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Wasser - Nahrung - Wüsten - Klima - sozialer Frieden

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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161 Beiträge • Seite 9 von 11 • 1 ... 6, 7, 8, 9, 10, 11
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Beitragvon SHierling » Mo Jun 29, 2009 18:23

Die verdienen von selber genug, weil wir blöd genug sind, das Zeug zu kaufen? Und nicht alle Länder nehmen die CC-Kontrollen so ernst wie die Deutschen. Gibt ja auch Ausnahmeregelungen für die armen Südstaaten.

Ich hab neulich bei so einem Bericht über die spanischen Plaste-und-Elaste-Felder an den Artikel gedacht, wo hier jemand die Wüste kultivieren wollte, kann leider den Thread mit dem link nicht wiederfinden - jedenfalls im Prinzip: Wüste abdecken, paar Jahre warten, und schon hat man unter der Abdeckung besten Boden, so in der Art. DEMNACH müßte ganz Spanien schon bald ein Regenwald sein ;)
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Beitragvon xyxy » Mo Jun 29, 2009 18:54

frankenvieh hat geschrieben:Das Gemüse und die Milch muss billig sein und wenn man was für den Regenwald tut, dann leert man ne Kiste krombacher. Mit 4 Cent Kosten für die Ladenmiete je Brötchen ist der Anteil von 1 Cent für Mehl untergeordnet.

Der deutsche Verbraucher hält sich mit seiner BILLIG Einstellung für clever,
Der deutsche Verbraucher wird am Beispiel Krombacher verarscht,
Der deutsche Verbraucher ist ein manipulierbarer Trottel ..... Depp

Rindviecher sind schlauer, als der Verbraucher :!:

Mmmhhh,btw...
Wofür könnte man denn spenden für ne Kiste EsL-Milch
oder Karton Butter?
Tankgutscheine beilegen?
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Beitragvon Timm » Mo Jun 29, 2009 19:15

xyxy hat geschrieben:Wofür könnte man denn spenden für ne Kiste EsL-Milch
oder Karton Butter?

Für die Bauern:

Bild
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Beitragvon SHierling » Mo Jun 29, 2009 19:48

Ja, schön. Aber mal im ernst: wenn der Verbraucher über die Steuern "spenden" soll, wo a) die Sachen halbwegs gerecht erhoben werden, b) mehr oder weniger gerecht verteilt und c) dafür auch noch Bedingungen zu erfüllen sind, die d) bestens kontrolliert werden, dann schreit er Zeter und Mordio.

Wenn aber "einfach" die Preise steigen - wie das hier ja dauernd angedacht wird, und wieder jeder Betrieb, jeder Bauer, Groß oder Klein, seine Kühe dafür anketten kann wie er will (denn ein Druckmittel über die Ausgleichszahlungen gibts dann ja nicht mehr), und nicht mal mehr ein Deut der ganzen Mühe auf der Packung zu erkennen ist, DAS solls dann sein???
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Beitragvon Timm » Mo Jun 29, 2009 21:17

Wer auf dieses Problem eine Lösung hat, wäre ein würdiger Nobelpreisträger. Aber hier treffen soviele Probleme aufeinander:

Bei Wegfall der Subventionen und entsprechender Preissteigerung trifft es Niedriglöhner und Arbeitslose zuerst - sozialer Unfrieden ist programmiert. Das wird also kein Politiker mitmachen, selbst wenn es nur um seine Wiederwahl geht.

Man kann lebensnotwendige Güter nicht zu Luxusgütern machen, was Preissteigerungen rechtfertigen würde. Unelastische (nicht absolut unelastische) Güter wurden ja schon angesprochen.

Die Umwelt-/Arbeitsauflagen sind weltweit nicht einheitlich, grad in Zeiten der Globalisierung. Da kann man ohne Subventionen hier in Deutschland noch so optimal produzieren, irgendein anderes Erzeugerland macht es seinen Landwirten einfacher, sch**sst dabei auf die Natur und setzt sich auf dem Markt durch den Niedrigpreis besser durch. Und damit hat nicht nur die Landwirtschaft zu kämpfen, das Problem hat mittlerweile fast jede Branche.

