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Wasser - Nahrung - Wüsten - Klima - sozialer Frieden

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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161 Beiträge • Seite 10 von 11 • 1 ... 7, 8, 9, 10, 11
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Beitragvon SHierling » Di Jun 30, 2009 11:59

Das ist doch ganz normale Marktwirtschaft. Beim Waschpulver interessiert sich auch seit 20 Jahren keine Sau mehr für die Tenside oder das Parfum, die machen jetzt das selbe Zeug als Pellets, Tabletten oder Globuli ...

Jedes "neue" Produkt - und wenn es 100mal aus den selben Inhaltsstoffen ist und 1000mal in einem "abgeschlossenen" Absatzmarkt verkauft wird sichert Dir halt ein Stück Marktanteil, das funktioniert schon, wenn Du das selbe Produkt zusätzlich unter einem zweiten Namen anbietest, und natürlich erst recht, wo jetzt "functional food" die neue Welle wird.

Ganz ohne Bezug zum Erzeuger ist das Ganze aber nicht - Du kannst drauf warten, das der Bereich Gene-Pharming auch auf sowas ausgedehnt wird - zB mit cholesterinsenkender Milch, und die Omega-3-Schweine in den USA gibts ja schon ... das ist nichts anderes. Und Nachtmilch, siehste, gibts doch auch schon, mit dem guten Melanin. Oder Heumilch, Sommerbutter - immer das selbe Prinzip (was dann von Leuten wie Jan oder Robiwahn hochgelobt wird als "das können die anderen ja auch machen, is wie Bio"), das aber die Konkurrenz INNERHALB des Lebensmittelmarktes einfach nur verstärkt, die Preise drückt, Akkumulation fördert, und insgesamt zu immer schlechterem Verdienst der Erzeuger insgesamt führt. Marktwirtschaft eben. Guck mal ins Joghurt-Regal ...
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Beitragvon maexchen » Di Jun 30, 2009 12:28

stimmt, schließlich "kreiieren" die auch noch sowas wie ESL-Milch. Und die will ja auch noch irgendwer produzieren dürfen ...

edit Bild
Zuletzt geändert von maexchen am Di Jun 30, 2009 13:01, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon SHierling » Di Jun 30, 2009 12:38

maexchen hat geschrieben:stimmt, schließlich "kreiieren" die auch noch sowas wie ESL-Milch. Und die will ja auch noch irgendwer produzieren dürfen ...

Nein, eben nicht "auch noch", sondern "statt dessen" - die Eselmilch bringt ja nicht "mehr Milch" auf den Markt, sondern ersetzt halt in erster Linie anteilig Frischmilch bzw H-Milch.
Genau das ist ja das Problem mit den "tollen Ideen", egal ob Bio, ESL, Omegas-3- oder Leasingschwein - alles für sich genommen eine nette Idee, aber insgesamt für den Lebensmittelmarkt bringt das alles absolut gar nichts, was Du an einer Ecke dazubekommst, fehlt Deinem Nachbarn.
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Beitragvon Wildmoser » Di Jun 30, 2009 17:33

Schimmel:

....und - wie lösen wir nun den Gordischen Knoten der Produktion und Vermarktung landw. Güter zum Wohle aller?


Brauchst bloß dein Schwert nehmen und ihn durchhauen den Knoten, den verreckten...
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Beitragvon Robiwahn » Di Jun 30, 2009 17:48

schimmel hat geschrieben:...
....und - wie lösen wir nun den Gordischen Knoten der Produktion und Vermarktung landw. Güter zum Wohle aller?

...


Je nachdem, was in deinen Augen das kleine Wörtchen "aller" umfasst, ist der Knoten größer oder kleiner :wink: .
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Beitragvon Hoschscheck » Di Jun 30, 2009 18:00

Hoschscheck hat geschrieben:
Wo steckt die Ironie im Beitrag?

Brigitta kann sie sehen.


