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Weizenaussaat

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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Re: Weizenaussaat

Beitragvon Crazy Horse » So Okt 13, 2013 7:45

1056xl hat geschrieben:Hallo
@ Crazy Horse, wie versprochen:
Foto0521kl.jpg


MfG. 1056xl



Ja klar, so sieht das dann aus, wenn die virusgeschädigten Pflanzen nicht mehr ins Schossen kommen (wenn sie nicht schon vorher ausgewintert sind)!
Nach dieser unliebsamen Erfahrung, die ich im Herbst 2007 machen musste, hab ich das Jahr darauf nur Manta Plus gebeiztes Saatgut ausgesät (war jetzt auch nicht so billig). Als die nach einem Jahr verboten wurde, bin ich mit der Saatzeit nach hinten gegangen und hab keine Wintergerste mehr vor Ende September gesät.
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Re: Weizenaussaat

Beitragvon 1056xl » So Okt 13, 2013 8:11

Hallo,

Noch zwei :)
Foto0522kl.jpg
Foto0525kl.jpg


War natürlich so trocken das der ausgebrachte KAS auch nur zögerlich kam :wink:

MfG 1056xl
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Re: Weizenaussaat

Beitragvon Todde » So Okt 13, 2013 10:25

Wini hat geschrieben:Wenn man sich die Grafik so anschaut, möchte ich nach wie vor behaupten, daß die Saatstärke bei
Winterweizen, in Körner/m² gemessen, in weiten Bereichen eigentlich ziemlich wurst ist.
Oder anders herum, ob man 300 Körner sät oder 500, macht letztlich am Ertrag nur wenig aus.

Nur eins ist sicher, wer dicker sät wird auch mehr ernten, so interpretiere ich diese Kurven.


Da fehlt mir dann der Preis für Deinen Weizen, wenn ich 250 Körner Z-Saatgut mehr drille, dann kostet das für durschnittlich 2dt mehr einfach zu viel.
Nicht zu vergessen die zusätzlichen Aufwendungen für Halmkürzer etc.
Sollte sich der Bestand dann noch bestocken und zu viele ährentragende Halme hochziehen wird es dann auf den meisten Böden ganz in die Hose gehen und
man erntet ordentliches Schmachkorn.
Und wenn ich mir bei einem Züchter die Aussaatmenge suche, dann liegt die für unsere Region immer 20% über der, der Kammerempfehlung. Ein Züchter will ja auch
was verkaufen. 500Körner wird Dir aber sicher kein Züchter Anfang Oktober empfehlen.
Viel hilft viel scheint Deine Devise, im Portmonnaie passen aber keine dt/ha.

Geh doch mal auf KWS und lass Dir für Deine Region mal Empfehlungen geben -> http://www.kws-lochow.de/aussaatstaerke.html
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Re: Weizenaussaat

Beitragvon julius » So Okt 13, 2013 20:31

Todde hat geschrieben:
Wini hat geschrieben:Wenn man sich die Grafik so anschaut, möchte ich nach wie vor behaupten, daß die Saatstärke bei
Winterweizen, in Körner/m² gemessen, in weiten Bereichen eigentlich ziemlich wurst ist.
Oder anders herum, ob man 300 Körner sät oder 500, macht letztlich am Ertrag nur wenig aus.

Nur eins ist sicher, wer dicker sät wird auch mehr ernten, so interpretiere ich diese Kurven.


Da fehlt mir dann der Preis für Deinen Weizen, wenn ich 250 Körner Z-Saatgut mehr drille, dann kostet das für durschnittlich 2dt mehr einfach zu viel.
Nicht zu vergessen die zusätzlichen Aufwendungen für Halmkürzer etc.
Sollte sich der Bestand dann noch bestocken und zu viele ährentragende Halme hochziehen wird es dann auf den meisten Böden ganz in die Hose gehen und
man erntet ordentliches Schmachkorn.
Und wenn ich mir bei einem Züchter die Aussaatmenge suche, dann liegt die für unsere Region immer 20% über der, der Kammerempfehlung. Ein Züchter will ja auch
was verkaufen. 500Körner wird Dir aber sicher kein Züchter Anfang Oktober empfehlen.
Viel hilft viel scheint Deine Devise, im Portmonnaie passen aber keine dt/ha.

Geh doch mal auf KWS und lass Dir für Deine Region mal Empfehlungen geben -> http://www.kws-lochow.de/aussaatstaerke.html


Ich hab da eine etwas andere Meinung, unabhängig vom Ertrag.
Nehmen wir an es wird dichter gedrillt. Dichtere Saat gibt immer mehr Stroh. Je ha veranschlage ich bei WW 250Euro/ha Strohertrag. Entweder über einen Verkauf ab Feld oder es bleibt auf dem Feld als Dünger und Humusaufbau.

Gibt nun eine dichtere Saat nur 20 % mehr Stroh, sind das in meinem Fall 50 Euro/ha Mehrertrag. Nur damit könnte ich je ha schonmal fast 100 kg Saatgut mehr drillen und hätte keine Mehrkosten. Der höhere Getreideertrag bei höherer Saatstärke noch nicht berücksichtigt.
Ich habe meinen WW anfang Oktober mit 360 Kö/m² gedrillt. Das ist die Höchstgrenze welche sich für mich finanziell allemal noch rechnet.

Ich wundere mich eh immer, wie einige Berufskollegen ihr Stroh günstig verscheppern und dann mit hohem Kostenaufwand ( Zeit, Saatgut, Düngung, Maschinenkosten ) Zwischenfruchtanbau betreiben, denn sie dann auch noch mulchen dürfen.
julius
 
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Re: Weizenaussaat

Beitragvon ackerbauer80 » So Okt 13, 2013 20:57

Nehmen wir an es wird dichter gedrillt. Dichtere Saat gibt immer mehr Stroh. Je ha veranschlage ich bei WW 250Euro/ha Strohertrag. Entweder über einen Verkauf ab Feld oder es bleibt auf dem Feld als Dünger und Humusaufbau.

Gibt nun eine dichtere Saat nur 20 % mehr Stroh, sind das in meinem Fall 50 Euro/ha Mehrertrag. Nur damit könnte ich je ha schonmal fast 100 kg Saatgut mehr drillen und hätte keine Mehrkosten. Der höhere Getreideertrag bei höherer Saatstärke noch nicht berücksichtigt.


Bei bei Frühjahrestrockenheit bringen dichte Bestände viel Stroh aber wenig Körner oder kleine Körner.
Wenn man das Stroh verkaufen kann oder will geht die oben genannte Rechnung ja vielleicht auf. Die Rechnung mit dem Dünger allerdings nicht, denn den Düngewert, den das Stroh hat, ist auch zuvor dem Boden entzogen worden. Wird das Stroh verkauft muss bei dichten Beständen auch mehr (Kali) aufgedüngt werden.
Eine monitäre Bewertung des Humusaufbaus halte ich für schwierig.

Ich persönlich bin ein Freund von dünneren Beständen, die lassen sich besser führen und bringen in der Regel durch hohe TKM und hohe hl-Gewichte ebenso hohe in trockenen Jahren teils höhere Erträge als dichte Bestände.
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Re: Weizenaussaat

Beitragvon Welfenprinz » Mo Okt 14, 2013 14:33

Bernburg ist Kontinentalklima mit kaltem trockenem Winter Ein Kollege , der da wirtschaftet , hat schon mal erlebt, dass da novemberweizen im April erst aufgelaufen ist. 40 dt/ha.
WEnig Bestockung und- was wichtiger ist- sehr wenig Ährchendifferenzierung und -anlage - im Winter.

Ein Standort, den man auf wirklich nciht auf die meisten Standorte Deutschlands einfach so übertragen kann.

500 Kö würde ich ncith mal Weihnachten drillen. 440 ist Maximum.
Norden, Süden, Westen, Osten, schöne Welt, doch voller Pfosten.
Pfosten, die die Zäune halten, Zäune, die die Menschen spalten.
Hoffnung bleibt, dass diese Pfosten eines Tages mal verrosten.
http://pulseofeurope.eu
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Re: Weizenaussaat

Beitragvon Wini » Di Okt 15, 2013 21:26

Ihr rechnet immer mit Z-Saatgut. Bei Nachbau ist vermutlich die Beize das Teuerste.
Ich kennen niemanden, der bei uns vollflächig Z-Saatgut ausbringt.

Bei Dünnsaat ist übrigens auch die Verteilung in der Reihe problematisch.
Bei meiner Sämaschine kommt es zu mehr oder weniger Haufenbildung, d.h. bei dünnerer Saat habe ich oft größere Pflanzenabstände, die
später noch als Lücken sichtbar sind. Auch dies versuche ich durch eine stärkere Saat zu kompensieren.

Gibt es eigentlich Statistiken zu Ertragsunterschieden im Vergleich zur Einzelkornsaat ?
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Re: Weizenaussaat

Beitragvon ackerbauer80 » Di Okt 15, 2013 21:38

Also ich säe egal ob Z-Saatgut oder Nachbau die gleiche Saatstärke.
Auch Nachbausaatgut kostet Geld (wobei die Beize nur ein Viertel des Preises ausmacht auch wenn man die volle Aufwandmende von 200 ml Rubin pro dt Weizen zudosiert)
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Re: Weizenaussaat

Beitragvon ICH BIN'S » Di Okt 15, 2013 22:16

Hallo,


Wenn ich richtig rechne, ist Nachbausaatgut teurer als Z-Saatgut.
WW gekauft als Z-Saatgut: 63€/Dt plus Steuer. Lieferung frei Hof inbegriffen.
Nachbausaatgut: Getreidewert (WW): Ca 20€/Dt. Reinigen und Beizen : 15€/Dt (bei uns beim Landhandel), Premiumbeize oder Sonderwünsche sind teurer.
Extra logistischer Aufwand beim dreschen (Saatgut separat dreschen, wegfahren und lagern), dann extra zum Landhandel zum reinigen/beizen, wieder heimfahren, Wartezeit beim Händler. TKG und KF bestimmen. Sämaschine extra befüllen und abdrehen. Ich rechne da den Zeitaufwand für meine Menge mit ca. 8 Stunden für den gesamten Bedarf an Saatgut für WW (ich verarbeite ca. 2 Tonnen Saatgut; Stundenlohn setze ich mal mit 50€ an) Traktorstunden (3 Stunden a 80€/stunde um zum Landhandel zu fahren zum reinigen/beizen) usw sind auch zu berücksichtigen. Bei Z-Saatgut trete ich den Landhandel auf die Füße wenn was nicht stimmt (zB mit der KF), geht bei Nachbausaatgut nicht. Nachbaugebühren für Saatgut sind auch fällig (ca. 4€/dT.) Hat man eine Sorte erwischt zum Nachbauen die nicht gefällt, musst du trotzdem Saatgut kaufen, dann war der Aufwand für die Katz. Bin dann bei ungefähr 70€7dT Saatgut...

Wenn ich das dann alles umlege, kostet mich der Dt Nachbausaatgut mindestens genau so viel, oder sogar mehr.


MfG
Früher hatte ich Zeit und Geld. Jetzt habe ich Landwirtschaft...
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Re: Weizenaussaat

Beitragvon 1056xl » Di Okt 15, 2013 23:26

Hallo
Ich sähe bei nachbau so ca 10% mehr. :D

@ ICH BINS

Ich rechne des anders. 63€ x 20dt= 1260€+Mwst. (must du schon mal 63dt verkaufen bei 20€, bei 15€ sinds schon 84dt :roll: :roll: )
-"18€ fürs reinigen und beitzen bei unserm Landhandel", das passt also.

-"Extra logistischer Aufwand beim dreschen (Saatgut separat dreschen, wegfahren und lagern), dann extra zum Landhandel zum reinigen/beizen", gut, kann man so sehen.

-"Wartezeit beim Händler. TKG und KF bestimmen. Sämaschine extra befüllen und abdrehen". :roll: kann man meiner Meinung nach nicht aufs Nachbausaatgut aufschlagen :roll: :roll:

-"Traktorstunden (3 Stunden a 80€/stunde um zum Landhandel zu fahren zum reinigen/beizen)" :wink: gut ,ist ok, geht aber auch billiger (80€/Stunde :?: :?: ).

-"Bei Z-Saatgut trete ich den Landhandel auf die Füße wenn was nicht stimmt (zB mit der KF), geht bei Nachbausaatgut nicht". :? Ich hab noch nie Saatgut, egal ob Z- oder Nachbau,bei dem etwas nicht gepasst hat, und wenn beim Nachbausaatgut was net passt hast du selber geschlampt :shock: :shock:
Und was macht der Landhandel wenn was nicht simmt :?: :?: :shock: :shock:

-"Nachbaugebühren für Saatgut sind auch fällig (ca. 4€/dT.)" ist klar :mrgreen:

-"Ich rechne da den Zeitaufwand für meine Menge mit ca. 8 Stunden für den gesamten Bedarf an Saatgut für WW (ich verarbeite ca. 2 Tonnen Saatgut;
Stundenlohn setze ich mal mit 50€ an) " :roll: :roll: kannst du irgentwo 50€ /Stunde verdienen :roll: :roll: ,
ich würde sofort mit der Landwirtschaft aufhören und den Jop annehmen. :D :D

So teuer wie Z-Saatgut ist Nachbau mit Sicherheit nicht, extrem billiger aber auch nicht, und bei höheren Getreide-preisen (25€) siehts wieder anders aus wobei dann
meistens die Saatgutpreise auch mit anziehen. :evil:

Z-Saatgut nehme ich auch jedes Jahr etwas um neue Sorten zu versuchen, zu ca 80% neme ich aber Nachbausaatgut.

