Hier wird teilweise echt (lebens)gefährlicher Blödsinn verbreitet. Das kann man leicht tun, wenn man sein Leben im Stall und auf dem Schlepper verbringt, aber wenn man sich täglich im öffentlichen, städtischen Raum bewegt, dann sollte man heutzutage einen inneren Plan für solche Situationen wie Freitag in Mannheim haben. Wobei bei uns in der Gegend letztes Jahr zwei Fachkräfte einen Bauern vom Schlepper gezogen und übel zugerichtet haben (tatsächlich so passiert...).
Es kann sich jeder, der sich im öffentlichen Raum bewegt, in so einer Situation wiederfinden. Wenn man dann erst überlegt oder sogar wie hier geraten auf seine schwieligen Hände vertraut, dann gute Nacht...
Fakt ist einfach, dass in so einer Situation ein Fuchs im Hühnerstall unterwegs ist. Jeder hier weiß, wie es danach im Hühnerstall ausschaut...
Man kann ernsthaft keinem Huhn raten auf den Fuchs loszugehen. Nein, die Devise muss lauten Flucht, Flucht, Flucht.
Am Freitag waren tatsächlich drei oder vier Helden unterwegs, die sich wirklich füreinander eingesetzt haben. Es war aber großes, großes Glück im Spiel, dass die vielen Stiche, die sie kassiert haben, bis auf den Polizisten keine absolut gravierenden Folgen hatten.
Man sieht beim Betrachten der Videos, dass der Täter einfach den Überraschungseffekt auf seiner Seite hat, blitzschnell und geschickt (sodass man ihm nicht in den Arm greifen kann) und gezielt meist auf den Hals, Oberschenkel, Brustkorb (also auf die großen Blutgefäße und Organe) einsticht. Dabei absolut eiskalt (verzieht keine Miene, schreit nicht, etc.) und überlegt vorgeht. Er gibt sich selbst für jedes Opfer nur wenige Sekunden Zeit und rennt dann zum Nächsten. Ein Killer, der offensichtlich mental und körperlich auf genau diese Situation vorbereitet ist. Dabei nimmt er den eigenen Tod in Kauf, weil er ja weiß, dass Polizei mit Schusswaffen in der Nähe ist. Die ihm verbleibende Zeit will er nutzen, um soviele wie möglich abzuschlachten. Man sieht, es ist seine große Stunde, auf die er lange gewartet und auf die er hin trainiert hat.
Wenn man in der unmittelbaren Situation bzw. Nähe ist, wenn sowas losgeht, dann kann man natürlich nicht mehr viel machen. Dann braucht man extrem viel Glück um das zu überleben. Freitag hatten das gottseidank einige.
Wenn man außen am Marktplatz steht, dann erstmal natürlich Polizei verständigen (war in dem Fall nicht nötig, da die eh schon da war), dann abhauen.
Einzige Möglichkeit zum Eingreifen, die ich sehe: Mehrere (!), fitte, schnelle und mutige Männer, die irgendwelche längeren Werkzeuge, Stangen, etc. greifbar haben und dann aber wirklich geschlossen mit größtmöglicher Agressivität und Schnelligkeit auf die Bazille einprügeln, bis sich bei dem nichts mehr rührt...
Ich hätte in meiner alten Firma einige Kollegen gehabt, bei denen ich mir sicher wäre, dass der Typ tot gehauen wäre, wenn wir ne Baustelle neben dem Tatort gehabt hätten. Aber dass solche Leute in der Nähe sind, ist eher unwahrscheinlich.
Man sieht, dass am Freitag einer (offensichtlich auch Migrant, aus meiner Sicht natürlich kein Deutscher...) absolut heldenhaft den Täter schon zu Boden gerungen und den Messerarm fixiert hatte (während die Polizisten und Politessen daneben standen und zuschauten...). Dann kommt leider ein absoluter Voll... und prügelt auf den Helden ein. Der Polizist kommt dann dazu, hilft dem Helden und im Zuge dessen kommt die Bazille frei und setzt die fatalen Stiche in den Hals des Polizisten.

Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet