@DST
Ich denke, du stellst es dir etwas einfach vor. Auch bei größeren Betrieben im Straßenbau ist es kein Standart! Manche arbeiten 4 Tage, manche 5 Tage an der Autobahn.
Stell dich 10 oder 12 Stunden am Tag, bei 30, 35 oder 40 Grad in die Sonne. Da wird die letzten Stunden nicht mehr wirklich effektiv gearbeitet und dann entstehen in diesen Phasen erst recht noch Fehler. Durch Erschöpfung!
Den Freitag braucht man da dann schon als Erholung. Die wenigsten werden da am Freitag nochmal 8 Std. zuhause obendrauf legen.
Kleine Betriebe, die bei Privatkunden arbeiten, bekommen zu hören, warum am Freitag nicht gearbeitet wird! Ist ja schließlich ein normaler Arbeitstag.
Flexibilität! Offenbar wird das nur vom AG erwartet. Wo bleibt die Flexibilität vom AN? Die Bereitschaft, wenn es mal brennt Überstunden zu machen, oder Samstags zu arbeiten geht gegen Null! Die Alten wollen nicht mehr, oder können nicht mehr und die Jungen haben keinen Bock.
Da wird man am Samstag von der Mami um 9.30 Uhr geweckt, damit man um 10 Uhr zusammen brunchen kann und um 13 Uhr schaut man auf den Zettel, den die Mami geschrieben hat, dass man sein Zimmer aufräumen soll. Und so schaut es aus!
Die Leute werden weniger, die Arbeit mehr und die Jungen haben keinen Bock.
Ich habe mich nicht getraut Nein zu sagen wenn mich der Meister gefragt hat, wie es am Samstag aussieht. Damals waren 160 Überstunden im Jahr wenig. Heutzutage wird gar nicht mehr gefragt, weil die Lehrlinge Samstags nicht arbeiten. Dementsprechend ist auch die Durchfallrate bei der Gesellenprüfung.

Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet
