mischen und anbauen wollen. Ich kann mich aber auch irren.
Das Sorten aus dem Hochland in Peru, heute in Deutschland nicht mal so eben wachsen und ausreichend Erträge bringen oder überhaut das Klima vertragen vergessen wir mal sowieso.

Diese zwei Beispiele zeigen auf, dass es auch abseits bekannter Methoden Wege gibt, erfolgreich Ackerbau zu betreiben.

Wenn die deutsche Bevölkerung bereit ist, wieder auf dem Land zu leben und mehr als die Hälfte der Bevölkerung wieder auf Knien über die Äcker rutscht, dann sehe ich kein großes Problem darin, abseits bekannte Wege wieder zu gehen.
Also fang nicht bei den Landwirten an, zieh aufs Land bilde Kommunen und erzeuge Lebensmittel, da das so toll ist, werden die Dörfer bald wieder voll sein mit Menschen, die 16 Stunden am Tag für ihr Essen buckeln.

Und wie eifrig hier einige Leute bemühen, die Grüne Gentechnik als Allerheitsmittel und unausweichlich darzustellen, lässt mir den Verdacht aufkommen, hier sind einige am Werke, die an dessen Einführung sofort schon kräftig mitverdienen.


Gentechnikgegner Fibel 2. Argument?
Der BUND würde noch fragen, ob ich mit einer Amerikanerin verheiratet bin...

Du beschäftigst Dich mit Oberflächlichkeiten und unsachlichen Vorurteilen, aber nicht mit dem eigentlichen Thema, das zeigt schon Dein erster Post in diesem Thema.
Gentechnik wird niemals ein Allerheilsmittel sein, es kann ein weiteres Werkzeug sein oder sagen wir mal so es wird eins sein, ob der Deutsche das will oder nicht. Auch ohne den Anbau von gvP in Deutschland hat sich die Technologie schon durchgesetzt.
Verhindern kann auch Greenpeace den Anbau nicht mehr, sie können in Europa daran aber noch Geld verdienen mit ihren Kampagnen.
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Re: Unsere Schuld?

Beitragvon Franz Henneken » Do Dez 11, 2014 17:41

Skai hat geschrieben:
Franz Henneken hat geschrieben:
Vielleicht ist es ganz gut, dass ich kein Landwirt bin.


Ja, das glaube ich auch.

Dieser Öko und Bioquatsch wird noch unser aller Untergang sein.


Totschlagsargumente helfen auch nicht weiter. Wer weiß, was ein Untergang sein könnte. Die Welt sollte schon so oft untergehen, dreht sich aber immer noch. Aber jeglicher Versuch, mich für diverse Chemikalien zu begeistern, war bislang sinnlos. Ich bin der Überzeugung, dass es nur mit, aber niemals gegen die Natur gehen kann. Wir Menschen müssen im Zweifel immer zurückstecken, die Natur wird uns sonst noch die Leviten lesen.

Papst Franzsikus sagte neulich: "Gott verzeiht immer, der Mensch manchmal, aber die Natur niemals!" Punkt!

Ist es vieleicht aus dem Grunde "Quatsch", weil Du selbst noch nie von solchen Ackerbaumethoden gehört hast? Oder sind sie durchweg ungeprüft abzulehnen, weil sie weder vom Deutschen "Bauern"-Verband, irgendeiner Kammer oder den Großunternehmen rund um der Landwirtschaft herum "grünes Licht" bekommen haben? Denn ich unterstelle denen einmal, ähnlich wie Ärzte im Dienste einer höheren Industrie zu stehen, die nur ihr eigenes Zeug verkaufen will und sonst nichts.

Wie "ulikum" anmerkte, gibt es nicht nur Hochertragsstandorte auf der Welt. Da helfen manchmal unkonventionelle Wege, die in keinem Lehrbuch stehen. Und Fruchtfolge heißt auch nicht, zwei Anbaupflanzen wechseljährlich auf ein und demselben Stück wachsen zu lassen, den Bogen kann man gewiss größer spannen.

Gruß - Franz
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Re: Unsere Schuld?

Beitragvon Todde » Do Dez 11, 2014 17:57

Ulikum hat geschrieben:
Welfenprinz hat geschrieben:Wieso? Resistenzen sind ein bekanntes Problem,das sich nicht als Ablehnungsargument gegen Gentechnuk verwenden lässt,da es kein Alleinstellungsmerkmal dieses Verfahrens ist. Da hat er doch nun mal recht.
Fruchtfolge hilft im übrigen nur bei bodenbürtigen Erregern,phytophtora infestans fliegt wie weit?


ich habe lediglich gezeigt des es sehr wohl schon Probleme gibt, und da es sich hier um Gentechnisch veränderte Merkmale handelt die man auch nachweisen kann haben wir hier meiner Meinung nach sehr wohl ein Problem, denn die Natur hat einen Quantensprung gemacht. Ob und welche Folgen das langfristig haben kann können wir heute glaube ich nicht erkennen.