Das Hauptproblem ist aber, dass man ein Problem verstärkt, wenn man dafür ein anderes entschärfen könnte. Das wurde ja auch schon gesagt, wie sich Preissenkungen <-> Ressourcenschonung, Globalisierung <-> einheitliche Rahmenbedingungen usw. miteinander beißen.

Ich sehe keine Lösung (schade um den Nobelpreis :(),jedenfalls nicht für die komplette Branche. Einzelne Erzeuger können sich mit gutem Marketing sicherlich absetzen, siehe Bioprodukte. Aber das schließt dann leider auch viel Schall und Rauch mit ein.
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Beitragvon SHierling » Mo Jun 29, 2009 21:32

10 Pts
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Beitragvon maexchen » Mo Jun 29, 2009 21:44

Timm hat geschrieben:Die Umwelt-/Arbeitsauflagen sind weltweit nicht einheitlich, grad in Zeiten der Globalisierung. Da kann man ohne Subventionen hier in Deutschland noch so optimal produzieren, irgendein anderes Erzeugerland macht es seinen Landwirten einfacher, sch**sst dabei auf die Natur und setzt sich auf dem Markt durch den Niedrigpreis besser durch. Und damit hat nicht nur die Landwirtschaft zu kämpfen, das Problem hat mittlerweile fast jede Branche.

na, vllt kriegen wir den Weltmarkt doch noch verstanden. :wink:
maexchen
 
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Beitragvon hans g » Mo Jun 29, 2009 21:53

ein praktisches beispiel von mir:
ich bewirtschafte so ca.35 ha(kein pachtland) mit getreide und z-rüben(die fläche schwankt zwischen 30 und 40 ha wegen flächentausch)und mäste schweine aus zukaufferkeln(im moment ca.180 mastplätze belegt)
ein bekannter(ossi) in sachsen-anhalt hat 350 ha,davon ca. 300 gepachtet und baut nur getreide und z-rüben an.
der kann seine maschinen besser auslasten und hat WENIGER gebäude,als ich.
der hat über ne förderungsmassnahme der arge,jemanden eingestellt,der das ganze jahr bei ihm beschäftigt ist.
der bekommt genau das 10fache dessen,was ich als direktzahlung bekomme und ich bin der meinung,dass der min.diesen betrag als BETRIEBSGEWINN verbuchen muss--bei mir dagegen würde es verdammt schlecht laufen,wenn ich NUR die direktzahlung als gewinn verbuchen würde.
kann man diese beiden betriebe überhaupt vergleichen oder ist das auch nur ein beispiel für die VERZWICKTE SITUATION DER AGRARPOLITIK.
hans g
 
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Beitragvon SHierling » Mo Jun 29, 2009 22:01

Aber Hans - DU hast doch Deine Aktien!
Braucht man da überhaupt Ausgleichzahlungen? Die sollen schließlich Dein Einkommen ausgleichen, und nicht Deinen Besitz belohnen!
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Beitragvon DanielS. » Mo Jun 29, 2009 22:16

hans g hat geschrieben:ein praktisches beispiel von mir:
ich bewirtschafte so ca.35 ha(kein pachtland)



Oller Prahlhannes... :wink:
Du hast natürlich das Recht auf deine eigene Meinung, auch wenn sie falsch ist.
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Beitragvon hans g » Di Jun 30, 2009 6:20

....über geld redet man doch nicht :wink:
hans g
 
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Beitragvon Hoschscheck » Di Jun 30, 2009 9:46

schakschirak hat geschrieben:
Hoschscheck hat geschrieben:[Nicht zu früh freuen. Die Heckenschützen sind noch nicht in Stellung. Sicherlich werden ihre Nester dann auch noch ausgehoben, aber das bleibt meist nicht ohne Verluste.

Hoschscheck


Die Hürden sind sicher nicht einfach zu überwinden. Das wäre die EU selbst, die größte Hürde, die mit allen Mitteln versuchen wird die Preise unten zu halten, denen passt eine Mengenregulierung überhaupt nicht. Würde ja die Nahrungsmittelpreise anheben.
Allerdings steigt der Druck auf die EU unaufhörlich von allen Seiten an.