MfG. 1056xl

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Re: Weizenaussaat

Beitragvon ICH BIN'S » Mi Okt 16, 2013 8:01

Hallo,

-"Extra logistischer Aufwand beim dreschen (Saatgut separat dreschen, wegfahren und lagern), dann extra zum Landhandel zum reinigen/beizen", gut, kann man so sehen.
Ich verkaufe mein Getreide ab Hof (Steckengeschäft, Abholung LKW-weise). WW kommt in derHalle, und brauche ca. 35 Minuten den LKW zu verladen. Zum Landhandel fahre ich nie um Getreide zu liefern. Deswegen der extra-Aufwand mit lagern, hinfahren usw.


-"Wartezeit beim Händler. TKG und KF bestimmen. Sämaschine extra befüllen und abdrehen". kann man meiner Meinung nach nicht aufs Nachbausaatgut aufschlagen
Doch: Wenn ich Z-Saatgut kaufe, dann will ich Partien haben mit einheitlicher Sorte, KF und TKG. Einmal abdrehen (gut, zwischendurch zur Kontrolle auch noch mal, aber das muss ich beim Nachbau auch), und drillen.

Traktorstunden (3 Stunden a 80€/stunde um zum Landhandel zu fahren zum reinigen/beizen)" gut ,ist ok, geht aber auch billiger (80€/Stunde
Rechne mal die Vollkosten aus. wenn du dann noch was verdienen willst, musst du das haben.

-"Bei Z-Saatgut trete ich den Landhandel auf die Füße wenn was nicht stimmt (zB mit der KF), geht bei Nachbausaatgut nicht". Ich hab noch nie Saatgut, egal ob Z- oder Nachbau,bei dem etwas nicht gepasst hat, und wenn beim Nachbausaatgut was net passt hast du selber geschlampt
Und was macht der Landhandel wenn was nicht simmt
Hier im Ort schon gehabt: Saatgutlieferant hat neues Saatgut bezahlt sowie die Kosten für die neue Aussaat übernommen. Sind wohl versichert dagegen.

-"Ich rechne da den Zeitaufwand für meine Menge mit ca. 8 Stunden für den gesamten Bedarf an Saatgut für WW (ich verarbeite ca. 2 Tonnen Saatgut;
Stundenlohn setze ich mal mit 50€ an) " kannst du irgentwo 50€ /Stunde verdienen ,
ich würde sofort mit der Landwirtschaft aufhören und den Jop annehmen.
wenn ich selber fahre vielleicht recht hoch angesetzt. Muss ein Fahrer hin, kostet die Stunde so viel.

MfG
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Re: Weizenaussaat

Beitragvon glueck » Mi Okt 16, 2013 9:04

ICH BIN'S hat geschrieben:Hallo,

-"Extra logistischer Aufwand beim dreschen (Saatgut separat dreschen, wegfahren und lagern), dann extra zum Landhandel zum reinigen/beizen", gut, kann man so sehen.
Ich verkaufe mein Getreide ab Hof (Steckengeschäft, Abholung LKW-weise). WW kommt in derHalle, und brauche ca. 35 Minuten den LKW zu verladen. Zum Landhandel fahre ich nie um Getreide zu liefern. Deswegen der extra-Aufwand mit lagern, hinfahren usw.


-"Wartezeit beim Händler. TKG und KF bestimmen. Sämaschine extra befüllen und abdrehen". kann man meiner Meinung nach nicht aufs Nachbausaatgut aufschlagen
Doch: Wenn ich Z-Saatgut kaufe, dann will ich Partien haben mit einheitlicher Sorte, KF und TKG. Einmal abdrehen (gut, zwischendurch zur Kontrolle auch noch mal, aber das muss ich beim Nachbau auch), und drillen.

Traktorstunden (3 Stunden a 80€/stunde um zum Landhandel zu fahren zum reinigen/beizen)" gut ,ist ok, geht aber auch billiger (80€/Stunde
Rechne mal die Vollkosten aus. wenn du dann noch was verdienen willst, musst du das haben.

-"Bei Z-Saatgut trete ich den Landhandel auf die Füße wenn was nicht stimmt (zB mit der KF), geht bei Nachbausaatgut nicht". Ich hab noch nie Saatgut, egal ob Z- oder Nachbau,bei dem etwas nicht gepasst hat, und wenn beim Nachbausaatgut was net passt hast du selber geschlampt
Und was macht der Landhandel wenn was nicht simmt
Hier im Ort schon gehabt: Saatgutlieferant hat neues Saatgut bezahlt sowie die Kosten für die neue Aussaat übernommen. Sind wohl versichert dagegen.