Welche Problem sind denn da?
In der USA gibt es Gebiete, die in den 1990ern schon wertlos waren, weil die Anbaumethoden nicht der guten fachlichen Praxis entsprechen,
da kam dann die RoundUpReady-Technologie und hat deren Wirtschaftsweise noch mal 10 Jahre weiter gebracht.
Jetzt stehen die wieder da, wo die vor fast 20 Jahren schon standen, es wirkt nichts mehr.
Wo das nun auf die Gentechnik runterzubrechen ist, das solltest Du mal genauer erklären.


Eine weite Fruchtfolge hilft zum Glück nicht nur bei bodenbürtigen Erregern, aber das solltest Du selber wissen
und bitte bei der Diskussion immer bedenken, es gibt auf der Welt nicht nur Hochertragsstandorte.


Und die Fruchtfolge entscheidet über Dauerhaftigkeit der Landwirtschaft, hat mit der Gentechnik aber nichts zu tun.
In Amerika hat man Fruchtfolgen nicht so eine Bedeutung eingeräumt wie wir hier, trotzdem wird es von der Masse an Betrieben dort praktiziert und die haben keine größeren Probleme.
Hinzu kommt die Großräumigkeit dort, da kannst Du nicht auf einmal 5 Kulturen anbauen, wenn Du vorhast diese auch zu vermarkten.
Selbst in Deutschland wirst Du ja nicht mal in jeder Gegend Roggen los, bei Hafer fängt das hier auch langsam an, die wollen wenn überhaupt nur ganze Züge (24to) voll haben.

Du nimmst Dir die negativen Beispiele von fehlgelaufener Landwirtschaft und schiebst die auf die Gentechnik, die ist meist vorher schon so falsch gewesen.
Ist das nicht etwas einfach?
Warum funktioniert der Anbau auf Millionen von Hektar?
Welche Vorteile bieten sich denn bei Bt, wenn die Technik in einer Fruchtfolge genutzt wird?
Auch RoundUp-Ready-Getriede könnte in einer vernünftigen Anwendung bei Beachtung der Fruchtfolge in Deutschland die vorhanden Resistenzen bei Afu oder Windhalm gegen SHS, IPU verringern. Wenn dann Jahr für Jahr RR-Weizen angebaut wird, dann hat das natürlich auch keine Zukunft.

Du machst den Fehler falsche Anwendung der Anwender mit der Technologie zu vertauschen.
Die Technologie ist nicht die Ursache für schnelle Resistenzbildung, sondern Opfer von falscher Anwendung.

Würde die Zulassung günstiger und schneller sein, dann könnten die Hersteller reagieren und einzelne Bt-Varianten aus dem Programm nehmen, dafür wieder andere einsetzen.
Die schwachen Bt-Varianten sind ja auch erst mal ein zugehen auf die Zweifler, ich bin mir sicher Monsanto hätte gerne schon Ende der 1990er mit SmartStax gearbeitet.

Ist wie mit den Strobis, die wurden auch innerhalb kürzester Zeit verheizt, weil in dem Jahrzehnt das große Sparen losging, Aufwandmengen reduzieren...
Die Stobis waren nicht das Problem, die falsche Anwendung hat diese unwirksam gemacht.
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Re: Unsere Schuld?

Beitragvon Franz Henneken » Do Dez 11, 2014 17:59

Todde hat geschrieben:
Franz Henneken hat geschrieben:Hallo Leute :D !

Vielleicht ist es ganz gut, dass ich kein Landwirt bin. Dann bin ich wenigstens in gewisser Weise nicht abhängig, was die Wort- und Themenauswahl unter Berücksichtigung einiger Abhängigkeiten angeht.


Daher bist Du abhängig von der Landwirtschaft, noch wachsen keine Grundnahrungsmittel in der Fabrik.
Wo von ist die Landwirtschaft abhängig?
In erster Linie vom Absatzmarkt.


So ist es, die Landwirtschaft ist in erster Linie vom Absatzmarkt abhängig. Das war sie im Grunde genommen immer. Nur hat sich seit wenigen Jahrzehnten grundlegend was geändert. Damals war es zuerst die eigene Familie, dann das eigene Dorf und falls was übrig blieb, der Rest der Welt. Heute: Nur noch der hochgelobte Weltmarkt! Wenn trotz seiner Gier, billig zu hohen Renditen zu vermarkten noch was übrig bleibt, bekommt der Bauer dafür Geld.