Nein doch nicht. :roll:


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Probezeit bestanden! gez. Kanzlei Mossack Fonseca, Panama.
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Beitragvon hans g » Di Jun 30, 2009 18:26

SHierling hat geschrieben:Ich weiß ja nicht, was Du so unter "Überproduktion" verstehst, aber bei 110% bei einzelnen Produkten bekomme ich keine Bauchschmerzen, schon gar nicht bei lagerbaren.

beim schweinepreis reichen schon 100% produktion,um den preis"schlachtbranchenfreundlich"zu halten---bei unter 100% fangen die dann an, nervös zu werden und der preis steigt.
kommt aber in letzter zeit, dank der"fleissigen"schweinemäster,eher selten vor.
hans g
 
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Beitragvon meyenburg1975 » Di Jun 30, 2009 19:32

frankenvieh hat geschrieben:
meyenburg1975 hat geschrieben:Die mittelfristige Ölknappheit wird selbiges in schwindelerregende Preishöhen treiben. Alternative Energieträger wie z.B. Getreide werden dem folgen und auf die gesamte Lebensmittelkette durchschlagen mit z.T. wohl recht unangenehmen Folgen.


Biomasse als Energieträger nachdem Öl ist die Meinung vertrottelter Politiker die keine Ahnung haben. Biomasse muss als Rohstoff in die Chemie nach Öl oder Gas bzw. noch als Energieträger für industrielle technische Prozesse / Verarbeitung. Das das Öl bis Ende 2010 noch wesentlich anzieht glaube ich eher nicht. Also die 100 $ werden wir so schnell nicht sehen. Öl ist noch etwa 300 - 400 Jahre vorhanden. Gas noch länger.

Mit dem Land und Konzernen das ist so ne Sache. Bekanntlich waren die Kleinlandwirtschaften im Sozialimus jene die vor Hunger schützten und dort wo Hunger ist, ist das Land nicht richtig verteilt.


Angesichts der Überschrift dachte ich mehr an einen Zeitraum von 20 bis 30 Jahren und nicht bis übernächste Weihnachten.
In diesem Zeitraum wird das Erdöl für die individuelle Mobilität nicht nennenswert zu ersetzen sein und der Bedarf an Öl wird das Fördermaximum überschreiten und die Preise werden dementsprechend "abgehen". Da werden die 150 Dollar bisherige Preisspitze richtig billig gegen sein. Man wird dann auch verstärkt auf Getreide und Ölpflanzen zurückgreifen, ob man das nun vertankt oder in der Industrie als Alternative einsetzt spielt keine Rolle.
Die verknappung an Fläche und das Bevölkerungswachstum werden das zusätzlich belasten.

Ob die Landwirte davon profitieren können hängt massgblich am Eigentumsanteil der Flächen ab und speziell bei den Milchbauern auch von der GFLeistung. Bis dahin wird noch einiges an Wasser den Rhein runterfliessen und auch etliche Flächen den Eigentümer wechseln.
Land verkauft man nur wenn mans muss (dann hat vorher schon was falsch gemacht) oder wenn ein richtig gutes Angebot vorliegt.
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Beitragvon Robiwahn » Di Jun 30, 2009 20:50

schimmel hat geschrieben:...

genau:
den "Deutschen" Bauern ein auskömmliches Einkommen
dem "Deutschen" Verbraucher kostengünstige und hochwertige Lebensmittel
dem Steuerzahler geringe Belastungen
den Menschen in der Dritten Welt genug zum Überleben
allen Menschen eine intakte Umwelt
.....

Reini


Uih, der Knoten ist richtig, richtig groß.

Glaube da arbeiten schon einige Menschen an einigen dieser Teilknoten, aber 1.) haben sie noch nicht mal für ihre Teilknoten eine Lösung gefunden und 2.) müssten diese Teillösungen dann auch noch zusammen eine Lösung ergeben. Und das ist das Problem :(

Grüße, Robert
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Beitragvon maexchen » Di Jun 30, 2009 21:14

schimmel hat geschrieben:genau:
den "Deutschen" Bauern ein auskömmliches Einkommen
dem "Deutschen" Verbraucher kostengünstige und hochwertige Lebensmittel
dem Steuerzahler geringe Belastungen
den Menschen in der Dritten Welt genug zum Überleben
allen Menschen eine intakte Umwelt
.....