Die 2 Hürde ist einfacher zu stürzen, dass sind die von mir erwähnten 10 - 20% der Milchviehhalter, die aber staatlichen Vorgaben nichts entgegensetzen können und somit zum höheren Milchpreis gezwungen werden.


"29.06.2009
Fachausschuss Milch hält an Präsidiumsbeschluss fest
Ausgangspunkt für die außerordentliche Sitzung des Fachausschusses Milch war die desaströse Lage auf dem Milchmarkt.
Der Fachausschuss hat sich intensiv mit dem Vorschlag eines Kreisbauernverbandes befasst. Nach konstruktiver Debatte stellt der Fachausschuss fest, dass die Beschlüsse des Präsidiums des Thüringer Bauernverbandes (TBV) zur Lage am Milchmarkt vom 17.03.2009 weiterhin ihre Gültigkeit besitzen. Die hier aufgeführten Punkte sind auch im Positionspapier des DBV-Fachausschusses Milch vom 31.03.2009 wiederzufinden.
Unter Berücksichtigung der Entwicklung der letzten Wochen und Monate formuliert der TBV-Fachausschuss dazu ergänzend u.a. folgende Standpunkte:

Durch die EU-Kommission sind Maßnahmen zu treffen und Mittel bereitzustellen, um den größten Teil der Interventionsbestände bei Butter und Magermilchpulver auf Drittmärkten abzusetzen.
Durch die Bundesregierung sind kurzfristig die gesetzlichen Regelungen zu treffen für:
- Maßnahmen zur Kostenentlastung
- Einführung einer steuerfreien Risikoausgleichsrücklage"


http://www.tbv-erfurt.de/homeframe.htm

DAS ist wohl übrig geblieben. :roll:
Es kann nicht sein was nicht sein darf.

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Beitragvon SHierling » Di Jun 30, 2009 9:53

Nun macht doch nicht immer alles an der Milch fest, nur weil die gerade in den Medien ist. Wenn die Milch teuer genug wird, kaufen sich die Leute eben Saft und essen Wurst statt Käse, und dann gehts da weiter .... insgesamt macht das keinen Unterschied.
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Beitragvon Hoschscheck » Di Jun 30, 2009 10:31

SHierling hat geschrieben:Nun macht doch nicht immer alles an der Milch fest, nur weil die gerade in den Medien ist. Wenn die Milch teuer genug wird, kaufen sich die Leute eben Saft und essen Wurst statt Käse, und dann gehts da weiter .... insgesamt macht das keinen Unterschied.


Richtig Brigitta.

Der Konsument kann sich nur einmal satt essen.
Mit dem Menue das ihm jetzt gerade in dem Sinn kommt.
Und das hat nichts mehr mit regionalität und Gemüse der Saison zu tun.
Und von allem muss 11o Prozent vorhanden sein. Immer ausreichend und dadurch ja auch ausreichend billig. :roll: :wink:

Ein Teufel, der dadran drehen will.
Und dann auch noch zu seinem eigenem geldwerten Vorteil den Verbraucher/Konsument auspreßt.
Die Bauern saufen den Wein und der Verbraucher kann nur die Rosinen bekommen.

Wo steckt die Ironie im Beitrag?

Brigitta kann sie sehen.

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Beitragvon SHierling » Di Jun 30, 2009 11:10

Ich weiß ja nicht, was Du so unter "Überproduktion" verstehst, aber bei 110% bei einzelnen Produkten bekomme ich keine Bauchschmerzen, schon gar nicht bei lagerbaren. Muß ja nicht laufen wie bei den Renten, wo nach 3 Wochen Ausfall Ende Gelände ist.
Nur um mal bei Milch zu bleiben, was glaubst Du hat die Blauzungenkrankheit gekostet? Oder um wieviel die Erträge beim Futter im Jahr schwanken, je nach Wetter? Oder um wieviel der Absatz im Sommer und im Winter schwankt, je nach Produkt? Sowas ist insgesamt doch irrelevant, guckst Du da: http://tinyurl.com/l33dmg oder da:
http://www.dlz-agrarmagazin.de/index.php?redid=42496
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