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welche Weizensorte

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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389 Beiträge • Seite 3 von 26 • 1, 2, 3, 4, 5, 6 ... 26
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Re: welche Weizensorte

Beitragvon DX 4.30 » So Jul 31, 2011 17:09

MF4355 hat geschrieben:Baut dieses Jahr jemand Hybridweizen an? Das würde mich sehr interessieren, da wir am überlegen sind, welchen anzubauen. Vor allem der Ertrag würd mich interessieren. Auf unserem leichten Land (25BP) wird das sonst nämlich nichts mit Weizen, obwohl der Raps dort dieses Jahr hervoragend steht.

Habt ihr schon mal sorten gemischt angebaut? Wenn ja mit welchem ergebnis?


Ja ich baue wieder Hydridweizen an, habe im letzten Jahr Hybred auf leichten Sandboden gehabt, 55dt/ha liegt bei mir gleich auf wie Triticale, also habe da kein Unterschied feststellen können von der Menge, Qualität ist aber Backweizen gewesen, deswegen habe ich ihn wieder rein genommen, habe ihn dieses Jahr auf moorigen Boden, früh im September 2010 gesät und ist leider noch nicht reif steht wie eine eins, vom Ertrag denke ich liegt er bei min. bei 80dt/ha.

Ansonsten habe ich Türkis, JB Asano und Brilliant angebaut, der Asano sieht zwar immer schön aus mit seiner großen Ähre, aber ich glaube bei mir macht dieses Jahr wieder Türkis das Rennen, Qualität und Ertrag stimmen immer.

Gruß
DX 4.30
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Re: welche Weizensorte

Beitragvon 1055 » Mo Aug 01, 2011 18:40

@briearn

ich komme aus dem östlichen brandenburg, und habe einen trockenstandort mit ca 25-30 BP, dieses jahr kam nach mais die sorte pegasos aufs feld, da ich den günstig bekommen hatte.
dem pagasos sagt man ja gute fusarium resistenzen nach, was ich auch nur bestätigen kann, ich hatte nur mit ein wenig mehltau im unteren bereich des blattes zu tun.
ich sag mal so, wäre es ein normales jahr in brandenburg geworden, mit normalen niederschlägen, hätte ich sicher 60dt/ha erwarten können, aber nach dem jahr, bin ich froh und zuversichtlich noch 40dt/ha zu bekommen. ansonsten würde ich den pagasos gern mal an einem normalen jahr auf dem standort probieren.
die andere fläche ist schon guter bode,mit ca 60-70BP im oderbruch, dort steht dieses jahr auch nach mais die sorte toras, von dem bin ich super begeistert, habe selten so einen gesunden weizen (ohne ährenfusarium ausgekommen)gesehen. der ertrag wird sicherlich bei 80dt/ha liegen, was auf dem standort schon klasse ist:)

beide sorten sind mit 1,5l wachstumsregler ausgekommen, und haben kein lager.

ein benachbarter landwirt hat auf sehr schwachem standort (ca 20BP) die sorte brilliant stehen gehabt, schon im frühjahr sah man das der gut wird, super bestockung, auch die frühjahrstrockenheit hat er sehr gut verkraftet, und das mit 25 BP.
was der nachbar aber meinte, ist das er die erste N gabe sehr stark geben musste.
geerntet hat er übrigens vor gut 1 woche gute 60dt/ha.