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Re: Unsere Schuld?

Beitragvon Ulikum » Do Dez 11, 2014 18:20

Todde hat geschrieben:
Ulikum hat geschrieben:
Welfenprinz hat geschrieben:Wieso? Resistenzen sind ein bekanntes Problem,das sich nicht als Ablehnungsargument gegen Gentechnuk verwenden lässt,da es kein Alleinstellungsmerkmal dieses Verfahrens ist. Da hat er doch nun mal recht.
Fruchtfolge hilft im übrigen nur bei bodenbürtigen Erregern,phytophtora infestans fliegt wie weit?


ich habe lediglich gezeigt des es sehr wohl schon Probleme gibt, und da es sich hier um Gentechnisch veränderte Merkmale handelt die man auch nachweisen kann haben wir hier meiner Meinung nach sehr wohl ein Problem, denn die Natur hat einen Quantensprung gemacht. Ob und welche Folgen das langfristig haben kann können wir heute glaube ich nicht erkennen.


Welche Problem sind denn da?
In der USA gibt es Gebiete, die in den 1990ern schon wertlos waren, weil die Anbaumethoden nicht der guten fachlichen Praxis entsprechen,
da kam dann die RoundUpReady-Technologie und hat deren Wirtschaftsweise noch mal 10 Jahre weiter gebracht.
Jetzt stehen die wieder da, wo die vor fast 20 Jahren schon standen, es wirkt nichts mehr.
Wo das nun auf die Gentechnik runterzubrechen ist, das solltest Du mal genauer erklären.


Eine weite Fruchtfolge hilft zum Glück nicht nur bei bodenbürtigen Erregern, aber das solltest Du selber wissen
und bitte bei der Diskussion immer bedenken, es gibt auf der Welt nicht nur Hochertragsstandorte.


Und die Fruchtfolge entscheidet über Dauerhaftigkeit der Landwirtschaft, hat mit der Gentechnik aber nichts zu tun.
In Amerika hat man Fruchtfolgen nicht so eine Bedeutung eingeräumt wie wir hier, trotzdem wird es von der Masse an Betrieben dort praktiziert und die haben keine größeren Probleme.
Hinzu kommt die Großräumigkeit dort, da kannst Du nicht auf einmal 5 Kulturen anbauen, wenn Du vorhast diese auch zu vermarkten.
Selbst in Deutschland wirst Du ja nicht mal in jeder Gegend Roggen los, bei Hafer fängt das hier auch langsam an, die wollen wenn überhaupt nur ganze Züge (24to) voll haben.

Du nimmst Dir die negativen Beispiele von fehlgelaufener Landwirtschaft und schiebst die auf die Gentechnik, die ist meist vorher schon so falsch gewesen.
Ist das nicht etwas einfach?
Warum funktioniert der Anbau auf Millionen von Hektar?
Welche Vorteile bieten sich denn bei Bt, wenn die Technik in einer Fruchtfolge genutzt wird?
Auch RoundUp-Ready-Getriede könnte in einer vernünftigen Anwendung bei Beachtung der Fruchtfolge in Deutschland die vorhanden Resistenzen bei Afu oder Windhalm gegen SHS, IPU verringern. Wenn dann Jahr für Jahr RR-Weizen angebaut wird, dann hat das natürlich auch keine Zukunft.

Du machst den Fehler falsche Anwendung der Anwender mit der Technologie zu vertauschen.
Die Technologie ist nicht die Ursache für schnelle Resistenzbildung, sondern Opfer von falscher Anwendung.

Würde die Zulassung günstiger und schneller sein, dann könnten die Hersteller reagieren und einzelne Bt-Varianten aus dem Programm nehmen, dafür wieder andere einsetzen.
Die schwachen Bt-Varianten sind ja auch erst mal ein zugehen auf die Zweifler, ich bin mir sicher Monsanto hätte gerne schon Ende der 1990er mit SmartStax gearbeitet.

Ist wie mit den Strobis, die wurden auch innerhalb kürzester Zeit verheizt, weil in dem Jahrzehnt das große Sparen losging, Aufwandmengen reduzieren...
Die Stobis waren nicht das Problem, die falsche Anwendung hat diese unwirksam gemacht.


:mrgreen:

schön das du dir selber die Antwort gibst,
übrigens wir brauchen kein "RoundUp-Ready-Getreide" um der AFU Problematik Herr zu werden.
der Mensch ist offensichtlich das Problem.
aber
was wenn es wieder falsch läuft?
was kommt dann nach der Gentechnik?
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Re: Unsere Schuld?