Reini

hört sich fast an wie das Paradies. :lol: :lol:
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Beitragvon maexchen » Mi Jul 01, 2009 8:43

Ich back da ganz kleine Brötchen. Bin zunächst schon mal froh, wenn man den Knoten als solchen erkennt. :wink:
maexchen
 
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Beitragvon SHierling » Mi Jul 01, 2009 9:37

dlf hat grade ne Diskussion über den Milchpreis - und natüüürlich mit einem meiner Lieblingsbeispiele, einem 25-Kuh-Bayern live ... als Beispiel für den Durchschnitt, 27ha, 3 (!!!) Arbeitsplätze. Sagt der.
Live-Stream gibts auch
http://www.dradio.de/

Und die schöne bayrische Kulturlandschaft und der wesentliche Teil der bayrischen Identität - ich wette 100:1 das das Wort Anbindung nicht vorkommt, statt dessen aber die "Alpenmilch" wieder sooooo gesund ist. NARF - wenn die Bauern selber schon am Bambi-Syndrom arbeiten wird das nie was.
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Beitragvon maexchen » Mi Jul 01, 2009 10:57

wenn die Bauern selber schon am Bambi-Syndrom arbeiten wird das nie was.

jjjja, wenn man mit der Wahrheit Marketing betreiben könnte ...
Funktioniert nu mal so wie bei Krombacher: Saufen für den Regenwald....

Heut morgen in der Zeitung: IG Lahn fordert Ausbau der Fischtreppen. --> Milch trinken für die Lachse.
vllt wird ja so ein Schuh draus ...
maexchen
 
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Beitragvon SHierling » Mi Jul 01, 2009 11:03

maexchen hat geschrieben:
wenn die Bauern selber schon am Bambi-Syndrom arbeiten wird das nie was.

jjjja, wenn man mit der Wahrheit Marketing betreiben könnte ...
Funktioniert nu mal so wie bei Krombacher: Saufen für den Regenwald....

Heut morgen in der Zeitung: IG Lahn fordert Ausbau der Fischtreppen. --> Milch trinken für die Lachse.
vllt wird ja so ein Schuh draus ...

Das hatten wir ja schon mal - da gibts eine ganze Menge, auch ohne Fich: Störche, Hamster, Trappen, Ortolane, warum solle nur die Naturschützer ihre kranken Heckrinder und Wasserbüffel irgendwo verhungern lassen - die Rinder der Bauern halten die Landschaft ja genauso offen, und das seit Jahrhunderten geprüft und belegt. ;) (ok, wenn sie denn draußen sind und nicht alles vertrocknet wie hier zur Zeit :( )

Und ich denke, man kann NUR mit der Wahrheit LANGFRISTIG gutes Marketing betreiben, denn alles andere schmiert Dir irgendwann sowieso foodwatch aufs Brot, und dann sitzt Du mit genau dem schlechten Ruf da , den die normalen Landwirte heute haben, weil sie eben keine Bambi-Betriebe sind.
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Beitragvon SHierling » Mi Jul 01, 2009 13:13

schimmel hat geschrieben:...das mit der Kulturlandschaft geht mir schon lange auf den Zeiger. Im Umkehrschluss müsste es ja bedeuten, dass z.B. die Brandenburgische Landschaft eine Agrarsteppe sonder gleichen ist, weil die Durchschnittsbetriebsgröße bei über 200 Kühen liegt...
Diese Argumentationskette ist die nächste, die zusammenbricht.

eini
Ich bin mal vor Jahren mit einer Biologin rumgefahren - die kam aus NRW und hat hier ihre Diplomarbeit geschrieben über Ortolane (sind Vögel, da sind se ausgestorben, hier gibts noch welche) und brauchte jemand, der ihr Roggen von Weizen unterscheiden konnte ;)
Deutlich zeigt sich hier, wie auch bei anderen Feldvogelarten, dass die Bestände in der ehemaligen DDR noch stabiler sind als die in den alten Bundesländern.
Die DDR sowie die anderen ehemals kommunistischen Länder Osteuropas stellten ein Lichtblick für Vogelfreunde dar. Dort gibt es auch heute (noch) viele der in Westeuropa in ihrem Bestand stark bedrohten Feldvogelarten.
(c: Vera Bellenhaus, Verwaiste Landschaft, 2007)
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