Fazit:
mit dem pegasos und toras hab ich 2 sorten die ich immer wieder nehmen würde, und sehr neugierig bin ich auf den brilliant.
mal schauen, vielleicht hol ich mir vom nachbarn 1 to und lass den aufbereiten.
„ Wer bewirkt, dass dort, wo bisher ein Halm wuchs, nun mehr zwei Halme wachsen, der hat mehr für sein Volk getan als ein Feldherr, der eine Schlacht gewann“ (Friedrich der Grosse)

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Re: welche Weizensorte

Beitragvon NobbyNobbs » Mo Aug 01, 2011 22:43

Wenn das so einfach wäre! Leider steht jedes Jahr jede Sorte anders da. Bestes Beispiel ist dieses Jahr die relativ alte B-Sorte 'Dekan'. ...er wurde hier die letzten Jahre immer noch sehr häufig angebaut und ich habe nie verstanden, warum. Ertraglich war er doch eher unterdurchschnittlich, wohl aber unkompliziert in der Bestandesführung und ertragstreu. Dieses Jahr allerdings sieht er mit am besten aus, währenddessen Kracher aus den letzten Jahren wie "Julius" oder "Hermann" Elend wiederspiegeln...
Aus genau diesem Grund, weigere ich mich auch die Meinung der ostdeutschen Großbetriebe mit 1000,2000,3000 ... ha zu akzeptieren, die argumentieren und sich darüber kaputtlachen, dass wir "Wessis" mit 100, 200 oder 300 ha unterschiedliche Sorten anbauen. Dass es dabei aber auch einfach um Risikominimierung geht, verstehen die nicht. Jedes Jahr überrascht eine andere Sorte auf's Neue, daher setze ich auch weiterhin alles ein. Frühe, Mittlere, Späte, Kurze, Lange, Gesunde, Kranke, Einzelähren-, Bestandesdichte-, Korndichtetypen und so weiter und sofort. Dann sind nämlich garantiert auch die einen oder anderen Kracher dabei, welche in schlechten Jahren den Schnitt anheben können.
Bestes Beispiel ist da das aktuelle Jahr... Nach 2009/2010 konnte man es doch hier verfolgen. Jeder schrie auf einmal nur noch "Frühreife Sorten, nichts anderes mehr! Diese Scheiße hier mit der Trockenheit in der Kornfüllphase- das muss ein Ende haben. Die Frühen sind dann ja schon fertig, wenn die Späten erst ihre Körner ausfüllen und ihnen das Wasser ausgeht. Keine Wunder, dass mit den späten Sorten nur Schiffbruch zu erleiden ist..." --> Und dieses Jahr? Nach DER Abreifephase, mit derart viel Wasser ab Blüte und unendlich langem Abreifen+ dem geringen Krankheitsdruck, macht dieses Jahr jede spätere Sorte sicherlich deutlich mehr Ertrag als die Frühreifen. Da geb ich Brief und Siegel drauf. Sorten wie "Premio", "Nirvana" usw., die einfach generell viel weiter in der Entwicklung sind als andere Sorten ( - ich meine nicht in der Reife, da sind es wenige Tage. Aber wenn ein Nirvana das Fahnenblatt schiebt, hat ein Tabasco grade erst einmal auf "Oh, stimmt! Wir haben Langtagbedingungen, ich muss schossen" umgeschaltet - ) haben dieses Jahr konsequent auf die Mütze bekommen. Dann, als die Sorten dieses Jahr zeigen konnten, was sie können- nämlich ab der Blüte- war klar, dass die Späten sich 2011 wieder deutlicher von den Frühen abheben werden.
Zuletzt geändert von NobbyNobbs am Mo Aug 01, 2011 23:00, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: welche Weizensorte

Beitragvon Falk » Mo Aug 01, 2011 22:48

Bei Dir mag das stimmen, aber hier bei mir kam der regene auch für die späten zu spät!
Deswegen nehme ich an das der frühe weizen deutlich abheben wird von dem rest!
Woher soll Ich wissen was Ich denke, bevor Ich nicht gehört hab was Ich sage!?
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Re: welche Weizensorte

Beitragvon NobbyNobbs » Mo Aug 01, 2011 22:52

Falk hat geschrieben:Bei Dir mag das stimmen, aber hier bei mir kam der regene auch für die späten zu spät!
Deswegen nehme ich an das der frühe weizen deutlich abheben wird von dem rest!