-"Ich rechne da den Zeitaufwand für meine Menge mit ca. 8 Stunden für den gesamten Bedarf an Saatgut für WW (ich verarbeite ca. 2 Tonnen Saatgut;
Stundenlohn setze ich mal mit 50€ an) " kannst du irgentwo 50€ /Stunde verdienen ,
ich würde sofort mit der Landwirtschaft aufhören und den Jop annehmen.
wenn ich selber fahre vielleicht recht hoch angesetzt. Muss ein Fahrer hin, kostet die Stunde so viel.

MfG


Man kann es sich rechnen wie man möchte. Bei den 50€ vom Fahrer noch die 80€ vom Schlepper dazu . . .

Ich zb. fahre die 1/2 vom Getreide eh nach Hause, also brauche im mir nur zu merken aus welchem Silo ich die Nachsaat ziehen möchte.
Die lade ich auf den Hänger ca. 20-30 min,
mache einen Termin beim Landhandel 2min,
fahre zum Landhandel und liefer ab 20min, das kombiniere ich noch mit einer anderen Besorung vom Landhandel aber egal. Der Hänger bleibt beim Lanhandel
abholen vom Hänger mit dem aufbereiteten Saatgut 10 min

So komme ich auf ca. 1 Std. davon meinetwegen eine 1/2 Schlepperstunde, bei deiner 50€ bzw. 80€ Rechnung, komme ich dann also auf max. 90€ Logistikkosten pro Partie (1x50€+0,5x80€)
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Re: Weizenaussaat

Beitragvon ICH BIN'S » Mi Okt 16, 2013 9:48

Hallo,

Ich fahre mit dem Traktor 1 Stunde zum Landhandel (und auch wieder 1 Stunde zurück). Dann stand als ich das letzte mal da war, irgendeiner da, der sein etreide von Hand vom PKW-Anhänger schaufeln musste. Wieder 1 Stunde weg. Reinigungsqualität ist auch so eine Sache, da läuft das Zeugs halt eben 2 Mal durch den Vorreiniger.
Wird zwischendurch noch etreide beim Handel verladen, geht das vor, schon noch mehr Wartezeit.
Silos habe ich keine, nur Flachlager. Ich weiß nachher nicht mehr, wo was liegt.

Ich wollte nur aufzeigen, dass in meinem Fall, Nachbau nicht unbedingt billiger ist. Ich fahre gut mit meinem 100% igenZ-saatgutwechsel, und werde dabei vorerst auch bleiben.


MfG
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Für den einen Hop für den anderen Top

Beitragvon glueck » Mi Okt 16, 2013 10:09

Genau das ist der Punkt.
Da ist wie mit den Äpfeln und Birnen . . . die darf man nicht 1:1 vergleichen.
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Re: Weizenaussaat

Beitragvon Crazy Horse » Mi Okt 16, 2013 13:20

Die Kosten für die Logistik relativieren sich doch, wenn man gleich mehrere Tonnen zu reinigen und beizen hat. Da kann man dann auch mal ne halbe Stunde länger zum Landhandel fahren oder vor Ort mal ne Viertelstunde warten. Bei uns geht ohnehin alles auf Termin.

zu den Kosten:

Weizen: 20€/dt
Reinigen und Beizen: 16€/dt
Nachbaugebühr: 6,25€/dt
+ logistischer Aufwand (in Abhängigkeit von der aufbereiteten Saatgutmenge): ca. 2-3€/dt

Dann bin ich in etwa bei 45€/dt. Wenn das Z-Saatgut 65€/dt kostet, hab ich bei eigenem Nachbau eine Kostenersparnis von 20€/dt (ca. 30%). Die zusätzliche Arbeitszeit (sind gute 2h) rechne ich nicht mit ein, weil ich in Absprache mit der Genossenschaft den Termin so setze, dass ich auch Zeit hab.

Ich könnte auch umgekehrt rechnen: Ich brauch etwa 5to Saatgut für 30ha. Das sind 50dt mit einer Kostenersparnis von 20€/dt. Das ergibt summa sumarum 1000€, die das Nachbausaatgut erstmal billiger ist. Der zeitliche Aufwand (6-Tonner volldreschen und zum Putzen und Beizen zur Genossenschaft fahren, wo das Saatgut dann in Big Bags abgefüllt wird) ist hingegen vergleichsweise gering.

Wenn mich das 2,5h Arbeitszeit kostet, müsste ich mind. 400€/h außerlandwirtschaftlich verdienen, damit sich das mit dem Nachbau für mich nicht mehr rechnet.
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