Beitragvon Todde » Do Dez 11, 2014 18:32

Ulikum hat geschrieben:schön das du dir selber die Antwort gibst, der Mensch ist das Problem.
was wenn es wieder falsch läuft?
was kommt dann nach der Gentechnik?


Wieso sollte die Gentechnik in naher Zukunft abgelöst werden?
Für Bt haben die Pakistanies eine mögliche Alternative.
Es gibt doch noch unendliche Ideen, was man damit machen könnte, wenn es sich realisieren lässt.
Weizen zu einer Leguminose machen als Beispiel, ein sehr interessantes Projekt, wenn das realisiert wird und man irgendwann ohne Stickstoffdüngung besten Brotweizen produziert.
Du reduzierst Gentechnik anscheinend auf die 2 Punkte, die momentan im Anbau sind: Bt und Herbizidtolleranz.
Wie sieht es aus mit Salz- und Trockentoleranzen oder Pflanzen Frostresistent zu machen? Erdbeeren im Januar ernten in Schleswig Holstein?
Gerade Gentechnik bietet die Möglichkeiten Fruchtfolgen aufzulockern, man muss nur erst mal soweit sein.
Die Reife von Soja zu beeinflussen, damit momentan ungeeignete Regionen erfolgreich den Anbau betreiben können? Schlecht?
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Re: Unsere Schuld?

Beitragvon Welfenprinz » Do Dez 11, 2014 18:32

Ulikum hat geschrieben::mrgreen:
na dann lies mal richtig:
was habe ich geschrieben was wird mir unterstellt :evil:


Was hast Du Todde unterstellt. Der hat erstmal nur sachlich richtige Aussagen getätigt. Gerade Du als Landwirt solltest den Komplex "unsachgemässe Anwendung" richtig beurteilen können.
Natürlich ist PSM-Einsatz per Flugzeug(egal ob in Argentinien oder anderswo)scheisse.......... aber was um himmels willen hat das mit Gentechnik zu tun.
Gar nix, null nada , niente.

ich habe lediglich gezeigt des es sehr wohl schon Probleme gibt, und da es sich hier um Gentechnisch veränderte Merkmale handelt die man auch nachweisen kann haben wir hier meiner Meinung nach sehr wohl ein Problem, denn die Natur hat einen Quantensprung gemacht. Ob und welche Folgen das langfristig haben kann können wir heute glaube ich nicht erkennen.


ich bitte dich........ die Erweiterung der ökologischen Valenz eines Organismus um einen Zwischenwirt (Maiswurzelbohrer -> Soja) oder die Nutzung einer "frei" gewordenen ökologischen Nische durch einen anderen organismus(Larve -> Weichwanze) sind Quantensprünge???????????????????????
Nein.Das passiert im Pflanzenbau als auch in der Natur laufend.Brauchst ja nur zu schauen wie sich das Unkrautspektrum in den letzten 40 Jahren verändert hat. Vollkommen egal , ob man die Bekämpfuing mechanisch oder chemisch durchführt.
Das ist normale Biologie, bzw. Pflanzenbau, und hat bisher noch nie in eine Sackgasse geführt. Im Gegenteil. Unser Fungizideinsatz ist heute sehr viel niedriger und effektiver als vor 40 Jahren.......... eben weil immer wieder neue Pilze kamen wo andere "Platz" gemacht hatten. Und deswegen iommer wieder neu nachgedacht werden musste.

Öffentliche Diskussion:
Ob sich der Bürger für Alleinstellungsmerkmale interessiert wenn es um das Thema geht stelle ich auch mal in Frage.
Emotionen, Gefühle, so etwas kann man wissenschaftlich nicht widerlegen. 8)

Was willst Du in Frage stellen?????
Wir leben zum Glück in einem Rechtsstaat mit Gewaltenteilung. Und momentan ist die Situation so, dass die Politik in Deutschland/Europa die Ängste der Bevölkerung berücksichtigt und den gVO Anbau verbietet.
Auf der anderen Seite geben die Prüf- und Zulassungsverfahren , egal ob hier oder anderswo auf der Welt, keinen Anlass diese restriktive Position durchzuhalten. Es sind keine Schäden durch gvO bekannt.(die jährliche weltweit angebaute Fläche kommt dann noch als ERfahrungsschatz dazu).
So kommen wir zu der Situation , dass die Züchter wie Pioneer letztes Jahr vor Gericht gehen um die Politik zu einer auf Fakten basierenden Entscheidung zu zwingen.
Und womit? Mit Recht.
Wenn Entscheidungen auf dem Salbalderniveau eins Franz Hanneken getroffen würden, wären wir wieder beim mittelalterlichen Inquisitionsgericht, wo danach entschieden wird ob der Frosch heute morgen rechts oder links gewichst hat.
Das kannst Du im ernst nicht wollen, dass Entscheidungen (hier: die Zulassung von gvOs) auf die Art und Weise gefällt werden.