Klar! Im Raum Darmstadt mit über 10° durchschnittlicher Jahrestemperatur, Sanböden und 500 mm Niederschlag, war das dieses Jahr auch wieder so. Das trifft aber ( zum Glück - die Gemüsebauern nehmen wir raus ) auf die wenigsten Gebiete in Deutschland zu.
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Re: welche Weizensorte

Beitragvon julius » Sa Aug 06, 2011 21:07

NobbyNobbs hat geschrieben:- Tobak zur Vermehrung für's Folgejahr ( Soll- wenn er das hält, was er verspricht- ab nächstem Jahr als Hochertragsstoppelweizen stehen )


Ist der als Stoppelweizen nicht ungeeignet ? Er ist in Halmbruch und Ährenfusarien sehr schwach eingestuft.
Da hätte ich bei Stoppelweizen bedenken. Wäre der nicht besser nach Raps geeignet ?
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Re: welche Weizensorte

Beitragvon NobbyNobbs » So Aug 07, 2011 16:13

julius hat geschrieben:
NobbyNobbs hat geschrieben:- Tobak zur Vermehrung für's Folgejahr ( Soll- wenn er das hält, was er verspricht- ab nächstem Jahr als Hochertragsstoppelweizen stehen )


Ist der als Stoppelweizen nicht ungeeignet ? Er ist in Halmbruch und Ährenfusarien sehr schwach eingestuft.
Da hätte ich bei Stoppelweizen bedenken. Wäre der nicht besser nach Raps geeignet ?



Die Krankheiten sind das eine, die Eignung das andere. Die Anfälligkeit spielt ja nur in gewissem Maße in die Stoppelweizeneignung mit ein. Es gibt da wichtiger Parameter, die eine Weizensorte aufweisen muss. Manche sind sogar gar nicht so genaz erklärbar. Der hier stärkste Stoppelweizen ist seit Jahren Inspiration. Ebenfalls fusarium- und halmbruchanfällig, aber irgendwie dennoch stärker als die anderen... Regenerationsfähigkeit und Vitalität sind scheinbar entscheidender.
Wenn Infektiontionsbedingungen vorliegen, fahre ich jedenfalls eh- egal ob in die Blüte oder in EC32...
Laut ersten Versuchen soll sich Tobak jedenfalls sehr gut eignen. Ich bin gespannt, ob er dieses Jahr wieder so überragend ist wie in den Prüfjahren.
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Re: welche Weizensorte

Beitragvon julius » So Aug 07, 2011 17:22

Das stimmt Nobby. Bei uns gabs bei den LSV einen Fusariumversuch. Eigentlich ist Tabasco darin weniger anfälliger aber der war mit Abstand am meisten befallen.

Weiß denn jemand warum Tobak nur für West Ost und Norddeutschland vom Züchter empfohlen wird ? Dann muss ich im Süden auf den verzichten ?? Der würde bei mir nach Silomais stehen. Wenn ich das Maisfeld pflüge sollte doch die Fusariumanfälligkeit kein großes Problem darstellen ebensowenig Halmbruch ? Alle Maisstoppel bring ich nicht rein aber die meisten. Warum dann nicht im Süden ?
Vielleicht bau ich ihn dieses Jahr an obwohl der Standort Süddeutschland ist. :roll:
Bedenken hab ich auch wegen der Standfestigkeit mit nur BSA Note 5.
Da Tobak laut Züchter über 200 kg besser 220 kg N wegen des hohen Ertrages benötigt fällt der dann nicht beim ersten Gewitter trotz Wachstumsregler ins Lager ?
julius
 
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Re: welche Weizensorte

Beitragvon Crazy Horse » Mo Aug 08, 2011 8:09

julius hat geschrieben:Das stimmt Nobby. Bei uns gabs bei den LSV einen Fusariumversuch. Eigentlich ist Tabasco darin weniger anfälliger aber der war mit Abstand am meisten befallen.

