tyr hat geschrieben:Und was das Pflegesystem konkret betsrifft, wäre eine Wiederverstaatlichung ratsam, denn mit Deinen Pflegegeld finanzierst Du nicht unerheblich die hohen Gewinne der Sozialkonzerne, udn damit deren Eigentümer, die Renditen des Großkapitals...
Wir bekommen demnächst ein regionales Versorgungszentrum (RVZ). Das soll z.B. die Hausarztversorgung auf dem Land verbessern. Mal sehen, ob sich Ärzte finden werden, die dort dann als Angestellte arbeiten möchten. Aktuell sind bei mir wohl 3,5 Hausarztstellen unbesetzt und keiner will herkommen. Warum? Es gibt lukrativere Einkommensquellen für Ärzte. Da gilt es mal anzusetzen. Wir als Staat bilden zu horrenden Kosten Ärzte aus und diese suchen sich im schlimmsten Fall einen Job im Ausland oder arbeiten gar nicht in dem Arzt-Job. Ein Medizinstudium kostet den Steuerzahler inzwischen so über 200.000 Euro, was man so liest. Das würde ich an eine anschließende Arbeitspflicht koppeln.
Die Studienplätze würde ich auch nach Kontigent vergeben. Jeder Landstrich bekommt alle paar Jahre einen Studienplatz zur Vergabe zugeteilt. Dieser kann dann an Interessierte vergeben werden unter der Voraussetzung, daß sie anschließend auch dort auf dem Land arbeiten, also z.B. eine Hausarztpraxis übernehmen oder im RVZ/MVZ arbeiten.
Diese Medizinstudenten könnten dann schon während ihres Studiums immer mal wieder in einer örtlichen Praxis hospitieren, also eine engere Verzahnung von Theorie und Praxis.
Wer sich während der Studiums umentscheidet, zahlt.
So könnten junge Leute aus der Gegend, die gerne in der Gegend weiter leben und dort als Arzt arbeiten möchten, auch mit einem schlechten Abi Medizin studieren.
Hätten wir eine Dienstpflicht für junge Leute, dann könnten wir mehr ältere Mitbürger länger in ihren eigenen Vierwänden betreuen, ohne daß diese in ein Pflegeheim müßten.
Pflegeheim ist immer die teuerste Lösung, nicht nur für die Angehörigen sondern auch für die Plegekasse.