Eine weite Fruchtfolge hilft zum Glück nicht nur bei bodenbürtigen Erregern, aber das solltest Du selber wissen


wenn Getreide-Raps -Bauern über Fruchtfolge schwadronieren, kann ich mich eines Grienens nicht erwehren. :mrgreen:
Bei mir wirkt Arelon noch.
und bitte bei der Diskussion immer bedenken, es gibt auf der Welt nicht nur Hochertragsstandorte.


:?: :?: :o
grade die Monsantozüchtungen (roundupready und bt) konnten nur in den extensiven Niedrigertragslandwirtschaften des amerikansichen Kontinents ihren Sieg antreten.
Zuletzt geändert von Welfenprinz am Do Dez 11, 2014 18:58, insgesamt 1-mal geändert.
Norden, Süden, Westen, Osten, schöne Welt, doch voller Pfosten.
Pfosten, die die Zäune halten, Zäune, die die Menschen spalten.
Hoffnung bleibt, dass diese Pfosten eines Tages mal verrosten.
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Re: Unsere Schuld?

Beitragvon borger » Do Dez 11, 2014 18:50

Franz Henneken hat geschrieben:Totschlagsargumente helfen auch nicht weiter. Wer weiß, was ein Untergang sein könnte. Die Welt sollte schon so oft untergehen, dreht sich aber immer noch. Aber jeglicher Versuch, mich für diverse Chemikalien zu begeistern, war bislang sinnlos. Ich bin der Überzeugung, dass es nur mit, aber niemals gegen die Natur gehen kann. Wir Menschen müssen im Zweifel immer zurückstecken, die Natur wird uns sonst noch die Leviten lesen.

Totschlagargumente?
Welche Art der Kommunikation hat denn die gute Natur für den Menschen vorgesehen? Handy, PC, Internet wohl eher nicht.
Welche Fortbewegungsmöglichkeiten entsprechen der guten Natur? Also alles Motorgetriebene scheidet da wohl schon mal aus.
Die natürliche Ernährung wird beim Aldi gekauft? Das wird die Natur so kaum vorgesehen haben.

Also mal ehrlich, wo bist Du Naturmensch?
Versuche doch einfach mal ernsthaft, Dich selbst zu ernähren. Genügend Konzepte dafür hast Du ja schon gefunden. Ich schätze mal, es wird nicht viel bei rauskommen, aber vielleicht lernst Du dadurch die Arbeit anderer zu würdigen.
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Re: Unsere Schuld?

Beitragvon Franz Henneken » Do Dez 11, 2014 18:51

Hallo Leute :D !

Mal das Für und Wider gegenüber der Grünen Gentechnik weglassen, würde mal mein allererstes Posting und den Hauptkern dieses Threads wiederfinden: den unsachgemäßen Umgang mit jeglicher Agrochemie und dessen Auswirkungen auf die Menschen vor Ort, hier genauer Argentinien. Das ist hier völlig aus dem Blick geraten, es ist zur Haarspalterei geworden.

Die Frage zu Anfang war: Können wir es uns eigentlich noch leisten, auf Deuwel-komm-raus billig und hochgradig schädlich für Menschen Pflanzenprodukte zu importieren, um selbst billig erzeugen zu können, damit wiederum andere einerseits billig essen können und zugleich durch ordentlich hohes Konsumverhalten die Konsumgüterwirtschaft am Laufen halten können?

Wenn man diesen meinen Gedankengang rückwärts verfolgt, also bei der Konsumgüterindustrie anfängt, sind dann die Schäden anderswo als Kollateralschäden hinzunehmen, als ginge es nicht anders? Jetzt gebe bestimmt wieder den Moralapostel, der allen den hohen Lebensstandard verbieten will. Aber ist es denn nicht so, dass wir diesen Lebensstandard durch die anderswo wirksamen Nebenwirkungen selbst in Frage stellen und zur Karrikatur werden lassen? Und wie privat ist in diesen Auswirkungen unser Privatleben eigentlich? Kann man da eine so scharfe Grenze ziehen?

Wenn ich so die Auswirkungen sehe, kommen mir bei Privatvergnügen so einige Zweifel. Denn diese Vergnügen auf unserer Seite sind Leiden auf anderer Seite.

Gruß - Franz
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