Weiß denn jemand warum Tobak nur für West Ost und Norddeutschland vom Züchter empfohlen wird ? Dann muss ich im Süden auf den verzichten ?? Der würde bei mir nach Silomais stehen. Wenn ich das Maisfeld pflüge sollte doch die Fusariumanfälligkeit kein großes Problem darstellen ebensowenig Halmbruch ? Alle Maisstoppel bring ich nicht rein aber die meisten. Warum dann nicht im Süden ?
Vielleicht bau ich ihn dieses Jahr an obwohl der Standort Süddeutschland ist. :roll:
Bedenken hab ich auch wegen der Standfestigkeit mit nur BSA Note 5.
Da Tobak laut Züchter über 200 kg besser 220 kg N wegen des hohen Ertrages benötigt fällt der dann nicht beim ersten Gewitter trotz Wachstumsregler ins Lager ?


Ich glaub nicht, dass die Standfestigkeit jetzt so das große Problem bei der Sorte Tobak ist. Allerdings würde ich mir wirklich überlegen, ob ich nach Mais einen Weizen anbaue, der in seiner Fusariumanfälligkeit mit mittel-stark eingestuft ist. Rechtzeitig geernteter Silomais ist zwar längst nicht so mit Fusarien beladen wie ein totreifer Körnermais, bei dem das Stroh allesamt auf dem Acker bleibt. Wenn ich allerdings den Weizen vermarkten möchte, würde ich schon drauf achten, dass die Sorte ne gute Fusariumresistenz aufweist (z.B. Toras, Hermann oder Impression).

Tabasco ist als Korndichtetyp etwas anfälliger gegenüber Ährenfusarium und wird vom Züchter auch nicht unbedingt nach Mais empfohlen, aber die Sorte drischt bombig und ist ansonsten recht problemlos in der Bestandesführung (war die letzten beiden Jahre meine ertragreichste Sorte). Ich hab auch letztes Jahr mit dem JB Asano nicht diesen Ertrag erreicht wie mit dem Tabasco, obwohl ich ihn deutlich intensiver geführt hab (+WR, +2.Fungi, +20N).
Nach der Pleite dieses Jahr weiß ich noch nicht, ob ich den JB Asano weiter anbauen werde - qualitativ war er nämlich sehr gut, wenngleich das Mehr an Qualität durch die höheren Trocknungskosten wieder aufgefressen wird (trocknet nach einem Regenereignis langsamer ab als ein Kredo oder Limes).

Die Saaten-Union empfiehlt Tobak selbstverständlich auch für den süddeutschen Raum (hat ihn ja auch in ihrem Werbeprospekt für die Herbstaussaat drin). In Bayern und Baden-Württemberg werden allerdings keine Sorten mit einer höheren Anfälligkeit für Ährenfusarium geprüft und offiziell empfohlen. Ne Ährenbehandlung zur Blüte sollte man bei Sorten wie Tobak oder Inspiration unbedingt einplanen. Dann hat man auch ein sauberes Erntegut und schöne, gut ausgebildete Körner.
Ich werd Tobak auch mal ausprobieren (falls ich Saatgut bekomme), und zwar auf einem guten Standort als Stoppelweizen.
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Re: welche Weizensorte

Beitragvon julius » Mo Aug 08, 2011 9:41

Der Tobak wäre bei mir nur als Futterweizen gedacht und wird nicht verkauft. Ich hab mal gehört das Fusarium bei Schweinen ein Problem darstellen könnte und bei der Rinderfütterung es nur ein geringes Problem sein soll sollte er gering befallen sein. Ich würde ihn nur den Rindern füttern.
Leider haben nahezu alle Sorten mit höherem Ertrag eine höhere Fusariumanfälligkeit. Habe deshalb meistens Sorten mit der Fusariumeinstufung BSA 5 auch nach Mais angebaut und wenig Probleme bisher da ich nach Maisanbau wegen der Maisstoppel und den zugehörigen Schädlingen pflüge. Ich fahre immer sehr intensiv, also 2 oder wenn nötig 3 Fungizidbehandlungen sollte eine sehr späte UND frühe Behandlung nötig sein. Der Tobak hätte bei Fusarien BSA 6, also um 1 schlechter als meine bisherigen.

Muss ich mir nochmal überlegen welchen ich denn nun anbaue. :roll: Wenn ich beim Tobak eine Fusariumbehandlung einplane und nach der Vorfrucht Silomais pflüge sollte als Futterweizen nicht viel schiefgehen ?
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Re: welche Weizensorte

Beitragvon Crazy Horse » Mo Aug 08, 2011 10:36

Wenn Du "nur" einen Futterweizen anbauen willst, und im Frühjahr noch mit reichlich Gülle daherkommst, würde ich eher einen Tabasco (vom selben Züchter wie Tobak) oder Lear (vor allem auf den guten Böden) anbauen. Die sind nämlich etwas standfester und dreschen ähnlich stark. Ich hab zwar noch keine Ertragsergebnisse, aber ich möchte wetten, dass Lear die ertragreichste Sorte bei uns im Landessortenversuch war.

Als Futterweizen kann es Dir ja nur recht sein, wenn die Sorten etwas später sind. Dann kannst Du Dich im Sinne einer guten Reifestaffelung zunächst um Deinen Qualitätsweizen kümmern und zuerst den dreschen. Von Tabasco wirst Du auf jeden Fall Saatgut bekommen, von Lear und Tobak bei rechtzeitiger Bestellung wohl auch. Lear ist allerdings (im Ggs. zu Tabasco oder Tobak) ein reiner Futterweizen.
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Re: welche Weizensorte

Beitragvon julius » Mo Aug 08, 2011 10:46

Der nachgelieferte N kann bei mir schon zum Problem werden. Da wäre Tabasco und Lear wohl besser geeignet. Noch hab ich ja etwas Zeit. Vielleicht kommen bald die ersten Sortenergebnisse der LSV von 2011 raus.
julius
 
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Re: welche Weizensorte

Beitragvon Guido85 » Di Aug 16, 2011 22:43

Ich muss das Thema nochmal aufgreifen!
Wir haben bis jetzt den Manager (20ha Gesamtackerfläche auf 4 Früchte, deswegen nur eine Sorte) im Anbau. Letzte Jahr war er ausgewachsen, was aber nicht verwundert wenn der erst Anfang September gedroschen wird. Nun hab ich heute Abend die Feuchte gemessen (19,7% Feuchte, obwohl wir nach Mittag nochmal einen kurzen Schauer hatten), weil ich wissen wollte ob und wann ich die Woche dreschen kann. Was muss ich feststellen? Der ist schon wieder ausgewachsen, vor 2 Jahren haben wir den mal so um den 25. August gedroschen ohne jeglichen Auswuchs. Weil wir beim Dreschen oft hinter den "Großen" etwas hinten anstehen haben wir ja schon eine Späte Sorte gewählt.
Ist die Auswuchsproblematik sortenbedingt oder einfach nur auf das sch... Jahr zu schieben? Es liegt ja nicht daran, dass der wie bei anderen Sorten flach am Feld liegt, sondern der steht trotz hoher N-Nachlieferung (jährliche Mistdüngung) wie eine Eins (bis auf Wildschadennester).
Beim Feldnachbarn hab ich auch Auswuchs festgestellt, ich weiss allerdings die Sorte nicht! Als wir gestern das zu gekaufte Stroh gewendet haben hab ich auch mal einen Blick auf den noch stehenden Rest vom Weizen von dem Betrieb geworfen (Sorte Dekan), da war von Auswuchs nix zu sehen.
Welche Sorten könnt ihr mir empfehlen die diese Auswuchsproblematik nicht so extrem haben?
Vielleich wäre für uns auch ein Grannenweizen besser (Wildschäden, trotz Vorfrucht Hafer)?
Ich wäre auch mal offen für A-Weizen (E-Weizen sollte bei uns im vorderen Westerwald nicht klappen)!
Gruß
Guido
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Re: welche Weizensorte

Beitragvon Mad » Mi Aug 17, 2011 8:39

Den Manager schmeiße ich dieses Jahr raus. Er hat zwar dort, wo er nicht die Triebe erst reduziert und später wieder nachgeschoben hat, einen sehr guten Ertrag gebracht obwohl er recht dünn stand. Allerdings kann er bei Trockenheit einfach nicht mit dem Primus mithalten. Ausgewachsen ist er bei mir nicht. Ich habe auch dafür gesorgt, dass er so schnell es geht vom Acker kommt, weil er ja auch relativ früh ist.

Ich setze von nun an mehr auf Fallzahlstabile Sorten. Nach Raps habe ich ohnehin den Julius stehen, der ja sehr lange durchhalten kann. Für meine Trockenstandorte als Stoppelweizen probiere ich diesen Herbst den Linus aus, der ja auch gut mit Trockenheit umgehen soll und auch Fallzahlstabil ist.
Und weil er dieses Jahr nicht vertrocknet ist (Stand zum Vergleich, an einem Schlag meines Onkels, neben Manager), säe ich den Primus auch an einen Trockenstandort.

Der Rest vom Stoppelweizen wird Meister. Ebenfalls Fallzahlstabil.

MFG
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Kreuzschiene hat geschrieben:Wenn es bei Raps in Richtung 7 Tonnen Ertrag geht, ist Lager meist nicht zu vermeiden. Ich spreche da leider aus Erfahrung.
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Re: welche Weizensorte

Beitragvon Crazy Horse » Mi Aug 17, 2011 13:51

Mad hat geschrieben:Den Manager schmeiße ich dieses Jahr raus. Er hat zwar dort, wo er nicht die Triebe erst reduziert und später wieder nachgeschoben hat, einen sehr guten Ertrag gebracht obwohl er recht dünn stand. Allerdings kann er bei Trockenheit einfach nicht mit dem Primus mithalten. Ausgewachsen ist er bei mir nicht. Ich habe auch dafür gesorgt, dass er so schnell es geht vom Acker kommt, weil er ja auch relativ früh ist.

Ich setze von nun an mehr auf Fallzahlstabile Sorten. Nach Raps habe ich ohnehin den Julius stehen, der ja sehr lange durchhalten kann. Für meine Trockenstandorte als Stoppelweizen probiere ich diesen Herbst den Linus aus, der ja auch gut mit Trockenheit umgehen soll und auch Fallzahlstabil ist.
Und weil er dieses Jahr nicht vertrocknet ist (Stand zum Vergleich, an einem Schlag meines Onkels, neben Manager), säe ich den Primus auch an einen Trockenstandort.

Der Rest vom Stoppelweizen wird Meister. Ebenfalls Fallzahlstabil.

MFG


Ich will Dich jetzt nicht beunruhigen, aber Linus ist zwar einigermaßen trockentolerant aber nicht fallzahlstabil. Meister hat ne gut mittlere Fallzahlstabilität, ist aber mehr ein Blattfruchtweizen. Die hohe Ertragseinstufung des BSA (9/8) kann ich nicht ganz nachvollziehen (ist jeweils ne Note zu hoch). Meister ist die qualitativ bessere, Linus die etwas ertragreichere Sorte.

Sehr frohwüchsig, fußgesund und trockentolerant ist auch der Matrix. Er ist allerdings stärker anfällig gegenüber Braunrost (was bei einer Kreuzung Hattrick x Türkis nicht ausbleibt) und genausowenig auswuchsfest wie Linus oder Manager.

Sehr auswuchsfest und relativ trockentolerant ist übrigens der Potenzial. Gleiches gilt für seinen Elter Dekan, was die nach wie vor große Beliebtheit dieser Sorten erklärt, auch wenn sie ertraglich nicht mehr ganz mit den Neuzüchtungen mithalten können.
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